Karottenkuchen mit Kardamom

Karottenkuchen mit Kardamom

Dies ist der ideale Kuchen für zwei Personen an einem sonnigen Herbsttag. Ich habe extra eine kleine Kastenform dafür gekauft, so klein ist der Kuchen – ideal zum Wegsnacken übers Wochenende. Der Twist bei dem Kuchen ist der Kardamom, und der Clou ist das leckere Zitronenfrosting. Die Basis des Rezepts stammt aus dem witzigen Backbuch „The Hebridean Baker“, wo ein Schotte in Schottenrock Rezepte und Geschichten von den Hebriden teilt. Bisher haben aber alle Rezepte, die ich nachgebacken habe, gut geklappt! Im Originalrezept werden statt Walnüssen Pistazien und statt Zitrone Limette verwendet. Wie immer passt eine Tasse kräftigen Schwarztees, Assam oder English Breakfast, am besten zum Kuchen.

Zutaten:

Für den Teig:

  • 100 gr brauner Zucker
  • 1 Ei
  • 70 ml Pflanzenöl
  • 150 gr Karotten, geraspelt
  • 50 gr Rosinen
  • 20 gr Walnüsse, grob gehackt
  • 5 Kardamomkapseln
  • 90 gr Weizenmehl
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 1 Messerspitze Natron
  • 1 Prise gemahlene Muskatnuss

Für das Frosting:

  • 20 gr weiche Butter
  • 60 gr Doppelrahmfrischkäse
  • 40 gr Puderzucker
  • Schale und Saft einer 1/2 Bio-Zitrone
  • 1 Handvoll Walnüsse, grob gehackt

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 150 Grad Umluft oder 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und die Kastenform einfetten oder mit Backpapier auslegen.
  2. Die Kardamomkapseln aufbrechen, die Samen auslösen und im Mörser zu Pulver mahlen.
  3. Mit dem Handrührgerät den Zucker mit dem Ei cremig rühren, dann das Pflanzenöl unterschlagen.
  4. Die Karottenraspeln, die Rosinen und die Walnüsse hinzufügen.
  5. Mehl, Kardamompulver, Backpulver, Natron und Muskatnuss zugeben verrühren.
  6. Den Teig in die Form füllen und ca. 35-40 Minuten backen (Stäbchenprobe).
  7. Für das Frosting alle Zutaten dafür (bis auf die Walnüsse) glatt rühren und im Kühlschrank etwas fest werden lassen.
  8. Wenn der Kuchen abgekühlt und aus der Form genommen wurde, mit dem Frosting überziehen. Die Walnüsse darüber streuen.

Strohblumen

Strohblumen

Dieses Jahr ist es mir zum ersten Mal gelungen, mehrere Strohblumen zu ziehen. Ich vermute, dass ich zum ersten Mal gutes Saatgut hatte. Denn es war ziemlich einfach: die Strohblumen habe ich im Frühling lt. Angaben auf dem Samentütchen gesät. Sie keimten recht gut, dann habe ich sie pikiert, und als die Frostgefahr vorüber war, in den Garten oder in Kübel gesetzt.

Allerdings muss ich sagen, dass die Strohblumen in den Kübeln viel besser gewachsen sind als die in den Beeten. Ich vermute, dass es diesen Sommer einfach zu trocken war.

Strohblumen kann man halt einfach gut trocknen, und im Winter liebe ich es ja, meine eigenen getrockneten Blumen aus dem Garten in kleinen Väschen im Haus zu verteilen.

Hier seht ihr, wie ich die Strohblumen zum Trocknen aufgehängt habe. Was man zum Trocknen wissen muss: die Strohblumen öffnen sich beim Trocknen noch weiter. Wollt ihr also Blumen, die ein wenig geöffnet sind, aber nicht komplett, dann schneidet sie, wenn sie quasi noch im knospigen Zustand sind. Das waren alle, die ihr auf dem Bild seht – aber sie haben sich beim Trocknen in geöffnete Blüten entwickelt.

Strohblumen kann man aber auch einfach blühen lassen, oder als normale Schnittblume verwenden. Ich finde sie unglaublich hübsch und vielseitig. Also – meine Empfehlung: probiert es mal mit Strohblumen.

Vom Ernten und Verwerten

Vom Ernten und Verwerten

Heute teile ich meine Gedanken mit euch dazu. Ganz oft muss ich feststellen, dass andere Menschen den Überfluss in ihrem Garten gar nicht wahrnehmen und/oder entsprechend ernten und verwerten.

Das beste Beispiel sind Kräuter, insbesondere die super pflegeleichten wie Minze, Zitronenmelisse, Thymian, Salbei oder Rosmarin. Diese Kräuter wachsen in vielen Gärten, und ab und zu wird ein Zweiglein zum Kochen benutzt. Ich kenne aber kaum jemanden, der diese Kräuter in größerem Stil trocknet und dann auch verwendet. Dabei ist das sooo einfach, und die eigenen Kräuter schmecken selbst getrocknet so viel aromatischer als gekaufte! Ich trockne meine Kräuter ganz „generalstabsmäßig“, d.h. alle paar Wochen wird geerntet und getrocknet. Viele verwende ich für Kräutertee ( da habe ich inzwischen eine richtige Teebar), andere aber auch zum Kochen. Im Winter freue ich mich immer diebisch über das tolle Aroma!

Die Kräuter am besten in trockenen dunklen Räumen trocknen (ich mache das auf unserem Dachboden), entweder aufgehängt als Sträußchen, oder – so mache ich es – in Obstkisten. Wichtig ist, dass sie schön luftig trocknen können (s. auch meinen Blogbeitrag Kräuter und Blumen trocknen).

Wenn sie dann rascheltrocken sind, in Gläser umfüllen (manche Kräuter zerkleinere ich vorher noch). Und nun steht dem Genuss nichts im Weg!

Doch es gibt noch mehr im Garten, was verwertet werden kann. Gestern habe ich unserem Apfelbaum einen kleinen Sommerschnitt gegönnt. Viele der kleinen Äste kann ich gut gebrauchen – entweder als Stäbe für Pflanzen (Alternative zu den Bambusstäben aus dem Baumarkt). Aus ein paar Zweigen habe ich kleine Kreise (oder eiförmige Kreise) gebogen, um damit Stauden zusammenhalten zu können. Das seht ihr auf dem Bild rechts – das sieht dann einfach schön natürlich aus. Ich liebe ja diesen Kreislaufgedanken!

Wachsen bei euch Brennesseln im Garten? Prima! Die könnt ihr auch ernten – jung z.B. auch als Tee, aber sie eignen sich auch hervorragend als Düngermulch. Einfach kleingeschnitten um Pflänzchen herum schichten: schon haben die Pflanzen eine schützende Mulchschicht, die beim Verrotten noch viele Nährstoffe an an die Pflänzchen gibt. Das habe ich gerade bei meinen Zucchini gemacht.

Früher wusste ich auch nicht so recht, was ich mit „Mini“-Ernten anfangen soll. So trägt unser Mandelbaum jedes Jahr ca. 8-9 Mandeln, von denen ca. 5 brauchbar sind. Was macht man damit? Vor ein paar Jahren lagen die dann monatelang in den Schalen in der Küche, weil ich mich auch gar nicht richtig getraut habe, sie zu benutzen. Das ist auch so ein Thema: habt Zutrauen in eure Pflanzen – sie tun euch gut und schmecken meistens viel besser als die aus dem Laden. Einfach schon, weil ihr sie frisch erntet und frisch verarbeitet. Dieses Jahr habe ich einfach nochmal die leckeren Mandelkekse gebacken, und meine eigenen Mandeln mit den gekauften gemischt. Perfekt verwertet!

Gurken habe ich dieses Jahr viel zu viele, denn ich habe 4 Gurkenpflanzen gesetzt – ein bisschen überdimensioniert für uns. Also habe ich direkt ein paar Gläser Essiggurken gemacht. Die habe ich letztes Jahr zum ersten Mal gemacht, und wir haben alle aufgefuttert. Deshalb: traut euch auch an solche Methoden heran. Man braucht kein besonderes Equipment – ich benutze so einen Topf mit einem Einsatz, den ich sowieso schon habe. Tomaten will ich auch wieder einkochen. Wenn ihr eine große Tiefkühltruhe habt, ist Haltbarmachen von Ernteüberschüssen sowieso ein Kinderspiel – man kann ja fast alles einfrieren. Petersilie friere ich z.B. kleingehackt gerne ein – denn davon habe ich auch im Moment mehr, als wir brauchen. Und wie bei fast allen Kräutern gilt: je mehr man erntet, umso mehr wächst nach. Ein fantastische Prinzip.

Also – wagt euch ans Ernten und Verwerten! Fangt an, eure Kräuter zu trocknen, eure „Unkräuter“ als Mulch und oder Dünger zu benutzen und und und. Ihr werdet sehen, dass ihr mehr in eurem Garten habt, als ihr denkt. Außerdem wird es euch total Spaß machen, ich bin mir sicher.

Mein bunter Garten: Tomaten, noch mehr Gemüse und Blumen

Mein bunter Garten: Tomaten, noch mehr Gemüse und Blumen

Endlich habe ich mal wieder ein bisschen Luft, um über Neues aus meinem Garten zu berichten.

Ich finde ja, dass alles ein bisschen später dran ist wie letztes Jahr – die ersten Tomaten in den Töpfen haben Blüten und ein paar kleine Kugeln hängen endlich dran. Der Rest wächst noch gut vor sich hin. Bei den Tomaten habe ich mich sortentechnisch ziemlich ausgetobt – es gibt Cherry-, normale und Fleischtomaten, und farbtechnisch ist auch fast alles dabei – gelb, rot, grün, schwarz, gestreift…ich bin sooo gespannt. Letztes Jahr habe ich ja zum ersten Mal Tomatenstücke eingeweckt (da ich nicht so viel Platz im Tiefkühler habe), und ich bin begeistert! Das will ich dieses Jahr unbeding wieder machen, und wenn es geht, noch mehr Gläser einwecken. So eine Tomatensauce im Winter aus diesen Tomaten schmeckt wie eine Sauce aus frischen Tomaten. Herrlich!

Doch welche Sorten habe ich nun angebaut?

  • Marmande (Fleischtomate)
  • Cherokee Purple (Fleischtomate)
  • Cuor di Bue (Fleischtomate)
  • Kosmonaut Volkov (Fleischtomate)
  • Tigerella (normale runde Tomate)
  • Lime Green Salad (normale runde Tomate)
  • Schwarze Königin (normale runde Tomate)
  • Gartenperle (kleinere runde Tomate)
  • Black Cherry (Kirschtomate)
  • Sun Gold (Kirschtomate)
  • Golden Bumblebee (Kirschtomate)

Außerdem gibt es wieder ein paar Freiwillige, die von meinen Kompostgaben gekeimt haben. Da bin ich mal gespannt.

In den Beeten sind nun auch die Zucchini und Gurken, aber auch die Karotten, viel Salat, und dieses Jahr mal wieder Zuckererbsen. Mangold und ein Grünkohl stehen auch noch, sowie die Zwiebeln, der Knoblauch sowie viele Kräuter. In Töpfen habe ich außerdem noch Auberginen, Paprika und Chilis.

Dieses Jahr baue ich auch Gemüse/Obst an, das ich noch nie angebaut habe wir aber auch gerne essen. In einem Topf ziehe ich Kartoffeln, außerdem habe ich Brokkoli (normalen) im Beet. Dann probiere ich es mit Ingwer, denn den essen wir auch sehr viel, und mehr aus Gag habe ich ein paar Kapstachelbeeren.

Dann habe ich in kleinen Töpfchen schon rote Bete gesät, aber auch Grünkohl, Brokkoli und Romanesco. Das kann dann in die Beete, wenn die Zwiebeln und der Knoblauch geerntet werden. Das dauert aber noch ein paar Wochen. Buschbohnen würde ich auch noch gerne setzen.

Brokkoli

Blumentechnisch war ich viel damit beschäftigt, meine Tulpenzwiebeln aus den Töpfen zu holen, in denen sie gemütlich ihre Blätter einziehen durften, zu trocknen und beschriftet in Papiertüten zu packen, die über Sommer im Keller lagern. Es sind wieder wahnsinnig viele Tulpenzwiebeln, meine Tulpenschule wächst und wächst! Was ich festgestellt habe, ist, dass die Tulpen, die mit Vergißmeinnicht in einem Topf waren, besonders gut geblüht haben. Außerdem kann ich nur noch mal darauf hinweisen, dass Tulpen es außerhalb ihrer Wachstumsphase gerne sehr trocken haben. Habt ihr in eurem Garten also ein Bewässerung oder gar Tröpfchenbewässerung, werdet ihr wahrscheinlich jedes Jahr neue Tulpenzwiebeln setzen müssen. Oder die verblühten Tulpenzwiebeln ausgraben, die Blätter einziehen lassen, trocken lagern und im Herbst wieder einpflanzen.

Ebenso habe ich die Ranunkelkrallen und Anemonenknollen ausgegraben, getrocknet und in Tüten in den Keller gepackt. Mit den Frühlingszwiebeln bin ich jetzt durch. Dafür blüht mein Blumenbeet so hübsch in den diversesten Blautönen mit der rosa-apricotfarbenen Rose in der Mitte. Ich finde, das schaut sehr englisch aus…

Dieses Jahr hatte ich endlich mal gescheites Saatgut für Strohblumen, und die wachsen nun auch. Ich bin da auch sehr gespannt, denn ich will eine Menge davon trocknen. Im Winter finde ich es genial, dass mich die Sträuße aus getrockneten Blumen an meinen Garten erinnern.

Außerdem habe ich die ersten Samen gewonnen: von Hornveilchen (die mich immer über den Winter bringen), Akelei, Winterheckenzwiebel und violettem Grünkohl. Ich würde ja mal gerne nur ein Beet anlegen mit Gemüse/Blumen, komplett aus eigenem Saatgut gezogen. Kompost mache ich auch weiterhin, da siebe ich immer mal wieder was, lagere es in einem Eimer für den schnellen Bedarf. Auch das ist mir immer wichtiger. Am liebsten würde ich komplett auf Blumenerde verzichten. Das ist im Moment aber mit meinen vielen Töpfen noch nicht möglich (wenn ihr Blumenerde kauft – bitte immer immer torffrei!!) Der Kreislaufgedanke wird mir immer wichtiger. Es ist doch Irrsinn, dauernd Dünger, Erde und Pflanzen zu kaufen und dann quasi wieder wegzuschmeißen bzw. den Dünger immer nachkaufen. Die Pflanzen in den Beeten bekommen nur meine eigene Jauche (Brennessel oder Beinwell), ansonsten benutze ich Hornspäne und brauche momentan die Flüssigdünger auf, die ich noch habe.

…und nicht vergessen, ein paar kleine Sträußchen ins Haus zu holen….

Euch wünsche ich auch viel Spaß beim Gärtnern!

Mandelkekse

Mandelkekse

Diese Kekse sind wirklich himmlisch – buttrig, mürbe, mit einem Hauch von Mandel – einfach perfekt! Die idealen Begleiter zu einer Tasse Tee, und schnell gebacken sind sie auch – während der Kühlzeit kann man ja ein bisschen im Garten brüsseln. Nächstes Mal backe ich vielleicht gleich die doppelte Menge.

Zutaten (für 24 Stück):

  • 120 gr Butter
  • 150 gr Mehl
  • 1 gestrichener Teelöffel Backpulver
  • 80 gr Zucker
  • 50 gr gemahlene Mandeln
  • 1 Prise Salz1-3 Tropfen Mandelaroma, nach Belieben
  • 24 abgezogene Mandeln (zum Dekorieren)

Zubereitung:

  1. Alle trockenen Zutaten bis auf die abgezogenen Mandeln in einer Schüssel vermengen.
  2. Dann die kalte Butter in Würfeln dazugeben und zu einem Mürbeteig kneten.
  3. Mandelaroma dazugeben, kurz einarbeiten. Ich habe wirklich nur zwei Minitropfen genommen, um das Mandelaroma zu verstärken. Wenn man zuviel nimmt, schmeckt alles eher nach Marzipan.
  4. Den Teig in Folie gewickelt 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  5. Nach der Stunde den Ofen vorheizen (180 Grad Ober-/Unterhitze oder 160 Grad Umluft) und zwei Bleche mit Backpapier auslegen.
  6. Den Teig in 24 Portionen aufteilen, Jede Portion zu einer Kugel formen, auf ein Backblech legen und mit einem Löffel flachdrücken. Vorsicht, der Löffel klebt leicht.
  7. Jeden Keks mit einer Mandel begelegen und dann die Kekse ca. 15 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
  8. Auf einem Gitter abkühlen lassen.

Kräuter im Frühling: Petersilie und Koriander für die Vorratskammer

Kräuter im Frühling: Petersilie und Koriander für die Vorratskammer

Nun da die Tage länger und wärmer werden, wachsen meine Kräuter in den Beeten wie verrückt – insbesondere die überwinterte Petersilie und der Koriander. Beide werden aber demnächst schießen und in Blüte gehen – der Koriander schon ziemlich bald. Deshalb bin ich grade dabei, von beiden Kräutern ein bisschen was haltbar zu machen.

Petersilie ist ziemlich einach. Da nehme ich einfach die Zweige, und nachdem ich sie gewaschen und abgtrocknet habe, schneide ich sie klein und friere sie ein. Damit kann man perfekt Gerichte würzen. Zum ersten Mal habe ich auch ein Petersilie-Walnuss-Pesto gemacht, und das war auch die Wucht. Eventuell friere ich da auch eine Ladung ein. Man braucht:

  • 3 Handvoll Petersilie
  • 1 Handvoll Walnüsse
  • 1 Handvoll geriebenen Parmesan
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer

Die Walnüsse kurz in einer Pfanne ohne Öl rösten. Die Walnüsse und die Petersilie dann mit etwas Olivenöl in einem Zerkleinerer zu einer Art Paste mixen. Dies gebe ich dann in eine Schüssel, wo ich noch mehr Olivenöl, und den Parmsan dazugeben. Die Menge vom Olivenöl hängt davon ab, wie flüssig man das Pesto haben möchte. Dann noch mit Salz und Pfeffer würzen – fertig! Und wie gesagt, einfrieren lässt sich das Ganze auch.

Mit dem Koriander ist es schon etwas schwieriger. Ihn kleinzuschneiden und einzufrieren ist keine Option – er wird total matschig. Ein paar Zweige trockne ich gerade – aber da habe ich schon gehört, er würde viel Aroma verlieren. Naja, wir werden es sehen.

Eine ganze Ladung habe ich jetzt doch eingefroren – aber mit Öl. Ähnlich wie die Petersilie habe ich den Koriander mit etwas Olivenöl im Zerkleinerer zu einer Art Paste gemixt. Dann habe ich eine Teller mit Backpapier belegt und teelöffelweise kleine Bällchen auf das Backpapier gegeben. Der Teller kommt dann in den Tiefkühler. Sind die Bällchen gefroren, habe ich sie in einen Beutel verfrachtet und wieder in den Tiefkühler. So kann man die Bällchen auch zum Würzen von Gerichten benutzen.

Auf alle Fälle habe ich nun meine Kräuter ein bisschen haltbar gemacht, um sie auch genießen zu können, wenn sie nicht frisch aus dem Garten zu haben sind.

Im Übrigen kann man so auch Kräuter verwerten, die vom Supermaktkauf übrig bleiben,

Schoko-Hafer-Kekse

Schoko-Hafer-Kekse

Also eigentlich sind diese Kekse den berühmten Hobnobs mit Schokoguss aus Großbritannien nachempfunden. Schon lange habe ich ein passendes Rezept dafür gesucht, und hier ist es nun. Ihr wisst, für mich ist ausschlaggebend: Kurze Zutatenliste und einfaches Backen. Das ist hier echt der Fall. Im Originalrezept wird statt des Reissirups „Golden Syrup“ verwendet – den gibt es aber bei uns nicht. Ich denke, dass passt so aber schon. Auch das „Verzieren“ mit dem Schokoguss ging erstaunlich easy – kein Getropfe oder ähnliches. Statt Zartbitterschokolade könnte ich mir auch gut Vollmilchschokolade für den Guß vorstellen – das hängt aber total von euren Vorlieben ab.

Wie so oft sind die Kekse ideale Begleiter zu einer heißen Tasse Tee – nun langsam auch im Garten?!

Zutaten (für 16 Stück):

  • 125 gr weiche Butter
  • 80 gr brauner Zucker
  • 2 Teelöffel Reissirup
  • 100 gr zarte Haferflocken
  • 100 gr Vollkornweizenmehl
  • 1/2 Teelöffel Natron
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 1 Prise Salz

Für die Glasur:

  • 100 gr Zartbitterschokolade
  • 30 gr Butter

Zubereitung:

  1. Die Butter mit dem braunen Zucker cremig aufschlagen, dann den Sirup unterrühren.
  2. Die Haferflocken, das Mehl, Natron, Backpulver und Salz hinzufügen und zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
  3. Den Teig zu einer Kugel formen und in Folie gewickelt 15 Minuten im Kühlschrank kühlen.
  4. Zwischenzeitlich den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze oder 160 Grad Umluft vorheizen, Backbleche mit Backpapier belegen.
  5. Teig in 16 Kugeln teilen, diese auf dem Backblech recht flach drücken (da die Kekse etwas größer sind, habe ich zwei Bleche genommen).
  6. Im Ofen 10-12 Minuten backen, bis sie goldbraun sind.
  7. Während die Kekse abkühlen, die Schokolade und Butter zusammen schmelzen und gut verrühren.
  8. Nun die Kekse umdrehen und die Schokoglasur auf die Unterseite (flache Seite) mit einem Löffel aufbringen. Wer mag, kann noch ein Muster mit dem Löffel ziehen.
  9. Trocknen lassen und ….genießen!

…und ich finde, sie sind knuspriger und schokoladiger als die industriell hergestellten Kekse.

Tulpenpracht im Frühling – wie geht das?

Tulpenpracht im Frühling – wie geht das?

Es ist wieder soweit – alles fängt an zu wachsen und zu gedeihen. Außerdem blühen die Tulpen (ziemlich früh dieses Jahr) – und ich bin happy.

Sehr viel Freude bereiten mir wieder meine Tulpen – ich habe ja einen kleinen Tulpentick, glaube ich…ich habe ganz viele im Beet und in Töpfen (insgesamt wohl mehr als 100). Ich habe auch eine „Tulpenschule“, wo ich versuche, kleine Zwiebeln zu großen Zwiebeln zu ziehen: mal schauen ob’s klappt. Mein Ziel ist immer mehr Autarkie, d.h. keine Tulpenzwiebeln kaufen zu müssen (nur wenn man mal eine Sorte sieht, die man noch nicht hat, und der man nicht widerstehen kann). Meine Lieblingstulpe im Moment ist eine gelbe mit roten Strichen – wunderschön (obwohl ich normalerweise nicht auf gelb stehe).

Welche Tulpen kommen im Beet eigentlich immer wieder?

Da habe ich ja schon mal zwei Tipps gegeben (Ice Stick und Toronto), aber nun kann ich noch eine Empfehlung abgeben: Negrita bleibt auch im Beet (lila). Generell mögen Tulpen einen sonnigen Standort und haben es ganz gern trocken im Sommer, und auch im Herbst und Winter nicht zu nass. Damit die Tulpen nächstes Jahr wieder blühen, die Blüte nach dem Blühen abkneifen und die Blätter solange stehen lassen, bis sie verwelkt/vergilbt sind. Aus den Blättern zieht die Zwiebel ihre Nährstoffe fürs nächste Jahr.

Tulpen in Töpfen habe ich jetzt auch gemeistert. Wie geht’s?

Bis Dezember kann man die Zwiebeln in die Töpfe geben. Dann einmal gießen, und danach überhaupt nicht mehr. Die Töpfe sollten auch möglichst nicht nass werden, also am besten unter einem Dach oder Tisch platzieren. Im Winter müssen die Zwiebeln so trocken wie möglich bleiben. Anders sieht es aus, wenn sich die ersten Blattspitzen zeigen: dann wird wieder gegossen, und je größer die Pflanze, umso mehr muss gegossen werden. Jetzt mögen die Tulpen es gar nicht, zu trocken zu sein. Wenn ihr all das beachtet, werdet ihr wunderschöne Tulpen in euren Töpfen haben. Ganz zauberhaft ist auch eine Unterpflanzung mit Hornveilchen oder Vergißmeinnicht.

Was passiert sonst noch in meinem Garten?

Die Anzucht im Haus ist natürlich in vollem Gange – Chilis, Auberginen, Paprika, Tomaten, Kapstachelbeeren, Kosmeen, Kapkörbchen…Aber auch draußen läuft die Aufzucht, z.B. von Salaten, Cool Flowers und Petersilie. In den Gemüsebeeten wachsen schon Radieschen, Möhren und Erbsen. Der überwinterte Spinat sieht auch toll aus, der überwinterte Koriander ist die Wucht, und ich hoffe, dass die roten Beten auch noch Knollen ausbilden. Außerdem stehen noch Mizuna, Mangold und die letzten Lauchstangen in den Beeten.

Amaryllis übersommern

Amaryllis übersommern

Habt ihr noch Amaryllis vom Winter bei euch stehen und fragt euch, ob ihr sie wegwerfen sollt? Nein! Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal zwei Amaryllis nach der Blüte nicht weggeworfen, sondern „übersommert“. Das Resultat: sie haben tatsächlich wieder geblüht – zwar erst jetzt, Ende März, aber dafür wunderschön. Plus, es war kein Aufwand. Wie geht das?

Nach der Blüte kommen die Blätter der Amaryllis, und die sollte man gut wachsen lassen, denn wie bei allen Zwiebelpflanzen ziehen die Amaryllis ihre Nährstoffe später aus den Blättern.

Die Pflanzen müssen nur einigermaßen hell und frostfrei stehen – bei mir standen sie das ganze Jahr über an einem Nordfenster. Man sollte sie auch gießen, allerdings keine Riesenmengen. Ein bisschen Dünger schadet auch nicht.

Dann im Herbst fangen die Blätter an, zu welken (da zieht die Amaryllis ihre Nährstoffe von den Blättern in die Zwiebel). Keine Panik. Weiter stehen lassen, und dann kommen irgendwann die Knospen. Ich habe die Pflanzen also nicht ins Dunkle gestellt. Vielleicht probiere ich das nächstes Mal, eventuell blühen sie dann früher.

Jedenfall stehen aktuell von diesem Jahr 4 Amaryllis da, sie haben schon gigantische Blätter (und zwei haben sogar „Babys“), und ich hoffe, sie nächstes Jahr auch zum Blühen zu bringen.

Das sind die Amaryllis von diesem Winter mit Blättern und Babys

Irgendwie geht es mir gegen den Strich, Pflanzen wegzuwerfen und dann wieder neue kaufen zu müssen. Was ich noch nicht weiß, ist, wie oft man so eine Amaryllis zum Blühen bringen kann…aber auch das werde ich herausfinden.

Also, wenn ihr irgendwo Platz habt, werft eure Amaryllis noch nicht weg und probiert es aus.

Mohnkuchen mit Blutorange

Mohnkuchen mit Blutorange

Noch ist Blutorangensaison – ich liebe diese Früchte ja sehr. Besonders gerne trinke ich zum Frühstück ein Glas frisch gepressten Blutorangensaft. Vor einiger Zeit bin ich dann auf ein ähnliches Rezept in einer Zeitschrift gestoßen – und nun musste ich den Kuchen einfach ausprobieren. Durch die Orangenschale schmeckt er richtig fruchtig und orangig; außerdem ist er voll fluffig. Ein richtiger Volltreffer. Viel Spaß beim Nachbacken!

Zutaten für 1 Napfform von 24 cm:

  • Butter und Mehl für die Form
  • 250 gr weiche Butter
  • 190 gr Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 5 Eier
  • 400 gr Mehl
  • 60 gr Mohn
  • Abrieb von einer Bio-Orange
  • 2 TL Backpulver
  • 50 gr Speisestärke
  • 100 ml Milch

Für den Guß:

  • 120 gr Puder
  • 1 Blutorange
  • evtl. ein Zweig Minze

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen
  2. Die Form ausbuttern und mit etwas Mehl ausstreuen.
  3. Die Butter mit dem Zucker, Vanillezucker und der Prise Salz schaumig rühren.
  4. Dann nacheinander die Eier unterrühren, jedes Ei mind. 30 Sekunden gut unterrühren.
  5. Dann das Mehl, den Mohn, den Orangenschalenabrieb, Backpulver und Speisestärke unterrühren, gleichzeitig mit der Milch.
  6. Den Teig in die Form füllen und ca. 60 Minuten backen.
  7. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und vorsichtig aus der Form stürzen. Dann völlig auskühlen lassen.
  8. Für die Deko 2 Scheiben aus der Mitte der Blutorange schneiden, die restlichen Hälften auspressen.
  9. Den Saft mit dem Puderzucker mischen und zu einem glatten Guß verrühren, dann über den Kuchen träufeln.
  10. Mit Orangenscheiben und evtl. Minze garnieren.

Sehr lecker zum Nachmittagstee an einem sonnigen Märztag – drinnen oder draußen, alleine oder mit lieben Freunden…genießt es!!