Gartenplanung 2026: Gemüse

Gartenplanung 2026: Gemüse

Im Januar , besonders wenn einen Schnee und Frost vom Gärtnern abhalten, träumt und plant man ja schon, was man im kommenden Jahr gerne anbauen und pflanzen möchte. Bei mir sind die Wünsche immer größer als der Platz in meinem Garten! Deshalb muss ich mich total beschränken, und bei den Gemüsen befolge ich definitiv den guten Rat, nur das anzubauen, was man auch gerne/viel isst. Deshalb werde ich dieses Jahr wahrscheinlich wieder keine Kürbisse anbauen, denn sie brauchen extrem viel Platz. Dafür, dass wir vielleicht 1-3 Kürbisse pro Jahr essen, lohnt sich das nicht. Dafür möchte ich mich gerne an Ingwer und Kartoffeln probieren. Die Kartoffeln baue ich wahrscheinlich in einem Kübel an, dann komme ich auch nicht mit den Tomaten auf den Beeten in Konflikt (beides Nachtschattengewächse, und nah beieinander könnten sich Krankheiten verstärken). Stangensellerie wäre evtl. auch ein Kandidat – aber habe ich schon meine Platzproblematik erwähnt?!? Fenchel mag ich ja auch gerne – aber der schießt bei mir immer sofort. Ich probiere es evtl. trotzdem, das Saatgut ist ja da.

Immerhin habe ich in 2025 – ohne die Riesenapfelernte – fast 70 kg aus meinem kleinen Gärtchen an Gemüse, Kräutern und Beeren geerntet. Angepeilt hatte ich 40 + kg, insofern war ich super zufrieden. Am meisten kg gaben die Tomaten, auf Platz 2 landeten die Zucchini und auf Platz 3 die Gurken. Salat war auch super, den habe ich jetzt quasi gemeistert. Was plane ich, anzubauen?

  • Zuckererbsen (hatte ich letztes Jahr nicht, aber ich mag sie so gerne)
  • Bohnen (Stangenbohnen Blauhilde, evtl. auch als Lückenfüller ein paar Buschbohnen)
  • Salat (Ganz viel, super waren Merveille des Quatres Saisons, Little Gem, Till)
  • Mangold (auch so ein Bringer)
  • Spinat (im Frühjahr sooo lecker mit Lachs)
  • Tomaten (Wie viele? Reichen 6 Pflanzen aus? Welche Sorten? Sungold, Black Cherry, Tigerella, Marmande sind gesetzt)
  • Zucchini (2 reichen wahrscheinlich wieder)
  • Auberginen (kann ich einfach)
  • Paprika (das dürfen gerne mehr sein, 3 Pflänzchen wären cool)
  • Chilis (hier bin ich seit Jahren komplett Selbstversorger)
  • Brokkoli (das gehe ich dieses Jahr an, ich esse ihn so gerne. Bisher hatte ich nur Sprossenbrokkoli)
  • Radieschen (Lückenfüller im Frühling)
  • Möhren (waren der Oberhammer, nur die Möhrenfliege hat genervt. Deshalb baue ich nächstes Jahr u.a. eine möhrenfliegenresistente Sorte an).
  • Zwiebeln (dieses Mal richtig ernten und trocknen…!!)
  • Knoblauch (stecken schon in den Beeten, 13 schauten vor unserer Schneeperiode schon ‚raus)
  • Lauch (habe ich auch im Moment auf den Beeten)
  • Kartoffeln (Neuland)
  • Ingwer (Neuland)

Wackelkandidaten:

  • Rote Bete
  • Sellerie
  • Fenchel
  • Grünkohl, Kohlrabi, Spitzkohl

Beim Kohl bin ich etwas zögerlich, weil da der Schädlingsdruck so groß ist. Letztes Jahr kamen zuerst die Schnecken, dann der Rapsglanzkäfer und die Raupen des Kohlweißlings….

Den Brokkoli will ich deshalb auch quasi im Frühjahr anbauen, und dann schon Richtung Mai ernten, bevor die ganzen Schädlinge so richtig in Schwung kommen. Mal sehen, ob das klappt. Für das Beet gibt es deshalb auch Folientunnel, mal sehen, ob das klappt.

Tomaten würde ich gerne wieder einwecken, das war super. Die Tomatensauce aus diesen eingweckten Tomatenstücken schmeckt wie Sommer pur. Essiggurken habe ich ja auch gemacht, die snacken wir gerade weg. Das kann nächstes Jahr gerne nochmal gehen. Von den Marmeladen und vom Apfelmus gar nicht zu reden. Warum koche ich überhaupt ein? Einfrieren ist natürlich am einfachsten, aber ehrlich gesagt hatte ich in meinem Gefrierschränkchen keinen Platz mehr letzten Sommer, da die Bohnen und Chilis schon viel Raum einnahmen.

Jedenfalls werde ich in den nächsten Tagen mit der Aussaat der Chilis und Auberginen beginnen…ich kann es kaum erwarten….

Mein Jahr in Blumen

Mein Jahr in Blumen

Im Januar überlege ich mir immer schon, welche Blumen ich im kommenden Jahr gerne in meinem Garten haben möchte. Am liebsten möchte ich Blüten das ganze jahr über – außer wenn es Schnee und Frost gibt. Zwangsläufig kommt einem dann bei der Planung fürs nächste Gartenjahr in den Sinn, was im vergangenen Jahr geblüht hat: was war gut, was hat nicht so geklappt? Dazu habe ich mal meine Fotos durchforstet und möchte euch teilhaben lassen an den schönsten Blumen von 2025 in meinem Garten. Interessant ist auch, dass ich in manchen Monaten nicht viele Fotos gemacht habe. Vermutlich mangels Zeit, aber vielleicht hat mich auch keine Blüte zum Fotografieren animiert? Wie auch immer, lasst uns loslegen.

Januar

Die Christrosen blühen, und die Schneeglöckchen schieben sich langsam aus der Erde. Das Gartenjahr beginnt langsam, aber sicher.

Februar

Die Schneeglöckchen laufen zu Hochform auf, die Märzenbecher blühen ebenfalls. Mandel- und Zitronenbäumchen blühen.

März

Farbe im Garten: Zwergiris und Krokus blühen, die Mandel ist auf dem Höhepunkt, Hornveilchen und Anemonen tun ein übriges.

April

April ist Tulpenmonat und ich bin high. Außerdem blüht der Apfelbaum.

Mai

Ranunkeln, Ranunkeln, Ranunkeln. Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal so viel Ranunkeln zum Blühen gebracht. Ich liebe sie – zart und seidig, und halten lange in der Blumenvase.

Juni

Einer der Blüh-Höhepunkte im Garten: Die Zweijährigen wie Fingerhut und Bartnelke blühen, aber auch Glockenblume, Jungfer im Grünen, Kornblume und Taglilie. Der Storchschnabel startet und blüht bis zum Frost.

Juli

Es wird heiß und die Blumen machen eine kleine Pause. Es trotzen Sonnenblumen und Phlox.

August

Endlich, die Dahlien blühen! Außerdem der Topinambur, die Skabiosen und der Ziertabak (eine sehr unterschätzte Schnitt- und Beetblume, wie ich finde). Der Phlox macht weiter, und der Seidenmohn blüht auch noch mal.

September

Die Dahlien machen weiter, under der Safrankrokus ist sehr früh dran.

Oktober

Deswegen liebe ich Dahlien: sie geben immer noch alles, und meine Rose blüht zum zweiten Mal.

November

Leider habe ich keine Fotos im November gemacht – schade! Ich weiß, dass meine neue Chrysantheme geblüht hat, bis am 20. November der Frost kam.

Dezember

Die Christrosen blühen, und meine lieben kleinen Hornveilchen auch – das sind für mich die Work Horses im Garten vom Spätherbst bis zum Frühjahr.

Gedanken zum Garten im Jahr 2025

Gedanken zum Garten im Jahr 2025

Es wird mal wieder Zeit für ein Lebenszeichen! Ja, ich gärtnere noch, backe auch noch – aber ich hatte in den letzten Wochen leider nicht genug Zeit und Muße für einen neuen Blogbeitrag. Aber nun bin ich wieder da.

Der Garten hat dieses Jahr „geliefert“ – die Umgestaltung hat sich wirklich gelohnt. So viel Gemüse habe ich noch nie geerntet! Ich habe deshalb auch zum ersten Mal Essiggurken und Tomaten eingemacht. Bis jetzt haben wir über 60 kg Gemüse geerntet. Sehr gut liefen dieses Jahr die Tomaten, Bohnen und Gurken. Zum ersten Mal gingen auch die Zucchini gut. Sie wurden im September zwar auch vom Mehltau niedergestreckt, aber sie haben ordentlich Ertrag geliefert. Im Mai und Juni konnten wir dauernd Salat essen, und der Mangold war im Frühjahr ebenfalls die Wucht. Unsere Möhren sind auch ordentlich – allerdings hat die Möhrenfliege zugeschlagen, und nun muss man jede Möhre auf auf schadhafte Stellen untersuchen. Wenn ich gewusst hätte, welchen Unterschied das macht, hätte ich die Tujenhecke schon früher platt gemacht. Die Wurzeln haben das Gemüsegärtnern einfach sehr erschwert.

Was mal wieder nicht gut geklappt hat, waren meine Kohle. Ich hatte im Juni/Juli Grünkohle vorgezogen, und diese vor unserem Urlaub im Juli in die Beete gesetzt. Tja, und dieses Mal waren es nicht die Schnecken oder die Raupen des Kohlweißlings, sondern der Rapsglanzkäfer, der die kleinen Kohlpflanzen ratzekahl abgefressen hat. Nun ja, ob es irgendwann mal klappt mit großen Kohlpflanzen im Beet?? Kleine habe ich ja schon oft gehabt…..

Nun habe ich wieder viele Salate für den Herbst und Winter in einem der Beete, und wenn die restlichen Tomaten und die Bohnen abgeräumt werden, kommen noch mehr Salate in die Beete (die habe ich schon in Modulen am Start) und Knoblauch muss bis Ende Oktober auch noch gesteckt werden.

Im Blumenbeet blüht es auch noch gut – wie ihr oben sieht, gibt die Fetthenne alles, aber auch Dahlien, Ziertabak, Storchenschnabel und die Safrankrokusse (9 Stück dieses Jahr- das ist Rekord) blühen noch sehr schön. Zum Trocknen hatte ich dieses Jahr wieder blauen Strandflieder, das mag ich ja auch gerne. Gefüllte Dahlien kann man übrigens auch gut trocknen.

Gedanklich bin ich schon im Winter und Frühling. Neulich habe ich nochmal ein paar Krokuszwiebeln in den Rasen versenkt. Ich bin auch am Überlegen, wohin mit meinen Tulpenzwiebeln. Hach, das Planen und Überlegen macht mir auch immer viel Spaß.

Gärtnern bei großer Hitze

Gärtnern bei großer Hitze

Die erste Hitzewelle des Jahres war da – bei uns gab es Temperaturen bis zu 38 Grad. Es steht auch zu befürchten, dass es nicht die einzige Hitzewelle bleiben wird. Puh, das ist nicht nur für uns, sondern auch für unsere Pflanzen super anstrengend. Was kann man denn nun tun, um den Hitzestress ein bisschen zu mildern?

Mulchen

Um die Feuchtigkeit auch nach dem Gießen länger im Boden zu halten, empfehle ich ganz klar das Mulchen. So verdunstet das Wasser nicht so schnell, und die Pflänzchen machen nicht so schnell schlapp. Es eignet sich der Grasschnitt vom Mähen, aber auch Kompost, oder getrocknetes Laub. Im Gemüsebeet bitte keinen Rindenmulch verwenden! Wenn es so heiß und trocken ist wie jetzt gerade, sind auch Schnecken, die sich im Mulch verstecken, kein Problem. Und vergesst eure Töpfe nicht – auch die Pflanzen in Kübeln profitieren von einer dicken Mulchschicht.

Ausreichend gießen

Das versteht sich fast von selbst.. ich gieße am liebsten morgens oder mittags, abends eher nicht, da die Pflanzen das Wasser ja eher tagsüber brauchen. Es ist auch ein Mythos, dass Wasser auf den Blättern bei großer Hitze zu Verbrennungen führt! Wenn eure Pflanzen die Blätter hängen lassen, ihr gerade im Garten seid, dann gießt sie – auch bei der größten Hitze und Sonne. Es tut im übrigen vielen Pflanzen auch gut, wenn die Blätter mal nass werden – da kühlen die dann auch herunter. Effektiver bezüglich des Wasserverbrauchs ist es natürlich, direkt in den Boden zu den Wurzeln zu gießen.

Für Schatten sorgen

Mein großes Glück ist im Moment, dass mein Apfelbaum in der größten Mittagshitze Schatten auf meine Gemüsebeete wirft. Sie bekommen immer noch genug Sonne am Rest des Tages ab, aber so können sie – wie wir Menschen – auch mal durchschnaufen. Gerade die Bohnen oder Gurken sind da extrem dankbar. Hat man keinen natürlichen Schatten, könnte man es mit Schattiervlies probieren – einfach ein paar Bögen oder Stecken/Bögen in die Erde und das Schattiervlies darüber ziehen und so die Pflanzen in der schlimmsten Hitze schattieren.

Die Ranunkeln blühen

Die Ranunkeln blühen

Dieses Jahr habe ich es zum ersten Mal geschafft, eine größere Anzahl an Ranunkeln zu ziehen und zum Blühen zu bringen.

Ranunkeln finde ich einfach zauberhaft. Diese Unmenge an Schichten aus zarten Blütenblättern in dieser runden Form – sehr sehr hübsch.

Was habe ich dieses Jahr anders gemacht? Im Wesentlichen 2 Dinge.

Der erste Faktor war der richtige Zeitpunkt des Vorziehens. Ich habe die Ranunkelkrallen (Wurzeln) Anfang Februar lt. meiner Anleitung im Beitrag „Ranunkeln“ 3 Stunden in Wasser eingeweicht, und dann im dunklen Keller keimen lassen. Als die Blätter erschienen, habe ich sie raus in Töpfe gesetzt.

Der zweite Faktor war, dass ich sie nicht so eng gesetzt habe, sondern jeder Ranunkel mindestens 10 cm auf jeder Seite gegeben habe.

Und nun wuchsen sie vor sich hin, selbst leichte Nachtfröste machen ihnen nichts aus. Denn um wärmere Temperaturen wie jetzt auszuhalten, müssen sie schon richtig groß sein.

Ich habe übrigens keine neuen Ranunkelkrallen gekauft, sondern die wieder benutzt, die letztes Jahr nicht so geklappt haben. Das hat wunderbar funktioniert. Ihr müsst also nicht jedes Jahr neue kaufen. Im Übrigen vermehren sich die Ranunkeln auch. Nächstes Jahr werde ich wahrscheinlich noch mehr haben, ui, da brauche ich dann richtig viel Platz.

In Beete zu setzen habe ich mich noch nicht getraut wegen Schnecken etc. Aber vielleicht ist das für einen Teil der Ranunkeln nächstes Jahr eine Option.

Die neuen Gemüsebeete

Die neuen Gemüsebeete

Wie ihr wisst, haben wir im Februar eine Tujahecke entfernt, stattdessen einen Holzzaun gesetzt und 2 Gemüsebeete angelegt. Das hat das Gemüsegärtnern wirklich auf ein total neues Level gehoben! Zum einen habe ich viel mehr Platz, und der ganze Wurzeldruck der Tujen ist weg.

Mit Hilfe einer Gartenplanungs-App habe ich meine Beete im Groben geplant, und bis jetzt wächst wirklich alles ziemlich fantastisch. Die erste Radieschen-Ernte ist schon durch, ich habe direkt nochmal welche nachgesät. Den ersten Salatkopf habe ich auch schon geerntet, und morgen ist wohl der zweite dran. Obwohl es mir immer ein bisschen leid tut, einen schönen großen Salatkopf zu ernten – er sieht ja soo schön aus im Gemüsebeet, und danach ist die Stelle im Beet einfach leer. Die Salate möchte ich- solange es geht – immer wieder nachpflanzen. Deshalb stehen schon ein paar neue ausgesäte auf meinem Saattisch.

Der Spinat und Mangold wird morgen auch beerntet. Der Spinat! So riesig war er auch noch nie.

Dann habe ich noch Möhren, Zwiebeln, Dill und Kamille (zum Trocknen für Tees) gepflanzt/ gesät. Seit kurzem stehen auch drei Tomaten im Beet, und gerade keimen die Stangenbohnen. In Töpfchen ziehe ich noch Zucchini und Gurken vor, die auch in eines der Beet kommen. Wird es dieses Jahr mal so richtig mit den Zucchini klappen?? Bisher hatte ich da nur so mäßig Erfolg. Sie haben nur mäßig getragen und bekamen superschnell Mehltau – egal ob im Topf oder Beet, ob ich eine oder bis zu drei Zucchini hatte. Also, ich bin gespannt. Die Gurken haben letztes Jahr ganz gut geklappt, deshalb bin ich da vorsichtig optimistisch.

Aber auch der Streifen vor dem Holzzaun ist super, da habe ich ja drei Johannisbeer- und zwei Heidelbeersträucher, sowie eine Himbeere und eine Traube. Dieses Jahr hat die Traube zum ersten Mal Blüten. Die Heidelbeeren sind in Töpfen, da diese saure Erde bevorzugen – meine Erde ist eher leicht alkalisch. Die Erdbeeren in ihrem kleinen Hochbeet tragen auch schon sensationell viele Früchte.

Außerdem wachsen meine Ranunkeln in den Töpfen so toll wie noch nie. Ich habe sie ja im Februar vorgekeimt lt. meiner Anleitung – und sie sind schön kräftig und haben schon etliche Blütenknospen. Ich bin sooo gespannt. Letztes Jahr habe ich sie zu spät und zu dicht ausgepflanzt, das habe ich dieses Jahr schon anders gemacht. Das erste Mal hatte ich sie zu früh vorgekeimt, und hatte dann Probleme, sie durch den Winter zu bringen. So scheint das der richtige Weg zu sein (in meinem Klima): Anfang Februar vorkeimen, und dann möglichst geschützt (ein paar Minusgrade vertragen sie schon) weiterwachsen lassen.

Frühlingsblüher im Garten

Frühlingsblüher im Garten

Dieses Jahr ist in meinem Garten definitiv ein Krokus-Jahr. Ich habe viele Krokusse „im Rasen“ – also eigentlich in dem Teil des Rasens, den wir nur 2x pro Jahr mähen und der eine Blumenwiese sein soll. Das ist auch extrem wichtig – die Blätter der Krokusse und anderer Zwiebelblüher dürfen nicht abgemäht werden, denn die Zwiebeln ziehen ihre Nährstoffe fürs Folgejahr aus den Blättern.

Auch die Krokusse im Beet vor den Tujen blühen wunderschön und zahlreich. Allerdings waren auch die Märzenbecher und Schneeglöckchen sehr hübsch, ebenso wie die Zwergiris im Topf. Nun warte ich noch auf meine Hundszahn-Lilie, ein etwas ungewöhnlicherer Frühlingszwiebelblüher. Die habe ich auch in den Rasen gesetzt, und dort soll sie sich wie die Krokusse auch langsam und gemütlich vermehren. Ich träume von Blütenteppichen im Frühling, deshalb hoffe ich, dass sich die Krokusse, Schneeglöckchen usw. weiter ausbreiten. Die Blüten sind so früh im Jahr auch eine wichtige Nektarquelle für Bienen und Hummeln.

Nicht vergessen darf ich unsere „Dürkheimer Krachmandel“, die dieses Jahr offiziell so spät blüht wie noch nie! Dafür ist sie wieder wunderschön und ist ein Mega-Magnet für Bienen und Hummeln. Außerdem duften die Blüten ganz leicht nach Honig.

Da ich ja wusste, dass der Garten im Februar umgestaltet werden würde, habe ich dieses Jahr kein Schnitt-Tulpenbeeet angelegt, sondern ca. 10 Töpfe mit Tulpenzwiebeln bestückt! Ein paar davon habe ich im Herbst gekauft (ich kann einfach nicht widerstehen), und etliche sind wiederausgegrabene Tulpenzwiebeln. Ich versuche also Recycling! Außerdem habe ich einen Topf, der „Tulpenschule“ heißt, und da sind kleine Zwiebeln drin, die entweder nur Blätter oder kleine Blüten bringen. Dieses Jahr werden sie evtl. größer, und nächstes oder übernächstes Jahr dann blühen sie richtig. Mal schauen. Soweit die Theorie.

Auch die Ranunkeln wachsen prächtig – ich hoffe sooo sehr, dass es dieses Jahr mit den Blüten klappt. Im Februar hatten wir ja auch mal ganz leichten Frost, und den haben sie gut überstanden. Ach ja, und die Narzissen im Tujenbeet wachsen auch schön vor sich hin….also wenn alles in voller Blüte ist (und wir nicht im Urlaub), dann gibt es von der Blütenpracht ganz sicher Fotos.

Also, macht euch im Herbst/Frühwinter einen Kreuz in den Kalender, und versenkt ein paar Blumenzwiebeln. Ihr werdet es im Frühling genießen!

Gärtnern im Winter

Gärtnern im Winter

Für Gartenenthusiasten ist der Winter eine schwere Zeit: man hat das Gefühl, nicht viel im Garten tun zu können und vermisst das sehr. Allerdings gibt es neben den üblichen Tipps wie „in Saatgutkatalogen schmökern“ oder „Werkzeuge reinigen“ noch ein paar andere, ureigene gärtnerische Tätigkeiten, denen man auch im Winter nachgehen kann.

November: Laubkompost herstellen, Knoblauch stecken

Dezember: Tulpenzwiebeln stecken

Januar: Kresse /Microgreens auf der Fensterbank auf der Fensterbank ziehen, Duft-Wicken säen

Februar: Chilis & Auberginen säen

März: Tomaten säen, erste Salate säen

Der Garten im November

Der Garten im November

Der Herbst ist eine Zeit, in der ich ziemlich viel gärtnere. Deshalb dachte ich, ich muss euch unbedingt mal wieder etwas teilhaben lassen an meinen Gartentätigkeiten. Das Leben ist eben wieder viel „bunter“ geworden nach Corona, und deshalb schaffe ich es im Moment nicht mehr so häufig mit den Beiträgen. Aber nun mal wieder ein Update!

Heute bin ich damit fertig geworden, fast alle Dahlien auszugraben und wegzuräumen. Obwohl ich in einem milden Klima gärtnere, gibt es ab und zu im Winter ein paar Ausreißer, wo die Temperaturen schon mal unter -10 Grad fallen können. Einmal habe ich eine Dahlie im Garten gelassen – und sie hat es nicht geschafft.

Was ist aus meiner Dahlienzucht geworden ? Sie läuft noch. Das war noch nicht so vielversprechend, denn von den 5 Dahlien haben nur 2 geblüht. Die anderen haben erst ganz spät Blüten angesetzt, und die schafften es nicht mehr, sich zu öffnen. Ich versuche jetzt, die Dahlien über den Winter zu bringen und hoffe, dass sie nächstes Jahr blühen. Die zwei, die geblüht haben, waren in Ordnung, aber auch nicht anders wie die anderen „Bishop’s Children“. Langer Atem ist also gefragt!

In ein paar der Töpfe, in denen ich Dahlien, Tomaten und Auberginen hatte, sind jetzt Wintergemüse (Kohl, Salate, Mangold, Mizuna, Kerbel). Ich habe Anfang November auch ein paar Möhren in die Töpfe gesät, und sie haben tatsächlich gekeimt. Da kann ich natürlich im Winter noch keine Möhren ernten (dazu wachsen sie zu langsam), aber im nächsten Frühling ernte ich hoffentlich ziemlich früh welche.

In die anderen 12 Töpfe habe ich Tulpen gesteckt. Zum Tulpenstecken ist November der ideale Zeitpunkt – ebenso kann man noch ein paar Knoblauchzehen stecken. Das finde ich das Schöne im Herbst – man bereitet sozusagen den Garten im Frühling vor. Das ist so zukunftsgewandt und hoffnungsfroh! Ich bin ja ein absoluter Tulpenfan, deshalb bin ich schon total gespannt, wie die Töpfe aussehen. Dieses Jahr habe ich nicht nur gemischte Zwiebeln in die Töpfe, sondern auch viele Töpfe nur mit einer Sorte bestückt. Das hat den Vorteil, dass hoffentlich alle in einem Topf gleichzeitig blühen, und für die Aufbewahrung ist es auch einfacher. Ich bewahre ja viele Tulpenzwiebeln im Keller auf.

Dann mache ich gerade auch gaaanz viel Laubkompost von meinen Blättern vom Apfelbaum. Im Frühling kommt dann der Laubkompost von letztem Jahr zum Einsatz. Deshalb mein Appell an alle Gärtner: schmeißt euer Laub nicht in den Müll!! Es ist eine wertvolle Ressource – entweder als Mulch oder Kompost. Wir sind so sehr auf wegschmeißen und neu kaufen gepolt – man muss sich wirklich immer wieder daran erinnern, dass die Natur im Gegensatz dazu mit einem Kreislaufsystem arbeitet.

Noch verarbeite ich ein bisschen was – nämlich meine getrockneten Kräuter. Die habe ich kleingeschnitzelt und in hübsche Gläser – für Tees und/oder zum Würzen. Außerdem kommen jetzt meine getrockneten Blumen zum Einsatz – viel frische Blumen gibt es nämlich gerade nicht mehr. Von Trockenblumen hätte ich nächstes Jahr gerne noch mehr – ich habe es nicht geschafft, eine einzige Strohblume zu ziehen! Dafür hatte ich zwei blaue Strandflieder, die allerdings etwas spät angefangen haben, zu blühen. Aber immerhin konnte ich ein paar Stängel ernten. Nun habe ich also immer noch Blumen aus dem Garten, die unsere Wohnung schmücken. Das finde ich einfach total cool.

Von meinen Äpfeln habe ich auch schon viele verarbeitet – dieses Jahr habe ich neben meiner berühmten Apfelmarmelade auch Apfelmus und getrocknete Apfelringe gemacht. Die Apfelringe sind auch sehr lecker – durch das Trocknen konzentriert sich der apfelige Geschmack. Die Ringe sind ideal für einen kleinen Snack zwischendurch (statt Schokolade!).

Der Garten bereitet mir also immer noch sehr viel Freude – ein Leben ohne dieses aktive gärtnern kann ich mir gar nicht mehr vorstellen! Übrigens klappt es immer noch, das ich (außer im Urlaub) jeden Tag etwas aus meinem Garten esse/trinke. Das finde ich auch sehr cool. Und ich möchte alle da draußen aufrufen, es auch mal mit ein bisschen gärtnern zu probieren; und die Schätze aus dem Garten auch zu würdigen. Wenn ihr Kräuter im Garten habt, trocknet sie doch auch mal. Ihr werdet sehen, dass sie viel aromatischer schmecken, als die getrockneten Kräuter aus dem Supermarkt. Ich vermute, dass die zum Teil schon uralt sind. Klar macht das alles ein bisschen Arbeit, aber haben wir heutzutage ehrlicherweise nicht viel mehr Zeit als die Leute vor 100 Jahren? Wir verbringen nur so viele Stunden unnütz vor irgendeinem Bildschirm. Gärtnern ist kreativ, und ein Großteil findet auch noch an der frischen Luft statt.

Nun wünsche ich euch einen schönen November, und hoffe, dass ihr auch Lust bekommen habt, noch ein paar Tulpenzwiebeln und/oder Konoblauchzehen in die Erde zu stecken.

Rosen & Salbei – Frühsommer im Garten

Rosen & Salbei –  Frühsommer im Garten

Die Apfelblütengärtnerin war im Urlaub – aber jetzt kann ich wieder vom Garten berichten. Natürlich war es gartentechnisch keine ideale Zeit für Urlaub, denn im Moment jagt ja eine Gartenaufgabe die nächste. Insbesondere musste ich viele Pflanzen in größere Töpfe setzen, aus denen ich vorher das restliche Wintergemüse oder die Tulpenzwiebeln herausholen musste.

Ich habe nun aber fast alles geschafft- und der Garten ist eine wahre Freude. Meine Rose ist gesund wie selten zuvor – ich schiebe es auf die Laubkompost-Düngegabe im Frühling und den vielen Regen. Der Salbei und die Glockenblumen sind auch die Wucht. Ich freue mich auch auf meine Phlox, denn die sind so groß wie noch nie zuvor.

Das Gemüse schaut auch ganz gut aus – insbesondere die Tomaten und Auberginen in den Töpfen. Eine Tomate trägt sogar schon, deshalb wäre viel Sonne jetzt ganz gut. Die Bohnen im Beet wachsen auch ganz gut, die Zucchini so làlà. Durch den Regen habe ich leider viel mehr Schnecken als normal – und die haben mir auch schon mühevoll aufgezogene Pflänzchen weggeschnitzelt: Gurke, Cucamelons und meine Zinnien. Eine Zinnie habe ich noch, die habe ich in einen Topf auf dem Balkon gesetzt!! Schneckenresistent erscheinen mir Cosmos und der kalifornische Mohn, den ich dieses Jahr zum ersten Mal im Programm habe: sehr empfehlenswert.

Was hat bis jetzt nicht so gut geklappt? Ganz klar – meine Beeren. Ich habe zwar wieder Johannisbeeren gehabt, aber letztes Jahr ist ja die Hälfte von meinem Johannisbeer-Strauch abgestorben, und so habe ich auch weniger Beeren geerntet. Die Erdbeeren habe ich in ein extra kleines Hochbeet umgesetzt – und die müssen sich erst mal etablieren, bevor sie Beeren tragen. Noch hoffe ich aber, denn ich habe die Sorte „Osara“, und die tragen eigentlich laufend. Die Heidelbeeren sind ganz enttäuschend – da gibt’s vielleicht 4 Beerchen von 2 Sträuchern. Die Himbeeren sind ok.

Aber so ist das – in einem Jahr läuft es super mit einer Pflanze, und im nächsten Jahr nicht. Deshalb freue ich mich immer über die Dinge, die gut laufen. So sieht es z.B. wieder nach einer ordentlichen Apfelernte aus, nachdem es letztes Jahr absolut enttäuschend war.

Deshalb liebe ich das Gärtern – es ist immer wieder überraschend, und insgesamt gesehen immer sehr erfüllend. Ich ernte momentan auch wieder viele Kräuter zum Trocknen – für Tees, aber auch zum Würzen. Das machen meiner Meinung nach viel zu wenig Menschen. Früher mochte ich z.B. keinen Kräutertee, aber der Kräutertee mit den Kräutern aus dem eigenen Garten schmeckt einfach frisch und lecker. Gekaufter schmeckt oft irgendwie „muffig“.

Was steht an Aufgaben an?

  • Pflanzen gießen und bei Bedarf düngen
  • Unkraut jäten
  • Zweijährige Blumen säen (ich werde Fingerhut, Goldlack, Bartnelken und Silberblatt säen)
  • Salatnachschub säen (ich probiere die schossfeste Sorte „Pirat“)
  • Tomaten ausgeizen
  • auf Schneckenjagd gehen
  • ….gaaanz wichtig: mit einem Tässchen Tee im Garten sitzen, den Vögeln lauschen und genießen