Great Dixter wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Nathaniel Lloyd, Daisy Lloyd und Lutyens angelegt. Lloyds jüngster Sohn, Christopher Lloyd, ein bekannter Gärtner und Autor, entwickelte Great Dixter zur heutigen Gestaltung und Berühmtheit. Der Stil der Arts-and-Crafts-Bewegung – Sträucher in Formschnitt (der Pfauengarten), Rabatten sowie von Daisy Lloyd angelegte Orchideen- und Wildblumenwiesen – prägten den Garten. Manches davon kann man auch noch heute sehen. Ich persönlich finde Great Dixter auch heute noch einen innovativen Garten.
Bei unserem Besuch sind mir einige Dinge aufgefallen und die habe ich euch heute auch als Tipps mitgebracht.
Nicht blühende Ecken mit Töpfen aufpeppen
Wie ihr auf den Fotos unten seht, haben die Gärtner ziemlich geschickt Töpfe mit Blumen platziert, wenn irgendwo gerade wenig im Beet geblüht hat. So bekommt man trotzdem den Eindruck, es blüht überall.


Knallige Farbkombinationen
Das ist mir in ganz vielen Gärten dieses Jahr in England aufgefallen, und besonders in Great Dixter: die Farbkombinationen werden knallig. Eine Favoritenkombination ist violett mit orange. Der überwiegende Teil der Blumen ist orange, und dazwischen poppen die violetten Blumen hervor. Unten links ist das ganze noch sehr hübsch mit einem weiß-grünen Gras kombiniert, das ein bisschen Leichtigkeit in das Arrangement bringt.


Eine zweite Knallerkombi, die mir aufgefallen ist, war pink und lavendelblau. Das waren absolute Hingucker, und zuviel würde ich davon auch nicht pflanzen. Für einen Topf oder eine kleine Ecke im Garten aber auf alle Fälle einen Versuch wert.


Blumen und Samenstände trocknen
Blumen trocknen ist definitiv ein Trend, den ich auch sehr gerne mag. In Great Dixter trocknet man auch Blüten und Samenstände, und das sogar noch sehr dekorativ. Entweder macht man daraus Material für Kränze oder Trockensträuße, oder man nimmt die Samenstände zur Saatgutgewinnung.


Gemüse und Blumen
Ja, Blumen und Gemüse sind auch immer ein Thema. In Great Dixter stehen Tomaten zwischen Ringelblumen, und Gurken wachsen mit Kapuzinerkresse. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern lockt auch noch Bestäuber wie Bienen an. Zusätzlich haben die Ringelblumen eine positive Wirkung auf ihre Nachbarpflanzen, und die Kapuzinerkresse lockt z.B. Blattläuse an. Damit hat sie zwar die Läuse, aber nicht die Nachbarpflanzen (hier die Gurken). Ziemlich clever.


Und zum Abschluss einfach nur ein paar schöne Pflanzen- und Blumenkombinationen, natürlich wieder in knalligen Farben.


Und es darf natürlich die ungemähte Wiese mit den Eibenskulpturen nicht fehlen…. also, falls ihr mal in Südengland weilt, müsst ihr einfach nach Great Dixter!







































