Amaryllis übersommern

Amaryllis übersommern

Habt ihr noch Amaryllis vom Winter bei euch stehen und fragt euch, ob ihr sie wegwerfen sollt? Nein! Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal zwei Amaryllis nach der Blüte nicht weggeworfen, sondern „übersommert“. Das Resultat: sie haben tatsächlich wieder geblüht – zwar erst jetzt, Ende März, aber dafür wunderschön. Plus, es war kein Aufwand. Wie geht das?

Nach der Blüte kommen die Blätter der Amaryllis, und die sollte man gut wachsen lassen, denn wie bei allen Zwiebelpflanzen ziehen die Amaryllis ihre Nährstoffe später aus den Blättern.

Die Pflanzen müssen nur einigermaßen hell und frostfrei stehen – bei mir standen sie das ganze Jahr über an einem Nordfenster. Man sollte sie auch gießen, allerdings keine Riesenmengen. Ein bisschen Dünger schadet auch nicht.

Dann im Herbst fangen die Blätter an, zu welken (da zieht die Amaryllis ihre Nährstoffe von den Blättern in die Zwiebel). Keine Panik. Weiter stehen lassen, und dann kommen irgendwann die Knospen. Ich habe die Pflanzen also nicht ins Dunkle gestellt. Vielleicht probiere ich das nächstes Mal, eventuell blühen sie dann früher.

Jedenfall stehen aktuell von diesem Jahr 4 Amaryllis da, sie haben schon gigantische Blätter (und zwei haben sogar „Babys“), und ich hoffe, sie nächstes Jahr auch zum Blühen zu bringen.

Das sind die Amaryllis von diesem Winter mit Blättern und Babys

Irgendwie geht es mir gegen den Strich, Pflanzen wegzuwerfen und dann wieder neue kaufen zu müssen. Was ich noch nicht weiß, ist, wie oft man so eine Amaryllis zum Blühen bringen kann…aber auch das werde ich herausfinden.

Also, wenn ihr irgendwo Platz habt, werft eure Amaryllis noch nicht weg und probiert es aus.

Gartenplanung 2026: Gemüse

Gartenplanung 2026: Gemüse

Im Januar , besonders wenn einen Schnee und Frost vom Gärtnern abhalten, träumt und plant man ja schon, was man im kommenden Jahr gerne anbauen und pflanzen möchte. Bei mir sind die Wünsche immer größer als der Platz in meinem Garten! Deshalb muss ich mich total beschränken, und bei den Gemüsen befolge ich definitiv den guten Rat, nur das anzubauen, was man auch gerne/viel isst. Deshalb werde ich dieses Jahr wahrscheinlich wieder keine Kürbisse anbauen, denn sie brauchen extrem viel Platz. Dafür, dass wir vielleicht 1-3 Kürbisse pro Jahr essen, lohnt sich das nicht. Dafür möchte ich mich gerne an Ingwer und Kartoffeln probieren. Die Kartoffeln baue ich wahrscheinlich in einem Kübel an, dann komme ich auch nicht mit den Tomaten auf den Beeten in Konflikt (beides Nachtschattengewächse, und nah beieinander könnten sich Krankheiten verstärken). Stangensellerie wäre evtl. auch ein Kandidat – aber habe ich schon meine Platzproblematik erwähnt?!? Fenchel mag ich ja auch gerne – aber der schießt bei mir immer sofort. Ich probiere es evtl. trotzdem, das Saatgut ist ja da.

Immerhin habe ich in 2025 – ohne die Riesenapfelernte – fast 70 kg aus meinem kleinen Gärtchen an Gemüse, Kräutern und Beeren geerntet. Angepeilt hatte ich 40 + kg, insofern war ich super zufrieden. Am meisten kg gaben die Tomaten, auf Platz 2 landeten die Zucchini und auf Platz 3 die Gurken. Salat war auch super, den habe ich jetzt quasi gemeistert. Was plane ich, anzubauen?

  • Zuckererbsen (hatte ich letztes Jahr nicht, aber ich mag sie so gerne)
  • Bohnen (Stangenbohnen Blauhilde, evtl. auch als Lückenfüller ein paar Buschbohnen)
  • Salat (Ganz viel, super waren Merveille des Quatres Saisons, Little Gem, Till)
  • Mangold (auch so ein Bringer)
  • Spinat (im Frühjahr sooo lecker mit Lachs)
  • Tomaten (Wie viele? Reichen 6 Pflanzen aus? Welche Sorten? Sungold, Black Cherry, Tigerella, Marmande sind gesetzt)
  • Zucchini (2 reichen wahrscheinlich wieder)
  • Auberginen (kann ich einfach)
  • Paprika (das dürfen gerne mehr sein, 3 Pflänzchen wären cool)
  • Chilis (hier bin ich seit Jahren komplett Selbstversorger)
  • Brokkoli (das gehe ich dieses Jahr an, ich esse ihn so gerne. Bisher hatte ich nur Sprossenbrokkoli)
  • Radieschen (Lückenfüller im Frühling)
  • Möhren (waren der Oberhammer, nur die Möhrenfliege hat genervt. Deshalb baue ich nächstes Jahr u.a. eine möhrenfliegenresistente Sorte an).
  • Zwiebeln (dieses Mal richtig ernten und trocknen…!!)
  • Knoblauch (stecken schon in den Beeten, 13 schauten vor unserer Schneeperiode schon ‚raus)
  • Lauch (habe ich auch im Moment auf den Beeten)
  • Kartoffeln (Neuland)
  • Ingwer (Neuland)

Wackelkandidaten:

  • Rote Bete
  • Sellerie
  • Fenchel
  • Grünkohl, Kohlrabi, Spitzkohl

Beim Kohl bin ich etwas zögerlich, weil da der Schädlingsdruck so groß ist. Letztes Jahr kamen zuerst die Schnecken, dann der Rapsglanzkäfer und die Raupen des Kohlweißlings….

Den Brokkoli will ich deshalb auch quasi im Frühjahr anbauen, und dann schon Richtung Mai ernten, bevor die ganzen Schädlinge so richtig in Schwung kommen. Mal sehen, ob das klappt. Für das Beet gibt es deshalb auch Folientunnel, mal sehen, ob das klappt.

Tomaten würde ich gerne wieder einwecken, das war super. Die Tomatensauce aus diesen eingweckten Tomatenstücken schmeckt wie Sommer pur. Essiggurken habe ich ja auch gemacht, die snacken wir gerade weg. Das kann nächstes Jahr gerne nochmal gehen. Von den Marmeladen und vom Apfelmus gar nicht zu reden. Warum koche ich überhaupt ein? Einfrieren ist natürlich am einfachsten, aber ehrlich gesagt hatte ich in meinem Gefrierschränkchen keinen Platz mehr letzten Sommer, da die Bohnen und Chilis schon viel Raum einnahmen.

Jedenfalls werde ich in den nächsten Tagen mit der Aussaat der Chilis und Auberginen beginnen…ich kann es kaum erwarten….

Mein Jahr in Blumen

Mein Jahr in Blumen

Im Januar überlege ich mir immer schon, welche Blumen ich im kommenden Jahr gerne in meinem Garten haben möchte. Am liebsten möchte ich Blüten das ganze jahr über – außer wenn es Schnee und Frost gibt. Zwangsläufig kommt einem dann bei der Planung fürs nächste Gartenjahr in den Sinn, was im vergangenen Jahr geblüht hat: was war gut, was hat nicht so geklappt? Dazu habe ich mal meine Fotos durchforstet und möchte euch teilhaben lassen an den schönsten Blumen von 2025 in meinem Garten. Interessant ist auch, dass ich in manchen Monaten nicht viele Fotos gemacht habe. Vermutlich mangels Zeit, aber vielleicht hat mich auch keine Blüte zum Fotografieren animiert? Wie auch immer, lasst uns loslegen.

Januar

Die Christrosen blühen, und die Schneeglöckchen schieben sich langsam aus der Erde. Das Gartenjahr beginnt langsam, aber sicher.

Februar

Die Schneeglöckchen laufen zu Hochform auf, die Märzenbecher blühen ebenfalls. Mandel- und Zitronenbäumchen blühen.

März

Farbe im Garten: Zwergiris und Krokus blühen, die Mandel ist auf dem Höhepunkt, Hornveilchen und Anemonen tun ein übriges.

April

April ist Tulpenmonat und ich bin high. Außerdem blüht der Apfelbaum.

Mai

Ranunkeln, Ranunkeln, Ranunkeln. Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal so viel Ranunkeln zum Blühen gebracht. Ich liebe sie – zart und seidig, und halten lange in der Blumenvase.

Juni

Einer der Blüh-Höhepunkte im Garten: Die Zweijährigen wie Fingerhut und Bartnelke blühen, aber auch Glockenblume, Jungfer im Grünen, Kornblume und Taglilie. Der Storchschnabel startet und blüht bis zum Frost.

Juli

Es wird heiß und die Blumen machen eine kleine Pause. Es trotzen Sonnenblumen und Phlox.

August

Endlich, die Dahlien blühen! Außerdem der Topinambur, die Skabiosen und der Ziertabak (eine sehr unterschätzte Schnitt- und Beetblume, wie ich finde). Der Phlox macht weiter, und der Seidenmohn blüht auch noch mal.

September

Die Dahlien machen weiter, under der Safrankrokus ist sehr früh dran.

Oktober

Deswegen liebe ich Dahlien: sie geben immer noch alles, und meine Rose blüht zum zweiten Mal.

November

Leider habe ich keine Fotos im November gemacht – schade! Ich weiß, dass meine neue Chrysantheme geblüht hat, bis am 20. November der Frost kam.

Dezember

Die Christrosen blühen, und meine lieben kleinen Hornveilchen auch – das sind für mich die Work Horses im Garten vom Spätherbst bis zum Frühjahr.

Krokuswiese

Krokuswiese

Seit ein paar Jahren habe ich in unseren Rasen rund um den Apfelbaum Krokuszwiebeln gesetzt, um im Frühjahr eine blühende Krokuswiese zu haben. Die Hoffnung ist auch, dass sich die Krokusse vermehren und es im Laufe der Zeit immer mehr werden…das klappt nicht immer so wie geplant, und ab und an lege ich im Herbst ein paar Zwiebeln nach.

Jetzt ist übrigens ide ideale Zeit, um eine Krokuswiese anzulegen.

Was muss man bei einer Krokuswiese oder Krokussen im Rasen beachten?

Wirklich wichtig ist eigentlich nur, dass die Krokusblätter solange stehen bleiben, bis sie verwelkt sind. Die Krokuszwiebeln ziehen ihre Nährstoffe fürs Folgejahr nämlich aus den Blättern. Deshalb sollten sie auf keinen Fall abgemäht werden. Aus diesem Grund habe ich auch die Krokusse in den Bereich gesetzt, den wir erst im Juni mähen. Wenn ihr Krokusse also in den Rasen setzt, den ihr im Frühling mäht, müsstet ihr um die Korkusse „herummähen“.

Ich hoffe, dass nächstes Jahr ein bisschen mehr grün um die Krokusse ist, denn dieses Jahr hat der Rasen hier um die Krokusse durch unsere Umbaumaßnahme etwas gelitten.

Gedanken zum Garten im Jahr 2025

Gedanken zum Garten im Jahr 2025

Es wird mal wieder Zeit für ein Lebenszeichen! Ja, ich gärtnere noch, backe auch noch – aber ich hatte in den letzten Wochen leider nicht genug Zeit und Muße für einen neuen Blogbeitrag. Aber nun bin ich wieder da.

Der Garten hat dieses Jahr „geliefert“ – die Umgestaltung hat sich wirklich gelohnt. So viel Gemüse habe ich noch nie geerntet! Ich habe deshalb auch zum ersten Mal Essiggurken und Tomaten eingemacht. Bis jetzt haben wir über 60 kg Gemüse geerntet. Sehr gut liefen dieses Jahr die Tomaten, Bohnen und Gurken. Zum ersten Mal gingen auch die Zucchini gut. Sie wurden im September zwar auch vom Mehltau niedergestreckt, aber sie haben ordentlich Ertrag geliefert. Im Mai und Juni konnten wir dauernd Salat essen, und der Mangold war im Frühjahr ebenfalls die Wucht. Unsere Möhren sind auch ordentlich – allerdings hat die Möhrenfliege zugeschlagen, und nun muss man jede Möhre auf auf schadhafte Stellen untersuchen. Wenn ich gewusst hätte, welchen Unterschied das macht, hätte ich die Tujenhecke schon früher platt gemacht. Die Wurzeln haben das Gemüsegärtnern einfach sehr erschwert.

Was mal wieder nicht gut geklappt hat, waren meine Kohle. Ich hatte im Juni/Juli Grünkohle vorgezogen, und diese vor unserem Urlaub im Juli in die Beete gesetzt. Tja, und dieses Mal waren es nicht die Schnecken oder die Raupen des Kohlweißlings, sondern der Rapsglanzkäfer, der die kleinen Kohlpflanzen ratzekahl abgefressen hat. Nun ja, ob es irgendwann mal klappt mit großen Kohlpflanzen im Beet?? Kleine habe ich ja schon oft gehabt…..

Nun habe ich wieder viele Salate für den Herbst und Winter in einem der Beete, und wenn die restlichen Tomaten und die Bohnen abgeräumt werden, kommen noch mehr Salate in die Beete (die habe ich schon in Modulen am Start) und Knoblauch muss bis Ende Oktober auch noch gesteckt werden.

Im Blumenbeet blüht es auch noch gut – wie ihr oben sieht, gibt die Fetthenne alles, aber auch Dahlien, Ziertabak, Storchenschnabel und die Safrankrokusse (9 Stück dieses Jahr- das ist Rekord) blühen noch sehr schön. Zum Trocknen hatte ich dieses Jahr wieder blauen Strandflieder, das mag ich ja auch gerne. Gefüllte Dahlien kann man übrigens auch gut trocknen.

Gedanklich bin ich schon im Winter und Frühling. Neulich habe ich nochmal ein paar Krokuszwiebeln in den Rasen versenkt. Ich bin auch am Überlegen, wohin mit meinen Tulpenzwiebeln. Hach, das Planen und Überlegen macht mir auch immer viel Spaß.

Gärtnern bei großer Hitze

Gärtnern bei großer Hitze

Die erste Hitzewelle des Jahres war da – bei uns gab es Temperaturen bis zu 38 Grad. Es steht auch zu befürchten, dass es nicht die einzige Hitzewelle bleiben wird. Puh, das ist nicht nur für uns, sondern auch für unsere Pflanzen super anstrengend. Was kann man denn nun tun, um den Hitzestress ein bisschen zu mildern?

Mulchen

Um die Feuchtigkeit auch nach dem Gießen länger im Boden zu halten, empfehle ich ganz klar das Mulchen. So verdunstet das Wasser nicht so schnell, und die Pflänzchen machen nicht so schnell schlapp. Es eignet sich der Grasschnitt vom Mähen, aber auch Kompost, oder getrocknetes Laub. Im Gemüsebeet bitte keinen Rindenmulch verwenden! Wenn es so heiß und trocken ist wie jetzt gerade, sind auch Schnecken, die sich im Mulch verstecken, kein Problem. Und vergesst eure Töpfe nicht – auch die Pflanzen in Kübeln profitieren von einer dicken Mulchschicht.

Ausreichend gießen

Das versteht sich fast von selbst.. ich gieße am liebsten morgens oder mittags, abends eher nicht, da die Pflanzen das Wasser ja eher tagsüber brauchen. Es ist auch ein Mythos, dass Wasser auf den Blättern bei großer Hitze zu Verbrennungen führt! Wenn eure Pflanzen die Blätter hängen lassen, ihr gerade im Garten seid, dann gießt sie – auch bei der größten Hitze und Sonne. Es tut im übrigen vielen Pflanzen auch gut, wenn die Blätter mal nass werden – da kühlen die dann auch herunter. Effektiver bezüglich des Wasserverbrauchs ist es natürlich, direkt in den Boden zu den Wurzeln zu gießen.

Für Schatten sorgen

Mein großes Glück ist im Moment, dass mein Apfelbaum in der größten Mittagshitze Schatten auf meine Gemüsebeete wirft. Sie bekommen immer noch genug Sonne am Rest des Tages ab, aber so können sie – wie wir Menschen – auch mal durchschnaufen. Gerade die Bohnen oder Gurken sind da extrem dankbar. Hat man keinen natürlichen Schatten, könnte man es mit Schattiervlies probieren – einfach ein paar Bögen oder Stecken/Bögen in die Erde und das Schattiervlies darüber ziehen und so die Pflanzen in der schlimmsten Hitze schattieren.

Natürliches Pflanzenschutzmittel

Natürliches Pflanzenschutzmittel

Dieses Jahr sind die Schnecken nicht ganz so schlimm wie letztes Jahr – dafür habe ich echt Probleme mit Blattläusen – und zwar allen Varianten. Ein Grund ist bestimmt auch, dass sich die Ameisen im trockenen Frühling so vermehrt haben – und die jetzt überall ihre Läusekolonien füttern. Deshalb gehe ich nun gegen die Blattläuse vor.

Zuerst versuche ich sie manuell abzustreifen – klappt ganz gut mit Hilfe eines harten Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch. Leider bekommt man bei starkem Befall nicht jede Laus weg! Nachdem ich dann viele Läuse entfernt habe, versuche ich mit Hilfe eines selbst gemixten Mittelchens die Vermehrung zu stoppen. Das „Rezept“ habe ich aus dem Buch „Gartenalchemie“ von Stephanie Rose.

Ihr braucht:

  • 6 Knoblauchzehen
  • 1-2 scharfe Chilischoten
  • 1/2 Tasse (125 ml) gehackte Kräuter, die Läuse vertreiben*
  • 1/4 Teelöffel flüssige Seife oder Spüli

Die ersten 3 Zutaten mit Wasser in einem Mixer kleinhäckseln. Die Mischung dann durch ein Mulltuch filtern, und mit der Flüssigseife in eine Sprühflasche geben.

*Kräuter, die in Frage kommen: Koriander, Lavendel, Minze, Rosmarin, Schnittlauch

Die Minze hilft angeblich auch gegen Ameisen.

Nun werde ich das Mittelchen ein paar Mal aufsprühen und schauen, ob es funktioniert. Ich denke, mit einmal aufsprühen ist es nicht getan. Außerdem muss ich weiter die Läuse manuell entfernen.

Tja, so gibt es immer irgendwas im Garten zu tun, damit auch weiterhin alles wächst und gedeiht.

Hornveilchen und Stiefmütterchen

Hornveilchen und Stiefmütterchen

Hornveilchen und Stiefmütterchen sind wirkliche „work horses“ im Garten. Vom Herbst bis zum Frühsommer blühen sie unermüdlich, sind in milden Gegenden auch winterhart und schmücken vor allem Töpfe und Kübel, wenn kaum andere Blümchen zur Verfügung stehen. Es gibt sie in unzähligen Farben und Varianten – da ist für jeden etwas dabei. Ich glaube, sie leiden ein bisschen unter der phantasielosen Bepflanzung, in der man sie oft sieht – ich nenne das gern „rot, gelb, blau“. Diese Farben gibt es ja oft supergünstig im Baumarkt oder Discounter. Dabei kann man diese Blümchen in ganz tollen Farbnuancen zusammenstellen, so dass sie richtig frisch und modern daherkommen. Man liest über so viele Blumen in Blogs und bei Blumenfarmern – aber über Hornveilchen bzw. Stiefmütterchen gibt es relativ wenig.

Man kann die Blümchen auch selbst aussäen, wenn man die Geduld dafür hat. Das habe ich dieses jahr mal in größerem Stil ausprobiert, mit selbst gesammelten Samen. Da sich die Sorten untereinander kreuzen, weiß man allerdings nie so genau, wie der Nachwuchs aussieht. Meine Hornveilchen waren alle blasslila mir einem weiß-gelben Zentrum.

Gerade wenn man pastelligere Farben miteinander kombiniert, wirken Stiefmütterchen und Hornveilchen nicht mehr so altmodisch. Ich würde empfehlen, ganz von der Kombination der Signalfarben rot-gelb-blau wegzugehen. Nehmt lieber Blümchen, die Farbverläufe in ihren Blüten haben oder eher gedämpftere Farben. Pur weiß ist allerdings auch eine elegante Variante für einen Kübel.

Wer es mit dem Aussäen für eigene Hornveilchen und Stiefmütterchen für den Herbst /Winter probieren möchte, sollte das jetzt im Juni tun: Die kleinen Samen nur hauchdünn mit Erde bedecken. Entweder ihr kauft die Samen oder erntet sie sozusagen selbst: die Kapseln bilden sich, wenn die Blumen verblühen und man sie nicht abkneift. Sie öffnen sich irgendwann, und drinnen sind kleine braune Kügelchen – das sind die Samen.

Da sich die Blümchen stark miteinander kreuzen, weiß man nie so genau, wie die neuen Blümchen aussehen – aber meist sind sie wunderschön!

Die Ranunkeln blühen

Die Ranunkeln blühen

Dieses Jahr habe ich es zum ersten Mal geschafft, eine größere Anzahl an Ranunkeln zu ziehen und zum Blühen zu bringen.

Ranunkeln finde ich einfach zauberhaft. Diese Unmenge an Schichten aus zarten Blütenblättern in dieser runden Form – sehr sehr hübsch.

Was habe ich dieses Jahr anders gemacht? Im Wesentlichen 2 Dinge.

Der erste Faktor war der richtige Zeitpunkt des Vorziehens. Ich habe die Ranunkelkrallen (Wurzeln) Anfang Februar lt. meiner Anleitung im Beitrag „Ranunkeln“ 3 Stunden in Wasser eingeweicht, und dann im dunklen Keller keimen lassen. Als die Blätter erschienen, habe ich sie raus in Töpfe gesetzt.

Der zweite Faktor war, dass ich sie nicht so eng gesetzt habe, sondern jeder Ranunkel mindestens 10 cm auf jeder Seite gegeben habe.

Und nun wuchsen sie vor sich hin, selbst leichte Nachtfröste machen ihnen nichts aus. Denn um wärmere Temperaturen wie jetzt auszuhalten, müssen sie schon richtig groß sein.

Ich habe übrigens keine neuen Ranunkelkrallen gekauft, sondern die wieder benutzt, die letztes Jahr nicht so geklappt haben. Das hat wunderbar funktioniert. Ihr müsst also nicht jedes Jahr neue kaufen. Im Übrigen vermehren sich die Ranunkeln auch. Nächstes Jahr werde ich wahrscheinlich noch mehr haben, ui, da brauche ich dann richtig viel Platz.

In Beete zu setzen habe ich mich noch nicht getraut wegen Schnecken etc. Aber vielleicht ist das für einen Teil der Ranunkeln nächstes Jahr eine Option.

Die neuen Gemüsebeete

Die neuen Gemüsebeete

Wie ihr wisst, haben wir im Februar eine Tujahecke entfernt, stattdessen einen Holzzaun gesetzt und 2 Gemüsebeete angelegt. Das hat das Gemüsegärtnern wirklich auf ein total neues Level gehoben! Zum einen habe ich viel mehr Platz, und der ganze Wurzeldruck der Tujen ist weg.

Mit Hilfe einer Gartenplanungs-App habe ich meine Beete im Groben geplant, und bis jetzt wächst wirklich alles ziemlich fantastisch. Die erste Radieschen-Ernte ist schon durch, ich habe direkt nochmal welche nachgesät. Den ersten Salatkopf habe ich auch schon geerntet, und morgen ist wohl der zweite dran. Obwohl es mir immer ein bisschen leid tut, einen schönen großen Salatkopf zu ernten – er sieht ja soo schön aus im Gemüsebeet, und danach ist die Stelle im Beet einfach leer. Die Salate möchte ich- solange es geht – immer wieder nachpflanzen. Deshalb stehen schon ein paar neue ausgesäte auf meinem Saattisch.

Der Spinat und Mangold wird morgen auch beerntet. Der Spinat! So riesig war er auch noch nie.

Dann habe ich noch Möhren, Zwiebeln, Dill und Kamille (zum Trocknen für Tees) gepflanzt/ gesät. Seit kurzem stehen auch drei Tomaten im Beet, und gerade keimen die Stangenbohnen. In Töpfchen ziehe ich noch Zucchini und Gurken vor, die auch in eines der Beet kommen. Wird es dieses Jahr mal so richtig mit den Zucchini klappen?? Bisher hatte ich da nur so mäßig Erfolg. Sie haben nur mäßig getragen und bekamen superschnell Mehltau – egal ob im Topf oder Beet, ob ich eine oder bis zu drei Zucchini hatte. Also, ich bin gespannt. Die Gurken haben letztes Jahr ganz gut geklappt, deshalb bin ich da vorsichtig optimistisch.

Aber auch der Streifen vor dem Holzzaun ist super, da habe ich ja drei Johannisbeer- und zwei Heidelbeersträucher, sowie eine Himbeere und eine Traube. Dieses Jahr hat die Traube zum ersten Mal Blüten. Die Heidelbeeren sind in Töpfen, da diese saure Erde bevorzugen – meine Erde ist eher leicht alkalisch. Die Erdbeeren in ihrem kleinen Hochbeet tragen auch schon sensationell viele Früchte.

Außerdem wachsen meine Ranunkeln in den Töpfen so toll wie noch nie. Ich habe sie ja im Februar vorgekeimt lt. meiner Anleitung – und sie sind schön kräftig und haben schon etliche Blütenknospen. Ich bin sooo gespannt. Letztes Jahr habe ich sie zu spät und zu dicht ausgepflanzt, das habe ich dieses Jahr schon anders gemacht. Das erste Mal hatte ich sie zu früh vorgekeimt, und hatte dann Probleme, sie durch den Winter zu bringen. So scheint das der richtige Weg zu sein (in meinem Klima): Anfang Februar vorkeimen, und dann möglichst geschützt (ein paar Minusgrade vertragen sie schon) weiterwachsen lassen.