Zuerst war ich skeptisch, wie der Rosmarin in einem Kuchen schmeckt – ich hatte Angst, er wird zu dominant. Aber das ist er nicht, er kontrastiert gut mit dem buttrig-vanilligen Geschmack. Sehr lecker! Da ich ja sowieso ein Fan von solchen „schlichten“ Kastenkuchen bin, finde ich es großartig, immer mal neue Variationen zu probieren.
Zutaten:
250 gr weiche Butter
200 gr brauner Zucker
3 Eier
300 gr Mehl
1 gehäufter Teelöffel Backpulver (ca. 7 gr)
1 Teelöffel Vanilleextrakt
Rosmarinnadeln von einem 10 cm langen Rosmarinzweig, kleingeschnitten (ca. 2 Teelöffel)
4 Esslöffel Milch
1-2 Esslöffel brauner Zucker zum bestreuen
Zubereitung:
Den Ofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und die Kastenform buttern oder mit Backpapier auslegen.
Die Butter und den Zucker schaumig rühren.
Nacheinander die Eier unterrühren, danach den Vanilleextrakt.
Nun das Mehl und das Backpulver einarbeiten, am besten mit einem Holzlöffel.
Die Rosmarinnadeln untermischen.
Zum Schluss die Milch einrühren.
In die Kastenform füllen und mit braunem Zucker bestreuen.
Ca. 1 Stunde backen (Stäbchenprobe).
Abkühlen lassen und aus der Form holen. Gut verpackt hält der Kuchen eine Woche.
Ich bin ja echt ein Fan von guter Marmelade auf einem leckeren Brot. Vor einem Monat waren alle unsere selbstgemachten Marmeladen aufgebraucht – und da erlebte ich mal wieder den „Schocker“ einer gekauften Marmelade. Viel zu viel Zucker im Verhältnis zu den Früchten. Jetzt haben wir wieder einen kleinen Vorrat selbstgemachter Marmelade – Holunderblütengelee, Johannisbeere mit Aprikose und eben diese leckere Heidelbeermarmelade. Nun kann ich wieder mit Genuss mein Marmeladenbrot zum Frühstück essen.
Zutaten:
1 kg Heidelbeeren
1-2 Lavendelzweige
1 Rosmarinzweig
Saft von 1 Zitrone
100 gr Zucker
500 gr Gelierzucker 2:1
Zubereitung:
Heidelbeeren waschen und gut abtropfen lassen.
Lavendelblüten von den Stielen zupfen, ebenso die Rosmarinnadeln. Die Rosmarinnadeln klein hacken.
Heidelbeeren, Zucker, Lavendelblüten, Rosmarin und Zitronensaft in einen Topf geben und 1 Stunde ziehen lassen. Ich habe den Rosmarin und Lavendel in einen Teefilter getan, um die Kräuter vor dem Abfüllen in die Gläser herauszunehmen (damit sie nicht zu intensiv hervorschmecken). Währenddessen kann man die Marmeladengläser und -deckel sterilisieren.
Anschließend aufkochen, und dann den Gelierzucker einrühren und nach Packungsanweisung (meist 4 Minuten sprudelnd) kochen.
Alle Kräuter, die ich in diesem Beitrag vorstelle, sind mehrjährig. D.h., man setzt sie nur einmal, und erntet viele Jahre von ihnen. Das ist ziemlich praktisch, oder? Das einzige, was ihr vor dem Einpflanzen prüfen solltet, sind im Wesentlichen 2 Faktoren: bekommt die Pflanze an ihrem Standort viel oder wenig Sonne ab? Ist der Boden eher trocken oder feucht? Egal, ob Sonne oder mehr Schatten, ob trocken oder feucht, es gibt für jeden Standort ein Kräutlein!
Für sonnige Standorte mit eher magerer und trockener Erde:
Thymian
Oregano
Rosmarin
Salbei.
Diese vier Kräuter sind ursprünglich in heißen und trockenen Gegenden beheimatet, also lieben sie solche Bedingungen auch im Garten. Das kommt uns entgegen, denn sie brauchen auch in heißen Sommern eigentlich nicht gegossen zu werden. Sie lassen sich auch prima in Töpfen kultivieren. Dann musst du nur im Winter ein bisschen aufpassen, dass sie nicht zu viel Frost abbekommen. Am besten geschützt an der Hauswand überwintern.
RosmarinThymian
Setze eine Jungpflanze im Frühjahr an ihren Standort und gieße sie dann gut an. Das war’s zunächst. Alle vier Kräuter profitieren davon, wenn du sie fleissig beerntest: sie bilden dann viele neue Triebe aus. Am besten immer die Spitzen abschneiden, evtl. bis zum nächsten Blattpaar oder zur nächsten Verzweigung, dann wachsen sie auch gut nach. Eher nicht einzelne Blätter abschneiden, aber das ginge bei Thymian und auch beim Oregano sowieso nicht. Alle vier Kräuter lassen sich auch super trocknen; wenn die Blätter dann trocken sind, einfach in einem Blitzhacker zerkleinern. Dann kann man damit das auch im Winter Tomatensaucen und ähnliches verfeinern!
Wenn du nicht ganz soviel erntest, so dass die Pflänzchen von unten her anfangen, zu verholzen, dann schneide sie im Frühling, am besten im April (wenn du siehst, dass sie neu austreiben) ein wenig herunter.
Diese Kräuter musst du im Beet auch nicht düngen. Falls du sie in einem Topf kultivierst, könnten sie 1x im Jahr ein wenig Dünger vertragen. Aber mehr sollte es auch nicht sein. Auch im Topf halten sie Trockenheit verdammt gut aus.
Insbesondere Thymian und Oregano blühen auch jedes Jahr super zuverlässig; das finden alle Bienen ein Fest.
Für halbschattige/ schattige Standorte, nicht zu trocken:
Minze
Schnittknoblauch
Schnittlauch
Zitronenmelisse
Auch diese vier Kräuter treiben jedes Jahr frisch aus. Im Gegensatz zu den vier obengenannten verwelken aber im Herbst die oberirdischen Pflanzenteile. Im Frühjahr treiben diese Kräuter von unten wieder frisch aus. Hier muss man sich um einen Rückschnitt keine Gedanken machen.
Verschiedene MinzenZitronenmelisse
Im Frühjahr setzt ihr die Pflänzchen an ihren Standort (auch diese Kräuter sind prima für Töpfe; für die Minze sollten es ruhig größere Töpfe sein) und gießt sie gut an. Dann lasst ihr sie schön wachsen und erntet fleissig. Bei diesen Kräutern aber das Gießen bitte nicht vergessen; sie mögen es nicht gerne zu trocken. Dafür vertragen sie Schatten ganz gut. Minze breitet sich wahnsinnig schnell aus; deshalb lieber in einen Topf in den Garten vergraben um den Wurzeln ein bisschen Einhalt zu gebieten.
Minze lässt sich supereinfach vermehren: einfach einen Stängel abschneiden und in ein Wasserglas stellen, dann bilden sich relativ schnell Wurzeln. Schnittlauch kann man durch Teilung ganz gut vermehren, und der Schnittknoblauch vermehrt sich bei mir durch Aussaat.
Für diesen Lippenbalsam brauchst du nur 3 Zutaten und eines dieser kleinen Probier-Marmeladengläser. Er ist superschnell gemacht, und du kannst deine Kreativität voll austoben: du kannst ein Öl deiner Wahl und einen Duft deiner Wahl nehmen! Bei den Ölen fallen mir spontan ein: Olivenöl, Kokosöl, Mandelöl, Jojobaöl, Traubenkernöl, und dann kannst du auch Öle vorbereiten (so wie ich das gemacht habe), d.h. getrocknete Blumen/Kräuter 4 Wochen in einem Öl ziehen lassen, und dieses dann verwenden. Ich habe Rosmarin in einem Mandelöl ziehen lassen, denn Rosmarin hat gute hautpflegende Eigenschaften: unter anderem antibakteriell und entzündungshemmend. Man könnte aber auch mein geliebtes Ringelblumenöl nehmen. Egal, wonach dir der Sinn steht, hier kommt mein Rezeptvorschlag. Die Idee dazu lieferte ein Rezept von Primavera.
Zutaten:
20 gr Sheabutter
5 gr Rosmarinöl
10 Tropfen gutes Bio-Duftöl, z.B. Orange oder Zitrone
Zubereitung:
Sheabutter (im Wasserbad) langsam schmelzen.
Das Marmeladengläschen mit kochendem Wasser sterilisieren.
Das Rosmarinöl unter die flüssige Sheabutter rühren.
Das Dutföl untermischen, und dann die Flüssigkeit in das trockene, sterilisierte Gläschen füllen.
Bei geöffnetem Deckel einen Tag aushärten lassen.
Das war’s schon! Im Übrigen ist das Lippenbalsam auch eine hübsche Geschenkidee.
Kräuter im Kuchen haben schon super beim Vanille-Mandel-Kuchen mit Estragon und Minze funktioniert. Da ich im Moment noch Äpfel gelagert und Rosmarin im Garten habe, fand ich diese Kombination für einen Kuchen extrem reizvoll. Außerdem kommt noch Zitrone in den Kuchen, und so ergibt sich ein vorfrühlingshaft-frischer Kuchen. Denn ab und zu hat man jetzt genug von Zimt und Vanille….
Zutaten:
Für die Apfelfüllung:
3 mittelgroße Äpfel (ca. 450 gr gesamt)
1 Esslöffel Zitronensaft
1/2-1 Esslöffel kleingeschnittene Rosmarinnadeln
abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
Für den Rührteig:
160 gr sehr weiche Butter
200 gr Zucker
4 Eier
250 gr Mehl
1 Prise Salz
Zum Bestreuen:
2 Esslöffel Mandelblättchen
Kuchen vor dem Backen; die Rosmarinzweigchen sind nur für’s Foto (die backe ich nicht mit)
Zubereitung:
Den Ofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform ausfetten oder mit Backpapier auslegen.
Die Äpfel schälen, entkernen und in nicht zu kleine Würfel schneiden. Mit dem kleingeschnittenen Rosamrin, der Zitronenschale und dem Zitronensaft mischen, dann ca. 20 Minuten beiseite stellen.
Butter und Zucker mit dem Handrührgerät cremig rühren.
Die Eier nach und nach hinzugeben. Das Mehl mit dem Salz vermengen und ebenfalls zum Teig geben.
Die gewürfelten Äpfel mitsamt der leckeren entstandenen Rosmarin-Zitronenflüssigkeit gut unterheben und den Teig glatt in die vorbereitete Kastenform füllen.
Den Kuchen mit den Mandelblättchen belegen.
Den Kuchen ca. 80-90 Minuten lang backen, dann auskühlen lassen.
PS: Wer mag, kann noch etwas Puderzucker darübersieben oder die Mandelblättchen weglassen und stattdessen den Kuchen mit warmer Aprikosen-/Apfelmarmelade glasieren. Ich lasse ihn aber so, wie er ist. Noch leicht warm ein Gedicht zu einer kräftigen Tasse Tee.
Mittlerweile wachsen in meinem Garten etliche Kräuter, und viele davon trockne ich inzwischen, um auch im Winter vom Geschmack und der Wirkung der eigenen Kräutlein zu profitieren. Aber abgesehen davon, dass ich den Geschmack vieler Kräuter gerne mag, kann man Kräuter auch als Heilpflanzen verwenden. Die Heilung ist zwar oft nicht unmittelbar spürbar, aber die Heilkraft überzeugt doch auf Dauer. Wenn ich jeden Tag meinen Kräutertee mit den Kräutern aus dem Garten trinke, geht es mir tatsächlich besser. Und da ist es doch schön, wenn man weiß, in welche Richtung man das Wohlbefinden mit Hilfe der richtigen Kräuterauswahl steuern kann.
Das Erfreuliche und Erstaunliche ist, dass hierzu auch Pflanzen zählen können, die man eher als lästiges Unkraut denn als Heilkraut empfindet. In meinem Garten ist das definitiv der Löwenzahn. Ich baue keinen Löwenzahn an, aber er ist trotzdem zahlreich in meinem Garten vertreten. Seit ich aber weiß, dass ich mir mit getrockneten Löwenzahnblüten in meinem Tee Gutes tun kann, will ich gar nicht mehr allen Löwenzahn herausreißen. Es gibt ja auch die Theorie (u.a. Paungger/Poppe vertreten diese Ansicht in „Der lebendige Garten“), dass das Unkraut, das im Garten wächst, wegen uns dort wächst. Das heißt, wir benötigen es zum Lindern eines Leidens. Interessant, oder? Auf einmal stehe ich meinem Löwenzahn gar nicht mehr so feindselig gegenüber.
Doch kommen wir jetzt mal zur Sache. Welches Kraut ist denn wofür gut? Dafür habe ich eine Übersicht, in der ich allerdings nur die Kräuter aufgenommen habe, die in meinem (kleinen) Garten wachsen.
Pflanze
Wirkung
Löwenzahn
galletreibend, gut für die Verdauung, blutzuckersenkend, blutreinigend, zusammenziehend (für die Hautpflege)
Pfefferminze
schmerz- und krampflindernd, galletreibend, gegen Blähungen, gut für die Verdauung, schleimlösend bei Erkältungen
Salbei
schmerz- und krampflindernd, gegen Blähungen, gut für die Lunge,gegen Halsschmerzen, gut für die Milz/Bauchspeicheldrüse/Niere/Magen, antibiotische Wirkung, bei Hautproblemen !Vorsicht vor übermäßiger Verwendung
Brennessel
blutbildverbessernd, blutreinigend, blutzuckersenkend, gegen Blasenleiden, bei zu starker Menstruation, gut bei Rheuma/Gicht, gut für die Verdauung, gut für Knochen/Gelenke, gut für Leber/Galle/Niere
Zitronenmelisse
antivirale und antibakterielle Wirkung, fiebersenkend, verdauungsfördernd, mildes Antidepressivum, gegen Hautreizungen
Rosmarin
hilft gegen „Kater“, stärkt das Gedächtnis, unterstützt Erholung von lang andauerndem Stress oder chronischen Krankheiten ! Vorsicht vor übermäßiger Verwendung (krampfauslösend)
Thymian
verdauungssfördernd, fördert Abbau fetter Speisen, antiseptisch, gegen Halsschmerzen ! Vorsicht vor übermäßiger Verwendung während der Schwangerschaft
Oregano
stark antiseptisch, gegen Atemwegsbeschwerden !Vorsicht vor übermäßiger Verwendung während der Schwangerschaft
Badesalz selber machen geht ganz leicht – und ist eine hübsche Geschenkidee.
Ich habe meines mit Rosmarin und Traubenkernöl gemacht, aber natürlich sind alle möglichen Variationen denkbar – ich will auch mal eins mit Salbei (so als Erkältungsbad) oder Lavendel (Entspannungsbad) machen. Es gibt so viele Möglichkeiten – lasst eurer Fantasie freien Lauf! Und hier kommt das Rezept:
Kräuter oder Blüten, am besten getrocknet (ich habe 4 Zweige getrockneten Rosmarin genommen)
ca. 15 Tropfen ätherisches Öl (ich mag gerne Zitrone zu Rosmarin, soll in Kombination angeblich „Klarheit schaffen“)
Zubereitung:
Meersalz in eine Schüssel geben, das Natron untermischen.
Pflanzenöl dazugeben und alles gut durchmischen.
Kräuter oder Blüten dazugeben, wieder gut mischen. Ich habe meinen Rosmarin im Mörser zu Pulver gemahlen, und das durch ein Sieb dazugegeben. Wer aber Blüten nimmt und die auch im Badewasser schwimmen habe möchte, kann diese natürlich auch im Ganzen hinzufügen.
Ätherisches Öl dazu geben und zum Schluss alles gut mischen.
Vor Gebrauch mindestens einen Tag durchziehen lassen, damit das Salz die flüssigen Zutaten gut aufnimmt.
Variation: Man kann auch die Hälfte des Meersalzes erst mal kleinmörsern, dann hat man eine Mischung von fein- und grobkörnigem Salz.