Frühlingsblüher im Garten

Frühlingsblüher im Garten

Dieses Jahr ist in meinem Garten definitiv ein Krokus-Jahr. Ich habe viele Krokusse „im Rasen“ – also eigentlich in dem Teil des Rasens, den wir nur 2x pro Jahr mähen und der eine Blumenwiese sein soll. Das ist auch extrem wichtig – die Blätter der Krokusse und anderer Zwiebelblüher dürfen nicht abgemäht werden, denn die Zwiebeln ziehen ihre Nährstoffe fürs Folgejahr aus den Blättern.

Auch die Krokusse im Beet vor den Tujen blühen wunderschön und zahlreich. Allerdings waren auch die Märzenbecher und Schneeglöckchen sehr hübsch, ebenso wie die Zwergiris im Topf. Nun warte ich noch auf meine Hundszahn-Lilie, ein etwas ungewöhnlicherer Frühlingszwiebelblüher. Die habe ich auch in den Rasen gesetzt, und dort soll sie sich wie die Krokusse auch langsam und gemütlich vermehren. Ich träume von Blütenteppichen im Frühling, deshalb hoffe ich, dass sich die Krokusse, Schneeglöckchen usw. weiter ausbreiten. Die Blüten sind so früh im Jahr auch eine wichtige Nektarquelle für Bienen und Hummeln.

Nicht vergessen darf ich unsere „Dürkheimer Krachmandel“, die dieses Jahr offiziell so spät blüht wie noch nie! Dafür ist sie wieder wunderschön und ist ein Mega-Magnet für Bienen und Hummeln. Außerdem duften die Blüten ganz leicht nach Honig.

Da ich ja wusste, dass der Garten im Februar umgestaltet werden würde, habe ich dieses Jahr kein Schnitt-Tulpenbeeet angelegt, sondern ca. 10 Töpfe mit Tulpenzwiebeln bestückt! Ein paar davon habe ich im Herbst gekauft (ich kann einfach nicht widerstehen), und etliche sind wiederausgegrabene Tulpenzwiebeln. Ich versuche also Recycling! Außerdem habe ich einen Topf, der „Tulpenschule“ heißt, und da sind kleine Zwiebeln drin, die entweder nur Blätter oder kleine Blüten bringen. Dieses Jahr werden sie evtl. größer, und nächstes oder übernächstes Jahr dann blühen sie richtig. Mal schauen. Soweit die Theorie.

Auch die Ranunkeln wachsen prächtig – ich hoffe sooo sehr, dass es dieses Jahr mit den Blüten klappt. Im Februar hatten wir ja auch mal ganz leichten Frost, und den haben sie gut überstanden. Ach ja, und die Narzissen im Tujenbeet wachsen auch schön vor sich hin….also wenn alles in voller Blüte ist (und wir nicht im Urlaub), dann gibt es von der Blütenpracht ganz sicher Fotos.

Also, macht euch im Herbst/Frühwinter einen Kreuz in den Kalender, und versenkt ein paar Blumenzwiebeln. Ihr werdet es im Frühling genießen!

Apfelblüte & Tulpen – Der Garten im Frühling

Apfelblüte & Tulpen – Der Garten im Frühling

Der Frühling ist vielleicht meine liebste Jahreszeit im Garten – alles wirkt frisch und grün, und es blühen viele Blumen wunderschön. Der Sommer ist in unserer Region oft zu heiß, und da stellen viele Pflanzen ihr Wachstum ein. So habe ich das bei den Dahlien und den Tomaten beobachtet. Da gibt es im Frühsommer einen ersten „Flush“, in der Sommerhitze gibt es dann kaum Blüten oder Früchte, und wenn die Temperaturen wieder normaler werden (also um die 30 Grad oder kälter), dann geht es wieder weiter.

Die Tulpen erfreuen mich dieses Jahr wieder – auch wenn es kein gutes Jahr für Frühlings-Zwiebelblüher ist, denn der Winter war zu nass. Das habe ich auch bemerkt – viele Krokusse, Tulpen und Narzissen haben mehr Blätter als Blüten produziert.

Die Zwiebeln, die es lieber feucht im Winter mögen, so wie Schneeglöckchen, Märzenbecher oder auch Camassia, blühen dieses Jahr besser.

Schnitt-Tulpenbeet

Trotz dieser Widrigkeiten kommen in meinem Tulpenschnittbeet 40 von 60 gesteckten (recycelten!, nicht neu gekauften) Tulpen, und mit dieser Quote bin ich absolut zufrieden. Im Gegensatz zu professionellen Blumenbauern ernte ich die Tulpen so, dass ich die Zwiebel hoffentlich noch einmal verwenden kann – ich lasse die untersten 2-3 Blätter stehen. Die Tulpen sind dann zwar nicht so lang, aber sie wachsen in der Vase ja weiter.

Tulpen im Blumenbeet

Die Tulpen im Beet haben dieses Jahr nicht so zahlreich geblüht. Von den Tulpen „Toronto“ haben nur ca. 13 Stück geblüht. Trotzdem war die Farbkombi der lila Tulpen (da weiß ich leider die Sorte nicht mehr) mit den blauen Traubenhyazinthen sehr hübsch.

Bei den Tulpen in den Töpfen bin ich mittel-zufrieden. Ich glaube, mir ist im Gartencenter wieder ein Schmarrrn verkauft worden…statt Papgeien-Tulpen „Rococo“ habe ich irgendwelche anderen roten Papageientulpen, aber es sind zu 99% keine Rococos. Sie sind zu hell und haben ein gelbes Zentrum, deshalb ist der Kontrast zum Goldlack nicht so spektakulär, wie ich ihn mir vorgestellt hatte.

Tulpentöpfe mit Goldlack

Der Apfelbaum blüht dieses Jahr besser als letztes Jahr. Das lässt hoffen, dass wir dieses Jahr auch wieder eine größere Ernte einfahren als letztes Jahr. Es summen auch ganz viele Bienchen zwischen den Blüten.

Ansonsten geht alles seinen Gang – die Tomaten, Chilis und Auberginen wachsen hübsch vor sich hin, ich kann viel von meinem Wintergemüse ernten, insbesondere der Mangold gibt gerade alles. Der lila Sprossenbrokkoli ist auch lecker, aber irgendwie im kleinen Garten nicht so sehr die Mühe wert – relativ große Kohlpflanzen nehmen viel Beetfläche für ein dreiviertel Jahr in Anspruch – um vielleicht 3-4 Portionen für 2 Personen zu „liefern“. Den lasse ich dieses Jahr eher sein (auch wenn er toll schmeckt und toll aussieht – für große Gemüsegärten definitiv eine Empfehlung).

Dafür habe ich lila Spitzkohl gesät – und weiß noch gar nicht, wo ich die Pflänzchen unterbringen soll. Wer im Winter Lauch ernten möchte, sollte ihn auch demnächst säen.

Sommerblumen sollte man nun auch langsam säen – so wie Kosmos oder Zinnien. Meine Dahlienzucht ist auch in vollem Gange – wenn es was zu sehen gibt, berichte ich euch. Auch von meinen Ranunkeln und Kronenanemonen werde ich euch berichten. Stay tuned!

Krokus ganz nah

Krokus ganz nah

Endlich blühen die ersten Krokusse in meinem Garten! Jede einzelne Blüte wird von mir persönlich begrüßt und begutachtet. Die Blümchen sind zwar klein, aber trotzdem wunderschön, oder? Deshalb lohnt es sich unbedingt, sich den Blüten mal etwas zu nähern

Krokusse sind übrigens auch für die ersten Bienen und Hummeln als frühe Nektarquelle wichtig.

Krokusse öffnen sich nur bei Sonnenschein. Bei trübem Wetter bleiben die Blüten geschlossen, um die Stempel vor Nässe zu schützen.

Tulpenzwiebeln stecken

Tulpenzwiebeln stecken

Damit man sich im Frühling an einer Tulpenpracht wie oben erfreuen kann, sollte man im Herbst/Winter Tulpenzwiebeln setzen.

Bei Tulpen eilt es erfreulicherweise nicht, man kann die Zwiebeln von Oktober bis in den Dezember hinein setzen (der Boden darf natürlich nicht gefroren sein). Denn wenn man Tulpenzwiebeln zu früh steckt, besteht die Gefahr, dass sie bei nassem Wetter faulen. Also kann man jetzt noch prima Tulpenzwiebeln stecken!

Es ist leider notwendig, jedes Jahr oder alle zwei Jahre neue Tulpenzwiebeln zu setzen. Aber das Gute an der Sache ist, dass man immer mal wieder neue Sorten ausprobieren kann. Außerdem kann man auch gut Töpfe mit Tulpenzwiebeln bestücken, und diese dann im Frühling dahinstellen, wo sie am besten wirken. Auch in den Töpfen darauf achten, dass sie nicht zu nass werden. Kälte und Frost sind übrigens nicht schlecht, sondern prima! Tulpen brauchen diesen „Kältereiz“, um gut zu blühen.

Eine angesagte Farbkombination diese Saison ist apricot/rosa/dunkelviolett, z.B mit den Sorten ‚Black Hero‘, ‚Mistress Mystic‘ und ‚La Belle Epoque‘. Ich setze für nächstes Frühjahr auf orange/pink/dunkelviolett.

Damit die Tulpen gut zur Geltng kommen, nicht einzeln im Garten /Beet verteilen, sondern am besten in Gruppen von 7-10 Zwiebeln stecken. Das hat mehr Wucht, einzeln verteilte Tulpen gehen eher unter.