Lauch baue ich ja seit zwei Jahren in meinem Garten an – mit wachsendem Erfolg. Noch sind meine Lauchstangen nicht so dick wie die im Supermarkt, aber in meinem zweiten „Lauchanbaujahr“ waren schon mehr dickere Stangen dabei. Deshalb habe ich statt einer Stange auch drei aus meinem Garten genommen.
Die Walnüsse habe ich wieder selbst gesammelt. Irgendwie finde ich es lässig, wenn ich weiß, wo der Walnussbaum steht, von dem die Walnüsse kommen, und dass der Lauch aus dem eigenen Garten ist.
Zutaten für 2 Personen:
1 große Stange Lauch
2 Handvoll Walnusskerne
300 gr Tagliatelle
150 gr Sahne
100 gr Bergkäse, in kleinen Stücken
Salz, Pfeffer
Zubereitung:
Lauch putzen, längs einschneiden, waschen und quer in Scheiben schneiden.
Die Hälfte der Walnusskerne im Mörser zerkleinern.
Die Tagliatelle bissfest garen, 5 Minuten vor Ende der Kochzeit den Lauch im Nudeltopf mitkochen.
Währenddessen in einer Pfanne ohne Fett die zerkleinerten Nüsse rösten. Nach 2 Minuten mit Sahne aufgießen, kurz einkochen lassen, dann die Käsestückchen einrühren und schmelzen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Tagliatelle abgießen, in der Soße schwenken. Auf den Tellern mit den restichen Walnusskernen belegen.
Noch stecke ich in den Vorbereitungen für das nächste Gartenjahr. So sammle ich zum Beispiel fleißig Laub für meinen Laubkompost. Aber darüber hinaus gibt und gab es viel zu tun.
Tulpen-Schnittblumenbeet anlegen
Letzte Woche habe ich die Zinnien, Cosmos und Dahlien aus meinem Schnittblumenbeet entfernt, damit ich mein Schnitt-Tulpenbeet enlegen kann.
Letztes Jahr habe ich ganz viele Tulpenzwiebeln aufgehoben, und sie sehen größtenteils wirklich gut aus (fest, groß). Deshalb habe ich diese benutzt, um mein Tulpenbeet anzulegen. Das Beet ist eigentlich nur 1 qm groß, und in einer Ecke wuchert auch noch ein Oregano. Trotzdem habe ich 65 Tulpenzwiebeln in 5 Reihen versenkt! Wenn von den 65 Tulpen nur 40 blühen, ist es immer noch toll. Dann habe ich noch eine Ladung Feldsalat als Gründüngung ausgesät. Wenn er groß genug wird – super, dann können wir ihn essen. Wenn nicht, hat er als Gründüngung seinen Zweck erfüllt.
Eine Reihe Tulpenzwiebeln
Dahlien ausgraben und lagern
Die Dahlienrhizome lagere ich in Zeitungspapier. Dazu schneide ich die Stängel bis auf ca. 10 cm ab und schüttele die Erde ab. Die Rhizome lasse ich dann uneingewickelt 2-3 Tage draußen frostfrei trocknen (außerdem können dann Tierchen, die sich darin versteckt haben auch noch entkommen). Dann packe ich jedes Rhizom -gut beschriftet!! – ab in den Keller.
Frisch ausgegrabene Dahlien
Samen sammeln
Dieses Jahr habe ich auch Samen von meinen Dahlien gesammelt. Dahlien kreuzen sich untereinander, d.h. ich bekomme keine sortenreinen Tochterpflanzen, sondern lauter Überraschungen. Das wird spannend! Denn dann habe ich Dahlien, die es sonst nirgends gibt. Wenn mir eine besonders gut gefällt, kann ich sie nach mir benennen…. ;). Auf dem Bild unten im Schälchen sind außer den Dahliensamen (das sind die länglichen braunen) noch Samen von meiner Skabiose „Black Knight“. Außerdem habe ich Samen von meinem Schnittknoblauch gesammelt.
Letztes Wintergemüse pflanzen
Außerdem habe ich noch mehr Wintergemüsetöpfe angelegt. Laut Wettervorhersage bekommen wir erst zum Jahresende richtigen Frost, aber auch das ändert sich dauernd. Vom Mangold habe ich schon ein paar Mal geerntet. Der Rest (Salat, Spinat, Mizuna) ist noch klein.
Pflanzen hereinholen
Etliche Pflanzen vertragen ja die kühleren Temperaturen nicht so gut, deshalb hole ich peu à peu empfindliche Pflanzen ins Haus. So auch einen Basilikum, der nun auf der Fensterbank weiterwachsen darf. Aber auch meine sibirischen Hauschili habe ich ins Haus. Bei meinem Ingwer schwanke ich noch, er steht gerade geschützt auf der Terasse. Ich mage ja eigentlich gar nicht so viele Pflanzen im Winter im Haus, aber ihr wisst ja wie das ist. Klappt leider nicht so gut…
Letzte Sträuße
Ein paar Blümchen geben noch mal alles, so wie der Ziertabak auf (sic!) unserer Terasse. Noch kann ich davon ein paar Blüten für Sträuße schneiden. Das liebe ich ja so sehr. Ziertabak ist, wenn er mal den richtigen Platz gefunden hat, einfach eine tolle Schnittblume, meiner Meinung nach viel zu unterschätzt. Zumal er sich auch relativ lange in der Vase hält. viel länger als Dahlien oder Kosmos.
Der Salbei im Blumenbeet gibt noch alles, die knalligen pinken Blüten peppen das herbstliche Beet ziemlich gut auf. Als Schnittblume nicht so geeignet, aber wir freuen uns ja auch über Farbe im Beet. Tja, ganz schön viel zu tun im November! Und ich habe noch nicht alle meine Tulpenzwiebeln von letztem Jahr versenkt…es geht also noch weiter!
Bei diesem regnerischen Herbstwetter (das ich im November noch ganz gerne mag, denn noch haben die Bäume bunte Blätter) habe ich immer Lust auf Kekse zu meiner täglichen Dosis Tee. Nachdem ich im Oktober die Chocolate Chip Cookies gebacken habe, musste es diese Woche ein weiterer amerikanischer Klassiker sein: Peanut Butter Cookies. Ganz simpel, ohne Schnickschnack.
Das Rezept ist für eine große Menge: 65 nicht ganz kleine Cookies. Die Mengen lassen sich aber auch prima halbieren. Ich mag ganz gerne die Erdnussbutter mit Stückchen, die ohne Stückchen (creamy) geht natürlich auch wunderbar.
Die Ursprungsidee ist wieder von Sally’s baking addiction, ich habe allerdings ein paar Zutaten reduziert, damit sie nicht ganz so kalorienreich daherkommen. Auch Backzeit und Ofentemperatur habe ich angepasst. Ich backe Kekse so gut wie immer mit Umluft: da passen direkt 2 Bleche in den Ofen. D.h. hier habe ich 2 x 2 Bleche gebacken und spare mir so Zeit und Strom.
Den Teig kann man bis zu 2 Tagen im Kühlschrank kühlen: ich habe tatsächlich den Teig am Vortag gemacht und dann am Folgetag gebacken.
Aber nun zum Wesentlichen!
Zutaten:
226 gr weiche Butter
200 gr weißer Zucker
150 gr brauner Zucker
2 Eier
2 Teelöffel Vanille-Extrakt
200 gr Erdnussbutter
375 gr Mehl
1 Teelöffel Backpulver
1 Teelöffel Backnatron
1/2 Teelöffel Salz
Zubereitung:
Butter und die 2 Zuckersorten mit dem Handmixer schaumig rühren.
Danach die Eier und den Vanille-Extrakt unterrühren, ca. 1 Minute lang.
Erdnussbutter einrühren.
Danach die trockenen Zutaten in die Schüssel einwiegen und ebenfalls mit dem Handmixer unterrühren.
Den Teig dann mindestens 3 Stunden im Kühlschrank kühlen (ich habe ihn eine Nacht im Kühlschrank gekühlt).
Ofen auf 160 Grad Umluft oder 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen, 2 Bleche mit Backpapier belegen.
Vom Teig walnussgroße Stücke abstechen, zu Kugeln formen und auf die Bleche legen. Ich habe pro Blech 16 Kugeln gelegt, mehr geht nicht, denn die Kekse laufen beim Backen auseinander (wie ihr auf den Bildern oben seht).
Die Kugeln mit einer Gabel zusammendrücken und dann die Bleche bei 13-15 Minuten im Ofen backen, bis die Ränder leicht gebräunt sind.
Auf den Blechen abkühlen lassen, dann auf ein Gitter packen und dort komplett auskühlen lassen.
…und jetzt eingekuschelt mit einer Tasse Tee auf dem Sofa genießen….
Es ist Herbst, und eine typische Tätigkeit ist auf alle Fälle Laub rechen. Doch seit einigen Jahren freue ich mich richtig darauf: nicht nur, dass man draußen noch ein bisschen werkeln kann, nein, das Laub tut meinem Garten auch noch etwas Gutes. Denn aus dem Laub mache ich Laubkompost, den ich in ein oder zwei Jahren als Dünger auf meine Beete bringen kann.
Zuerst reche ich das Laub, am besten, wenn es noch etwas feucht ist (wenn Laub auf dem Rasen liegt, kann man auch mit dem Rasenmäher drüber gehen – dann wird das Laub praktischerweise schon kleingeschnitzelt).
Dann packe ich es dicht an dicht in alte Blumenerde-Säcke. Falls das Laub zu trocken ist, noch ein bisschen mit der Gießkanne anfeuchten.
Als nächstes schneide ich ein paar Löcher in den Sack, und dann verschließe ich ihn fest.
Nun kommt der Sack an einen trockenen Ort, wo man ihn ein bis zwei Jahr (e) vergessen kann. Danach sollte das Laub soweit verrottet sein damit man es als Kompostdünger verwenden kann.
Auf der Suche nach Rezepten für Halloween bin ich auf einen Backblog aus den USA gestoßen, „Sally’s Baking Addiction“. Ich klickte mich so durch die Rezepte, und anstatt eines Halloween-Muffin-Rezeptes oder so bin ich auf dieses Rezept gestoßen. Einfach! Wenige Zutaten! Der Hefeteig wird quasi nicht geknetet (auf Englisch heißt das „No Knead“). Auf diese Weise backen wir auch unser Sauerteigbrot. Was ihr unbedingt für dieses Rezept braucht ist eine Cocotte, also ein gußeiserner Topf mit Deckel, der in den Ofen kann. Außerdem ein bisschen Zeit, denn der Teig wird am Vorabend angesetzt.
Das Brot kann man gut zum Frühstück, nur mit Butter, oder süßen Aufstrichen genießen. Aber auch ein leckerer milder Hartkäse passt sehr gut zu den Cranberries und Nüssen. Frisch schmeckt es einfach himmlisch, aber leicht getoastet macht es sich auch sehr gut.
Zutaten:
390 gr Weizenmehl, plus mehr für das Falten
2 Teelöffel Meersalz
1/2 Teelöffel Trockenhefe
100 gr gehackte Nüsse (Walnüsse und/oder Mandeln und/oder Pecan)
100 gr getrocknete Cranberries
1 Esslöffel Honig
360ml lauwarmes Wasser (ca. 35 Grad)
Zubereitung:
1. Die Zutaten in eine Schüssel geben, dann mit dem warmen Wasser vermischen. Der Teig ist sehr klebrig – aber das macht nichts. Nun die Schüssel einfach mit einem Tuch abdecken und den Teig bei Zimmertemperatur 12-18 Stunden gehen lassen. Der Teig wird während der Zeit gemütlich aufgehen.
Teig nach dem Mischen……und 12 Stunden später
2. Eine Arbeitsfläche bemehlen, und den Teig auf diese Oberfläche geben. Nun den Teig mit mehr Mehl falten, d.h. ich ziehe ihn immer einwenig auseinander, und falte ihn dann. Auseinander ziehen, falten. Das Ganze 10 Mal. Dann den Teig zu einer Kugel formen und in einer Schüssel oder einem Gärkörbchen 30 Minuten gehen lassen.
Beim FaltenTeig nach dem Falten im Gärkörbchen
3. Währenddessen die Cocotte und den Ofen vorheizen. Dh. die Cocotte mit dem Deckel auf der untersten Schiene in den kalten Ofen geben, und dann 30 MInuten auf 250 Grad vorheizen. Ganz wichtig ist, die Cocotte langsam mit aufzuheizen. Wird sie zu schnell heiß, kann das Emaille abspringen.
4. Nach den 30 Minuten den Teig in die Cocotte geben, und mit einem Messer ein X oben einritzen. Dann mit dem Deckel drauf 30 MInuten bei 250 Grad backen. Ihr müsst die Cocotte nicht einfetten.
Teig nach 30 MinutenTeig in der Cocotte vor dem Backen
5. Nach den 30 Minuten den Deckel abnehmen, den ofen auf 230 Grad herunterstellen und den Deckel abnehmen. Nun noch für 10-15 Minuten backen.
6. Dann die Cocotte aus dem Ofen nehmen, das Brot noch fünf Minuten nachziehen lassen, bevor ihr es aus der Cocotte nehmt und auf einem Kuchengitter abkühlen lasst.
Letztes Jahr hatte ich ja das „Wilde 2022“ ausgerufen – und habe angefangen, mich mit der heilenden Wirkung von Pflanzen zu beschäftigen. Außerdem habe ich Beeren in freier Natur geerntet – z.B. Brombeeren von den unzähligen Sträuchern, die überall wild wachsen, oder Hagebutten für eine Marmelade. Ich habe aber auch junge Brennesseln und Brombeerblätter für Tee geerntet. Dieses Jahr habe ich damit ein bisschen weitergemacht und ein paar tolle Dinge fabriziert. Interessant ist in diesem Zusammenhang: wenn ich älteren Menschen davon erzähle, sagen sie meist: „Das kenne ich noch von früher, das hat meine Mutter auch immer gemacht“. Es gibt also so viel Heilkraft und verlorenes Wissen da draußen! Und das will ich mir ein bisschen zurückerobern.
Sehr hilfreich in diesem Zusammenhang ist ein Buch, das ich mir letztes Jahr in Glastonbury gekauft habe, es heißt „Wild Remedies“, und stellt viele (Wild-) pflanzen vor: deren Heilkraft, aber auch wie man diese nutzen kann mit relativ einfachen Rezepturen. Das Buch ist zwar auf Englisch, und manchmal muss man den deutschen Namen der Pflanzen übersetzen, aber es ist sehr informativ, und ich habe schon etliches daraus ausprobiert. Das Einzige, was aufwendig ist (gerade heutzutage): man muss Zeit mitbringen, um Heilsames herzustellen.
Dieses Herstellen von Tees, Ölen, Salben etc. mit Wildpflanzen nennt man übrigens „Wild Crafting“, und das reine Sammeln in der freien Natur „Foraging“.
Was habe ich dieses Jahr schon gemacht?
Natürlich im Frühjahr wieder Brennesseln und Brombeerblätter für Tee geerntet, aber auch Holunderblütensirup und Holunderblütengelee mussten es sein. Im Sommer habe ich dann 3 verschiedene Öle für Wundheilung hergestellt: das „berühmte“ Rotöl aus Johanniskrautblüten, aber auch Schafgarben- und Spitzwegerichöl. Aus diesen Ölen habe ich dann eine Heilsalbe hergestellt, die wirklich super hilft. Ich bin total aus dem Häuschen.
Im Spätsommer habe ich dann Holunderbeeren gesammelt (leider nicht so viele, wie ich gerne gehabt hätte, denn unser Urlaub fiel in die Hauptreifezeit), und habe daraus einen leckeren Holundersirup hergestellt. Der soll angeblich helfen, Erkältungen etc. vorzubeugen. Holunderbeeren sollen eine Art antivirale Wirkung haben. Davon brauche ich nächstes Jahr definitiv noch mehr!
Außerdem gärt gerade mein erster Apfelessig – ganz simpel aus Apfelschalen von meinen Äpfeln (viel ist es dieses Jahr nun nicht). Hier bin ich froh, dass ich weiß, dass meine Äpfel ungespritzt sind. Ich hoffe, dass ich in zwei bis drei Wochen von meinem eigenen Essig kosten kann.
Im Winter stehen auch ein paar Projekte mit Nadelbäumen und Weiden an – ich bin sooo gespannt.
Auf alle Fälle möchte ich euch ermuntern, auch mal loszuziehen und die Heilkraft der Natur zu nutzen. Es macht einen Heidenspaß, außerdem weiß man irgendwann, welche Pflanzen rund um das Zuhause wachsen. Wer am Anfang Schwierigkeiten mit der Bestimmung der Pflanzen hat, kann eine App benutzen – das funktioniert ganz gut, wie ich finde.
Herrlich, wie ich in den letzten vier Wochen gärtnern konnte! Im richtigen Hochsommer ist es bei uns so heiß, da kann ich gar nicht viel machen außer gießen, Unkraut jäten und vor allem Pflanzenkrankheiten bekämpfen, da es zu heiß und trocken ist. Eigentlich mag ich den Hochsommer aus gärnterischer Sicht gar nicht so sehr. Aber jetzt! Man kann wieder säen, denn über 30 Grad mag eigentlich nicht viel keimen. Außerdem ist für viele Blattgemüse/Kräuter der September der ideale Saatzeitpunkt, denn es ist endlich kühler, und somit schießen die Gemüse nicht sofort nach der Aussaat. Dazu gehören z. B. die Asiasalate, Rucola oder Koriander (s. Gartentagebuch September).
Mangold-/KohlrabitopfKoriander, noch klein
Außerdem habe ich hübsche Herbst-/Wintertöpfe angelegt, mit Mangold und Kohlrabi. Der Kohlrabi soll noch vor dem ersten Frost gegessen werden, der Mangold eigentlich auch, aber der kann den Winter überleben: die Blätter sterben bei Frost ab, treiben aber im zeitigen Frühjahr nochmal aus, bevor der Mangold dann in Blüte geht.
Cool FlowersSteckling von der Zitronenverbene
Dann haben schon etliche meiner gesäten Cool Flowers gekeimt: Kornblumen, Ringelblumen, Skabiose und kalifornischer Mohn. Wenn sie größer sind, setze ich sie in Töpfe, die momentan noch von Tomaten und Auberginen belegt sind.
Außerdem kann man jetzt neue Pflanzen aus weichen Stecklingen ziehen, das mache ich gerade von Lavendel und Zitronenverbene. Dazu einen Trieb von ca. 5-10 cm Länge nehmen, an dessen Ende keine Blüte(-nknospe) sitzt. Unterhalb eines Blattpaares abschneiden (dort treiben die Wurzeln später aus), und die unteren Blätter entfernen, und den kahlen unteren Teil in Blumenerde stecken. Zu viele Blätter sollten oben nicht stehen bleiben, denn der Steckling soll die Kraft in die Wurzelbildung, und nicht in die Aufrechterhaltung der Blätter stecken, Ein paar Blätter braucht es aber wegen der Photosynthese schon. Dann gießen, und ich habe noch einen Gefrierbeutel mit einem Loch über den Topf, das schafft eine angenehme Atmosphäre für den Steckling. Und jetztheißt es ein paar Wochen abwarten. Wenn der Steckling neue Blätter bildet, ist es wahrscheinlich, dass er gewurzelt hat.
Lauch und Salate, dazwischen habe ich Knoblauch gesteckt
Außerdem ist jetzt im Oktober Zeit, den Knoblauch zu stecken. Und es geht gerade so weiter! Im Oktober und November steckt man auch die ganzen Blumenzwiebeln wie Tulpen, Narzissen, Krokusse. Herrlich! Auf der anderen Seite räumt man aber auch viel auf bzw. weg. Aber noch kann ich Tomaten und Auberginen stehen lassen.
Obwohl der September und Oktober bisher viel zu warm und trocken waren, gab es doch nicht mehr diese Brüllerhitze mit 30-35 Grad. Deshalb blühen die meisten Blumen noch einmal und viel besser als im Sommer. Die Rose blüht noch einmal, die Dahlien haben viel mehr Blüten als im Hochsommer, und auch mein Salbei blüht und wächst viel besser.
Außerdem blühen die Safrankrokusse!! Es ist jedes Mal so ein Wunder, wenn sie blühen. Ich ernte auch tatsächlich die Safranfäden und trockne sie. Es sind immer drei pro Blüte. Einfach toll. Echt, der Oktober ist ein guter Gartenmonat, wenn man gerne aktiv sein möchte mit säen, Zwiebeln stecken, Saatgut gewinnen, ernten uns so weiter.
Rose – zweite BlüteSafrankrokus
Noch kann ich auch Kräuter zum Trocknen sammeln: neu ins Programm aufgenommen habe ich da Basilikum, das man nicht nur zum Würzen nehmen kann, sondern zusammen mit Minze einen sehr leckeren Kräutertee ergibt. In den nächsten Tagen möchte ich mal mit Kräuterteemischungen experimentieren.
Unser Apfelbaum ist ja die größte Pflanze in unserem Garten. Normalerweise trägt er auch Äpfel wie verrückt, aber nicht so dieses Jahr. Ich vermute, dass die zwei Winterschnitte den Baum sehr gestresst haben. Wahrscheinlich setzen wir dieses Jahr mal mit dem Winterschnitt aus. Das heißt aber, dass ich gar nicht so viele Äpfel zum Verarbeiten habe! Deshalb gibt es heute ein Rezept, für das man wenige Äpfel braucht – 2 große Äpfel haben bei mir gereicht für diesen echt leckeren Apfelkuchen. Das Rezept stammt aus dem Buch „Geheimnisse meiner italienischen Küche“ von Anna del Conte, und der Kuchen ist wunderbar. Er sieht zwar etwas unscheinbar aus, aber ein Stückchen davon mit etwas Schlagsahne – herrlich! Zudem ist er schnell zusammengerührt, für mich ein weiteres Argument.
Zutaten:
100 gr Sultaninen
150 ml Olivenöl
200 gr Zucker
2 große Eier
350 gr Weizenmehl
1 Teelöffel Zimt
1 1/2 Teelöffel Backnatron
1/2 Teelöffel Weinstein
450 gr Äpfel, geschält, Kerngehäuse entfernt und fein gewürfelt
Abrieb von 1 Bio-Zitrone
Vor…….und nach dem Backen
Zubereitung:
Die Sultaninen 20 Minuten in heißem Wasser einweichen.
Eine Springform mit 24 cm Durchmesser fetten.
Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen
Mehl, Zimt, Backnatron und Weinstein in die Mischung geben und unterheben. Der Teig ist recht schwer und kompakt.
Das Öl mit dem Zucker verrühren, bis sie eine homogene Masse ergeben.
Nacheinander die beiden Eier in die Öl-Zucker-Masse einrühren.
Nun die Äpfel und den Zitronenabrieb untermischen, und zum Schluss die abgetropften Sultaninen unterheben.
Den Kuche in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form nehmen.
Den Teig in die Form füllen und ca. 1 Stunde backen (Stäbchenprobe).
Einer meiner Ticks ist es, dass bei uns in der Küche immer eine Dose voll mit selbstgebackenen Keksen stehen muss. Nach den leckeren schwedischen Haferkeksen hatte ich Snickerdoodles gebacken, aber die sind jetzt fast leer. Nun hatte ich irgendwie voll Lust auf Chocolate Chip Cookies. Deshalb habe ich bei „Smitten Kitchen“, einem sehr empfehlenswerten Back- und Kochblog aus New York City nach einem Rezept gestöbert, und wurde fündig!
Für euch (und uns!) habe ich ein leckeres Rezept mit Walnüssen gefunden – auf dem Blog (leider nur auf Englisch) gibt es mindestens 4-5 Rezepte für Chocolate Chip Cookies! Ich habe das Rezept nur minimal angepasst; man könnte auch noch die Zuckermenge ein bisschen reduzieren. Dass hier Walnüsse mit im Teig sind, stört das Schoko-Erlebnis nicht: ihr mahlt die Nüsse am besten kurz im Mixer: dann habt ihr viele ganz fein gemahlene, und ein paar größere Stücke. Doch nun zum Rezept!
Zutaten für ca. 42 Stück:
100 gr weißer Zucker
120 gr brauner Zucker
115 gr warme Butter
1 großes Ei
1 Teelöffel Vanilleextrakt
175 gr Mehl
1/2 Teelöffel Backpulver
1/4 Teelöffel Salz
200 gr Schokotropfen (ich habe 100gr zartbittere und 100 gr Vollmilch genommen)
130 gr Walnüsse, geröstet und kurz im Zerkleinerer gemahlen
Nicht sehr symmetrisch vor …… und nach dem Backen
Zubereitung:
Den Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen, Backbleche mit Backpapier belegen.
Die Zuckersorten und die Butter cremig rühren.
Das Ei und den Vanilleextrakt unterrühren.
Danach das Mehl, das Backpulver und das Salz einrühren.
Zum Schluss die Schokodrops und die Walnüsse unterheben.
Der Teig ist recht weich, aber das macht nichts! Nun mit einem Teelöffel kleine Mengen abstechen (ca. walnussgroß), zu Bällchen formen und auf die Bleche setzen. Pro Blech nicht mehr als 16 Bällchen, denn der Teig läuft beim Backen auseinander. Ich habe drei Bleche gebraucht.
Bleche in den Ofen schieben und Kekse ca. 16 Minuten backen.
Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen, dann die Kekse auf ein Kuchengitter setzen und dort komplett auskühlen lassen.
Dann eine Tee zubereiten, die ersten Kekse dazu essen und den Rest in die Keksdose packen.
Great Dixter wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Nathaniel Lloyd, Daisy Lloyd und Lutyens angelegt. Lloyds jüngster Sohn, Christopher Lloyd, ein bekannter Gärtner und Autor, entwickelte Great Dixter zur heutigen Gestaltung und Berühmtheit. Der Stil der Arts-and-Crafts-Bewegung – Sträucher in Formschnitt (der Pfauengarten), Rabatten sowie von Daisy Lloyd angelegte Orchideen- und Wildblumenwiesen – prägten den Garten. Manches davon kann man auch noch heute sehen. Ich persönlich finde Great Dixter auch heute noch einen innovativen Garten.
Bei unserem Besuch sind mir einige Dinge aufgefallen und die habe ich euch heute auch als Tipps mitgebracht.
Nicht blühende Ecken mit Töpfen aufpeppen
Wie ihr auf den Fotos unten seht, haben die Gärtner ziemlich geschickt Töpfe mit Blumen platziert, wenn irgendwo gerade wenig im Beet geblüht hat. So bekommt man trotzdem den Eindruck, es blüht überall.
Knallige Farbkombinationen
Das ist mir in ganz vielen Gärten dieses Jahr in England aufgefallen, und besonders in Great Dixter: die Farbkombinationen werden knallig. Eine Favoritenkombination ist violett mit orange. Der überwiegende Teil der Blumen ist orange, und dazwischen poppen die violetten Blumen hervor. Unten links ist das ganze noch sehr hübsch mit einem weiß-grünen Gras kombiniert, das ein bisschen Leichtigkeit in das Arrangement bringt.
Eine zweite Knallerkombi, die mir aufgefallen ist, war pink und lavendelblau. Das waren absolute Hingucker, und zuviel würde ich davon auch nicht pflanzen. Für einen Topf oder eine kleine Ecke im Garten aber auf alle Fälle einen Versuch wert.
Blumen und Samenstände trocknen
Blumen trocknen ist definitiv ein Trend, den ich auch sehr gerne mag. In Great Dixter trocknet man auch Blüten und Samenstände, und das sogar noch sehr dekorativ. Entweder macht man daraus Material für Kränze oder Trockensträuße, oder man nimmt die Samenstände zur Saatgutgewinnung.
Gemüse und Blumen
Ja, Blumen und Gemüse sind auch immer ein Thema. In Great Dixter stehen Tomaten zwischen Ringelblumen, und Gurken wachsen mit Kapuzinerkresse. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern lockt auch noch Bestäuber wie Bienen an. Zusätzlich haben die Ringelblumen eine positive Wirkung auf ihre Nachbarpflanzen, und die Kapuzinerkresse lockt z.B. Blattläuse an. Damit hat sie zwar die Läuse, aber nicht die Nachbarpflanzen (hier die Gurken). Ziemlich clever.
Und zum Abschluss einfach nur ein paar schöne Pflanzen- und Blumenkombinationen, natürlich wieder in knalligen Farben.
Und es darf natürlich die ungemähte Wiese mit den Eibenskulpturen nicht fehlen…. also, falls ihr mal in Südengland weilt, müsst ihr einfach nach Great Dixter!