Ausblick 2024

Ausblick 2024

In diesem Beitrag gibt es nur eine kleine Ankündigung: nächstes Jahr werde ich mir zwischen den Blog-Beiträgen längere Pausen gönnen. Wie viele andere Blogs auch ist meiner während der Corona-Zeit entstanden, wo man einfach viel mehr Zeit hatte. Damals hatte ich statt wöchentlich einen Beitrag sogar zwei! Nun merke ich aber auch, dass wieder das volle Leben tobt, und ich eine kleine kreative Pause benötige, um durch mehr Zeit auch wieder Ideen zu bekommen.

Das heißt aber nicht, dass es keine Blogbeiträge mehr gibt! Die Anzahl wird nächstes Jahr nur geringer ausfallen. Im Januar und Februar gibt es z.B. zwei „Best-of“-Beiträge, und dann lasse ich mich inspirieren.

Es gibt auch schon viele Dinge, die ich nächtes Jahrim Garten angehen möchte: Salat im Sommer, mehr Heidelbeeren, Dahlienzucht, Bodenverbesserung durch Gründüngung….also es gibt bestimmt genug, über das ich ab und an berichten werde.

Wenn es Gartenthemen gibt, über die ihr gerne lesen würdet – über euer Feedback (am besten bei Kontakt über Email) freue ich mich natürlich immer.

Gesundes aus der Natur – Foraging und Wild Crafting

Gesundes aus der Natur – Foraging und Wild Crafting

Letztes Jahr hatte ich ja das „Wilde 2022“ ausgerufen – und habe angefangen, mich mit der heilenden Wirkung von Pflanzen zu beschäftigen. Außerdem habe ich Beeren in freier Natur geerntet – z.B. Brombeeren von den unzähligen Sträuchern, die überall wild wachsen, oder Hagebutten für eine Marmelade. Ich habe aber auch junge Brennesseln und Brombeerblätter für Tee geerntet. Dieses Jahr habe ich damit ein bisschen weitergemacht und ein paar tolle Dinge fabriziert. Interessant ist in diesem Zusammenhang: wenn ich älteren Menschen davon erzähle, sagen sie meist: „Das kenne ich noch von früher, das hat meine Mutter auch immer gemacht“. Es gibt also so viel Heilkraft und verlorenes Wissen da draußen! Und das will ich mir ein bisschen zurückerobern.

Sehr hilfreich in diesem Zusammenhang ist ein Buch, das ich mir letztes Jahr in Glastonbury gekauft habe, es heißt „Wild Remedies“, und stellt viele (Wild-) pflanzen vor: deren Heilkraft, aber auch wie man diese nutzen kann mit relativ einfachen Rezepturen. Das Buch ist zwar auf Englisch, und manchmal muss man den deutschen Namen der Pflanzen übersetzen, aber es ist sehr informativ, und ich habe schon etliches daraus ausprobiert. Das Einzige, was aufwendig ist (gerade heutzutage): man muss Zeit mitbringen, um Heilsames herzustellen.

Dieses Herstellen von Tees, Ölen, Salben etc. mit Wildpflanzen nennt man übrigens „Wild Crafting“, und das reine Sammeln in der freien Natur „Foraging“.

Was habe ich dieses Jahr schon gemacht?

Natürlich im Frühjahr wieder Brennesseln und Brombeerblätter für Tee geerntet, aber auch Holunderblütensirup und Holunderblütengelee mussten es sein. Im Sommer habe ich dann 3 verschiedene Öle für Wundheilung hergestellt: das „berühmte“ Rotöl aus Johanniskrautblüten, aber auch Schafgarben- und Spitzwegerichöl. Aus diesen Ölen habe ich dann eine Heilsalbe hergestellt, die wirklich super hilft. Ich bin total aus dem Häuschen.

Im Spätsommer habe ich dann Holunderbeeren gesammelt (leider nicht so viele, wie ich gerne gehabt hätte, denn unser Urlaub fiel in die Hauptreifezeit), und habe daraus einen leckeren Holundersirup hergestellt. Der soll angeblich helfen, Erkältungen etc. vorzubeugen. Holunderbeeren sollen eine Art antivirale Wirkung haben. Davon brauche ich nächstes Jahr definitiv noch mehr!

Außerdem gärt gerade mein erster Apfelessig – ganz simpel aus Apfelschalen von meinen Äpfeln (viel ist es dieses Jahr nun nicht). Hier bin ich froh, dass ich weiß, dass meine Äpfel ungespritzt sind. Ich hoffe, dass ich in zwei bis drei Wochen von meinem eigenen Essig kosten kann.

Im Winter stehen auch ein paar Projekte mit Nadelbäumen und Weiden an – ich bin sooo gespannt.

Auf alle Fälle möchte ich euch ermuntern, auch mal loszuziehen und die Heilkraft der Natur zu nutzen. Es macht einen Heidenspaß, außerdem weiß man irgendwann, welche Pflanzen rund um das Zuhause wachsen. Wer am Anfang Schwierigkeiten mit der Bestimmung der Pflanzen hat, kann eine App benutzen – das funktioniert ganz gut, wie ich finde.

Wildblumenstrauß der Woche

Wildblumenstrauß der Woche

Zu dieser Jahreszeit kann man wahrlich aus dem Vollen schöpfen; und das habe ich auch bei diesem Strauß getan. Es ist vielleicht ein bisschen too much, aber jedes Mal, wenn ich an dem Strauß vorübergehe, habe ich die Wiese vor Augen.

Dieses Mal habe ich sehr viele verschiedene Blumen benutzt – aber auch darauf geachtet, dass möglichst viele verschiedene Blüten- und Blattformen im Strauß zu finden sind. Etwas untypisch für mich habe ich auch drei verschiedene Farben benutzt – weiß, lila und gelb. Herausgekommen ist ein richtiger Wiesenblumenstrauß. Es sind wieder ein paar ‚alte Bekannte‘ dabei wie Ackerwicke, Lichtnelke und Schafgarbe, aber auch etliche, die jetzt erst blühen.

Bei der Vorbereitung für die Vase habe ich jeden Blumen-/Gräsertyp separat gelegt und zurechtgeschnitten, so dass ich dann die gewünschte Höhenstaffelung erzielen kann. Wunder gewirkt hat wieder das kurze Tauchen in kochend heißes Wasser, bis alle Luftbläschen aus den Stängeln entwichen ist.

Garten Anfang Mai

Garten Anfang Mai

Die letzten Tage habe ich ziemlich viel im Garten gewerkelt; jetzt ist eben die Zeit, wo alle gesäten Pflänzchen umsorgt werden müssen.

Zum einen räume ich meine „Südländer“ (Auberginen, Chilis, Paprika und Tomaten) bei gutem Wetter (Temperatur über 12 Grad) tagsüber raus, damit sie Licht und Stabilität bekommen, und abends räume ich sie wieder ins Haus. Ab heute dürfen sie aber auch draußen übernachten.

Dann mussten viele gesäten Pflänzchen pikiert und/oder in größere Töpfe umgesetzt werden, z.B. die Topfkornblumen und Ringelblumen, der Lauch und die Salate.

Manche durften auch schon direkt ins Beet, wie z.B. die Kohlrabis und ein paar Salate.

Dann habe ich natürlich Unkraut gejätet (vor allem im Rasen) und an manchen Stellen nochmal Rasen nachgesät.

Außerdem habe ich den ersten Schub Kräuter zum Trocknen geernetet – Minze, Salbei, Zitronenmelisse, Löwenzahn und Erdbeerblätter. Bei uns um die Ecke wachsen auch wahnsinnig viele Brombeeren, da habe ich auch einen Schwung frische Blätter geerntet. Die schmecken auch super getrocknet in einem Kräutertee.

Und die Arbeit ist noch nicht zu Ende – bei verblühten Tulpen und Narzissen müssen die Blütenkelche abgezupft werden.

Das Umsetzen und Pikieren geht weiter – Kosmeen, wilde Möhren, Zinnien, aber auch Kräuter wie Dill müssen in größere Töpfe wandern.

Die Dahlien im Keller treiben teilweise schon aus – evtl. setze ich sie zum Vortreiben in Töpfe und stelle sie geschützt auf die Terrasse. So haben sie schon einen kleinen Vorsprung. Sie dürfen halt keinen Frost abbekommen, aber bei uns auf der Terrasse ist das aum diese Zeit extrem unwahrscheinlich.

Dann müssen langsam auch Basilikum und die Bohnen gesät werden. Zucchini säe ich dieses Jahr nicht – ich liebe sie zwar, aber ich habe keinen Erfolg mit ihnen. Komisch, gell?

Den Tulpen geht langsam die Puste aus, dafür kommen die Akeleien, und mein kleines Bergbohnenkraut blüht.