Endlich habe ich mal wieder ein bisschen Luft, um über Neues aus meinem Garten zu berichten.
Ich finde ja, dass alles ein bisschen später dran ist wie letztes Jahr – die ersten Tomaten in den Töpfen haben Blüten und ein paar kleine Kugeln hängen endlich dran. Der Rest wächst noch gut vor sich hin. Bei den Tomaten habe ich mich sortentechnisch ziemlich ausgetobt – es gibt Cherry-, normale und Fleischtomaten, und farbtechnisch ist auch fast alles dabei – gelb, rot, grün, schwarz, gestreift…ich bin sooo gespannt. Letztes Jahr habe ich ja zum ersten Mal Tomatenstücke eingeweckt (da ich nicht so viel Platz im Tiefkühler habe), und ich bin begeistert! Das will ich dieses Jahr unbeding wieder machen, und wenn es geht, noch mehr Gläser einwecken. So eine Tomatensauce im Winter aus diesen Tomaten schmeckt wie eine Sauce aus frischen Tomaten. Herrlich!


Doch welche Sorten habe ich nun angebaut?
- Marmande (Fleischtomate)
- Cherokee Purple (Fleischtomate)
- Cuor di Bue (Fleischtomate)
- Kosmonaut Volkov (Fleischtomate)
- Tigerella (normale runde Tomate)
- Lime Green Salad (normale runde Tomate)
- Schwarze Königin (normale runde Tomate)
- Gartenperle (kleinere runde Tomate)
- Black Cherry (Kirschtomate)
- Sun Gold (Kirschtomate)
- Golden Bumblebee (Kirschtomate)
Außerdem gibt es wieder ein paar Freiwillige, die von meinen Kompostgaben gekeimt haben. Da bin ich mal gespannt.
In den Beeten sind nun auch die Zucchini und Gurken, aber auch die Karotten, viel Salat, und dieses Jahr mal wieder Zuckererbsen. Mangold und ein Grünkohl stehen auch noch, sowie die Zwiebeln, der Knoblauch sowie viele Kräuter. In Töpfen habe ich außerdem noch Auberginen, Paprika und Chilis.
Dieses Jahr baue ich auch Gemüse/Obst an, das ich noch nie angebaut habe wir aber auch gerne essen. In einem Topf ziehe ich Kartoffeln, außerdem habe ich Brokkoli (normalen) im Beet. Dann probiere ich es mit Ingwer, denn den essen wir auch sehr viel, und mehr aus Gag habe ich ein paar Kapstachelbeeren.


Dann habe ich in kleinen Töpfchen schon rote Bete gesät, aber auch Grünkohl, Brokkoli und Romanesco. Das kann dann in die Beete, wenn die Zwiebeln und der Knoblauch geerntet werden. Das dauert aber noch ein paar Wochen. Buschbohnen würde ich auch noch gerne setzen.

Blumentechnisch war ich viel damit beschäftigt, meine Tulpenzwiebeln aus den Töpfen zu holen, in denen sie gemütlich ihre Blätter einziehen durften, zu trocknen und beschriftet in Papiertüten zu packen, die über Sommer im Keller lagern. Es sind wieder wahnsinnig viele Tulpenzwiebeln, meine Tulpenschule wächst und wächst! Was ich festgestellt habe, ist, dass die Tulpen, die mit Vergißmeinnicht in einem Topf waren, besonders gut geblüht haben. Außerdem kann ich nur noch mal darauf hinweisen, dass Tulpen es außerhalb ihrer Wachstumsphase gerne sehr trocken haben. Habt ihr in eurem Garten also ein Bewässerung oder gar Tröpfchenbewässerung, werdet ihr wahrscheinlich jedes Jahr neue Tulpenzwiebeln setzen müssen. Oder die verblühten Tulpenzwiebeln ausgraben, die Blätter einziehen lassen, trocken lagern und im Herbst wieder einpflanzen.

Ebenso habe ich die Ranunkelkrallen und Anemonenknollen ausgegraben, getrocknet und in Tüten in den Keller gepackt. Mit den Frühlingszwiebeln bin ich jetzt durch. Dafür blüht mein Blumenbeet so hübsch in den diversesten Blautönen mit der rosa-apricotfarbenen Rose in der Mitte. Ich finde, das schaut sehr englisch aus…

Dieses Jahr hatte ich endlich mal gescheites Saatgut für Strohblumen, und die wachsen nun auch. Ich bin da auch sehr gespannt, denn ich will eine Menge davon trocknen. Im Winter finde ich es genial, dass mich die Sträuße aus getrockneten Blumen an meinen Garten erinnern.
Außerdem habe ich die ersten Samen gewonnen: von Hornveilchen (die mich immer über den Winter bringen), Akelei, Winterheckenzwiebel und violettem Grünkohl. Ich würde ja mal gerne nur ein Beet anlegen mit Gemüse/Blumen, komplett aus eigenem Saatgut gezogen. Kompost mache ich auch weiterhin, da siebe ich immer mal wieder was, lagere es in einem Eimer für den schnellen Bedarf. Auch das ist mir immer wichtiger. Am liebsten würde ich komplett auf Blumenerde verzichten. Das ist im Moment aber mit meinen vielen Töpfen noch nicht möglich (wenn ihr Blumenerde kauft – bitte immer immer torffrei!!) Der Kreislaufgedanke wird mir immer wichtiger. Es ist doch Irrsinn, dauernd Dünger, Erde und Pflanzen zu kaufen und dann quasi wieder wegzuschmeißen bzw. den Dünger immer nachkaufen. Die Pflanzen in den Beeten bekommen nur meine eigene Jauche (Brennessel oder Beinwell), ansonsten benutze ich Hornspäne und brauche momentan die Flüssigdünger auf, die ich noch habe.
…und nicht vergessen, ein paar kleine Sträußchen ins Haus zu holen….

Euch wünsche ich auch viel Spaß beim Gärtnern!


































