Zimtschnecken wie in Skandinavien

Zimtschnecken wie in Skandinavien

Letztes Jahr waren wir im Urlaub in Dänemark und Schweden und waren restlos begeistert von den Zimtschnecken dort („Kanelsnegle“ heißen sie in Dänemark, „Kanelbullar“ auf Schwedisch). Egal ob in Dänemark oder Schweden – die Schnecken waren von der Form her eher wie Knoten, und hatten außer Zimt noch Kardamom mit dabei. Schon lange wollte ich diese Zimtschneckchen nachbacken – nun ist es endlich soweit. Das Rezept ist echt easy, allerdings bin ich beim Knoten noch nicht so der Meister. Dies tut dem Geschmack aber zum Glück keinen Abbruch! Bitte beachtet, dass der Teig über Nacht im Kühlschrank ruht & die Schüssel auch in den Kühlschrank passt.

Zutaten für 12 Schnecken:

Für den Teig:

  • 600 gr Weizenmehl
  • 100 gr Zucker
  • 1 Teelöffel gemahlenen Kardamom
  • 2 Teelöffel Trockenhefe
  • 100 gr Butter
  • 200 ml Milch
  • 2 Eier (1 davon zum Bestreichen)

Für die Zimtfüllung:

  • 100 gr weiche Butter
  • 100 gr brauner Zucker
  • 1 Esslöffel gemahlenen Zimt

Zubereitung:

  1. Am Vortag für den Teig Mehl, Zucker, Kardamom und Hefe in einer großen Schüssel mischen.
  2. Butter in einem Topf schmelzen, Milch und 100 ml Wasser zugeben und das Ganze lauwarm erhitzen.
  3. Ei und Butter-Milch-Mix zur Mehlmischung geben und mit dem Knethaken ca. 7 Minuten zu einem klebrigen Teig verarbeiten.
  4. Abgedeckt an einem warmen Ort ca. 2 Stunden gehen lassen, danach abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.
  5. Am folgenden Tag alle Zutaten für die Füllung mit dem Handmixer glatt rühren.
  6. Nun den Teig auf einer bemehlten Oberfläche zu einem Rechteck à ca. 25 x 60 cm ausrollen. Die Füllung gleichmäßig darauf verteilen,
  7. Dann die eine kurze Seite bis zur Mitte einklappen, dann die andere Seite darüberklappen und den gefalteten Teig zu einem Rechteck à 30 x 25 cm ausrollen.
  8. Den Teig nun quer in 12 gleich breite Streifen schneiden. Für jeden Knoten je ein Ende eines Teigstreifens zwischen Daumen und Ringfinger festhalten. Den Strang von dort aus zweimal um Zeige- und Mittelfinger wickeln und das Ende in den Hohlraum stecken.
  9. Die Zimtknoten auf zwei mit Backpapier belegte Bleche legen und abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.
  10. Den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze oder 180 Grad Umluft vorheizen.
  11. Das übrige Ei in einer Tasse verquirlen und die Knoten vor dem Backen damit bestreichen.
  12. Knoten ca. 12-15 Minuten auf mittlerer Schiene goldbraun backen.

Noch frisch am gleichen Tag nach einem herrlichen Frühlingsspaziergang genießen und den Rest einfrieren.

Frühlingsblüher im Garten

Frühlingsblüher im Garten

Dieses Jahr ist in meinem Garten definitiv ein Krokus-Jahr. Ich habe viele Krokusse „im Rasen“ – also eigentlich in dem Teil des Rasens, den wir nur 2x pro Jahr mähen und der eine Blumenwiese sein soll. Das ist auch extrem wichtig – die Blätter der Krokusse und anderer Zwiebelblüher dürfen nicht abgemäht werden, denn die Zwiebeln ziehen ihre Nährstoffe fürs Folgejahr aus den Blättern.

Auch die Krokusse im Beet vor den Tujen blühen wunderschön und zahlreich. Allerdings waren auch die Märzenbecher und Schneeglöckchen sehr hübsch, ebenso wie die Zwergiris im Topf. Nun warte ich noch auf meine Hundszahn-Lilie, ein etwas ungewöhnlicherer Frühlingszwiebelblüher. Die habe ich auch in den Rasen gesetzt, und dort soll sie sich wie die Krokusse auch langsam und gemütlich vermehren. Ich träume von Blütenteppichen im Frühling, deshalb hoffe ich, dass sich die Krokusse, Schneeglöckchen usw. weiter ausbreiten. Die Blüten sind so früh im Jahr auch eine wichtige Nektarquelle für Bienen und Hummeln.

Nicht vergessen darf ich unsere „Dürkheimer Krachmandel“, die dieses Jahr offiziell so spät blüht wie noch nie! Dafür ist sie wieder wunderschön und ist ein Mega-Magnet für Bienen und Hummeln. Außerdem duften die Blüten ganz leicht nach Honig.

Da ich ja wusste, dass der Garten im Februar umgestaltet werden würde, habe ich dieses Jahr kein Schnitt-Tulpenbeeet angelegt, sondern ca. 10 Töpfe mit Tulpenzwiebeln bestückt! Ein paar davon habe ich im Herbst gekauft (ich kann einfach nicht widerstehen), und etliche sind wiederausgegrabene Tulpenzwiebeln. Ich versuche also Recycling! Außerdem habe ich einen Topf, der „Tulpenschule“ heißt, und da sind kleine Zwiebeln drin, die entweder nur Blätter oder kleine Blüten bringen. Dieses Jahr werden sie evtl. größer, und nächstes oder übernächstes Jahr dann blühen sie richtig. Mal schauen. Soweit die Theorie.

Auch die Ranunkeln wachsen prächtig – ich hoffe sooo sehr, dass es dieses Jahr mit den Blüten klappt. Im Februar hatten wir ja auch mal ganz leichten Frost, und den haben sie gut überstanden. Ach ja, und die Narzissen im Tujenbeet wachsen auch schön vor sich hin….also wenn alles in voller Blüte ist (und wir nicht im Urlaub), dann gibt es von der Blütenpracht ganz sicher Fotos.

Also, macht euch im Herbst/Frühwinter einen Kreuz in den Kalender, und versenkt ein paar Blumenzwiebeln. Ihr werdet es im Frühling genießen!

Garten-Umgestaltung und Vorbereitung aufs Gartenjahr

Garten-Umgestaltung und Vorbereitung aufs Gartenjahr

Schon länger habe ich mir größere Beete für Gemüse und Blumen gewünscht – ich hatte irgendwie nie richtig Platz und habe viel in Töpfen gegärtnert. Das lag nicht nur daran, dass unser Garten nicht soo groß ist, sondern auch an unseren Tujenhecken, die inzwischen einfach sehr sehr breit geworden waren, und außerdem durch ihre flachen Wurzeln dem Gemüse und den Blumen viel Platz und Wasser weggenommen haben. Deshalb musste jetzt die Tujenhecke auf der Ost-Seite unseres Grundstückes weichen. Stattdessen haben wir nun einen Sichtschutz aus Lärchenholz, davor einen 60 cm breiten Streifen zur Bepflanzung (da sollen Beerensträucher, Kräuter und Blumen rein), dann noch ein Weg von 60 cm Breite, und davor zwei Gemüsebeete à 2,20m auf 1,20m . Wow! So viel Platz! So viel vom Rasen mussten wir gar nicht aufgeben, und der Garten kommt uns nun viel größer und luftiger vor. Ich freue mich schon sehr, in den neuen Beeten viel anzubauen: meine Beet-Pläne stehen schon! In zwei Wochen werde ich die ersten Salate setzen, Möhren und Radieschen säen. Die Wege werde ich erst mal mit Holzhackschnitzeln bedecken.

Im Moment sieht alles um die Beete und den Sichtschutz ziemlich braun und zusammengetreten aus – aber das wird schon. Unbeeindruckt davon blühen Schneeglöckchen und Märzenbecher.

Meine Aussaaten im Haus habe ich auch schon getätigt – mit neuer Pflanzenlampe kann ich jetzt auf allen drei Etagen meines Servierwagens mit Licht arbeiten, sehr komfortabel. Tomaten, Paprika, Salate, ein paar Blumen und Spinat haben schon gekeimt. Ich freue mich so!

Die Ranunkeln habe ich dieses Jahr nach meiner Anleitung (s. Blogbeitrag Ranunkeln ziehen) Anfang Februar „aufgeweckt“, und jetzt stehen sie frostgeschützt in Töpfen draußen. Die ersten Blätter zeigen sich. Ranunkeln sind nämlich Kaltwetter-Blumen. Wird’s bei uns im Frühjahr zu heiß, hören sie auf zu wachsen, bekommen gelbe Blätter und fertig. Das hatte ich letztes Jahr, da habe ich sie erst im April aufgeweckt, und das war in unserem Klima einfach zu spät. Sie vertragen da eher noch ein bisschen Frost.

Drei Ranunkeltriebe – wer entdeckt alle?

Meine Tulpen in den ca. 12 Töpfen (diese habe ich in Erwartung der Gartenumgestaltung in die Töpfe gepackt) spitzeln auch schon hervor. Die kann ich dann schön im Garten verteilen.

Tulpen mit Jungfer im Grünen ‚African Bride‘ und Ammi Majus (Große Knorpelmöhre) dazwischen

Dann blüht auch schon wieder die Zitrone – es ist der Hammer! Zwei Zitronen hängen noch dran, und trotzdem blüht soe wieder. Der Duft der Blüten ist auch umwerfend. Ein Hauch von Sommer im Februar. Denn: unsere Mandel blüht noch nicht! So spät hat sie – glaube ich – noch nie geblüht. Das wird hoffentlich in den nächsten Tagen der Fall sein.

Zitronen-Ricotta-Muffins mit Chiasamen

Zitronen-Ricotta-Muffins mit Chiasamen

Wir ernten gerade die Zitronen von unserem Zitronenbäumchen – 10 Stück, echt genial! Die Zitrone ist die Sorte ‚Meyer‘, sie verträgt im Winter auch ein paar Minusgrade. Die Zitrone ist vom Geschmack her nicht so sauer, sondern hat einen leichten Orangengeschmack – echt außergewöhnlich.

Ich habe schon extrem leckere Zitronenmarmelade gemacht, und letztes Wochenende gab es den Madeirakuchen.

Heute probiere ich mal diese Muffins aus – mit einer selbst angebauten Zitrone!

Zutaten (für ca. 20 Muffins):

  • 375 gr Mehl
  • 2 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 220 gr Zucker
  • Schale und Saft einer Bio-Zitrone
  • 65 gr schwarze Chiasamen
  • 240 gr Ricotta
  • 2 Eier
  • 2 Teelöffel Vanille-Extrakt
  • 280 gr Naturjoghurt
  • 125 ml neutrales Pflanzenöl
  • 160 gr Puderzucker

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 180 gr Ober-/Unterhitze vorheizen, die Muffinform mit Papierförmchen auskleiden.
  2. Mehl, Backpulver, Zucker, die fein geriebene Zitronenschale und Chiasamen in einer Schüssel mischen.
  3. In einer zweiten Schüssel Ricotta, Eier, Vanille-Extrakt, Joghurt, Öl und den Saft einer Zitronenhälfte verquirlen.
  4. Dann die flüssigen Zutaten zu den trockenen gießen und mit einem Schneebesen vermengen.
  5. Teig in die Muffinörmchen füllen (ich musste 2 Fuhren backen) und 20-25 Minuten backen (Stäbchenprobe machen).
  6. Den Puderzucker mit dem Saft der anderen Zitronenhälfte vermischen, evtl. noch etwas Wasser hinzugeben.
  7. Auf die Muffins träufeln und fest werden lassen.

Meine Lieblings-Tomatensorten

Meine Lieblings-Tomatensorten

Im Februar /März ist es ja wieder an der Zeit, die geliebten Tomaten auszusäen. Ein idealer Zeitpunkt, um euch mal meine momentanen Lieblingssorten vorzustellen.

  • Sungold

Geschmacklich ist diese Tomate eine absolute Wucht. Die kleinen sonnengelben-orangefarbenen Früchte haben ein unglaublich intensives Aroma. Es ist eine Stabtomate, die euch schnell über den Kopf wachsen kann. Sie trägt gut, ist aber eine Hybride. D.h., man kann keine eigenen Samen sammeln.

  • Marmande

Meine liebste Fleischtomate, da sie zuverlässig trägt. Aber auch geschmacklich ist sie für eine Fleischtomate sehr ordentlich.

  • Lime Green Salad

Wie der Name schon sagt: eine Salattomate, deren Fruchtfleisch quietschgrün ist. Wenn sie reif ist, verfärbt sich die Haut in Richtung hellbraun /curryfarben. Die Tomate schmeckt frisch am besten, sie hat einen angenehm säuerlich-fruchtigen Geschmack. Lime Green Sald ist eine Buschtomate, ihr solltet sie also nicht ausgeizen, und sie wächst euch auch nicht über den Kopf. Ideal für den Anbau in einem großen Kübel.

  • Balkonzauber

Diese Tomate kommt auf meine Liste, weil man sie gut im Kübel anbauen kann. Es ist eine Buschtomate, also bitte nicht ausgeizen. Sie bleibt kompakt und trägt unglaublich gut. Wer viel Tomate auf wenig Platz haben möchte, ist hier bestens bedient.

  • Black Cherry

Ich mag den Geschmack der Black Cherry, da sie sehr würzig daherkommt. Außerdem trägt sie sehr gut. Kleiner Wermutstropfen: sie neigt zum Aufplatzen, da ihr Haut sehr dünn ist.

  • Schwarze Königin

Vom Aussehen die Wucht, aber ebenso vom Geschmack. Die Schwarze Königin am besten frisch essen, sie ist sehr fruchtig-würzig. Sie trägt ganz ordentlich. Ihr seht die Schwarze Königin auch im Beitragsbild.

Die besten Apfelkuchen

Die besten Apfelkuchen

Heute gibt es meine Lieblingsapfelkuchen in einer kleinen, überschaubaren Liste. Wenn ihr auf die Namen klickt, kommt ihr direkt zum Rezept. Viel Spass beim Stöbern und vor allem beim Backen.

Gedeckter Apfelkuchen

Wahrscheinlich mein Lieblingsapfelkuchen. Der Mürbteig ist ein Traum, butterzart und mürbe, der ganze Kuchen ist so leicht und fruchtig – am besten frisch mit Schlagsahne genießen.

Elsässer Apfelkuchen

Ein toller Apfelkuchen für den Kaffeklatsch – fruchtig mit einem cremigem Touch. Hier ist die Sahne quasi schon inkludiert.

Einfacher Apfelkuchen

Ein simpler, aber sehr leckerer Apfelkuchen aus Rührteig. Das Apfeltopping ist der Clou, man kann den Kuchen auch prima einfrieren.

Apfel-Streuselkuchen

Ein toller Apfelkuchen mit Hefeteig, prima für viele Geniesser. Am besten frisch mit einem Klacks Schlagsahne.

Apfel-Vanille-Kuchen

Ein schnell zu backender Rührkuchen, der sehr saftig und würzig ist. In Alufolie gewickelt hält er sich auch ein paar Tage. Sehr lecker!

Kleine Dattel-Gugelhupfe mit Gewürz-Zucker

Kleine Dattel-Gugelhupfe mit Gewürz-Zucker

Kennt ihr das auch? Nach dem 1. Januar hat man das Gefühl, dass man mal alles mögliche ausmisten muss. Ich habe mal mit meiner Vorratskammer angefangen, und dabei bin ich ich auf ein Paket getrocknete Datteln gestoßen, das zwar noch ungeöffnet war, aber doch rasch verbraucht werden sollte. Deshalb hier nun ein perfektes, und wie ich auch finde unkompliziertes winterliches Rezept mit getrockneten Datteln.

Die Gugelhupfe haben ein bisschen die Konsistenz von Doughnuts – und schmecken mit dem Gewürzzucker einfach sündhaft gut. Wer keine Gugelhupf-Form hat: man kann die Teilchen sicher auch in einer Muffin-Form backen.

Zutaten:

  • 10 getrocknete Datteln
  • 4 Esslöffel kochendes Wasser
  • 180 gr Mehl
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 150 gr weißer Zucker
  • 2 Eier
  • 180 ml Milch
  • 125 gr Butter, geschmolzen
  • 1 Teelöffel Vanille-Extrakt

Für den Gewürzzucker:

  • 100gr weißer Zucker
  • 1/2 Teelöffel gemahlener Zimt
  • 1/2 Teelöffel gemahlene Muskatnuss

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen, das Gugelhupf-Blech einfetten.
  2. Die Datteln im Zerkleinerer kleinhacken.
  3. Die Datteln mit den 4 Esslöffeln kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten einweichen, dann ein bisschen mit einer Gabel zerdrücken.
  4. Mehl, Backpulver, Zucker, Eier, Milch Butter, Vanille-Extrakt und die Datteln mit dem Schneebesen zu einem Teig verrühren. Nicht überrühren, wie bei Muffins. Es ist ein relativ flüssiger Teig.
  5. Den Teig dann in die Gugelhupf-Mulden einfüllen und ca. 25 Minuten lang backen (Stäbchenprobe), bis die Gugelhupfe goldbraun sind.
  6. Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und die Gugelhupfe aus der Form nehmen.
  7. Gugelhupfe auf einem Gitter abkühlen lassen und die Zutaten für den Gewürzzucker in einer Schüssel mischen.
  8. Die abgekühlten Gugelhupfe im Gewürzzucker wälzen.

Wie Muffins schmecken die Gugelhupfe am besten frisch. Bleiben Gugelhupfe übrig, einfrieren.

Jeden Tag etwas aus dem eigenen Garten essen

Jeden Tag etwas aus dem eigenen Garten essen

Selbstversorgung ist ja gerade voll im Trend, aber das ist ja nicht wirklich machbar. Es gibt zu viele Lebensmittel, die wir kaufen müssen – Öle, Getreide, exotische Gewürze, Tee, Kaffee…..und so weiter. Aber man kann sich ja auf ein Stückchen Selbstversorgung einlassen – und ich mache dies mit „Jeden Tag etwas aus dem eigenen Garten essen/trinken.“

Das wäre doch mal ein Vorsatz für’s nächste Jahr, oder? Klingt nicht machbar? Naja, das kommt drauf an. Ich schaffe das schon seit über drei Jahren (Urlaubsreisen ausgenommen), denn es müssen ja keine großen Mengen sein, gerade jetzt im Winter.

Voraussetzung ist allerdings, dass man ein bisschen vorplant. Man sollte also einen Teil seiner Ernte haltbar machen – und wie ich das mache, stelle ich gleich vor. Ich koche gar nicht mal viel ein – so viel gibt mein Garten nämlich gar nicht her. Außerdem habe ich kaum Erfahrung damit. Wie schaffe ich es aber, jeden Tag etwas aus dem eigenen Garten zu essen / trinken?

Kräuter trocknen

Dies ist ein Hauptbestandteil meines Mottos. Ich trockne im Laufe des Frühjahrs /Sommers sehr viele Kräuter, die ich dann im Blitzhacker zerkleinere. Viele davon benutze ich für eine Kräuterteemischung, von der ich fast jeden Tag im Winter trinke. Das Trocknen der Kräuter ist tatsächlich ein bisschen „aufwendiger“, denn für nennenswerte Mengen muss ich schon ein bisschen was trocknen. Das mache ich aber immer schubweise, nicht alles auf einmal.

Kräuter für Kräutertee: Minze, Salbei, Brombeer-/Erdbeer-/Himbeerblätter, Brennesseln, Löwenzahn, Zitronenmelisse, Zitronenverbene

Kräuter zum Kochen: Oregano, Thymian, Basilikum

Wie ich die Kräuter trockne, findet ihr in meinem Blogbeitrag „Kräuter und Blumen trocknen“.

Äpfel / Chilis trocknen

Bei Chilis sind wir echte Selbstversorger – ich habe schon seit Jahren keine Chilis mehr gekauft. Chilis lassen sich ebenfalls prima trocknen. Da wir auch meist eine recht gute Apfelernte haben, habe ich dieses Jahr zum ersten Mal auch getrocknete Apfelringe gemacht – super lecker als Snack zwischendurch. Es gibt bestimmt noch mehr Obst /Gemüse aus dem Garten, das man trocknen kann – mir würden spontan Tomaten einfallen. Die essen wir aber immer komplett frisch auf!

Marmelade kochen

Marmelade kochen ist meine Art, einzumachen. Insbesondere unsere Äpfel werden so verarbeitet, aber auch die Johannisbeeren und Zitronen sowie andere Früchte, die ich sammle oder ernten darf. Ich esse nun mal gerne Marmeladentoast zum Frühstück, und da bietet sich die Marmelade an. Mein Rezept für Apfelmarmelade findet ihr in meinem Blogbeitrag „Rezept für Apfelmarmelade“. Dieses Jahr habe ich auch zum ersten Mal eine Runde Apfelmus gemacht – das kommt zum Einsatz, wenn ich zum Frühstück mal Overnight Oats esse, oder ich mische es auch gerne unter Naturjoghurt.

Gemüse / Chilis /Kräuter einfrieren

Der kleine Rest an Gemüse oder Kräutern, die wir nicht frisch essen oder die ich nicht getrocknet verwende, friere ich auch ein. Wenn z.B. die Petersilie überreich wächst, dann schneide ich eine Handvoll klein und friere die Petersilie ein. Einen großteil unserer Chilis friere ich auch ein, dann lassen sie sich wie frische Chilis verwenden. Ab und an friere ich eine kleine Portion Bohnen o.ä. ein, aber viel ist das i.d.R. nicht.

Etwas frisches Blattgrün auch im Winter ziehen

Sei es Kresse auf der Fensterbank oder ein paar Wintergemüse (Salate, Asiasalate) – ein paar Blättchen davon in den Salat oder aufs Brot, und schon hat man einen Frische-Booster.

So, und das war’s dann auch schon! Heute habe ich z.B. Marmelade zum Frühstück gegessen, und im Mittagessen steckten Chilis, getrockneter Thymian, Oregano und Basilikum. Morgen trinke ich vielleicht eine Kanne Kräutertee und nasche ein paar Apfelringe.

Gärtnern im Winter

Gärtnern im Winter

Für Gartenenthusiasten ist der Winter eine schwere Zeit: man hat das Gefühl, nicht viel im Garten tun zu können und vermisst das sehr. Allerdings gibt es neben den üblichen Tipps wie „in Saatgutkatalogen schmökern“ oder „Werkzeuge reinigen“ noch ein paar andere, ureigene gärtnerische Tätigkeiten, denen man auch im Winter nachgehen kann.

November: Laubkompost herstellen, Knoblauch stecken

Dezember: Tulpenzwiebeln stecken

Januar: Kresse /Microgreens auf der Fensterbank auf der Fensterbank ziehen, Duft-Wicken säen

Februar: Chilis & Auberginen säen

März: Tomaten säen, erste Salate säen

Supereinfache Weihnachts-Plätzchen

Supereinfache Weihnachts-Plätzchen

Hast du dieses Jahr nicht viel Zeit für dir Weihnachtsbäckerei? Dann habe ich hier das Rezept für dich! Diese Plätzchen gehen schnell und einfach. Es sind Plätzchen zum Ausstechen, und du kannst verschiedene Ausstecher-Formen benutzen. Ich habe mich ein bisschen zurückgehalten und habe nur runde und sternförmige Plätzchen gebacken.

Zutaten:

  • 500 gr Dinkelmehl
  • 250 gr Butter
  • 140 gr Zucker
  • 2 Eigelb (die 2 Eiweiße kannst du aufheben und Bärentatzen backen)
  • 1 Ei
  • 1 Packung Lebkuchengewürz
  • 1 Messerspitze Muskatnuss
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten zu einem Mürbteig kneten.
  2. Den Teig 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  3. Bleche mit Backpapier belegen, Ofen auf 180 Grad Umluft heizen.
  4. Teig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsplatte ausrollen (ca. 2 mm dick).
  5. Plätzchen ausstechen, auf die Bleche legen und ca. 10 Minuten backen.
  6. Plätzchen auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, dann mit Puderzucker bestäuben.
  7. Fertig!