Dahlien & Gurken – meine Gartenprojekte

Dahlien & Gurken – meine Gartenprojekte

Das ist doch mal ein Titel – querbeet durch den Garten! Was haben aber Dahlien und Gurken miteinander zu tun? Nun ja, beide standen auf meinerDezember-Liste der Gartenvorhaben für dieses Jahr- Zeit für ein kleines Update!

In meinem Beitrag Gartentagebuch Dezember 2023 habe ich eine Liste mit Projekten mit euch geteilt, die ich dieses Jahr angehen wollte. Jetzt kommt eine erste Zwischenbilanz – und die fällt gemischt aus.

Dahlien aus selbst gesammelten Dahliensamen ziehen

Warum mache ich das? Weil Dahlien sich aus Samen nicht sortenrein ziehen lassen, d.h. es wird wie Kinderüberraschung, wie die Blüten der Dahlien aussehen. Ich könnte eine Dahlie, die mir gefällt, auch einfach nach mir benennen – und wenn ich mehr davon haben möchte, muss ich die Rhizome teilen oder Ableger ziehen. Nun habe ich tatsächlich 6 Dahlien aus selbst gesammelten Samen – aber sie blühen noch nicht. Zwei haben ganz normale, grüne Blätter, vier haben dunkelviolette Blätter. Das ist der einzige Unterschied, den ich bisher sehen kann. Die Dahlien haben im Moment noch ganz unromantische Bezeichnungen wie 24 A bis 24F. Ich bin gespannt, wie die Blüten aussehen werden. Ich werde diese auf alle Fälle dokumentieren, und die schönsten Dahlien dürfen nächstes Jahr wieder in den Garten. Fazit: Projekt läuft.

Bodenverbesserung durch Gründüngung

Das habe ich gar nicht geschafft, denn ich hatte in meinem Mini-Gemüsebeet überhaupt keinen Leerlauf, um Gründüngung auszubringen. Fazit: gescheitert mangels Platz.

Sommersalate – hitze- und schossfeste Sorten ausprobieren

Ja, hier bin ich noch ganz am Anfang. Warum? Vor etlichen Wochen habe ich von den 3 Sorten, die ich ausprobieren wollte („Till“, „Kagraner Sommer“ und „Pirat“) die Sorte Pirat gesät – und die Samen haben einfach nicht gekeimt. Natürlich dachte ich, das liegt an mir, und habe erst mal aufgegeben. Vor 2-3 Wochen dachte ich dann: Probiere doch mal die anderen beiden Sorten – und hey presto, die keimten ganz ordentlich. Nun habe ich die noch sehr kleinen Pflänzchen einmal an einem sonnigen und an einem schattigen Standort. Und nun heißt es abwarten. Fazit: Projekt läuft, Ausgang ungewiss. PS: Hier zeigt sich wieder einmal, wie wichtig gutes Saatgut ist. Wundert es euch auch nicht, dass der Samen, der nicht keimte, von einer großen Gartencenter-Kette stammt??

Gurken anbauen

Im Beet stehen zwei Gurken der Sorte „Swing“ , sie wachsen prächtig. Eine hat schon eine Gurke dranhängen, die ich demnächst ernten kann. Mal schauen, wie viele Gurken es werden. Außerdem habe ich in Beet und Kübeln noch vier Cucamelons, das sind so Mini-Snackgurken, die die Größe einer Walnuß haben und aussehen wie Melonen. Die wachsen auch ganz gut, und da freue ich mich auch sehr drauf. Fazit: Projekt läuft.

Blumen zum Trocknen anbauen (Strohblumen, Staticen)

Ach, wie gerne hätte ich Strohblumen aus eigener Anzucht! Das hat dieses Jahr wieder nicht funktioniert. Von den wenigen Samen, die gekeimt haben, sind die Pflänzchen alle noch im Mini-Stadium eingegangen. Dafür hat es mit 2 Staticen geklappt, die stehen im Beet, machen aber noch keine Anstalten, zu blühen. Fazit: Projekt noch nicht so erfolgreich – vielleicht blühen ja wenigstens noch die Staticen.

Heidelbeeren in Töpfen

Ja, ich habe Heidelbeer-Pflanzen in Töpfen: aber keine Heidelbeeren dieses Jahr. Nun ja, meine „alte“ Heidelbeere musste sich erst mal erholen – die habe ich endlich in saure Erde gesetzt, und sie sieht jetzt wieder richtig gut aus. Ich denke, sie war erst mal mit Pflanzenaufbau beschäftigt. Das stimmt hoffnungsfroh. Meine neue Heidelbeere wächst auch toll, hatte aber nur ganz wenige Blüten, und die Handvoll Heidelbeeren habe ich quasi den Vögeln überlassen. Fazit: Die Pflanzen entwickeln sich gut – mit den Beeren war es dieses Jahr ein Flop. Vielleicht nächstes Jahr??

Insgesamt laufen Dahlien- und Gurkenprojekt wohl am besten, bei den Sommersalaten und Blumen zum Trocknen steht das Urteil noch aus, und Gründüngung und Heidelbeeren waren ein Flop.

Genauso ist es aber beim Gärtnern: eine Sache läuft top, die andere nicht. Das Gute ist nur, dass man sich als Gärtnerin eher an den Sachen freut, die gut laufen. Bei mir sind das auch dieses Jahr wieder Tomaten, Auberginen, Chilis und Stangenbohnen. Die gehen bei mir immer – keine Ahnung, warum! Dafür tun sich die Zucchini wieder schwer – keine Ahnung, warum!

Dahlien trocknen

Dahlien trocknen

Wer meinen Blog kennt, weiß, dass ich gerne Schnittblumen anbaue, und eine meiner Lieblingsblumen dafür sind Dahlien. Allerdings schneide ich gar nicht so oft Blüten, wie ich könnte, denn ich mag sie auch ganz gerne im Garten. Nach dem ersten Frost ist die Dahlien-Saison allerdings vorbei.

Nun aber habe ich bei „Gardener’s World“ einen interessanten Beitrag über eine Dame aus England gesehen, die ihre Dahlien trocknet. Ich muss sagen, das Ergebnis hat mich überzeugt! Momentan bin ich ja auch auf dem Blumen-Trocknen-Trip (ich habe dieses Jahr zum ersten Mal eine Strohblume gezogen; nächstes Jahr sollen es mehr werden), und ich habe ein paar Kornblumen getrocknet. Aber dass man Dahlien trocknen kann, war mir neu.

Wie habe ich meine Dahlien getrocknet?

Zum Trocknen habe ich zunächst eine gefüllte Sorte gewählt, in meinem Fall die Sorte Gerrie Hoek.

Die Blüten mit Stengel habe ich geschnitten, nachdem sie voll aufgeblüht waren.

Dann habe ich sie an Fäden kopfüber, in einem warmen Zimmer ohne direkte Sonneneinstrahlung, zum Trocknen aufgehängt . Ob auch ungefüllte Sorten gut trocknen, probiere ich vielleicht noch aus.

Die Dahlien brauchen dann ca. 3 Wochen, bis sie trocken genug sind, dass sie ihre Form nicht verlieren und man sie arrangieren kann.

So kann man sich Erinnerungen an den Sommer in der kalten Jahreszeit bewahren.

Dahlien, Dahlien, Dahlien

Dahlien, Dahlien, Dahlien

Seit einiger Zeit sind Dahlien, die lange Jahre als kompliziert, altmodisch und verstaubt galten, wieder total in und hip. Der Trend kommt aus den angelsächsischen Ländern, wo Dahlien modern interpretiert werden. Es gibt tolle neue Farben und Formen.

Dahlie ‚Gerry Hoek‘

Dahlien sind deshalb wieder so beliebt, weil sie tolle Schnittblumen abgeben und es eine wahnsinnige Vielfalt bezüglich der Formen und Farben gibt. Total angesagt sind im Moment Farbtöne Richtung weiß/apricot/altrosa/purpur, und moderne Blütenformen sind die einfachen oder die großen plusterartigen Blüten.

Dahlie ‚Bishop’s Children‘

Die Sorte ‚Bishop’s Children‘ ist wie eine Wundertüte: ich habe drei gesät, und alle haben unterschiedliche Farben, von orange/rost bis purpur. Eine wahre Freude! Eine sehr beliebte Sorte ist auch „Café au Lait“, sie hat riesengroße Blüten in weiß-apricot.

Auch ich habe total aufgerüstet, was Dahlien betrifft und hoffe auf viele Blumen für meine Vasen! Denn auch hier gilt: schneidet man Blüten für einen Strauß, wachsen wieder neue Blüten nach.

Dahlie ‚Fleurel‘

Eigentlich sind Dahlien gar nicht so kompliziert – wenn man Platz hat, sie an einem dunklen Plätzchen in der kalten Jahreszeit zu überwintern. Vor oder kurz nach dem ersten Frost müssen die Wurzelknollen der Dahlien, die Rhizome heißen, nämlich ausgegraben werden und am besten in Zeitungspapier eingeschlagen trocken im Haus überwintert werden. Die noch verbliebenen Stengel schneidet man bis auf 1-2 cm ab.

Dahlie ‚Gerry Hoek‘, heller werdend mit dem Aufblühen

Im Frühjahr dann setzt man sie nach der Frostgefahr wieder in den Garten – oder wer ganz früh Dahlienblüten haben möchte, treibt sie ab April in Töpfen vor – aber immer vor Frost schützen- d.h. bei Frostgefahr den Topf ins Haus stellen.

Vermehren lassen sich Dahlien entweder durch Aussaat oder Stecklinge. (Zur Stecklingsvermehrung mache ich nächstes Frühjahr mal einen separaten Beitrag.)

Rote Kaktusdahlie blüht auf