Rosen & Salbei – Frühsommer im Garten

Rosen & Salbei –  Frühsommer im Garten

Die Apfelblütengärtnerin war im Urlaub – aber jetzt kann ich wieder vom Garten berichten. Natürlich war es gartentechnisch keine ideale Zeit für Urlaub, denn im Moment jagt ja eine Gartenaufgabe die nächste. Insbesondere musste ich viele Pflanzen in größere Töpfe setzen, aus denen ich vorher das restliche Wintergemüse oder die Tulpenzwiebeln herausholen musste.

Ich habe nun aber fast alles geschafft- und der Garten ist eine wahre Freude. Meine Rose ist gesund wie selten zuvor – ich schiebe es auf die Laubkompost-Düngegabe im Frühling und den vielen Regen. Der Salbei und die Glockenblumen sind auch die Wucht. Ich freue mich auch auf meine Phlox, denn die sind so groß wie noch nie zuvor.

Das Gemüse schaut auch ganz gut aus – insbesondere die Tomaten und Auberginen in den Töpfen. Eine Tomate trägt sogar schon, deshalb wäre viel Sonne jetzt ganz gut. Die Bohnen im Beet wachsen auch ganz gut, die Zucchini so làlà. Durch den Regen habe ich leider viel mehr Schnecken als normal – und die haben mir auch schon mühevoll aufgezogene Pflänzchen weggeschnitzelt: Gurke, Cucamelons und meine Zinnien. Eine Zinnie habe ich noch, die habe ich in einen Topf auf dem Balkon gesetzt!! Schneckenresistent erscheinen mir Cosmos und der kalifornische Mohn, den ich dieses Jahr zum ersten Mal im Programm habe: sehr empfehlenswert.

Was hat bis jetzt nicht so gut geklappt? Ganz klar – meine Beeren. Ich habe zwar wieder Johannisbeeren gehabt, aber letztes Jahr ist ja die Hälfte von meinem Johannisbeer-Strauch abgestorben, und so habe ich auch weniger Beeren geerntet. Die Erdbeeren habe ich in ein extra kleines Hochbeet umgesetzt – und die müssen sich erst mal etablieren, bevor sie Beeren tragen. Noch hoffe ich aber, denn ich habe die Sorte „Osara“, und die tragen eigentlich laufend. Die Heidelbeeren sind ganz enttäuschend – da gibt’s vielleicht 4 Beerchen von 2 Sträuchern. Die Himbeeren sind ok.

Aber so ist das – in einem Jahr läuft es super mit einer Pflanze, und im nächsten Jahr nicht. Deshalb freue ich mich immer über die Dinge, die gut laufen. So sieht es z.B. wieder nach einer ordentlichen Apfelernte aus, nachdem es letztes Jahr absolut enttäuschend war.

Deshalb liebe ich das Gärtern – es ist immer wieder überraschend, und insgesamt gesehen immer sehr erfüllend. Ich ernte momentan auch wieder viele Kräuter zum Trocknen – für Tees, aber auch zum Würzen. Das machen meiner Meinung nach viel zu wenig Menschen. Früher mochte ich z.B. keinen Kräutertee, aber der Kräutertee mit den Kräutern aus dem eigenen Garten schmeckt einfach frisch und lecker. Gekaufter schmeckt oft irgendwie „muffig“.

Was steht an Aufgaben an?

  • Pflanzen gießen und bei Bedarf düngen
  • Unkraut jäten
  • Zweijährige Blumen säen (ich werde Fingerhut, Goldlack, Bartnelken und Silberblatt säen)
  • Salatnachschub säen (ich probiere die schossfeste Sorte „Pirat“)
  • Tomaten ausgeizen
  • auf Schneckenjagd gehen
  • ….gaaanz wichtig: mit einem Tässchen Tee im Garten sitzen, den Vögeln lauschen und genießen

Beerenmuffins mit Zitrone

Beerenmuffins mit Zitrone

Dies sind mal wieder einfache every-day-muffins. Ich habe sie gebacken, um meine Rest-TK-Beerenbestände aufzubrauchen. Natürlich kann man sie auch mit frischen Beeren backen, oder nur mit einer Beerenart (hier empfiehlt sich Himbeere). Also nicht nur ein einfaches, sondern gut abwandelbares Rezept (ursprünglich mal wieder von Frau Lawson).

Nun noch ein Wort zum richtigen Backen & Aufbewahren von Muffins (da ich schon oft Muffins von unfassbar schlechter Konsistenz gegessen habe):

Beim Zusammenmischen des Teigs (meistens mischt man die flüssigen mit den trockenen Zutaten): niemals übermischen! Muffinteig muss klumpig sein, er darf nicht schön glatt sein. Also die Zutaten gerade so vermischen, Klumpen sind erwünscht!

Außerdem schmecken Muffins knackfrisch, leicht warm, am besten. Einen Tag aufheben geht meistens noch (aber auch da schmecken sie schon nicht mehr so gut). Deshalb: alle übriggebliebenen Muffins lieber frisch (am Backtag!) einfrieren und bei Bedarf auftauen. So schmecken sie einfach viel besser!

Doch nun investieren wir 35 Minuten für eine leckere Teebegleitung.

Zutaten:

  • 60 gr Butter, geschmolzen
  • 200 gr Mehl
  • 2 Teelöffel Backpulver
  • 1/2 Teelöffel Backnatron
  • 1/4 Teelöffel Salz
  • 150 gr Zucker
  • Saft und abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • ca. 120 ml Milch
  • 1 Ei
  • 150 gr Beeren

Zubereitung:

  1. Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen, eine Muffinform mit 12 Papierförmchen auskleiden.
  2. Butter schmelzen.
  3. Mehl, Backpulver, Backnatron, Salz, Zucker und Zitronenschale in einer Schüssel mischen.
  4. Den Zitronensaft in einen Messbecher pressen. Dann mit Milch auffüllen, dass es insgesamt 200 ml gibt (die Milch wird ausflocken, kein Problem).
  5. Nun in einer zweiten Schüssel (oder wenn noch Platz im Messbecher ist, auch gerne dort) die Zitronenmilch mit dem Ei und der geschmolzenen Butter mit einem Schneebesen verrühren.
  6. Dann die flüssigen Zutaten in die trockenen Zutaten einrühren (und bitte nicht überrühren; der Teig soll klumpig bleiben)
  7. Zum Schluss die Beeren unterheben.
  8. Teig in die Förmchen löffeln und ca. 25 Minuten im Ofen backen.
  9. Kurz in den Förmchen abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Beeren für den kleinen Garten

Beeren für den kleinen Garten

Für die Auswahl der Beeren, die man gerne im eigenen Garten pflanzen möchte, gibt es im Wesentlichen zwei wichtige Kriterien: welche Beeren schmecken mir/uns und mit welchen Beeren erziele ich auf kleinem Raum einen möglichst hohen Ertrag? Eventuell auch eine Rolle spielen könnte, wie arbeitsaufwendig die Beerenzucht so ist.

Bei mir im Garten gibt es vier verschiedene Beerensorten. Die ertragsreichste und unkomplizierteste ist sicherlich meine rote Johannisbeere. Da pflanzt man einfach einen Strauch an ein sonniges Plätzchen im Garten, und dann war’s das eigentlich. Falls es zu trocken wird, auch mal gießen, aber mehr mache ich da eigentlich nicht. Und Johannisbeeren schmecken frisch vom Strauch einfach göttlich, haben angeblich mehr Vitamin C als Zitronen, und man kann sie auch toll zum Backen verwenden (s. mein Johannisbeer-Crumble-Rezept). Sie sind auch echt ertragreich.

Meine zweitliebsten Beeren sind die Himbeeren, da habe ich aus Platzmangel nur zwei Pflänzchen so im Halbschatten, aber dieses Jahr haben sie echt super getragen. Da reicht die Menge nur so als Beigabe in einem Obstsalat aus, aber ich liebe sie trotzdem. Die Himbeeren mögen ganz gerne gegossen werden (Flachwurzler), und an einem Stecken angebunden werden, ansonsten sind sie auch ganz pflegeleicht. Es gibt verschiedene Sorten, meine tragen z.B. zweimal, einmal im Frühsommer und nochmal im Herbst.

Dann habe ich noch Walderdbeeren, und da ist die Menge, die ich ernte, auch überschaubar, allerdings tragen sie das ganze Jahr. Bei Erdbeeren muss man nur aufpassen, dass die Schnecken sie nicht vertilgen. Bei mir wachsen sie in einem schneckensicheren Beet (gesichert durch einen engmaschigen Zaun), ansonsten mache ich auch nicht viel. Man sollte sie regelmäßig gießen.

Dann habe ich seit letzten Sommer eine Heidelbeere im Topf, und sie trägt tatsächlich ein paar Beeren. Mit einer Pflanze ist die Erntemenge auch eher klein (über 100 Beeren), aber dafür sehen die Beeren enorm groß aus. Heidelbeeren mögen saure Erde (deshalb bei mir im Topf), ich hatte mal eine im Beet, die wurde nichts. Ich bin gespannt, wie sie schmecken! Für eine Ladung Heidelbeer-Muffins oder zum Drüberstreuen übers Müsli reicht es auf alle Fälle.