Lindenblüten-Gelee

Lindenblüten-Gelee

Was mit Holunderblüten klappt, kann man auch mit Lindenblüten machen – leckeres Gelee herstellen. Es ist wieder ziemlich einfach, man muss auch hier die Blüten über Nacht in Wasser ziehen lassen. Bisher haben mich die Lindenblüten eher „geärgert“ – durch ihre klebrigen Absonderungen auf der Windschutzscheibe meines geparkten Autos. Also musste eine positive Beziehung zu den kleinen Teilen her – und die baue ich gerade auf, denn die Blüten versüßen mir nun geschmacklich meine Frühstücksbrötchen. Das Gelee schmeckt angenehm herb.

Zutaten:

  • 100 gr frische Lindenblüten (ca. 4-5 Handvoll)
  • 250 gr Gelierzucker 2:1
  • Saft von 1 Bio-Zitrone

Zubereitung:

  1. Die Lindenblüten kurz in kaltem Wasser waschen.
  2. Gewaschene Blüten mit 500ml Wasser in einen Topf geben und einmal aufkochen lassen.
  3. Nach dem Aufkochen den Topf vom Herd nehmen und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.
  4. Danach den Topfinhalt durch ein feines Haarsieb (oder Mulltuch) gießen.
  5. Die abgeseihte Flüssigkeit mit dem Gelierzucker und dem Zitronensaft in eine Topf geben. Drei Minuten lang aufkochen und dabei ständig umrühren.
  6. Das Gelee noch heiß in sterilisierte Gläser füllen.

Wildblumenstrauß der Woche

Wildblumenstrauß der Woche

Eigentlich hatte ich gar nicht auf dem Schirm, diese Woche einen Strauß zu pflücken – aber der Zufall führte mich an einer zauberhaften Wiese vorbei, wo ich von den fliederfarbenen Glockenblumen und Ackerwicken in den Bann gezogen wurde. Dann noch ein paar weiße Schafgarben und Lichtnelken dazu, und als Halt und Fülle ein paar Zweige Wiesenlabkraut. Einige Zweige Gräser für die Luftigkeit – fertig war der Strauß, der mich aufgrund der Fliederfarben, die ins Blau gehen, irgendwie an einen Sommertag am Meer erinnert.

Schoko-Bananen-Muffins

Schoko-Bananen-Muffins

Es ist wieder Sportsaison bei der Apfelblütengärtnerin, und da kaufe ich immer zu viele Bananen. Das macht aber gar nix, denn in Kuchen und Muffins liebe ich Bananen. Heute gibt es ein ganz simples Muffin-Rezept mit Zutaten, die ein Durchschnittshaushalt normalerweise vorrätig hat. Außerdem ist das Rezept sportlerfreundlich, denn wir verwenden nicht so viel Zucker. Dafür sind die Muffins superfluffig und schokoladig.

Zutaten für 12 Muffins:

  • 3 mittelgroße, sehr reife Bananen (450 gr insgesamt mit der Schale gewogen)
  • 125 ml Pflanzenöl
  • 2 große Eier
  • 100 gr brauner Zucker
  • 225 gr Weizenmehl
  • 3 Esslöffel Kakao
  • 1 Teelöffel Backnatron oder Backpulver

Zubereitung:

  1. Ofen auf 180 Grad Umluft (200 Grad Ober-/Unterhitze) vorheizen und Papierförmchen in eine Muffinform setzen.
  2. Bananen schälen und und mit einer Gabel zu Brei zerdrücken.
  3. Dann das Öl, gefolgt von den Eiern und dem Zucker, unterrühren.
  4. In einer separaten Schüssel das Mehl das Kakaopulver und das Backnatron vermischen, diesen Mix dann in die Bananenmischung rühren. Nicht zu glatt rühren, Muffinteig muss ein bisschen klumpig sein.
  5. Teig in die Förmchen füllen und im vorgeheizten Ofen ca. 15 -20 Minuten backen.

PS Wie immer kann man die Muffins prima einfrieren. Sie halten sich zwar durchaus 1-3 Tage, aber richtig frisch schmecken sie einfach immer am besten.

Holunderblüten-Sirup

Holunderblüten-Sirup

Holunderblütensirup ist ein Klassiker. Man kann ihn vielseitig einsetzen – entweder ganz elegant im „Hugo“ oder – da freue ich mich fast mehr drauf – ganz rustikal in der „Hollerschorle“. Bei jedem Urlaub in den Alpen trinken wir bei einer Hüttenpause immer supergerne diese erfrischende Schorle – sprudelndes Mineralwasser mit Holundersirup. Ein echter Sommerdrink!

Zutaten:

  • gut 3 Handvoll Holunderblüten
  • 2 Bio-Zitronen
  • 1 kg Zucker
  • 25 gr Zitronen- oder Weinsteinsäure (Apotheke)

Zubereitung:

  1. Die Holunderblüten nicht waschen und nur leicht ausschütteln, damit möglichst wenig Blütenstaub verloren geht, der transportiert nämlich den Geschmack. Insekten entfernen und die dicken Stängel abschneiden.
  2. Die Zitronen heiß waschen und in Scheiben schneiden. Holunderblüten mit Zucker, Zitronenscheiben, Zitronen- oder Weinsteinsäure und 1 Liter Wasser in eine große Porzellan- oder Glasschüssel geben.
  3. Abgedeckt an einem kühlen Ort 2 Tage ziehen lassen. Dabei mehrmals umrühren, damit sich der Zucker auflöst.
  4. Den Sirup durch ein Tuch filtern und in sterilisierte Flaschen abfüllen.
  5. Kühl und dunkel lagern.

Wildblumenstrauß der Woche

Wildblumenstrauß der Woche

Heute gibt es einen luftig-grazilen Strauß in lila-weiß mit Gräsern wie Gerste und einblütiges Perlgras, Wiesenkerbel, Rotklee und breitblättriger Lichtnelke. Zumindest bei uns in der Pfalz sind das gängige Wildpflanzen, die leicht zu finden sind.

Denkt wieder an meine Tipps zur Haltbarmachung, dann werdet ihr wieder 5-6 Tage eure Freude an dem Strauß haben.

Holunderblüten-Gelee

Holunderblüten-Gelee

nach Sarah Wiener

An dieser Stelle ein Dankeschön an Sarah Wiener, die in ihrem Österreich-Kochbuch ganz viele Rezepte mit Wildkräutern aufgeführt hat. Auch dieses simple Rezept für Holunderblütengelee ist daher. Es ist ohne viel Chi-Chi, und deshalb hat es mir als Einsteiger-Rezept gut gefallen.

Wenn man mal anfängt, Wildkräuter zu sammeln, kartografiert man seine Umgebung ganz neu. Bisher waren die Anhaltspunkte: „Hier ist der Bäcker, hier ist die gute Weinstube, hier ist der Blumenhändler…“, aber jetzt kommt noch hinzu: „Auf diesem Weg ist ein Holunderstrauch, auf diesem Weg sind drei, aber nur zwei sind gut zu erreichen.“ Das finde ich total spannend, weil man seine Umgebung aus einer anderen Perspektive sieht. Wer einen Holunderstrauch in seinem Garten hat, auch gut. Mein Garten ist leider zu klein dafür. Aber nun zum Rezept, für das ich wirklich durch Brombeergestrüpp und Brennesseln gewatet bin.

Zutaten (für 4 Gläser à 250 ml)

  • etwa 3 Handvoll Holunderblüten
  • 800 ml Apfelsaft (Sarah nimmt naturtrüben, ich probiere es mit klarem)
  • 1 Bio-Zitrone
  • 500 gr Gelierzucker 2:1 (für 3/4l Saft)

Zubereitung:

  1. Die Holunderblüten nicht waschen und nur leicht schütteln (dann fallen die versteckten Insekten heraus), damit möglichst wenig Blütenstaub verloren geht, der transportiert nämlich den Geschmack.
  2. Die dickenStängel mit einer Schere abschneiden.
  3. Die Blüten in einer großen Schüssel mit dem Apfelsaft übergießen.
  4. Die Zitrone waschen und die Schale spiralförmig abschälen. Zu den Blüten geben.
  5. Abgedeckt an einem kühlen Ort 24 Stunden gehen lassen.
  6. Am nächsten Tag den Saft durch ein Mulltuch in einen Topf abseihen.
  7. Die Zitrone auspressen und den Saft sowie den Gelierzucker unter Rühren erhitzen.
  8. Sobald das Gelee sprudelnd kocht, weitere 3 Minuten unter Rühren kochen lassen.
  9. Vom Herd nehmen und in sterilisierte Gläser füllen, erkalten lassen.

Drei Gründe, warum jeder zweijährige Blumen im Garten haben sollte

Drei Gründe, warum jeder zweijährige Blumen im Garten haben sollte

Zweijährige Blumen gelten als kompliziert und nur für „aktive“ Gärtner geeignet. Denn man sät sie im Frühsommer aus, setzt sie im Spätsommer ins Beet und erst im folgenden Spätfrühling blühen sie. Heute nenne ich euch aber schlagende Gründe, warum sie trotzdem in keinem Garten fehlen sollten. Zuerst aber zu meinen Lieblingssorten:

Grund 1: sie füllen die Blühlücken zwischen Frühlingszwiebelblühern wie Tulpen, Narzissen und Sommerblumen wie Rosen. Gerade im Frühling ist es ein bisschen trostlos, nach dem Blütenrausch der Tulpen nur vereinzelt Blüten im Beet zu haben.

Grund 2: Obwohl die Blumen eigentlich nach ihrem zweiten Jahr absterben, überleben bei mir viele von ihnen. Entweder sie überstehen die Winter trotzdem und/oder sie säen sich einfach selbst wieder aus. Meine Bartnelken kommen jedes Jahr wieder, ohne dass ich etwas tun muss. Deshalb:

Grund 3: Sie sind gar nicht kompliziert! Haben sich die Blumen mal im Garten etabliert und finden ein paar freie Flächen im Beet, wohin sie sich aussäen können, muss man sich gar nicht mehr um sie kümmern. Das machen in meinem Garten neben den Bartnelken auch gerne der Fingerhut.

Wildblumenstrauß der Woche

Wildblumenstrauß der Woche

Hallo meine Lieben, ab heute gibt es für diese Saison in loser Reihenfolge den Wildblumenstrauß der Woche.

Bevor ihr nun losspaziert und Sträuße pflückt, ein paar wichtige Tipps, wie der Strauß locker eine Woche in der Vase hält.

  • Blumenstängel pflücken, die noch keine verblühten Blüten haben, sondern mehr Knospen
  • Blumen möglichst schnell nach Hause bringen
  • Zu Hause beim Zurechtstutzen für die Vase: alle Blätter entfernen, die im Wasser stehen könnten (ca. vom unteren Drittel des Stängels)
  • Jetzt kommt der Geheimtipp: wenn alle Stängel zurechtgestutzt sind, die Stängelenden ein paar Sekunden in kochend heißes Wasser tauchen. Keine Angst! Das bewirkt, dass die Luft aus den Stängeln entweicht und sie das Wasser dann besser aufnehmen können. Man sieht direkt die Luftbläschen aufsteigen.

Und nun zum Strauß: die Hauptblume in diesem Strauß ist die hellgrüne Wolfsmilch, kombiniert mit lila Ackerwicke, wildem Storchschnabel und luftigen Gräsern.

Erdbeer-Baiser-Sahnetorte

Erdbeer-Baiser-Sahnetorte

Sieht kompliziert aus, ist es aber nicht. Man braucht – neben den Zutaten – zwei Dinge: 2 Springformen à 26cm und ein bisschen Zeit. Der Teig, der Baiser und die Sahne werden nur geschlagen, das ist nicht schwer. Das Rezept stammt vom Café „Klein Helgoland“ in Wyk auf Föhr. Und das Beste: Die Torte schmeckt echt genial!

Zutaten:

Rührteig:

  • 125 gr weiche Butter
  • 125 gr Zucker
  • 4 Eigelb (die Eiweiße sind im Baiser)
  • 125 gr Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver

Baiser:

  • 4 Eiweiß
  • 150 gr Zucker
  • 100 gr Mandelblättchen (zum Bestreuen)

Füllung:

  • 500 gr Erdbeeren
  • 1 Esslöffel Zucker
  • 1 Packung Sahnesteif

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze oder 160 Grad Umluft vorheizen.
  2. Für den Rührteig: Butter und Zucker mindestens 5 Minuten hell und cremig schlagen. Nach und nach die Eigelb unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und ebenfalls unterrühren. Den Teig in zwei Portionen teilen und jede Portion in eine am Boden mit Backpapier ausgelegte Springform streichen. Der Teig sollte möglichst überall gleichmäßig sein.
  3. Für den Baiser: Eiweiß steif schlagen, den Zucker langsam einrieseln lassen und weiterschlagen, bis er sich aufgelöst hat. Den Baiser auf die beiden ungebackenen Teigportionen in den Springformen streichen und mit einem Esslöffel etwas wellig eindrücken. Die Mandelblättchen jeweils darüberstreuen. Jeder Boden besteht jetzt aus einer Teig- und einer Baiserschicht.
  4. Die Teigböden nacheinander auf der mittleren Schiene etwa 30 Minuten backen. Abkühlen lassen.
  5. Einen Teigboden in 12 gleichgroße Stücke schneiden.
  6. Für die Füllung: Erdbeeren waschen, putzen und in Stücke schneiden. Zucker und Sahnesteif mischen. Die Sahne steif schlagen und dabei langsam die Zuckermischung einrieseln lassen.
  7. Erdbeeren unter die Sahne rühren und auf den unzerteilten Teigboden streichen.
  8. Die Stücke des zweiten Teigbodens darauflegen.