Zitronenmelissen-Sirup

Zitronenmelissen-Sirup

Wir waren so begeistert von unserem Holunderblütensirup, dass wir ihn ziemlich schnell weggetrunken hatten. Das stellte uns dann aber vor folgende Fragen: Kaufen wir dann fertigen Holundersirup? Warten wir ein ganzes Jahr, bis der Holunder wieder blüht? Die Antworten auf beide Fragen gefielen uns nicht wirklich, und da wurde ich von meinem letztjährigen Österreich-Urlaub inspiriert. In dem einen Hotel, in dem wir nächtigten, machten sie Sirup aus allem möglichen: Zitronenmelisse, Salbei, Minze…. und da dachte ich mir: hej, statt Holundersirup könnte doch auch Zitronenmelissen-Sirup lecker als Schorle oder im Sekt schmecken. Also habe ich losgelegt, und das Ergebnis ist ziemlich lecker-zitronig. Das Grundrezept ist im Wesentlichen das Gleiche wie für den Holunderblütensirup.

Zutaten:

  • 2 Handvoll frische Zitronenmelisseblätter
  • 2 Bio-Zitronen
  • 1 kg Zucker
  • 25 gr Zitronen- oder Weinsteinsäure (Apotheke)

Zubereitung:

  1. Die Blätter waschen und trocknen. Diese dann mit einem Teil des Zuckers (Menge ist egal, ca. 200gr) in einem Mixer/Zerkleinerer zerkleinern. Man hat dann quasi grünen Zitronenmelissenzucker.
  2. Die Zitronen heiß waschen und in Scheiben schneiden.
  3. Grünen Zucker und restlichen Zucker, Zitronenscheiben, Zitronen- oder Weinsteinsäure und 1 Liter Wasser in eine große Porzellan- oder Glasschüssel geben.
  4. Abgedeckt an einem kühlen Ort 2 Tage ziehen lassen. Dabei mehrmals umrühren, damit sich der Zucker auflöst.
  5. Den Sirup durch ein Tuch filtern und in sterilisierte Flaschen abfüllen.
  6. Kühl und dunkel lagern.

…und vergesst nicht: man kann auch Sirup aus Minze oder Salbei herstellen….

Schokokuchen mit Aprikosen

Schokokuchen mit Aprikosen

Aprikosen gehören für mich einfach zum Sommer dazu. Deshalb gibt es jedes Jahr ein Rezept für einen leckeren Aprikosenkuchen. Aprikosen und Schokolade ist schon eher ungewöhnlich – die ungewöhnlichste Zutat ist hier aber auf alle Fälle der geriebene Ingwer. Ich sage es ja ungern, aber der Schokoteig ist so lecker, dass man den Kuchen auch einfach nur als Schokokuchen ohne die Aprikosen backen kann.

Zutaten (für eine Springform mit 26 cm Durchmesser):

  • 200 gr Bitterschokolade mit mind. 70 % Kakao
  • 120 gr Butter
  • 1 Teelöffel geriebener Ingwer
  • 5 zimmerwarme Eier
  • 180 gr Zucker
  • 100 gr geröstete und gemahlene Mandeln
  • 80 gr Mehl
  • 8-10 reife Aprikosen
  • Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

  1. Die Springform einfetten oder mit Backpapier auslegen.
  2. Den Backofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Schokolade brechen, mit der Butter und dem Ingwer in eine Schüssel geben und im Wasserbad schmelzen.
  4. Die Eier trennen und das Eigelb in die Schokolade rühren.
  5. Die Eiweiße mit dem Handrührgerät zu Eischnee schlagen, dabei den Zucker langsam einrieseln lassen.
  6. Die Mandeln mit dem Mehl vermischen.
  7. Eischnee mit Schokomasse und Mehlmischung zu einem luftigen Teig vermischen (ich habe einen Schneebesen genommen) und in die Springform geben.
  8. Aprikosen waschen, halbieren, entkernen und mit der Schnittfläche nach oben auf dem Teig verteilen.
  9. Kuchen ca. 40-45 Minuten (Stäbchenprobe) backen.
  10. Nach dem Abkühlen den Kuchen leicht mit Puderzucker bestreuen.

Bewertung: 1 von 5.

Gemüse in Töpfen – 5 Schlüssel zum Erfolg

Gemüse in Töpfen – 5 Schlüssel zum Erfolg

Eigentlich sollten mehr Leute Gemüse anbauen, finde ich. Zwischen den ganzen Töpfen mit Zierpflanzen könnte man doch mal eine Tomate oder Paprika schmuggeln – und ich bin sicher, dass im kommenden Jahr wieder etwas essbares im Topf dabei wäre.

Falls ihr euch zum ersten Mal an Gemüse in Töpfen oder Kübeln wagt, solltet ihr unbedingt die folgenden 5 Punkte beachten.

Größe der Töpfe

Es kommt natürlich ein bisschen darauf an, was man anbauen möchte. Generell gilt natürlich: Je größer, umso besser!

Salat als Flachwurzler kommt auch mit einem flacheren Gefäß zurecht, für Tomaten oder Zucchini sollte es schon ein großer, tiefer Kübel sein – mindestens 35 l Inhalt. Dann haben die Wurzeln einfach mehr Platz, sich auszubreiten. Außerdem trocknet die Erde im Kübel dann nicht so schnell aus wie in einem kleinen Gefäß.

Material der Töpfe

Unglasierte Terrakottatöpfe sehen schön aus, sind aber sehr durchlässig. D.h., auch das Wasser verdunstet über die Topfwände. Insofern sind unglasierte Terrakotta-Töpfe für durstige Pflanzen (und leider sind das quasi alle Gemüse) eigentlich nicht so geeignet.

Besser sind glasierte Terrakottatöpfe, denn hier wird die Verdunstung des Wassers gehemmt.Ein bisschen was geht trotzdem durch.

Am besten sind eigentlich Plastiktöpfe, denn sie lassen kein Wasser an den Wänden durch. Unter Umweltaspekten sind sie natürlich nicht ideal. Wenn Plastik, dann am besten langlebiges, stabiles Material – dann kann man den Topf wenigstens jahrelang benutzen.

Mit Holz habe ich noch keine Erfahrung gemacht, aber da gilt wahrscheinlich ähnliches wie bei Terrakotta. Bei Holzgefäßen bitte darauf achten, dass das Holz nicht chemisch vorbehandelt wurde.

Generell ist es wichtig, dass die Töpfe unten Abzugslöcher haben, denn auch wenn wir wenig Wasserverdunstung haben wollen, wollen wir auch keinen Sumpf im Topf. Dann faulen nämlich die Wurzeln und alles ist dahin (kann auch schon passieren, wenn mein Topf in einem Übertopf steht).

Erde

Bitte keine Gartenerde benutzen. Diese ist ungeeignet, da sie durch das Einfüllen in den Topf aus ihrem natürlichen Nährstoffkreislauf herausgenommen wird und sozusagen „tote“ Erde wird.

Am besten mischt man torffreie Blumen-/Gemüseerde aus dem Gartencenter mit eigenem Kompost und wertet das Ganze mit einem Langzeitdünger auf, ich nehme eine Handvoll Hornspäne. Wichtig ist nämlich, dass die Erde gut Wasser speichern kann und das Gießwasser nicht direkt durch den Topf durchläuft.

Die Erde sollte viele Nährstoffe enthalten, und durch den Kompost sowie den Langzeitdünger werden die Nährstoffe nach und nach freigegeben.

Bewässerung

Bei unseren klimatischen Verhältnissen muss ich leider so gut wie jeden Tag gießen. Regelmäßige Wasserzufuhr ist wichtig, damit Früchte wie z.B. Tomaten nicht platzen. Außerdem verhindert man so das komplette Austrocknen der Erde, denn dies führt dazu, dass ihre Speicherkapazität nachlässt.

Am besten mulcht man auch die Töpfe ein bisschen, ich nehme gerne Grasschnitt vom Rasenmähen. So hält man die Erde ein bisschen feuchter, und man führt noch ein paar Nährstoffe hinzu.

Dünger

Ja, auch sehr wichtig! Das vergisst man am Anfang ganz gerne, aber es ist wichtig, den Pflanzen regelmäßig von außen eine Ladung guter Nährstoffe mitzugeben.

Flüssige Dünger haben den Vorteil, dass man sie einfach ins Gießwasser dazu gibt und gut dosieren kann. Am besten einmal wöchentlich düngen. Man kann sich einen Wochentag aussuchen, an dem man das macht, z.B. „Dünger-Donnerstag.“

Düngestäbchen mag ich auch ganz gerne, denn da muss man nicht wöchentlich an das Düngen denken. Allerdings muss man auch hier in regelmäßigen Abständen nachlegen; die Dauer der Düngewirkung steht auf der Packung, es sind meist einige Wochen.

Es gibt natürlich auch Dünger in Pulverform; den streut man dann auf die Erde und arbeitet ihn ein bisschen ein; auch hier muss man regelmässig nachdüngen. Das finde ich für Töpfe am ungeeignetsten, denn das Einarbeiten ist ein bisschen schwierig; vor allem, wenn überall schon Wurzeln sind.

Himbeer-Scones mit weißer Schokolade

Himbeer-Scones mit weißer Schokolade

Die Himbeeren sind reif, und die ideale Zeit für Tee im Garten mit Scones – perfekt für diese leckeren Himbeerscones! Man kann sie auch sehr gut mit TK-Himbeeren backen, was ich hier getan habe.

Man kann diese Scones einfach nur mit Butter oder Clotted Cream (Ersatz: Crème Double) genießen, denn durch die weißen Schokoladenstückchen sind sie schon süß genug. Aber natürlich – auch mit Marmelade schmecken sie köstlich, am besten mit Himbeermarmelade. Ein lecker fruchtig-süßes-fluffiges Teegebäck, und versprecht mir, dass ihr diese Scones im Freien in eurem Garten genießt! Da schmecken sie nochmal so gut.

Zutaten (für ca. 20 Scones):

  • 390 gr Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 100 gr gekühlte Butter, in kleinen Stückchen
  • Prise Salz
  • 50 gr Zucker
  • 200 ml Milch
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • 150 gr weiße Schokolade, gehackt
  • 100 gr Himbeeren (frisch oder gefroren)

Zubereitung:

  1. Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze oder 200 Grad Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
  2. Mehl, Backpulver, Butter und Salz mit den Fingerspitzen verreiben, bis die Mischung an Brotkrümel erinnert.
  3. Dann den Zucker dazurühren.
  4. Die Milch erwärmen, bis sie anfängt, zu dampfen. Sie sollte nicht zu heiß werden.
  5. Die warme Milch und den Zitronensaft zu der Mehlmischung geben und mit einem Kochlöffel unterrühren, danach die Schokostücke und Himbeeren unterrühren.
  6. Die Arbeitsplatte mit Mehl bestäuben und den Teig darauf ca. 2-3 cm dick ausrollen. Mit einem Glas (ca. 5 cm Durchmesser) die Scones ausstechen.
  7. Den Teig (wie bei Plätzchen) so oft neu ausrollen und Scones ausstechen, bis der Teig aufgebraucht ist.
  8. 10-12 Minuten backen, bis die Scones goldbraun aussehen.
  9. 20 Minuten abkühlen lassen, aufschneiden und mit Butter oder Clotted Cream (und wer möchte noch mit Marmelade) genießen.

PS Alle Scones, die ihr nicht frisch esst, einfach einfrieren. Bei Bedarf aus dem Gefrierfach holen, auftauen lassen (oder nochmals kurz erwärmen) und schmecken lassen.

Wildblumenstrauß der Woche

Wildblumenstrauß der Woche

Nach dem wilden Durcheinander von letztem Mal gibt es heute wieder einen ruhigeren Strauß. Heute verwende ich blau und grau, das gibt dem Strauß eine elegante Note. Aufgelockert wird das Ganze mit weißer wilder Möhre.

Da die Blumen alle etwas höhere Stängel haben, musste ich auch eine entsprechende Vase verwenden. Natürlich kann man die Stängel noch mehr kürzen, aber dann wirkt der Strauß nicht mehr so gut. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass der blaue Natternkopf schon fast am Verblühen ist. Ich wollte ihn trotzdem mit in den Strauß packen, denn genau so ist das Trio auch auf der Wiese gewachsen.

Ein schöner Nebeneffekt meiner Wildblumensträuße ist übrigens, dass ich die Namen der ganzen Wildblumen lerne. Ich kannte vorher auch nicht alle namentlich! Für das „Nachschlagen“ verwende ich übrigens eine App, das ist superpraktisch. Einfach ein Foto der gesuchten Pflanze hochladen, und dann bekommt man entsprechende Vorschläge. Das macht richtig Spaß!

Himmlisches Blau

Himmlisches Blau

Die letzten zwei Jahre haben in meinem Garten – besonders bei den einjährigen Blumen – viele Sorten im Farbspektrum orange – apricot – magenta – burgunderrot – dunkelviolett Einzug gehalten. Inspiriert wurde ich von den englischen Gartenprofis, allen voran Arthur Parkinson und Sarah Raven (s. Beitrag zum Schnittblumenbeet). Ich habe immer noch eine ganze Menge von diesen Blumen, denn die Samen müssen ja auch aufgebraucht werden. Außerdem finde ich diese kräftigen Farben auch nach wie vor sehr belebend. Aber es wuchs doch die Sehnsucht nach mehr blauen Blumen. Blaue Blumen fand ich schon immer sehr schön – sie wirken angenehm kühl (und bei unseren Temperaturen hat das doch was) und beruhigend. Außerdem strahlen sie irgendwie.

Deshalb habe ich dieses Jahr angefangen, wieder ein paar mehr blaue Blumen in meinen Garten zu integrieren – und ich finde es herrlich. Insbesondere vor einem weißen oder hellen Hintergrund wirken sie sensationell frisch wie eine Meeresbrise.

In meinem Blumenbeet wachsen sowieso schon Unmengen an Glockenblumen, blauer Steppensalbei, Frühlingsstern, patagonisches Eisenkraut, Lavendel und eine hellviolette Skabiose. Für die Töpfe habe ich dann noch Topfkornblumen ‚Florence Blue‘, eine Zwerglupine ‚Ocean Blue‘ und Leinkraut ‚Azure‘ ausgesät.

Außerdem habe ich noch zwei Lavendel in Töpfen. Im Kasten vor dem Küchenfenster sind niedrige Glockenblumen und Ehrenpreis, die ich letztes Jahr schon hatte und über den Winter gebracht habe.

Im Garten selbst ausgesät haben sich wie immer die Jungfer im Grünen und der Lein. Jeden Tag freue ich mich an meinen frischen blauen Blumen. Nächstes Jahr gibt es noch ein paar blaue Blümchen mehr, da bin ich mir sicher. Also: macht die Welt ein bisschen blauer!

Wildblumenstrauß der Woche

Wildblumenstrauß der Woche

Zu dieser Jahreszeit kann man wahrlich aus dem Vollen schöpfen; und das habe ich auch bei diesem Strauß getan. Es ist vielleicht ein bisschen too much, aber jedes Mal, wenn ich an dem Strauß vorübergehe, habe ich die Wiese vor Augen.

Dieses Mal habe ich sehr viele verschiedene Blumen benutzt – aber auch darauf geachtet, dass möglichst viele verschiedene Blüten- und Blattformen im Strauß zu finden sind. Etwas untypisch für mich habe ich auch drei verschiedene Farben benutzt – weiß, lila und gelb. Herausgekommen ist ein richtiger Wiesenblumenstrauß. Es sind wieder ein paar ‚alte Bekannte‘ dabei wie Ackerwicke, Lichtnelke und Schafgarbe, aber auch etliche, die jetzt erst blühen.

Bei der Vorbereitung für die Vase habe ich jeden Blumen-/Gräsertyp separat gelegt und zurechtgeschnitten, so dass ich dann die gewünschte Höhenstaffelung erzielen kann. Wunder gewirkt hat wieder das kurze Tauchen in kochend heißes Wasser, bis alle Luftbläschen aus den Stängeln entwichen ist.

Waldheidelbeer-Muffins

Waldheidelbeer-Muffins

Im Winter gehen wir jedes Wochenende raus in die Natur, und ganz oft bei uns in den Wald. Die Auswahl an Wegen scheint unerschöpflich. Diesen Winter haben wir einen Weg entdeckt, der uns ganz besonders gut gefallen hat: mit vielen Biegungen, unterschiedlichen Baumbeständen – und vielen Heidelbeerbüschen. Kein Wunder also, dass dieser Weg bei uns zu Hause nur noch „Heidelbeerweg“ heißt. Damit war auch die Neugierde geweckt: gibt es da im Sommer wohl auch Heidelbeeren? Alle paar Wochen sind wir also den Weg gegangen, um die Entwicklung der Heidelbeeren zu überprüfen – ja, sie blühten, und ja, sie trugen Früchte. Erst klein und grün, und diese Woche ist es endlich so weit: sie sind blau!

Direkt haben wir eine erste Ernte „eingefahren“, werden aber nochmal losziehen. Inzwischen haben wir nämlich noch unzählige weitere Heidelbeerfelder im Wald aufgetan und sind überrascht, wie viele da eigentlich wachsen. Irgendwie finde ich es unglaublich, dass quasi vor unserer Haustür solch eine Fülle steckt, die wir bis vor Corona gar nicht recht beachtet haben. Klar, man muss sich auch die Mühe machen, die Beerchen (die natürlich viel kleiner sind als die Zuchtheidelbeeren im Supermarkt) auch zu ernten.

Blueberry Fields

Abgesehen von der frischen Verwendung zu Müsli, Porridge, Nachtisch etc. lässt sich mit Heidelbeeren natürlich auch sensationell backen. Deshalb gibt es heute – ganz klassisch – ein Rezept für Heidelbeermuffins. Aber mit selbst gesammelten Waldheidelbeeren. Irgendwie sind sie dann noch besser!

Zutaten:

  • 75 gr Butter
  • 200 gr Mehl
  • 1/2 Teelöffel Backnatron
  • 2 Teelöffel Backpulver
  • 75 gr Zucker
  • Prise Salz
  • 200 ml Buttermilch (oder 100 gr Joghurt und 100 ml fettarme Milch)
  • 1 großes Ei
  • 200 gr (Wald-)heidelbeeren
  • 12-er Muffinform, ausgelegt mit Papierförmchen
Vor dem Backen

Zubereitung:

  1. Die Butter schmelzen und ein bisschen abkühlen lassen.
  2. Den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen, und in einer weiteren Schüssel die Buttermilch, das Ei und die Butter verrühren.
  4. Die Buttermilch-Ei-Mischung zu den trockenen Zutaten gießen, dann mit einem Holzlöffel und mit leichter Hand vermischen. Bei Muffins ist es wichtig, den Teig nicht zu gut zu mischen, ein paar Klümpchen sind sogar gewollt.
  5. Zum Schluss vorsichtig die Heidelbeeren unterheben.
  6. Den Teig in die Muffinvertiefungen löffeln und ca. 20 Minuten backen.
  7. Die Muffins schmecken am besten noch warm.

Wenn nicht alle Muffins sofort gegessen werden, dann – ihr ahnt es schon – einfrieren und bei Bedarf genießen. Was soll ich sagen: schmecken am besten zur tea time im Garten.

Wer die Muffins noch etwas raffinierter haben möchte, gibt mit den Heidelbeeren noch die fein geriebene Schale einer Bio-Orange dazu.

Gemüse und Blumen zum Nulltarif

Gemüse und Blumen zum Nulltarif

Wenn du einen Garten hast (oder auch einen Balkon), kannst du von vielen Gemüsen und Blumen jedes Jahr neue Exemplare haben, ohne in Samen oder Jungpflanzen investieren zu müssen. Wie das?

Von vielen Gemüsen lässt sich ziemlich einfach (und ungefährlich) Saatgut sammeln – und manche säen sich sogar selbst aus!

Von welchen Gemüsen /Kräutern sammle ich regelmäßig Saatgut?

  • Tomaten
  • Paprika
  • Chili
  • Erbsen
  • Stangenbohnen
  • Basilikum
Eine meiner „Komposttomaten“

Bei Tomaten kann es sogar passieren, dass wenn du Tomaten irgendwo auf dem Beet liegengelassen hast, die Samen im Jahr drauf keimen. Bei mir ist das mit Tomaten im Kompost passiert! Ich habe meinen Kompost als Mulch auf Töpfen verteilt, und schwupps- hatte ich etliche kleine Tomatenpflanzen. Unglaublich!

Wenn dir das zu unsicher ist, schneidest du einfach eine reife Tomate auf, holst die Samen heraus, und wäschst die gallertartige Masse drumherum ab. Sie verhindert nämlich das Keimen. Dann lässt du die Samen trocknen und voilà hast du Saatgut für das nächste Jahr.

Bei Paprika und Chilis geht es noch einfacher – einfach reife Früchte öffnen, die Samen entnehmen und trocknen.

Bei Erbsen und Bohnen die Früchte am Strauch quasi vertrocknen lassen, dann ernten. Die Erbsen und Bohnen, die du dann aus den Hülsen nimmst, sind quasi schon getrocknet und fertiges Saatgut.

Auch mit Basilikum geht es ziemlich einfach: einen Stängel blühen lassen, dann warten, bis sich die Samen gebildet haben und diese aus den Hüllen puhlen. Das mache ich gerne bei Thaibasilikum, weil das Saatgut hierfür echt teuer ist.

Bei vielen Blumen ist es noch einfacher! Die säen sich nämlich von ganz allein im Garten aus, und wenn sie nicht dort wachsen, wo du sie haben willst, gräbst du die kleinen Pflänzchen einfach aus und setzt sie dahin, wo du sie haben willst. Wenn ich mir nicht sicher bin, packe ich sie manchmal auch erst in Töpfchen. Natürlich musst du wissen, wie die kleinen Pflänzchen aussehen, damit du sie nicht aus Versehen als Unkraut herausrupfst!

Blumen, die sich von ganz alleine vermehren, sind z.B.

  • Fingerhut
  • Kapuzinerkresse
  • Vergissmeinnicht
  • Ziertabak
  • Jungfer im Grünen

Im folgenden ein paar Bilder von kleinen Pflänzchen, die von den o.g. Blumen bei mir an den unmöglichsten Stellen auftauchen: Im Gemüsebeet, im Rasen, in Terassenfugen… So seht ihr, was zu hübschen Blümchen wächst und nicht unbedingt entsorgt werden muss.

Da werde ich definitiv ein paar umsetzen; die Fingerhüte im Gemüsebeet sind definitiv dort am falschen Platz.

Vielleicht habt ihr noch andere Blumen, Kräuter oder Gemüse, die ihr gratis immer wieder habt! Schreibt am besten in den Kommentaren, was sich noch selbst vermehrt oder wovon man superleicht Saatgut sammeln kann.

Neun-Wildkräuter-Suppe

Neun-Wildkräuter-Suppe

nach Margot Fischer

Diese Suppe ist ein Klassiker der Wildkräuter-Küche, manchmal gibt es sie auch als Sieben-Kräuter-Suppe. Eigentlich ist die genaue Anzahl der Kräuter auch nicht so ausschlaggebend, es ist wichtig, bittere und scharfe, milde und süßliche Kräuter zu mischen. Wenn man am Anfang noch unsicher ist, einfach ausprobieren. Was könnte man nun nehmen? Ich habe genommen: Labkraut, Brennessel, wilde Rauke, Taubnessel, Ampfer, Weißklee, Löwenzahn, Spitzwegerich und Gänseblümchen. Wenn du nicht so viele essbare Kräutlein findest /kennst, kannst du auch ein paar aus dem Garten dazuschummeln.

Die Suppe schmeckt jedesmal ein bisschen anders, je nachdem, welche Kräuter man nimmt. Sie schmeckt aber auf alle Fälle erstaunlich würzig. Ich bin begeistert und werde sie auf alle Fälle nochmal machen.

Oben v.l.n.r.: Labkraut, Brennessel, wilde Rauke, Taubnessel und unten v.l.n.r.: Ampfer, Weißklee, Löwenzahn, Spitzwegerich, Gänseblümchen

Zutaten:

  • 2 Handvoll Wildkräuter
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Zwiebel
  • 50 gr Butter
  • 2 Esslöffel Mehl
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1/4 Liter Milch
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zubereitung:

  1. Alle Wildkräuter und die Petersilie waschen, trocken tupfen und die Blätter abzupfen bzw. harte Stiele entfernen. Alle Kräuter fein hacken.
  2. Die Zwiebel schälen und fein hacken.
  3. Die Butter erhitzen und die Zwiebel darin andünsten.
  4. Das Mehl einrühren und kurz anschwitzen.
  5. Nach und nach die Brühe zugießen, dabei ständig rühren, damit keine Klümpchen entstehen.
  6. Die Kräuter einrühren und die Suppe etwa 5 Minuten leise kochen lassen. Die Milch zugeben.
  7. Noch einmal kurz aufkochen lassen, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Die Suppe nach Belieben mit dem Mixstab pürieren.