Amaryllis übersommern

Amaryllis übersommern

Habt ihr noch Amaryllis vom Winter bei euch stehen und fragt euch, ob ihr sie wegwerfen sollt? Nein! Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal zwei Amaryllis nach der Blüte nicht weggeworfen, sondern „übersommert“. Das Resultat: sie haben tatsächlich wieder geblüht – zwar erst jetzt, Ende März, aber dafür wunderschön. Plus, es war kein Aufwand. Wie geht das?

Nach der Blüte kommen die Blätter der Amaryllis, und die sollte man gut wachsen lassen, denn wie bei allen Zwiebelpflanzen ziehen die Amaryllis ihre Nährstoffe später aus den Blättern.

Die Pflanzen müssen nur einigermaßen hell und frostfrei stehen – bei mir standen sie das ganze Jahr über an einem Nordfenster. Man sollte sie auch gießen, allerdings keine Riesenmengen. Ein bisschen Dünger schadet auch nicht.

Dann im Herbst fangen die Blätter an, zu welken (da zieht die Amaryllis ihre Nährstoffe von den Blättern in die Zwiebel). Keine Panik. Weiter stehen lassen, und dann kommen irgendwann die Knospen. Ich habe die Pflanzen also nicht ins Dunkle gestellt. Vielleicht probiere ich das nächstes Mal, eventuell blühen sie dann früher.

Jedenfall stehen aktuell von diesem Jahr 4 Amaryllis da, sie haben schon gigantische Blätter (und zwei haben sogar „Babys“), und ich hoffe, sie nächstes Jahr auch zum Blühen zu bringen.

Das sind die Amaryllis von diesem Winter mit Blättern und Babys

Irgendwie geht es mir gegen den Strich, Pflanzen wegzuwerfen und dann wieder neue kaufen zu müssen. Was ich noch nicht weiß, ist, wie oft man so eine Amaryllis zum Blühen bringen kann…aber auch das werde ich herausfinden.

Also, wenn ihr irgendwo Platz habt, werft eure Amaryllis noch nicht weg und probiert es aus.

Mein Jahr in Blumen

Mein Jahr in Blumen

Im Januar überlege ich mir immer schon, welche Blumen ich im kommenden Jahr gerne in meinem Garten haben möchte. Am liebsten möchte ich Blüten das ganze jahr über – außer wenn es Schnee und Frost gibt. Zwangsläufig kommt einem dann bei der Planung fürs nächste Gartenjahr in den Sinn, was im vergangenen Jahr geblüht hat: was war gut, was hat nicht so geklappt? Dazu habe ich mal meine Fotos durchforstet und möchte euch teilhaben lassen an den schönsten Blumen von 2025 in meinem Garten. Interessant ist auch, dass ich in manchen Monaten nicht viele Fotos gemacht habe. Vermutlich mangels Zeit, aber vielleicht hat mich auch keine Blüte zum Fotografieren animiert? Wie auch immer, lasst uns loslegen.

Januar

Die Christrosen blühen, und die Schneeglöckchen schieben sich langsam aus der Erde. Das Gartenjahr beginnt langsam, aber sicher.

Februar

Die Schneeglöckchen laufen zu Hochform auf, die Märzenbecher blühen ebenfalls. Mandel- und Zitronenbäumchen blühen.

März

Farbe im Garten: Zwergiris und Krokus blühen, die Mandel ist auf dem Höhepunkt, Hornveilchen und Anemonen tun ein übriges.

April

April ist Tulpenmonat und ich bin high. Außerdem blüht der Apfelbaum.

Mai

Ranunkeln, Ranunkeln, Ranunkeln. Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal so viel Ranunkeln zum Blühen gebracht. Ich liebe sie – zart und seidig, und halten lange in der Blumenvase.

Juni

Einer der Blüh-Höhepunkte im Garten: Die Zweijährigen wie Fingerhut und Bartnelke blühen, aber auch Glockenblume, Jungfer im Grünen, Kornblume und Taglilie. Der Storchschnabel startet und blüht bis zum Frost.

Juli

Es wird heiß und die Blumen machen eine kleine Pause. Es trotzen Sonnenblumen und Phlox.

August

Endlich, die Dahlien blühen! Außerdem der Topinambur, die Skabiosen und der Ziertabak (eine sehr unterschätzte Schnitt- und Beetblume, wie ich finde). Der Phlox macht weiter, und der Seidenmohn blüht auch noch mal.

September

Die Dahlien machen weiter, under der Safrankrokus ist sehr früh dran.

Oktober

Deswegen liebe ich Dahlien: sie geben immer noch alles, und meine Rose blüht zum zweiten Mal.

November

Leider habe ich keine Fotos im November gemacht – schade! Ich weiß, dass meine neue Chrysantheme geblüht hat, bis am 20. November der Frost kam.

Dezember

Die Christrosen blühen, und meine lieben kleinen Hornveilchen auch – das sind für mich die Work Horses im Garten vom Spätherbst bis zum Frühjahr.

Krokuswiese

Krokuswiese

Seit ein paar Jahren habe ich in unseren Rasen rund um den Apfelbaum Krokuszwiebeln gesetzt, um im Frühjahr eine blühende Krokuswiese zu haben. Die Hoffnung ist auch, dass sich die Krokusse vermehren und es im Laufe der Zeit immer mehr werden…das klappt nicht immer so wie geplant, und ab und an lege ich im Herbst ein paar Zwiebeln nach.

Jetzt ist übrigens ide ideale Zeit, um eine Krokuswiese anzulegen.

Was muss man bei einer Krokuswiese oder Krokussen im Rasen beachten?

Wirklich wichtig ist eigentlich nur, dass die Krokusblätter solange stehen bleiben, bis sie verwelkt sind. Die Krokuszwiebeln ziehen ihre Nährstoffe fürs Folgejahr nämlich aus den Blättern. Deshalb sollten sie auf keinen Fall abgemäht werden. Aus diesem Grund habe ich auch die Krokusse in den Bereich gesetzt, den wir erst im Juni mähen. Wenn ihr Krokusse also in den Rasen setzt, den ihr im Frühling mäht, müsstet ihr um die Korkusse „herummähen“.

Ich hoffe, dass nächstes Jahr ein bisschen mehr grün um die Krokusse ist, denn dieses Jahr hat der Rasen hier um die Krokusse durch unsere Umbaumaßnahme etwas gelitten.

Gedanken zum Garten im Jahr 2025

Gedanken zum Garten im Jahr 2025

Es wird mal wieder Zeit für ein Lebenszeichen! Ja, ich gärtnere noch, backe auch noch – aber ich hatte in den letzten Wochen leider nicht genug Zeit und Muße für einen neuen Blogbeitrag. Aber nun bin ich wieder da.

Der Garten hat dieses Jahr „geliefert“ – die Umgestaltung hat sich wirklich gelohnt. So viel Gemüse habe ich noch nie geerntet! Ich habe deshalb auch zum ersten Mal Essiggurken und Tomaten eingemacht. Bis jetzt haben wir über 60 kg Gemüse geerntet. Sehr gut liefen dieses Jahr die Tomaten, Bohnen und Gurken. Zum ersten Mal gingen auch die Zucchini gut. Sie wurden im September zwar auch vom Mehltau niedergestreckt, aber sie haben ordentlich Ertrag geliefert. Im Mai und Juni konnten wir dauernd Salat essen, und der Mangold war im Frühjahr ebenfalls die Wucht. Unsere Möhren sind auch ordentlich – allerdings hat die Möhrenfliege zugeschlagen, und nun muss man jede Möhre auf auf schadhafte Stellen untersuchen. Wenn ich gewusst hätte, welchen Unterschied das macht, hätte ich die Tujenhecke schon früher platt gemacht. Die Wurzeln haben das Gemüsegärtnern einfach sehr erschwert.

Was mal wieder nicht gut geklappt hat, waren meine Kohle. Ich hatte im Juni/Juli Grünkohle vorgezogen, und diese vor unserem Urlaub im Juli in die Beete gesetzt. Tja, und dieses Mal waren es nicht die Schnecken oder die Raupen des Kohlweißlings, sondern der Rapsglanzkäfer, der die kleinen Kohlpflanzen ratzekahl abgefressen hat. Nun ja, ob es irgendwann mal klappt mit großen Kohlpflanzen im Beet?? Kleine habe ich ja schon oft gehabt…..

Nun habe ich wieder viele Salate für den Herbst und Winter in einem der Beete, und wenn die restlichen Tomaten und die Bohnen abgeräumt werden, kommen noch mehr Salate in die Beete (die habe ich schon in Modulen am Start) und Knoblauch muss bis Ende Oktober auch noch gesteckt werden.

Im Blumenbeet blüht es auch noch gut – wie ihr oben sieht, gibt die Fetthenne alles, aber auch Dahlien, Ziertabak, Storchenschnabel und die Safrankrokusse (9 Stück dieses Jahr- das ist Rekord) blühen noch sehr schön. Zum Trocknen hatte ich dieses Jahr wieder blauen Strandflieder, das mag ich ja auch gerne. Gefüllte Dahlien kann man übrigens auch gut trocknen.

Gedanklich bin ich schon im Winter und Frühling. Neulich habe ich nochmal ein paar Krokuszwiebeln in den Rasen versenkt. Ich bin auch am Überlegen, wohin mit meinen Tulpenzwiebeln. Hach, das Planen und Überlegen macht mir auch immer viel Spaß.

Hornveilchen und Stiefmütterchen

Hornveilchen und Stiefmütterchen

Hornveilchen und Stiefmütterchen sind wirkliche „work horses“ im Garten. Vom Herbst bis zum Frühsommer blühen sie unermüdlich, sind in milden Gegenden auch winterhart und schmücken vor allem Töpfe und Kübel, wenn kaum andere Blümchen zur Verfügung stehen. Es gibt sie in unzähligen Farben und Varianten – da ist für jeden etwas dabei. Ich glaube, sie leiden ein bisschen unter der phantasielosen Bepflanzung, in der man sie oft sieht – ich nenne das gern „rot, gelb, blau“. Diese Farben gibt es ja oft supergünstig im Baumarkt oder Discounter. Dabei kann man diese Blümchen in ganz tollen Farbnuancen zusammenstellen, so dass sie richtig frisch und modern daherkommen. Man liest über so viele Blumen in Blogs und bei Blumenfarmern – aber über Hornveilchen bzw. Stiefmütterchen gibt es relativ wenig.

Man kann die Blümchen auch selbst aussäen, wenn man die Geduld dafür hat. Das habe ich dieses jahr mal in größerem Stil ausprobiert, mit selbst gesammelten Samen. Da sich die Sorten untereinander kreuzen, weiß man allerdings nie so genau, wie der Nachwuchs aussieht. Meine Hornveilchen waren alle blasslila mir einem weiß-gelben Zentrum.

Gerade wenn man pastelligere Farben miteinander kombiniert, wirken Stiefmütterchen und Hornveilchen nicht mehr so altmodisch. Ich würde empfehlen, ganz von der Kombination der Signalfarben rot-gelb-blau wegzugehen. Nehmt lieber Blümchen, die Farbverläufe in ihren Blüten haben oder eher gedämpftere Farben. Pur weiß ist allerdings auch eine elegante Variante für einen Kübel.

Wer es mit dem Aussäen für eigene Hornveilchen und Stiefmütterchen für den Herbst /Winter probieren möchte, sollte das jetzt im Juni tun: Die kleinen Samen nur hauchdünn mit Erde bedecken. Entweder ihr kauft die Samen oder erntet sie sozusagen selbst: die Kapseln bilden sich, wenn die Blumen verblühen und man sie nicht abkneift. Sie öffnen sich irgendwann, und drinnen sind kleine braune Kügelchen – das sind die Samen.

Da sich die Blümchen stark miteinander kreuzen, weiß man nie so genau, wie die neuen Blümchen aussehen – aber meist sind sie wunderschön!

Die Ranunkeln blühen

Die Ranunkeln blühen

Dieses Jahr habe ich es zum ersten Mal geschafft, eine größere Anzahl an Ranunkeln zu ziehen und zum Blühen zu bringen.

Ranunkeln finde ich einfach zauberhaft. Diese Unmenge an Schichten aus zarten Blütenblättern in dieser runden Form – sehr sehr hübsch.

Was habe ich dieses Jahr anders gemacht? Im Wesentlichen 2 Dinge.

Der erste Faktor war der richtige Zeitpunkt des Vorziehens. Ich habe die Ranunkelkrallen (Wurzeln) Anfang Februar lt. meiner Anleitung im Beitrag „Ranunkeln“ 3 Stunden in Wasser eingeweicht, und dann im dunklen Keller keimen lassen. Als die Blätter erschienen, habe ich sie raus in Töpfe gesetzt.

Der zweite Faktor war, dass ich sie nicht so eng gesetzt habe, sondern jeder Ranunkel mindestens 10 cm auf jeder Seite gegeben habe.

Und nun wuchsen sie vor sich hin, selbst leichte Nachtfröste machen ihnen nichts aus. Denn um wärmere Temperaturen wie jetzt auszuhalten, müssen sie schon richtig groß sein.

Ich habe übrigens keine neuen Ranunkelkrallen gekauft, sondern die wieder benutzt, die letztes Jahr nicht so geklappt haben. Das hat wunderbar funktioniert. Ihr müsst also nicht jedes Jahr neue kaufen. Im Übrigen vermehren sich die Ranunkeln auch. Nächstes Jahr werde ich wahrscheinlich noch mehr haben, ui, da brauche ich dann richtig viel Platz.

In Beete zu setzen habe ich mich noch nicht getraut wegen Schnecken etc. Aber vielleicht ist das für einen Teil der Ranunkeln nächstes Jahr eine Option.

Schneeglöckchen

Schneeglöckchen

Schneeglöckchen sind die ersten Blumen im neuen Jahr, die einen im Garten begrüßen. Lange Zeit habe ich sie etwas stiefmütterlich behandelt, aber in den letzten Jahren habe ich sie zu lieben gelernt.

Es gibt ja unglaublich viele verschiedene Arten, die gängigsten sind wohl:

  • gewöhnliches Schneeglöckchen (galanthus nivalis)
  • Woronow-Schneeglöckchen (galanthus woronowii). Hat breitere und hellere Blätter als das gewöhnliche Schneeglöckchen
  • großblütiges Schneeglöckchen (galanthus elwesii)

Dann gibt es bei den verschiedenen Arten noch unterschiedliche Sorten, wie z.B. gefüllte Sorten. Ich habe mir gerade eine gefüllte Sorte gekauft, „Galanthus nivalis hippolyta“. Und da kommen wir auch schon zum Thema, wie man Schneeglöckchen am besten pflanzt.

Man kann die Zwiebeln wie bei allen anderen Frühlings-Zwiebelblühern im Herbst in die Erde versenken, oder, was Experten für aussichtsreicher halten, eine Pflanze „in the green“, also wenn sie gerade Blätter hat, in den Garten setzen. Die Blühaussichten im Folgejahr wären dann besser. Meine ersten Schneeglöckchen habe ich als Zwiebeln im Herbst in den Boden, das hat eigentlich ganz gut geklappt. Mein gefülltes Schneeeglöckchen setze ich ich jetzt „in the green“. Mal schauen, ob das wirklich besser funktioniert.

Wohin mit Schneeglöckchen? Am besten unter Laubbäume, denn da ist im zeitigen Frühjahr noch genug Licht, und im Sommer wird es nicht zu heiß für die Zwiebeln. Die Blätter bitte nicht abmähen sondern stehen lassen, denn auch hier gilt, dass die Zwiebeln sich die Nährstoffe fürs Folgejahr aus den Blättern ziehen.

Am schönsten sind Schneeglöckchen in Gruppen. Zur Vermehrung kann man größere Gruppen auch teilen und neu setzen.

Schneeglöckchen kreuzen sich gerne untereinander, d.h. wenn ich jetzt meine gefüllte Sorte zu den anderen Schneeglöckchen setze, habe ich vielleicht in den nächsten Jahren neue Sorten. Das finde ich auch immer sehr spannend.

Und dann gilt: an schönen Tagen, wenn die Schneeglöckchen blühen, immer schön hinknien und die Blüten bewundern. Vielleicht presse ich ja auch welche…

Blumen pressen

Blumen pressen

Ich habe ein herrlich altmodisches Hobby entdeckt: Blumen pressen. Es ist voll schön, auf diese Weise Blüten aus dem eigenen Garten zu konservieren.

Man benötigt dafür eine Blumenpresse (im Zweifelsfall genügen auch dicke Bücher und Löschpapier). Mir gefällt jedoch die Blumenpresse, denn man kann ganz viele Blumen gleichzeitig pressen.

Nach ca. 2 Wochen sind die Blümchen gepresst und sehen einfach wie kleine Kunstwerke aus. Ich würde sagen, es eignen sich besonders gut Blüten mit einer Zeichnung.

Man kann Bilder mit den Blumen machen, oder Glückwunsch-Karten.

Da ich die Presse zu Weihnachten bekommen habe, konnte ich noch nicht so viel pressen, aber von den Hornveilchen bin ich ziemlich begeistert.

Gartentagebuch 2023: Mitte Februar

Gartentagebuch 2023: Mitte Februar

Während draußen die Mandel langsam ihre Blüten öffnet, mache ich mir Gedanken darüber, welche Blumen ich dieses Jahr säen möchte. Das ist zwar immer ein ziemlicher Aufwand, aber da ich einen irren Spaß daran habe, Pflänzchen beim Wachsen zuzusehen, kann ich mir gar nicht vorstellen, alle Blumen fix und fertig im Gartencenter zu kaufen. Das wäre nur der halbe Spaß. Natürlich sieht mein Garten dann nicht immer total durchgestylt aus – aber wenn ich dann Blumen habe, die ich für die Vase schneiden kann, freue ich mich wie ein kleines Kind.

Also bin ich mal meine Saatguttütchen durchgegangen und habe mir überlegt, was ich mit den Blumen anstellen will. Natürlich möchte ich wieder viele Schnittblumen, aber auch welche, die ich trocknen kann und so für Trockensträuße und Kränze verwenden kann.

Diese Blumen möchte ich als Schnittblumen:

  • Sommeraster „King Size Blue“; Skabiosen „Salmon Queen“ und „Black Knight“; Kornblumen (sind ja schon welche als Cool Flowers gesät); Zinnien „Purple Prince“, „Red Lime“ und „Green Lime“; Ziertabak; rosa Schleifenblumen, Cosmos „Apricot Lemonade“ und „Daydream“

Diese Blumem möchte ich zum Trocknen:

  • Strohblumen „Silvery White“ und „Purple Red“, Ringelblumen aller Arten

Diese Blumen säe ich, weil ich sie einfach gerne mag:

  • Löwenmäulchen in allen möglichen Variationen (sie haben die Hitze letztes Jahr ziemlich gut überstanden); Sonnenblume „Red Velvet“, Leinkraut „Azure“ (war auch gut hitzerestistent), Bergminze Marvelette

Natürlich hätte ich gerne noch mehr, aber mein Garten ist nicht so groß. Dieses Jahr kaufe ich auch keine neuen Samen; ich habe noch genug von letztem Jahr (auch wenn es mir echt schwerfällt).

Doch nun zu einem anderen Thema: wie sieht es momentan draußen bei mir aus?

Neben der Mandel bereiten mir meine beiden großen Töpfe auf dem Balkon viel Freude, da wächst in jedem ein Grünkohl: im linken Topf ein „Halbhoher grüner Krauser“ und im rechten Topf ein „Scarlet“. Ab und zu ernte ich da ein paar Blätter, besonders geeignet für asiatische Gemüsepfannen.

Unter den Grünkohlen wächst es auch: links Kerbel, den ich bis ins Frühjahr, wenn er blüht, ernten kann. Im rechten Topf wachsen meine Cool Flowers (über die habe ich auch einen Beitrag), und sie sind schon echt groß. Insbesondere die Kornblumen, der Mohn und die Jungfern im Grünen haben sich durchgesetzt. Ich bin echt gespannt, wann und wie sie blühen!

Cool Flowers

Cool Flowers

Cool Flowers sind einjährige Blumen, die ihre Samen im Spätsommer /Frühherbst ausbilden, und oftmals schon im selben (Früh-) Herbst keimen und kleine Pflänzchen bilden. Diese Pflänzchen überleben dann den Winter unbeschadet, um im nächsten Frühjahr oder Sommer ein bisschen früher loszulegen. Außerdem sind die Blumen dann ziemlich gut abgehärtet, denn sie haben die kalte Jahreszeit draußen überlebt und hatten Zeit, ein ordentliches Wurzelwerk zu bilden (wie wichtig gutes Wurzelwerk ist, war mir am Anfang meiner Gärtnerkarriere auch nicht klar).

Zu den Cool Flowers kann man folgende Blumen zählen:

  • Kornblumen
  • Skabiosen
  • Jungfer im Grünen
  • Löwenmäulchen
  • Ringelblumen
  • Mohnblumen
  • Wilde Möhre

So säe ich die Blumen diesen Herbst: Im September die Samen in Töpfchen säen (ich habe sie direkt in einen großen Blumenkübel um einen Grünkohl herum gesät, so muss ich sie nicht mehr umsetzen, nur eventuell ausdünnen), gut gießen und dann einfach abwarten, bis sie keimen. Wer in Töpfchen gesät hat, sollte warten, bis die Pflänzchen etwas größer sind und die Töpfchen gut durchwurzelt haben, bevor man sie umsetzt.

Angeblich kann man die Keimung beschleunigen, wenn man die Samen eine Woche vor der Aussaat in den Kühlschrank legt. Das habe ich allerdings nicht probiert. Ich habe gesät: Kornblume, Ringelblume, Mohn, Jungfer im Grünen und Skabiose.