Die Ranunkeln blühen

Die Ranunkeln blühen

Dieses Jahr habe ich es zum ersten Mal geschafft, eine größere Anzahl an Ranunkeln zu ziehen und zum Blühen zu bringen.

Ranunkeln finde ich einfach zauberhaft. Diese Unmenge an Schichten aus zarten Blütenblättern in dieser runden Form – sehr sehr hübsch.

Was habe ich dieses Jahr anders gemacht? Im Wesentlichen 2 Dinge.

Der erste Faktor war der richtige Zeitpunkt des Vorziehens. Ich habe die Ranunkelkrallen (Wurzeln) Anfang Februar lt. meiner Anleitung im Beitrag „Ranunkeln“ 3 Stunden in Wasser eingeweicht, und dann im dunklen Keller keimen lassen. Als die Blätter erschienen, habe ich sie raus in Töpfe gesetzt.

Der zweite Faktor war, dass ich sie nicht so eng gesetzt habe, sondern jeder Ranunkel mindestens 10 cm auf jeder Seite gegeben habe.

Und nun wuchsen sie vor sich hin, selbst leichte Nachtfröste machen ihnen nichts aus. Denn um wärmere Temperaturen wie jetzt auszuhalten, müssen sie schon richtig groß sein.

Ich habe übrigens keine neuen Ranunkelkrallen gekauft, sondern die wieder benutzt, die letztes Jahr nicht so geklappt haben. Das hat wunderbar funktioniert. Ihr müsst also nicht jedes Jahr neue kaufen. Im Übrigen vermehren sich die Ranunkeln auch. Nächstes Jahr werde ich wahrscheinlich noch mehr haben, ui, da brauche ich dann richtig viel Platz.

In Beete zu setzen habe ich mich noch nicht getraut wegen Schnecken etc. Aber vielleicht ist das für einen Teil der Ranunkeln nächstes Jahr eine Option.

Frühlingsblüher im Garten

Frühlingsblüher im Garten

Dieses Jahr ist in meinem Garten definitiv ein Krokus-Jahr. Ich habe viele Krokusse „im Rasen“ – also eigentlich in dem Teil des Rasens, den wir nur 2x pro Jahr mähen und der eine Blumenwiese sein soll. Das ist auch extrem wichtig – die Blätter der Krokusse und anderer Zwiebelblüher dürfen nicht abgemäht werden, denn die Zwiebeln ziehen ihre Nährstoffe fürs Folgejahr aus den Blättern.

Auch die Krokusse im Beet vor den Tujen blühen wunderschön und zahlreich. Allerdings waren auch die Märzenbecher und Schneeglöckchen sehr hübsch, ebenso wie die Zwergiris im Topf. Nun warte ich noch auf meine Hundszahn-Lilie, ein etwas ungewöhnlicherer Frühlingszwiebelblüher. Die habe ich auch in den Rasen gesetzt, und dort soll sie sich wie die Krokusse auch langsam und gemütlich vermehren. Ich träume von Blütenteppichen im Frühling, deshalb hoffe ich, dass sich die Krokusse, Schneeglöckchen usw. weiter ausbreiten. Die Blüten sind so früh im Jahr auch eine wichtige Nektarquelle für Bienen und Hummeln.

Nicht vergessen darf ich unsere „Dürkheimer Krachmandel“, die dieses Jahr offiziell so spät blüht wie noch nie! Dafür ist sie wieder wunderschön und ist ein Mega-Magnet für Bienen und Hummeln. Außerdem duften die Blüten ganz leicht nach Honig.

Da ich ja wusste, dass der Garten im Februar umgestaltet werden würde, habe ich dieses Jahr kein Schnitt-Tulpenbeeet angelegt, sondern ca. 10 Töpfe mit Tulpenzwiebeln bestückt! Ein paar davon habe ich im Herbst gekauft (ich kann einfach nicht widerstehen), und etliche sind wiederausgegrabene Tulpenzwiebeln. Ich versuche also Recycling! Außerdem habe ich einen Topf, der „Tulpenschule“ heißt, und da sind kleine Zwiebeln drin, die entweder nur Blätter oder kleine Blüten bringen. Dieses Jahr werden sie evtl. größer, und nächstes oder übernächstes Jahr dann blühen sie richtig. Mal schauen. Soweit die Theorie.

Auch die Ranunkeln wachsen prächtig – ich hoffe sooo sehr, dass es dieses Jahr mit den Blüten klappt. Im Februar hatten wir ja auch mal ganz leichten Frost, und den haben sie gut überstanden. Ach ja, und die Narzissen im Tujenbeet wachsen auch schön vor sich hin….also wenn alles in voller Blüte ist (und wir nicht im Urlaub), dann gibt es von der Blütenpracht ganz sicher Fotos.

Also, macht euch im Herbst/Frühwinter einen Kreuz in den Kalender, und versenkt ein paar Blumenzwiebeln. Ihr werdet es im Frühling genießen!

Garten-Umgestaltung und Vorbereitung aufs Gartenjahr

Garten-Umgestaltung und Vorbereitung aufs Gartenjahr

Schon länger habe ich mir größere Beete für Gemüse und Blumen gewünscht – ich hatte irgendwie nie richtig Platz und habe viel in Töpfen gegärtnert. Das lag nicht nur daran, dass unser Garten nicht soo groß ist, sondern auch an unseren Tujenhecken, die inzwischen einfach sehr sehr breit geworden waren, und außerdem durch ihre flachen Wurzeln dem Gemüse und den Blumen viel Platz und Wasser weggenommen haben. Deshalb musste jetzt die Tujenhecke auf der Ost-Seite unseres Grundstückes weichen. Stattdessen haben wir nun einen Sichtschutz aus Lärchenholz, davor einen 60 cm breiten Streifen zur Bepflanzung (da sollen Beerensträucher, Kräuter und Blumen rein), dann noch ein Weg von 60 cm Breite, und davor zwei Gemüsebeete à 2,20m auf 1,20m . Wow! So viel Platz! So viel vom Rasen mussten wir gar nicht aufgeben, und der Garten kommt uns nun viel größer und luftiger vor. Ich freue mich schon sehr, in den neuen Beeten viel anzubauen: meine Beet-Pläne stehen schon! In zwei Wochen werde ich die ersten Salate setzen, Möhren und Radieschen säen. Die Wege werde ich erst mal mit Holzhackschnitzeln bedecken.

Im Moment sieht alles um die Beete und den Sichtschutz ziemlich braun und zusammengetreten aus – aber das wird schon. Unbeeindruckt davon blühen Schneeglöckchen und Märzenbecher.

Meine Aussaaten im Haus habe ich auch schon getätigt – mit neuer Pflanzenlampe kann ich jetzt auf allen drei Etagen meines Servierwagens mit Licht arbeiten, sehr komfortabel. Tomaten, Paprika, Salate, ein paar Blumen und Spinat haben schon gekeimt. Ich freue mich so!

Die Ranunkeln habe ich dieses Jahr nach meiner Anleitung (s. Blogbeitrag Ranunkeln ziehen) Anfang Februar „aufgeweckt“, und jetzt stehen sie frostgeschützt in Töpfen draußen. Die ersten Blätter zeigen sich. Ranunkeln sind nämlich Kaltwetter-Blumen. Wird’s bei uns im Frühjahr zu heiß, hören sie auf zu wachsen, bekommen gelbe Blätter und fertig. Das hatte ich letztes Jahr, da habe ich sie erst im April aufgeweckt, und das war in unserem Klima einfach zu spät. Sie vertragen da eher noch ein bisschen Frost.

Drei Ranunkeltriebe – wer entdeckt alle?

Meine Tulpen in den ca. 12 Töpfen (diese habe ich in Erwartung der Gartenumgestaltung in die Töpfe gepackt) spitzeln auch schon hervor. Die kann ich dann schön im Garten verteilen.

Tulpen mit Jungfer im Grünen ‚African Bride‘ und Ammi Majus (Große Knorpelmöhre) dazwischen

Dann blüht auch schon wieder die Zitrone – es ist der Hammer! Zwei Zitronen hängen noch dran, und trotzdem blüht soe wieder. Der Duft der Blüten ist auch umwerfend. Ein Hauch von Sommer im Februar. Denn: unsere Mandel blüht noch nicht! So spät hat sie – glaube ich – noch nie geblüht. Das wird hoffentlich in den nächsten Tagen der Fall sein.

Ranunkeln ziehen

Ranunkeln ziehen

Kennt ihr das auch: man schlendert im Herbst im Gartencenter an den Blumenzwiebeln vorbei, sieht zwischen den Tulpen- und Krokuszwiebeln ein paar Ranunkelknollen, denkt sich: das wäre doch auch mal was, nimmt sie mit, steckt sie in die Erde und im Frühling – nichts?

Packung Ranunkelknollen

Dann kommt hier eine Art Anleitung und Selbstversuch, wie man Erfolg auch mit „schwierigen“ Frühlingsblühern wie Ranunkeln haben kann.

Wie immer ist halt ein bisschen Zeit und Zuneigung notwendig – ob sich das lange Warten lohnt, müsst ihr selbst entscheiden.

Zuerst die Knollen 3-4 Stunden in Wasser einweichen, nicht länger, sonst fangen sie an, zu vermodern.

Die Knollen dann in einer Schale /einen Topf mit Blumenerde verteilen, mit den Zehen nach unten. Hier ist kein besonderer Abstand zu beachten. Dann mit etwas Blumenerde bedecken, leicht befeuchten.

Diese(n) Schale/Topf in einen dunklen, kühlen Raum für 10 Tage stellen. Ab und zu checken, dass die Erde nicht zu trocken ist (aber auch nicht zu feucht).

Nach 10 Tagen sollten die Knollen Wurzeln getrieben haben – manche haben auch schon Pflanzentriebe – und diese können nun an ihren endgültigen Platz, 8 cm tief mit ca. 5-6 cm Abstand gesetzt werden.

Wichtig: in Regionen mit harten Wintern sollten die Ranunkeln geschützt werden, denn sie vertragen keine tiefen Minustemperaturen. Man kann sie auch in Töpfe setzen, dann auch vor hartem Frost schützen. Deshalb sollte man nicht zu früh mit dem Antreiben anfangen, sonst muss man die Ranunkeln den ganzen Winter über schützen.

Sehr wichtig ist auch, dass die Ranunkeln im Winterquartier nicht austrocknen. Mich hat das etliche Pflänzchen gekostet. Geduld ist hier eindeutig gefragt! Ich habe mir auch ernsthaft überlegt, die Ranunkeln so wie die Kronenanemonen erst im Frühjahr zu treiben (die Anemonen waren eindeutig einfacher und schneller). Ich werde nächstes Jahr berichten.

Anfang Mai hat eine Ranunkel dann tatsächlich angefangen, eine Blütenknospe nach oben zu schieben, Ende Mai hat sie angefangen, zu blühen! Jippieh!

Im Frühjahr: nachdem die erste Blüte erschienen ist, nochmal düngen. Ansonsten: sich an den herrlichen Blüten erfreuen! Wer sie lieber für die Vase schneiden möchte, gern. Sie halten sich ca. 10 Tage, wenn man sie schneidet, solange die Blüte nicht mehr grün, aber wie ein kleines Bällchen aussieht. Viel Spaß mit euren Ranunkeln!

Fazit: Das Einweichen und Vortreiben macht Sinn, aber ich denke es reicht, wenn man das im zeitigen Frühjahr macht. Die Pflänzchen über den Winter zu retten ist eigentlich nur mit einem Gewächshaus gut machbar.