Der Garten im November

Der Garten im November

Der Herbst ist eine Zeit, in der ich ziemlich viel gärtnere. Deshalb dachte ich, ich muss euch unbedingt mal wieder etwas teilhaben lassen an meinen Gartentätigkeiten. Das Leben ist eben wieder viel „bunter“ geworden nach Corona, und deshalb schaffe ich es im Moment nicht mehr so häufig mit den Beiträgen. Aber nun mal wieder ein Update!

Heute bin ich damit fertig geworden, fast alle Dahlien auszugraben und wegzuräumen. Obwohl ich in einem milden Klima gärtnere, gibt es ab und zu im Winter ein paar Ausreißer, wo die Temperaturen schon mal unter -10 Grad fallen können. Einmal habe ich eine Dahlie im Garten gelassen – und sie hat es nicht geschafft.

Was ist aus meiner Dahlienzucht geworden ? Sie läuft noch. Das war noch nicht so vielversprechend, denn von den 5 Dahlien haben nur 2 geblüht. Die anderen haben erst ganz spät Blüten angesetzt, und die schafften es nicht mehr, sich zu öffnen. Ich versuche jetzt, die Dahlien über den Winter zu bringen und hoffe, dass sie nächstes Jahr blühen. Die zwei, die geblüht haben, waren in Ordnung, aber auch nicht anders wie die anderen „Bishop’s Children“. Langer Atem ist also gefragt!

In ein paar der Töpfe, in denen ich Dahlien, Tomaten und Auberginen hatte, sind jetzt Wintergemüse (Kohl, Salate, Mangold, Mizuna, Kerbel). Ich habe Anfang November auch ein paar Möhren in die Töpfe gesät, und sie haben tatsächlich gekeimt. Da kann ich natürlich im Winter noch keine Möhren ernten (dazu wachsen sie zu langsam), aber im nächsten Frühling ernte ich hoffentlich ziemlich früh welche.

In die anderen 12 Töpfe habe ich Tulpen gesteckt. Zum Tulpenstecken ist November der ideale Zeitpunkt – ebenso kann man noch ein paar Knoblauchzehen stecken. Das finde ich das Schöne im Herbst – man bereitet sozusagen den Garten im Frühling vor. Das ist so zukunftsgewandt und hoffnungsfroh! Ich bin ja ein absoluter Tulpenfan, deshalb bin ich schon total gespannt, wie die Töpfe aussehen. Dieses Jahr habe ich nicht nur gemischte Zwiebeln in die Töpfe, sondern auch viele Töpfe nur mit einer Sorte bestückt. Das hat den Vorteil, dass hoffentlich alle in einem Topf gleichzeitig blühen, und für die Aufbewahrung ist es auch einfacher. Ich bewahre ja viele Tulpenzwiebeln im Keller auf.

Dann mache ich gerade auch gaaanz viel Laubkompost von meinen Blättern vom Apfelbaum. Im Frühling kommt dann der Laubkompost von letztem Jahr zum Einsatz. Deshalb mein Appell an alle Gärtner: schmeißt euer Laub nicht in den Müll!! Es ist eine wertvolle Ressource – entweder als Mulch oder Kompost. Wir sind so sehr auf wegschmeißen und neu kaufen gepolt – man muss sich wirklich immer wieder daran erinnern, dass die Natur im Gegensatz dazu mit einem Kreislaufsystem arbeitet.

Noch verarbeite ich ein bisschen was – nämlich meine getrockneten Kräuter. Die habe ich kleingeschnitzelt und in hübsche Gläser – für Tees und/oder zum Würzen. Außerdem kommen jetzt meine getrockneten Blumen zum Einsatz – viel frische Blumen gibt es nämlich gerade nicht mehr. Von Trockenblumen hätte ich nächstes Jahr gerne noch mehr – ich habe es nicht geschafft, eine einzige Strohblume zu ziehen! Dafür hatte ich zwei blaue Strandflieder, die allerdings etwas spät angefangen haben, zu blühen. Aber immerhin konnte ich ein paar Stängel ernten. Nun habe ich also immer noch Blumen aus dem Garten, die unsere Wohnung schmücken. Das finde ich einfach total cool.

Von meinen Äpfeln habe ich auch schon viele verarbeitet – dieses Jahr habe ich neben meiner berühmten Apfelmarmelade auch Apfelmus und getrocknete Apfelringe gemacht. Die Apfelringe sind auch sehr lecker – durch das Trocknen konzentriert sich der apfelige Geschmack. Die Ringe sind ideal für einen kleinen Snack zwischendurch (statt Schokolade!).

Der Garten bereitet mir also immer noch sehr viel Freude – ein Leben ohne dieses aktive gärtnern kann ich mir gar nicht mehr vorstellen! Übrigens klappt es immer noch, das ich (außer im Urlaub) jeden Tag etwas aus meinem Garten esse/trinke. Das finde ich auch sehr cool. Und ich möchte alle da draußen aufrufen, es auch mal mit ein bisschen gärtnern zu probieren; und die Schätze aus dem Garten auch zu würdigen. Wenn ihr Kräuter im Garten habt, trocknet sie doch auch mal. Ihr werdet sehen, dass sie viel aromatischer schmecken, als die getrockneten Kräuter aus dem Supermarkt. Ich vermute, dass die zum Teil schon uralt sind. Klar macht das alles ein bisschen Arbeit, aber haben wir heutzutage ehrlicherweise nicht viel mehr Zeit als die Leute vor 100 Jahren? Wir verbringen nur so viele Stunden unnütz vor irgendeinem Bildschirm. Gärtnern ist kreativ, und ein Großteil findet auch noch an der frischen Luft statt.

Nun wünsche ich euch einen schönen November, und hoffe, dass ihr auch Lust bekommen habt, noch ein paar Tulpenzwiebeln und/oder Konoblauchzehen in die Erde zu stecken.

Birnen Tarte Tatin

Birnen Tarte Tatin

Irgendwie fand ich, dass die Birne bei meinen Backrezepten ein bisschen unterrepräsentiert ist. Deshalb gibt es heute ein leckeres Rezept für Birnen Tarte Tartin. Die Tarte ist der Hammer: sie ist einfach zu backen und schmeckt umwerfend gut. Das ideale Rezept für einen grauen Herbsttag! Natürlich müsst ihr die Tarte warm essen. Lasst euch nicht von der langen Beschreibung abhalten! In ca. 50 Minuten habt ihr die Tarte gebacken.

Für die Zubereitung benötigt ihr eine beschichtete ofenfeste Pfanne.

Zutaten:

  • 5 feste Birnen (für eine 28 cm Pfanne, 4 Birnen für eine 24 cm Pfanne)
  • 150 gr Zucker
  • 4 Esslöffel Amaretto
  • 50 gr Butter
  • 1 Bio-Orange
  • 1 Zitrone
  • 1 Vanillestange
  • 2 Lorbeerblätter (im Original frische, ich habe getrocknete genommen)
  • 1 Hand voll gehobelte Mandeln
  • 1 fertige Blätterteigrolle
  • Crème fraîche zum Servieren

Zubereitung:

  1. Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Von den Birnen die Enden abschneiden, dann die Birnen schälen, längs in Viertel schneiden und die Kerngehäuse entfernen.
  3. Die ofenfeste Pfanne auf dem Herd bei mittlerer Hitze packen , den Zucker hineingeben und 2 Esslöffel Amaretto dazugeben. Solange kochen, bis alles blubbert und leicht golden wird – aber nicht rühren.
  4. Dann die Butter in Stückchen hinzugben, ebenso wie die restlichen 2 Esslöffel Amaretto. Bitte nicht rühren – nur die Pfanne hin- und herrütteln, so dass sich alles gut vermischt.
  5. Die Birnen hinzufügen. Mit einem Zestenreißer jeweils die Hälfte der Schale der Orange und der Zitrone hineinreiben. Dann die Vanillestange halbieren, auskratzen und das Mark ebenfalls zur Karamell-Birnen-Masse geben. Zum Schluss die Lorbeerblätter hinzufügen.
  6. Die Birnen ca. 5 Minuten im Karamell dünsten, dann die Mandeln dazu geben.
  7. Nun den Blätterteig aufrollen. Um ein Quadrat zu erhalten, ein Stück von der längeren Seite abschneiden und an die kürzere Seite legen und mit dem anderen Teil verbinden. Am besten ein bisschen zusammendrücken.
  8. Nun – am besten mit Hilfe eines Kuchenretters – den Blätterteig über die Birnen legen. Die überstehenden Ränder an in die Pfanne drücken, und versuchen, keine größere Lücke zwischen Pfannenrand und Teig zu lassen.
  9. 20 – 25 Minuten backen, bis der Blätterteig schön angebräunt ist.
  10. Aus dem Ofen nehmen, und ein großes Holzbrett oder eine Tortenplatte bereitstellen. Nun das Brett oder die Platte umgekehrt auf die Pfanne legen, und mit einer schwungvollen Bewegung alles umdrehen. Wenn ihr eine beschichtete Pfanne habt, müsste das ganz leicht gehen. Und bitte sofort nach dem Backen umdrehen, nichts abkühlen lassen. Und denkt an die Ofenhandschuhe – die Pfanne ist ja noch heiß.
  11. Nun in Stücke schneiden, mit einem Klacks Crème Fraîche versehen und genießen….

PS: Das Rezept stammt übrigens von Jamie Oliver, und wer ihm bei der Zubereitung zusehen möchte, schaut auf You Tube „Jamie – What to eat“ Episode 2.

Apfelwaffeln

Apfelwaffeln

Heute ist so ein richtig regnerischer, grauer Herbsttag. Da bekommt man irgendwie Lust auf warme gebackene Köstlichkeiten – und für mich mussten es heute Nachmittag Apfelwaffeln sein.

Unser Apfelbaum trägt dieses Jahr wieder ganz ordentlich – und deshalb konnte ich auch direkt zwei Äpfel vom Baum pflücken und diese superschnellen Waffeln zu meinem Nachmittagstee backen.

Das Rezept stammt aus einem kleinen Büchlein, das ganz schlicht „Das Waffelbuch“ heißt. Das Rezept lässt sich auch prima halbieren, und im Original werden statt gemahlener Mandeln gemahlene Haselnüsse verwendet.

Doch nun: auf geht’s ans Waffeleisen!

Zutaten für ca. 8 Waffeln:

  • 75 gr Zucker
  • 250 gr weiche Butter
  • 4 Eier
  • 250 gr Mehl
  • 1/4 l lauwarme Milch
  • 300 gr Äpfel
  • 50 gr gemahlene Mandeln
  • 1/2 Teelöffel Zimt
  • Fett für das Waffeleisen
  • Puderzucker und Zimt zum Bestäuben

Zubereitung:

  1. Zucker und Butter schaumig rühren, dann die Eier unterrühren.
  2. Dann nach und nach das Mehl und die Milch unterrühren.
  3. Die Äpfel schälen, vom Kerngehäuse befreien und in feine Würfel schneiden.
  4. Diese dann mit den Mandeln und dem Zimt zum Teig geben.
  5. Portionsweise im vorgeheizten, gefetteten Waffeleisen goldbraun backen.
  6. Die Waffeln mit Zimt und Puderzucker bestäuben.

….und genießen!

Dahlien & Gurken – meine Gartenprojekte

Dahlien & Gurken – meine Gartenprojekte

Das ist doch mal ein Titel – querbeet durch den Garten! Was haben aber Dahlien und Gurken miteinander zu tun? Nun ja, beide standen auf meinerDezember-Liste der Gartenvorhaben für dieses Jahr- Zeit für ein kleines Update!

In meinem Beitrag Gartentagebuch Dezember 2023 habe ich eine Liste mit Projekten mit euch geteilt, die ich dieses Jahr angehen wollte. Jetzt kommt eine erste Zwischenbilanz – und die fällt gemischt aus.

Dahlien aus selbst gesammelten Dahliensamen ziehen

Warum mache ich das? Weil Dahlien sich aus Samen nicht sortenrein ziehen lassen, d.h. es wird wie Kinderüberraschung, wie die Blüten der Dahlien aussehen. Ich könnte eine Dahlie, die mir gefällt, auch einfach nach mir benennen – und wenn ich mehr davon haben möchte, muss ich die Rhizome teilen oder Ableger ziehen. Nun habe ich tatsächlich 6 Dahlien aus selbst gesammelten Samen – aber sie blühen noch nicht. Zwei haben ganz normale, grüne Blätter, vier haben dunkelviolette Blätter. Das ist der einzige Unterschied, den ich bisher sehen kann. Die Dahlien haben im Moment noch ganz unromantische Bezeichnungen wie 24 A bis 24F. Ich bin gespannt, wie die Blüten aussehen werden. Ich werde diese auf alle Fälle dokumentieren, und die schönsten Dahlien dürfen nächstes Jahr wieder in den Garten. Fazit: Projekt läuft.

Bodenverbesserung durch Gründüngung

Das habe ich gar nicht geschafft, denn ich hatte in meinem Mini-Gemüsebeet überhaupt keinen Leerlauf, um Gründüngung auszubringen. Fazit: gescheitert mangels Platz.

Sommersalate – hitze- und schossfeste Sorten ausprobieren

Ja, hier bin ich noch ganz am Anfang. Warum? Vor etlichen Wochen habe ich von den 3 Sorten, die ich ausprobieren wollte („Till“, „Kagraner Sommer“ und „Pirat“) die Sorte Pirat gesät – und die Samen haben einfach nicht gekeimt. Natürlich dachte ich, das liegt an mir, und habe erst mal aufgegeben. Vor 2-3 Wochen dachte ich dann: Probiere doch mal die anderen beiden Sorten – und hey presto, die keimten ganz ordentlich. Nun habe ich die noch sehr kleinen Pflänzchen einmal an einem sonnigen und an einem schattigen Standort. Und nun heißt es abwarten. Fazit: Projekt läuft, Ausgang ungewiss. PS: Hier zeigt sich wieder einmal, wie wichtig gutes Saatgut ist. Wundert es euch auch nicht, dass der Samen, der nicht keimte, von einer großen Gartencenter-Kette stammt??

Gurken anbauen

Im Beet stehen zwei Gurken der Sorte „Swing“ , sie wachsen prächtig. Eine hat schon eine Gurke dranhängen, die ich demnächst ernten kann. Mal schauen, wie viele Gurken es werden. Außerdem habe ich in Beet und Kübeln noch vier Cucamelons, das sind so Mini-Snackgurken, die die Größe einer Walnuß haben und aussehen wie Melonen. Die wachsen auch ganz gut, und da freue ich mich auch sehr drauf. Fazit: Projekt läuft.

Blumen zum Trocknen anbauen (Strohblumen, Staticen)

Ach, wie gerne hätte ich Strohblumen aus eigener Anzucht! Das hat dieses Jahr wieder nicht funktioniert. Von den wenigen Samen, die gekeimt haben, sind die Pflänzchen alle noch im Mini-Stadium eingegangen. Dafür hat es mit 2 Staticen geklappt, die stehen im Beet, machen aber noch keine Anstalten, zu blühen. Fazit: Projekt noch nicht so erfolgreich – vielleicht blühen ja wenigstens noch die Staticen.

Heidelbeeren in Töpfen

Ja, ich habe Heidelbeer-Pflanzen in Töpfen: aber keine Heidelbeeren dieses Jahr. Nun ja, meine „alte“ Heidelbeere musste sich erst mal erholen – die habe ich endlich in saure Erde gesetzt, und sie sieht jetzt wieder richtig gut aus. Ich denke, sie war erst mal mit Pflanzenaufbau beschäftigt. Das stimmt hoffnungsfroh. Meine neue Heidelbeere wächst auch toll, hatte aber nur ganz wenige Blüten, und die Handvoll Heidelbeeren habe ich quasi den Vögeln überlassen. Fazit: Die Pflanzen entwickeln sich gut – mit den Beeren war es dieses Jahr ein Flop. Vielleicht nächstes Jahr??

Insgesamt laufen Dahlien- und Gurkenprojekt wohl am besten, bei den Sommersalaten und Blumen zum Trocknen steht das Urteil noch aus, und Gründüngung und Heidelbeeren waren ein Flop.

Genauso ist es aber beim Gärtnern: eine Sache läuft top, die andere nicht. Das Gute ist nur, dass man sich als Gärtnerin eher an den Sachen freut, die gut laufen. Bei mir sind das auch dieses Jahr wieder Tomaten, Auberginen, Chilis und Stangenbohnen. Die gehen bei mir immer – keine Ahnung, warum! Dafür tun sich die Zucchini wieder schwer – keine Ahnung, warum!

Aprikosen-Mandel-Kuchen

Aprikosen-Mandel-Kuchen

Ja, es ist nun schon ein Weilchen vergangen seit meinem letzten Beitrag. Nun habe ich allerdings ein bisschen Luft, und schon fiel mir ein Rezept für diesen leckeren Kuchen in die Hände – wie immer etwas abgewandelt und vereinfacht für ‚lazy bakers‘. Ihr kennt mich inzwischen, ich bin nicht so die Tortenbäckerin. Dies ist wieder ein einfacher Kuchen, den man in Scheiben geschnitten auch einfrieren kann, wenn man nicht den ganzen Kuchen in ein oder zwei Tagen schafft. Aufgrund der Aprokosenstückchen kann man ihn nicht so lange aufbewahren, aber vielleicht müsst ihr das auch nicht.

Aprikosen im Kuchen liebe ich einfach, man hat den Instant-Früchte-Sommerkick. Zusammen mit den Mandeln ergibt sich ein toller Kuchen für jeden Tag. Ich genieße ihn auch gerade, während ich diese Zeilen im Garten schreibe.

Zutaten:

  • 400 gr Aprikosen
  • 2 Eßlöffel Aprikosenlikör oder -sirup (ich habe einen Aprikosenschnaps mit etwas Zucker gemischt…)
  • 280 gr Mehl
  • 75 gr gemahlene Mandeln
  • 2 Teelöffel Backpulver
  • 220 gr weiche Butter
  • 200 gr Zucker
  • Salz
  • 4 Eier
  • 1 Bio-Zitrone
  • 75 gr Crème Fraiche
  • 3-4 Eßlöffel Mandelblättchen
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

  1. Aprikosen waschen, ensteinen und in ca. 1-2 cm große Stückchen schneiden und mit dem Likör mischen.
  2. Ofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen, Kastenform ausfetten oder mit Backpapier auskleiden.
  3. Mehl, Mandeln und Backpulver in einer Schüssel mischen.
  4. In einer weiteren Schüssel die Butter, den Zucker und eine Prise Salz mit dem Handrührgerät cremig aufschlagen.
  5. Eier einzeln unterrühren, dann die Zitronenschale, 2 Eßlöffel Zitronensaft und die Crème Fraiche im Wechsel mit der Mehlmischung zügig unter die Butter-Ei-Creme rühren.
  6. Zum Schluss die Aprikosen unterheben.
  7. Teig in die Kastenform füllen und mit den Mandelblättchen bestreuen.
  8. Im Ofen 60-70 Minuten (unbedingt Stäbchenprobe machen) und goldbraun backen.
  9. 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form nehmen.
  10. Kuchen vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Rosen & Salbei – Frühsommer im Garten

Rosen & Salbei –  Frühsommer im Garten

Die Apfelblütengärtnerin war im Urlaub – aber jetzt kann ich wieder vom Garten berichten. Natürlich war es gartentechnisch keine ideale Zeit für Urlaub, denn im Moment jagt ja eine Gartenaufgabe die nächste. Insbesondere musste ich viele Pflanzen in größere Töpfe setzen, aus denen ich vorher das restliche Wintergemüse oder die Tulpenzwiebeln herausholen musste.

Ich habe nun aber fast alles geschafft- und der Garten ist eine wahre Freude. Meine Rose ist gesund wie selten zuvor – ich schiebe es auf die Laubkompost-Düngegabe im Frühling und den vielen Regen. Der Salbei und die Glockenblumen sind auch die Wucht. Ich freue mich auch auf meine Phlox, denn die sind so groß wie noch nie zuvor.

Das Gemüse schaut auch ganz gut aus – insbesondere die Tomaten und Auberginen in den Töpfen. Eine Tomate trägt sogar schon, deshalb wäre viel Sonne jetzt ganz gut. Die Bohnen im Beet wachsen auch ganz gut, die Zucchini so làlà. Durch den Regen habe ich leider viel mehr Schnecken als normal – und die haben mir auch schon mühevoll aufgezogene Pflänzchen weggeschnitzelt: Gurke, Cucamelons und meine Zinnien. Eine Zinnie habe ich noch, die habe ich in einen Topf auf dem Balkon gesetzt!! Schneckenresistent erscheinen mir Cosmos und der kalifornische Mohn, den ich dieses Jahr zum ersten Mal im Programm habe: sehr empfehlenswert.

Was hat bis jetzt nicht so gut geklappt? Ganz klar – meine Beeren. Ich habe zwar wieder Johannisbeeren gehabt, aber letztes Jahr ist ja die Hälfte von meinem Johannisbeer-Strauch abgestorben, und so habe ich auch weniger Beeren geerntet. Die Erdbeeren habe ich in ein extra kleines Hochbeet umgesetzt – und die müssen sich erst mal etablieren, bevor sie Beeren tragen. Noch hoffe ich aber, denn ich habe die Sorte „Osara“, und die tragen eigentlich laufend. Die Heidelbeeren sind ganz enttäuschend – da gibt’s vielleicht 4 Beerchen von 2 Sträuchern. Die Himbeeren sind ok.

Aber so ist das – in einem Jahr läuft es super mit einer Pflanze, und im nächsten Jahr nicht. Deshalb freue ich mich immer über die Dinge, die gut laufen. So sieht es z.B. wieder nach einer ordentlichen Apfelernte aus, nachdem es letztes Jahr absolut enttäuschend war.

Deshalb liebe ich das Gärtern – es ist immer wieder überraschend, und insgesamt gesehen immer sehr erfüllend. Ich ernte momentan auch wieder viele Kräuter zum Trocknen – für Tees, aber auch zum Würzen. Das machen meiner Meinung nach viel zu wenig Menschen. Früher mochte ich z.B. keinen Kräutertee, aber der Kräutertee mit den Kräutern aus dem eigenen Garten schmeckt einfach frisch und lecker. Gekaufter schmeckt oft irgendwie „muffig“.

Was steht an Aufgaben an?

  • Pflanzen gießen und bei Bedarf düngen
  • Unkraut jäten
  • Zweijährige Blumen säen (ich werde Fingerhut, Goldlack, Bartnelken und Silberblatt säen)
  • Salatnachschub säen (ich probiere die schossfeste Sorte „Pirat“)
  • Tomaten ausgeizen
  • auf Schneckenjagd gehen
  • ….gaaanz wichtig: mit einem Tässchen Tee im Garten sitzen, den Vögeln lauschen und genießen

Schottisches Shortbread

Schottisches Shortbread

Eine Freundin von mir war gerade in Edinburgh, und durch ihren Reisebericht wurde ich inspiriert, mal wieder ganz klassisches Shortbread ohne Schnickschnack zu backen.

Wer mag, kann natürlich gerne Schnickschnack machen! Bisschen Vanille in den Teig, Zitronenschale geht auch, oder Schokostückchen…

Außer, dass es einfach toll schmeckt, finde ich die extrem kurze Zutatenliste und Zubereitungszeit echte Argumente für Shortbread.

Hier nun zum Basis-Rezept, das man auch gut verdoppeln kann.

Zutaten:

  • 200 gr Mehl
  • 50 gr Zucker plus etwas mehr zum Bestreuen
  • 1 Prise Salz
  • 125 gr kalte Butter

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Alle Zutaten in einer Schüssel rasch zu einem Mürbteig kneten.
  3. Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ca. 1 cm dick ausrollen, ich habe dann versucht, ein Viereck zu formen.
  4. Die Shortbread-Stücke mit einem Messer vorschneiden, dann lassen sie sich nach dem Backen besser auseinanderbechen /-schneiden.
  5. Mit einer Gabel ein Muster einstechen und leicht mit Zucker bestreuen.
  6. Im Ofen ca. 25-30 Minuten backen, bis das Shortbread golden aussieht.
  7. Direkt in Stücke schneiden, abkühlen lassen. Gleich genießen oder in eine Keksdose packen, wo es sich locker eine Woche hält.

…und nun eine Kanne kräftigen Schwarztee kochen, ein kleines Kännchen Milch dazu, und zwei Shortbread-Finger! Am besten im Garten genießen!

PS Wer möchte, kann auch das leckere Zitronen-Shortbread backen.

Apfelblüte & Tulpen – Der Garten im Frühling

Apfelblüte & Tulpen – Der Garten im Frühling

Der Frühling ist vielleicht meine liebste Jahreszeit im Garten – alles wirkt frisch und grün, und es blühen viele Blumen wunderschön. Der Sommer ist in unserer Region oft zu heiß, und da stellen viele Pflanzen ihr Wachstum ein. So habe ich das bei den Dahlien und den Tomaten beobachtet. Da gibt es im Frühsommer einen ersten „Flush“, in der Sommerhitze gibt es dann kaum Blüten oder Früchte, und wenn die Temperaturen wieder normaler werden (also um die 30 Grad oder kälter), dann geht es wieder weiter.

Die Tulpen erfreuen mich dieses Jahr wieder – auch wenn es kein gutes Jahr für Frühlings-Zwiebelblüher ist, denn der Winter war zu nass. Das habe ich auch bemerkt – viele Krokusse, Tulpen und Narzissen haben mehr Blätter als Blüten produziert.

Die Zwiebeln, die es lieber feucht im Winter mögen, so wie Schneeglöckchen, Märzenbecher oder auch Camassia, blühen dieses Jahr besser.

Schnitt-Tulpenbeet

Trotz dieser Widrigkeiten kommen in meinem Tulpenschnittbeet 40 von 60 gesteckten (recycelten!, nicht neu gekauften) Tulpen, und mit dieser Quote bin ich absolut zufrieden. Im Gegensatz zu professionellen Blumenbauern ernte ich die Tulpen so, dass ich die Zwiebel hoffentlich noch einmal verwenden kann – ich lasse die untersten 2-3 Blätter stehen. Die Tulpen sind dann zwar nicht so lang, aber sie wachsen in der Vase ja weiter.

Tulpen im Blumenbeet

Die Tulpen im Beet haben dieses Jahr nicht so zahlreich geblüht. Von den Tulpen „Toronto“ haben nur ca. 13 Stück geblüht. Trotzdem war die Farbkombi der lila Tulpen (da weiß ich leider die Sorte nicht mehr) mit den blauen Traubenhyazinthen sehr hübsch.

Bei den Tulpen in den Töpfen bin ich mittel-zufrieden. Ich glaube, mir ist im Gartencenter wieder ein Schmarrrn verkauft worden…statt Papgeien-Tulpen „Rococo“ habe ich irgendwelche anderen roten Papageientulpen, aber es sind zu 99% keine Rococos. Sie sind zu hell und haben ein gelbes Zentrum, deshalb ist der Kontrast zum Goldlack nicht so spektakulär, wie ich ihn mir vorgestellt hatte.

Tulpentöpfe mit Goldlack

Der Apfelbaum blüht dieses Jahr besser als letztes Jahr. Das lässt hoffen, dass wir dieses Jahr auch wieder eine größere Ernte einfahren als letztes Jahr. Es summen auch ganz viele Bienchen zwischen den Blüten.

Ansonsten geht alles seinen Gang – die Tomaten, Chilis und Auberginen wachsen hübsch vor sich hin, ich kann viel von meinem Wintergemüse ernten, insbesondere der Mangold gibt gerade alles. Der lila Sprossenbrokkoli ist auch lecker, aber irgendwie im kleinen Garten nicht so sehr die Mühe wert – relativ große Kohlpflanzen nehmen viel Beetfläche für ein dreiviertel Jahr in Anspruch – um vielleicht 3-4 Portionen für 2 Personen zu „liefern“. Den lasse ich dieses Jahr eher sein (auch wenn er toll schmeckt und toll aussieht – für große Gemüsegärten definitiv eine Empfehlung).

Dafür habe ich lila Spitzkohl gesät – und weiß noch gar nicht, wo ich die Pflänzchen unterbringen soll. Wer im Winter Lauch ernten möchte, sollte ihn auch demnächst säen.

Sommerblumen sollte man nun auch langsam säen – so wie Kosmos oder Zinnien. Meine Dahlienzucht ist auch in vollem Gange – wenn es was zu sehen gibt, berichte ich euch. Auch von meinen Ranunkeln und Kronenanemonen werde ich euch berichten. Stay tuned!

Ricotta-Tarte

Ricotta-Tarte

Kennst du das auch: da steht schon jahrelang ein hübsches Backbuch im Bücherregal, aber irgendwie hast du noch nie irgendwas daraus nachgebacken? So ging es mir neulich, und deshalb hatte ich mir fest vorgenommen, endlich ein Rezept aus einem Backbuch auszuprobieren. Es wurde diese Ricottatarte, und sie ist wirklich easy zu backen und schmeckt lecker zitronig. Das Rezept habe ich wieder ein bisschen „verschlankt“, was die Arbeitsschritte angeht. Das Büchlein, aus dem ich das Rezept habe, heißt „Tea and Cake – Feinste Rezepte für eine königliche Teatime“ und ist nur noch antiquarisch erhältlich.

Zutaten (für eine Springform mit 26 cm Durchmesser)

Mürbteig:

  • 300 gr Mehl
  • 150 gr Butter
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 50 gr Zucker

Für die Füllung:

  • 250 gr Ricotta
  • 100 gr Zucker
  • 3 Eier
  • 1 Teelöffel Vanille-Extrakt
  • 125 gr Sahne
  • fein abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • 2 Esslöffel Zitronensaft
  • gemahlener Zimt zum Bestäuben

Zubereitung:

  1. Für den Teig Mehl, Butter und Salz in einer Schüssel feinkrümelig verreiben.
  2. Das Ei in einer anderen Schüssel leicht mit dem Zucker verquirlen.
  3. Zur Mehlmischung geben und alles rasch zu einem Mürbteig verkneten.
  4. Diesen eingewickelt in Folie 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
  5. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen, die Springform einfetten.
  6. Die Springform mit dem Teig auskleiden, dabei auch einen Rand hochziehen.
  7. Den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen und 20 Minuten im Ofen backen.
  8. Währenddessen die Füllung vorbereiten: Ricotta, Zucker, Eier, Vanille-Extrakt, Sahne, Zitronenschale und -saft in einer Schüssel glattrühren.
  9. Auf den Teigboden gießen und mit Zimt bestreuen.
  10. Im Ofen 40 Minuten weiter backen.
  11. Kuchen auskühlen lassen und dann aus der Form lösen.

Marmorkuchen

Marmorkuchen

Ja, der hat in meiner Rezept-Sammlung doch echt noch gefehlt! Voilà, hier ist er: ganz klassisch ohne Schnickschnack, perfekt fürs Wochenende.

Zutaten:

  • 300 gr weiche Butter
  • 220 gr Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 5 Eier
  • 400 gr Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1/8 Liter Milch + 2 Esslöffel für den dunklen Teig
  • 3 Esslöffel Kakaopulver
  • 1 Teelöffel Zimt
  • Butter für die Form
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Kranzform gut mit Butter ausfetten.
  2. Die Butter mit 200 gr Zucker und dem Vanillezucker cremig rühren.
  3. Die Eier nacheinander unterrühren.
  4. Danach das Mehl mit dem Backpulver und 1 Prise Salz unterrühren.
  5. Ungefähr die Hälfte des Teigs abnehmen und in eine separate Schüssel füllen. Daraus machen wir jetzt den dunklen Teig.
  6. Dazu das Kakaopulver, den Zimt, die restlichen 20 gr Zucker und die 2 Esslöffel Milch mit der zweiten Teighälfte verrühren.
  7. Nun den Teig abwechselnd in die Form füllen und zum Schluss mit einer Gabel den hellen und dunklen Teig vermischen.
  8. In der Mitte des Ofens ca. 1 Stunde backen (Stäbchenprobe).
  9. Danach den gebackenen Kuchen noch 10 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann vorsichtig auf ein Kuchengitter stürzen und vollständig abkühlen lassen.
  10. Mit Puderzucker bestäuben.

Kleine Rezeptanmerkung: Eigentlich sind für das Rezept Eier Größe M vorgesehen. Ich hatte aber nur Eier Größe L im Haus, und deshalb habe ich dann nicht 1/8 Liter Milch, sondern nur 1/10 Liter (100 ml) genommen.