Apfel-Zimt-Muffins

Apfel-Zimt-Muffins

Echt jetzt, noch ein Apfel-Muffin-Rezept?? Ja, davon kann man meiner Meinung nach nie genug haben!! Und ihr wisst: unsere Äpfel müssen verarbeitet werden. Das Rezept stammt mal wieder von Nigella Lawson, und die Muffins sind mal wieder wirklich lecker: apfelig-zimtig mit ein bisschen Knusper durch das Mandeltopping.

Zutaten (für 12 Muffins):

  • 2 Äpfel
  • 250 gr Dinkelmehl (es geht auch ganz gewöhnliches Weizenmehl)
  • 2 Teelöffel Backpulver
  • 2 Teelöffel gemahlener Zimt
  • 125 gr brauner Zucker plus 4 Teelöffel zum Bestreuen
  • 125 ml Honig
  • 60 ml Naturjoghurt
  • 125 ml geschmacksneutrales Pflanzenöl, z.B. Sonnenblumenöl
  • 2 Eier
  • 75 gr Mandeln, grob gehackt

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und die Muffinmulden mit Papierförmchen auslegen.
  2. Die Äpfel schälen, entkernen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden.
  3. Mehl, Backpulver und 1 Teelöffel Zimt in einer Schüssel mischen.
  4. 125 gr braunen Zucker, Honig, Joghurt, Öl und die Eier in einer weiteren Schüssel mit dem Scheebesen verrühren.
  5. Die Mandeln grob hacken und die Hälfte davon zur Mehlmischung geben, die andere Hälfte mit dem 1 Teelöffel Zimt und den 4 extra Teelöffeln braunen Zucker in einer kleinen Schale vermischen. Das gibt das Topping.
  6. Jetzt die flüssigen Zutaten in die Mehlmischung geben, den die Apfelstücke dazugeben und alles zu einem Teig vermischen. Aber denkt daran: nicht zu sehr rühren, ein etwas klumpiger Teig ergibt fluffigere Muffins.
  7. Den Teig in die Muffinförmchen füllen, dann das Topping draufstreuen.
  8. Im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen (Stäbchenprobe).
  9. Aus dem Ofen nehmen und ca. 5 Minuten abkühlen lassen, bevor man sie aus der Form holt und auf einem Gitter abkühlen lässt.

Leicht warm zu einem Tässchen Tee schmecken sie am besten, und natürlich kann man die leckeren Teilchen einfrieren, falls man nicht alle an einem Tag schafft. Denn frisch schmecken sie einfach am besten.

Einfacher Apfelkuchen

Einfacher Apfelkuchen

Ja, jetzt beginnt die Apfelzeit so richtig! Dieses Rezept ist der Auftakt zu meinen jährlichen Apfel-Backrezepten – und es sind dieses Jahr wirklich wieder tolle, gelingsichere Rezepte geworden. Also freut euch schon mal auf die nächsten Wochen.

Heute stelle ich euch einen leckeren Apfelkuchen vor, den man morgens für eine kleine Kaffeerunde am Nachmittag backen kann. Leicht warm schmeckt er noch am besten, und es gehört auf alle Fälle Schlagsahne oder Vanilleeis dazu. Dieser Kuchen gehört bei uns zum festen Kuchenrepertoire!

Zutaten:

Für den Rührteig:

  • 200 gr weiche Butter
  • 200 gr Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier
  • 400 gr Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver

Für den Belag:

  • 4-5 große Äpfel
  • 50 gr Butter
  • 1-2 Esslöffel Zimtzucker (1-2 Esslöffel Zucker mit 1/2 Teelöffel Zimt vermischt)

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft 140 Grad) vorheizen. Eine Springform von 26 cm Durchmesser fetten oder mit Backpapier auslegen.
  2. Butter, Zucker und Salz mit dem Handrührgerät schaumig schlagen.
  3. Die Eier nach und nach unterrühren.
  4. Mehl und Backpulver mischen und ebenfalls nach und nach unterrühren.
  5. Den fertigen Rührteig in die Form geben und gleichmäßig verstreichen.
  6. Die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden, dann auf dem Teig verteilen.
  7. Kuchen im Ofen etwa 50 Minuten backen.
  8. Dann kurz herausnehmen und die Butter in Flöckchen auf den Äpfeln verteilen. Den Zimtzucker darüberstreuen und 10 Minuten weiterbacken.
  9. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Wenn es warm genug ist, im Garten oder auf dem Balkon mit einer Tasse Kaffee (sic!) genießen und sich freuen, dass bei uns so tolle Früchte wie Äpfel wachsen…

PS Falls doch etwas übrig bleibt: die einzelnen Stücke lassen sich auch prima einfrieren. Und ihr wisst schon: jeden Tag ein Stückchen für die Kaffee-/Teepause aus dem Gefrierer holen….

Dünger – selbst gemacht

Dünger – selbst gemacht

Seit einigen Jahren stelle ich ja meinen eigenen Kompost her, den ich als Mulch und Bodenverbesserer benutze – und das war ein echter „Game-changer“ in meinem Garten. Das Gemüse wächst sensationell gut, weil der Boden viel nährstoffreicher geworden ist und besser Wasser speichert. Auch in den Gemüsetöpfen landet immer eine große Portion Kompost als Langzeitdünger – und die Tomaten, Auberginen und Paprika tragen Rekordmengen. Zum ersten Mal wachsen und liefern große Fleischtomaten in meinem Gemüsebeet gute Erträge. Das kann nur am Kompost liegen.

Deshalb ist es nur logisch, dass ich jetzt auch versuche, meinen eigenen Dünger herzustellen mit Mitteln aus der Natur. Neu ist das Ganze ja nun wirklich nicht – von Brennesseljauche haben bestimmt schon viele gehört. Was mich bei der ganzen Kompost /Jauchen-Geschichte auch fasziniert, ist der Kreislauf-Gedanke: du wirfst das Schnittgut und die Unkräuter nicht weg und gibst sie in die Biotonne zur Müllabfuhr, sondern belässt alles im Garten, lässt die Natur es umwandeln und benutzt es, um deinen Pflanzen Gutes zu tun. Ansonsten würdest du deinen Garten“abfall“ wegtransportieren, um dann wiederum Dünger etc. aus dem Gartencenter zu kaufen (eigentlich ziemlich schwachsinnig). So bleibt alles im Garten (und du sparst Geld; aber das nur nebenbei).

Wie stelle ich nun meinen eigenen Dünger her?

Am besten eignen sich Brennesseln oder Beinwell, denn diese haben so ziemlich alle Nährstoffe, die insbesondere Gemüsepflanzen benötigen (Phosphor, Kalium, Stickstoff).

Du brauchst für einen Brennesseldünger:

  • 1 Eimer mit festschließendem Deckel
  • frische Brennesseln, fast den ganzen Eimer voll
  • wenn verfügbar: eine Handvoll verottetes Laub oder Laubkompost, das regt die Mikroorganismen noch ein bisschen schneller zum Arbeiten an (kann man aber auch weglassen!)
  • frisches Wasser, so viel, dass die Brennesseln gerade bedeckt sind.

Dann Deckel drauf, und nach ca. 4 Wochen ist dein Dünger einsatzbereit. Der Deckel ist wichtig, denn der Dünger entwickelt einen ziemlich üblen Geruch. Es ist auch nicht schlecht, während der 4 Wochen den Dünger ab und zu mal mit einem Stock umzurühren, um mehr Sauerstoff hineinzubringen.

Den Dünger wendest du wie Flüssigdünger an: du gibst ein bisschen was in dein Gießwasser, d.h. du verdünnst ihn mit Wasser.

Experimentiere ruhig herum, statt Brennesselblätter kann man wie gesagt auch Beinwell-Blätter nehmen, oder eine Kombi aus beidem.

Kaffee-Walnuss-Kekse

Kaffee-Walnuss-Kekse

Das ist die Keksversion eines klassischen englischen Kuchens, des coffee and walnut cake. Kekse mit Kaffeegeschmack zum Tee? Ja, das geht, denn der Kaffeegeschmack ist eher dezent.

Bitte nehmt Instant-Kaffee-oder Espressopulver für die Kekse, wenn möglich. Kaffee aufgelöst in Wasser ändert die Teigkonstistenz und den Geschmack. Ich habe extra fürs Backen Espressopulver in Portionstütchen; ein Tütchen entsprach einem Esslöffel.

Habe ich schon erwähnt, dass die Kekse schnell und einfach zu backen sind, aber superlecker schmecken?

Zutaten für ca. 40 Stück:

  • 250 gr Mehl
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 200 gr weiche Butter
  • 75 gr weißer Zucker
  • 60 gr brauner Zucker
  • 2 Esslöffel Instant-Espresso-Pulver
  • 2 große Eier
  • 100 gr gehackte Walnüsse

Zubereitung:

  1. Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen (dann können 2 Bleche gleichzeitig backen), und die Bleche mit Backpapier belegen.
  2. Butter und Zucker mit dem Handrührgerät schaumig aufschlagen.
  3. Espressopulver hinzufügen und untermischen, dann die Eier unterrühren.
  4. Danach das Mehl, Backpulver, Salz und die Walnüsse untermischen, aber nicht zu gründlich.
  5. Mit Hilfe eines Esslöffels oder den Händen ca. walnussgroße Teigstücke auf dem Backblech verteilen. Die Form ist nicht so wichtig, denn die Kekse laufen beim Backen auseinander. Deshalb auch ein paar Zentimeter Abstand zwischen den Keksen lassen.
  6. Ca. 12 Minuten backen, bis die Kekse goldbraun aussehen und die Oberfläche fest geworden ist.
  7. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

Bewertung: 1 von 5.

Cool Flowers

Cool Flowers

Cool Flowers sind einjährige Blumen, die ihre Samen im Spätsommer /Frühherbst ausbilden, und oftmals schon im selben (Früh-) Herbst keimen und kleine Pflänzchen bilden. Diese Pflänzchen überleben dann den Winter unbeschadet, um im nächsten Frühjahr oder Sommer ein bisschen früher loszulegen. Außerdem sind die Blumen dann ziemlich gut abgehärtet, denn sie haben die kalte Jahreszeit draußen überlebt und hatten Zeit, ein ordentliches Wurzelwerk zu bilden (wie wichtig gutes Wurzelwerk ist, war mir am Anfang meiner Gärtnerkarriere auch nicht klar).

Zu den Cool Flowers kann man folgende Blumen zählen:

  • Kornblumen
  • Skabiosen
  • Jungfer im Grünen
  • Löwenmäulchen
  • Ringelblumen
  • Mohnblumen
  • Wilde Möhre

So säe ich die Blumen diesen Herbst: Im September die Samen in Töpfchen säen (ich habe sie direkt in einen großen Blumenkübel um einen Grünkohl herum gesät, so muss ich sie nicht mehr umsetzen, nur eventuell ausdünnen), gut gießen und dann einfach abwarten, bis sie keimen. Wer in Töpfchen gesät hat, sollte warten, bis die Pflänzchen etwas größer sind und die Töpfchen gut durchwurzelt haben, bevor man sie umsetzt.

Angeblich kann man die Keimung beschleunigen, wenn man die Samen eine Woche vor der Aussaat in den Kühlschrank legt. Das habe ich allerdings nicht probiert. Ich habe gesät: Kornblume, Ringelblume, Mohn, Jungfer im Grünen und Skabiose.

Margaritas

Margaritas

Heute habe ich ein nicht ganz jugendfreies Rezept für euch, denn die Kekse enthalten tatsächlich Tequila! Dazu Limette, Orange, Zucker, Salz….wir essen uns zur Teepause in den Urlaub! Klingt verlockend, oder?

Die Grundidee für das Rezept stammt von Deborah Perelman und ihrer Smitten Kitchen, ich habe es nur etwas angepasst und vereinfacht.

Zutaten:

  • 230 gr warme Butter
  • 70 gr Zucker
  • 1 Eigelb
  • Prise Salz
  • 2 Teelöffel Tequila
  • geriebene Schale von 2 Bio-Limetten
  • geriebene Schale einer halben Bio-Orange
  • 300 gr Weizenmehl
  • 50 gr Zucker
  • 2 Teelöffel grobes Meersalz

Zubereitung:

  1. Butter und Zucker mit dem Handmixer cremig schlagen.
  2. Das Eigelb einrühren, danach Salz, Tequila und die geriebenen Limetten-/Orangenschalen.
  3. Danach das Mehl unterrühren, aber nicht „überrühren“. Es ist besser, wenn es nicht ganz gut verteilt ist.
  4. Den Teig aus der Schüssel nehmen, zuerst zu einer Kugel kneten, diese dann teilen und zwei Kugeln formen. Die Kugeln in Folie eingewickelt 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  5. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze oder 160 Grad Umluft vorheizen, Backbleche mit Backpapier auslegen.
  6. 50 gr Zucker und Meersalz mischen.
  7. Die Kugeln aus dem Kühlschrank holen und zu zwei Rollen formen, ca. 3-4 cm Durchmesser. Die Rollen dann in der Zucker-Salz-Mischung wälzen.
  8. Von den Rollen 4 mm dicke Scheiben abschneiden und auf die Bleche legen.
  9. Im Ofen ca. 12-14 Minuten backen, der Rand sollte leicht gebräunt sein.

Bewertung: 1 von 5.

Sommerlicher Phlox

Sommerlicher Phlox

„Das Leben ohne Phlox ist ein Irrtum.“ Dieses Zitat wird dem großen Staudenzüchter Karl Foerster zugeschrieben. Noch kann ich es nicht ganz nachvollziehen, denn ich habe noch nicht so lange Phlox in meinem Garten, und sie sind auch noch keine großen, ausladenden Pflanzen (werden es hoffentlich noch!). Der deutsche Name für Phlox ist übrigens Flammenblume.

Meinen ersten Phlox habe ich tatsächlich vor einigen Jahren als Topfpflanze geschenkt bekommen. Ich habe ihn dann im Herbst einfach an eine freie Stelle im Blumenbeet gepflanzt, die aber vom Standort her völlig ungeeignet war. In der Folge hat sich die Pflanze ziemlich verkleinert, und blühte nur einmal. Dann habe ich noch einen Phlox aus Samen gezogen; aber auch er stand am falschen Ort. Vor zwei Jahren habe ich sie dann umgesetzt, und beide Pflanzen haben sich viel besser entwickelt; wurden größer und blühten jedes Jahr. Letztes Jahr habe ich dann im Baumarkt im November in der „Sale“-Ecke eine Pflanze für 50 Cent erstanden und daneben gesetzt. Jetzt blühen immerhin ein paar Stängel, und es gefällt mir ziemlich gut!

Phlox ist eine Staude, d.h. sie muss nicht jedes Jahr neu gesät werden, sondern überwintert im Beet. Im Herbst sterben die Blätter ab, aber im Frühjahr treibt die Pflanze wieder neu aus. Ich lasse ganz gerne einen (braunen) Stängel stehen, damit ich weiß, wo der Phlox wieder austreiben wird. Phlox mag gerne sonnig stehen, er kann etwas Trockenheit vertragen, aber nicht zu viel! Vor allem im Frühjahr mag er es nicht gerne trocken. Er gedeiht gut in nährstoffreichem Boden und kann zu großen Pflanzen heranwachsen, wenn er entsprechend Platz hat (ca. 100 cm hoch, 50-70 cm Durchmesser). Meine Phlox sind (noch) eher Miniausgaben, aber sie sind schon jetzt ein kleiner Hingucker im Beet.

Schön ist es, mehrere Phlox zu pflanzen, dann kommt er noch besser zur Geltung. Wenn eine Blütendolde verblüht ist, diese direkt oberhalb des letzten Blattpaares abschneiden: damit regt man eine zweite Blüte an.

Was mir auch sehr gut am Phlox gefällt: Schnecken mögen ihn nicht so gerne!

Obst und Gemüse für „lazy gardening“

Obst und Gemüse für „lazy gardening“

Was tue ich, wenn ich gerne Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten ernten möchte, aber nicht viel Zeit in die Aufzucht und Pflege investieren kann oder möchte? Dann wähle ich am besten Sorten, die man nicht jedes Jahr neu aussäen muss, und die nicht viel Pflegeaufwand erfordern. Obwohl ich gerne viel im Garten werkele, habe ich ein bisschen in die „lazy gardening“-Richtung aufgerüstet, denn es ist einfach genial, wenn man Obst bzw. Gemüse ernten kann, ohne es erst mühsam gesät und verpflanzt zu haben.

Rote Johannisbeeren

Das unkomplizierte Beerenobst schlechthin! Ich habe vor 15 Jahren einen Strauch gepflanzt, und er trägt jedes Jahr! Einfach so. Ziemlich perfekt, oder? Man kann Johannisbeersträucher auch schneiden, aber man muss nicht. Wichtig ist der richtige Standort: Sonnig, ordentliche Erde – das war’s im Wesentlichen schon.

Äpfel

Der Apfelbaum ist der Mittelpunkt unseres Gartens – und er trägt Äpfel jedes Jahr zum Umfallen. Auch hier hält sich die Pflege sehr in Grenzen.

Das Wichtigste ist eigentlich die Wahl der geeigneten Apfelsorte: wir haben die Sorte ‚Topaz‘ gewählt, weil sie sehr schädlingsresistent ist und auch ganz gut mit unserem heiß-trockenen Klima zurechtkommt. Nachbarn wollten unbedingt eine tolle, alte Sorte – aber leider kommt ihr Bäumchen gar nicht gut in unserem Klima zurecht, und hat ständig Mehltau und kaum Äpfel.

Ansonsten lassen wir den Baum regelmäßig von einem Fachmann schneiden – jo, und das war’s dann. Das Anstrengendste im Herbst ist das Verarbeiten der reichen Ernte….

Rhabarber

Rhabarber pflanzt du auch nur einmal, und dann kommt er jedes Jahr wieder! Er mag es ganz gerne nährstoffreich, sonnig und nicht zu trocken. Beim Austrieb schütze ich meinen (den ich dieses Jahr erst gepflanzt habe) ein bisschen vor Schnecken. Die Stangen bricht man dann im Frühjahr heraus (nicht schneiden, durch die Schnittfläche können Krankheitserreger in die Pflanze eindringen), bis ca. 24. Juni. Danach nicht mehr ernten, denn der Oxalgehalt ist zu hoch.

Man sollte auch – insbesondere bei jungem Rhabarber – die Blütenknospen abschneiden. Das Blühen kostet zu viel Kraft, und dann würde es im Jahr darauf eine kleine Ernte werden!

So, das war’s auch hier wieder mit der Pflege.

Topinambur

Topinambur bildet unterirdische Knollen, die man für Suppen, Aufläufe etc. verwenden kann. Die Pflanze ist sehr robust, und wenn man nicht alle Knollen erntet, bleibt der Rest im Boden, überwintert problemlos und bildet im Folgejahr neue Knollen. Oft sagt man sogar, dass Topinambur ein bisschen zum Wuchern neigt – aber das finde ich nicht so schlimm.

Topinambur blüht im Sommer auch total schön – die Blüten ähneln ein bisschen denen der Sonnenblumen, sie sind nur kleiner. Man hat also zweimal was von dieser Pflanze.

Pflegetechnisch gibt es hier wirklich nichts zu tun – außer eben mal ein paar Knollen ausgraben, wenn es einem zu viel wird.

Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal Topinambur in die Erde gesteckt und bin total gespannt, wie es läuft.

Kornblumen – grazil & mehr als blau

Kornblumen – grazil & mehr als blau

Inspiriert durch die englische Gartenbewegung, haben wir seit letztem Jahr das Stück Rasen unter dem Apfelbaum nicht mehr gemäht. Stattdessen lassen wir eine Wiese wachsen, die wir erst im Spätsommer mähen. Um ein bisschen Farbe hineinzubringen, habe ich immer mal wieder Samenmischungen oder Samenbomben dort ausgesät. Viele Blumen haben nicht gekeimt, aber: die Kornblume in allen Variationen hat es getan.

Das ist eigentlich nicht verwunderlich: die Kornblume liebt viel Sonne und nährstoffarmen Boden, und genau das bekommt sie bei unserer Wiese. Ich bin total begeistert, dass es allen Kornblumen so gut in unserer Wiese gefällt, und vor allem bin ich begeistert, in wie vielen Farbschattierungen es Kornblumen gibt.

Dunkelblau, hellblau, weiß, violett und rosa – es gibt auch purpurfarbene Sorten! Die Kornblume ist einjährig, ich hoffe aber, dass sie sich selbst in unserer Wiese aussät.

Die Kornblume ist also die ideale Blume für naturnahe Gärten.

Man kann Kornblumen auch in Töpfen ziehen, das habe ich dieses Jahr auch gemacht. Das klappt auch super, nur sollte der Topf nicht zu klein sein, denn sie werden ziemlich hoch! Ich habe im Frühjahr extra eine Sorte gesät, die als Topfkornblume bezeichnet wurde, aber sie wächst genauso hoch wie die Kornblumen in der Wiese. Dafür verzeihen sie, wenn man sie mal vergisst zu gießen.

Damit sie über einen längeren Zeitraum blüht, sollte man die verblühten Blüten abschneiden, dann produziert sie wieder neue Blüten.

Die Blüten soll man auch gut trocknen können – die ersten hängen schon auf dem Speicher. Ich bin gespannt!

Galette mit wilden Brombeeren

Galette mit wilden Brombeeren

Im Juli habe ich schon einige Waldheidelbeeren gesammelt, und jetzt im August ist es Zeit für Brombeeren. Wilde Brombeerhecken wachsen bei uns so ziemlich an allen Feld- bzw. Waldrandwegen, allerdings gibt es nicht immer welche zu ernten. Oft sind die Jahre zu trocken, und statt schöner schwarzer Beeren hängen harte, kleine rote Knöpfe an den Sträuchern. Nun hat es aber letztes Jahr ordentlich geregnet, und dieses Jahr gibt es Brombeeren en masse. Anders kann ich mir das nicht erklären, denn dieses Jahr ist ja supertrocken. Neben Kuchen (ich empfehle auch nochmal den Apfel-Brombeer-Kuchen) werde ich auch Brombeermarmelade machen (dazu einfach mein Rezept für Apfelmarmelade hernehmen, die Äpfel durch Brombeeren und den Zimt mit Vanille ersetzen). Ich werde definitiv mehrmals losgehen und Brombeeren pflücken. Passt nur auf, dass die Sträucher wirklich wild wachsen, und nicht bei jemandem auf einem Gartengrundstück.

Für das heutige Kuchenrezept habe ich mich mal wieder bei Nigella Lawson bedient. Sie betont, dass die Polenta im Teig wichtig ist, damit der Boden durch den Saft der Beeren nicht so sehr durchweicht. Der Teig wird auch wirklich schön mürbe-knusprig, und wer das Ganze noch etwas süßer mag, kann vor dem Backen noch etwas braunen Zucker auf den Rand streuen.

Zutaten:

  • 65 gr Mehl
  • 30 gr Polenta
  • 1 gestrichenen Teelöffel Zucker
  • 1/4 Teelöffel Salz
  • 65 gr kalte Butter, gewürfelt
  • 1-2 Esslöffel Eiswasser
  • 150 gr Brombeeren
  • ca. 3 Esslöffel Zucker
  • 3 gehäufte Esslöffel Creme Fraiche
Galette vor dem Backen

Zubereitung:

  1. Die trockenen Zutaten (Mehl, Polenta, 1 Teelöffel Zucker, Salz) in einer Schüssel vermischen, dann die Butter hineinreiben, bis die Mischung aussieht wie Brotkrümel.
  2. Dann nach und nach das Eiswasser hinzugeben und kneten, bis ein glatter Teig entsteht.
  3. Den Teig zu einer Kugel formen und 30 – 60 Minuten im Kühlschrank kühlen.
  4. Den Ofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  5. Den Teig auf Backpapier zu einem Kreis ausrollen, dann das Backpapier mit dem Kreis auf das Backblech schieben.
  6. Die gewaschenen Brombeeren auf dem Teigkreis verteilen, dabei einen Rand von ca. 5 cm freilassen.
  7. 1-2 Esslöffel Zucker über die Brombeeren verteilen, dann kleine Kleckse Creme Fraiche darüber verteilen, und zum Abschluss noch mal etwas Zucker. Hier kann man die Mengen nach Geschmack variieren.
  8. Den Rand mit etwas Wasser anfeuchten und einmal umklappen, so dass ein höherer Rand entsteht.
  9. 20 Minuten backen.
Noch sind die meisten Brombeeren unreif

Perfekt für eine Teerunde für 2 Personen im Garten an einem Spätsommertag.