Gartentagebuch 2023: Juli

Gartentagebuch 2023: Juli

Das Gemüse wächst, und zwischendurch gibt es auch mal Hitzepausen und Gewitter mit Regen. Gar nicht so schlecht, das finden aber auch die Schädlinge, die jetzt immer mehr werden. Die Gemüse sind noch verschont – außer von den üblichen Schnecken, die meine Blattgemüse und Kohl lieben. Die schütze ich fast alle mit Ringen aus alten Plastikflaschen (s. Gartenhacks) oder Ringen aus engmaschigem Draht, solange sie noch klein sind. An den Löwenmäulchen sind irgendwelche Mücken/Läuse zugange, die ich hauptsächlich absammle. Den Mehltau habe ich wirklich mit meinen Sprühaktionen mit der Milch in den Griff bekommen. Auch meine Zucchini und die Rose besprühe ich damit auch schon prophylaktisch. Zusätzlich habe ich noch Tipps zur Zucchini-Zucht im Gepäck:

  1. Wenn ihr die Zucchini im Topf haltet, dann macht den Topf nicht ganz voll mit Erde und pflanzt die Zucchini ein. Im Laufe des Sommers kann man dann immer wieder eine Erdschicht in den Topf packen, bis er voll ist. So wird die Zucchini automatisch mit mehr Nährstoffen versorgt, und sie kann mehr Wurzeln bilden.
  2. Die erste Zucchini schneidet ihr ab, wenn sie ca. fingerlang ist. So regt ihr eure Zucchini zur Bildung von mehr Früchten an.

Ansonsten ist die Hauptarbeit im Wesentlichen das Gießen, Düngen und Überwachen der Pflanzen, damit kein größerer Schädlingsbefall droht. Es ist meist doch sehr heiß/warm, deshalb sehen die Blumen ein bisschen müde aus; aber meine süßen Löwenmäulchen trotzen der Hitze ganz gut.

Die Auberginen wachsen bei diesem Wetter natürlich spitze. Ich lese immer wieder, wie schwer es ist, Auberginen zu ziehen. Das ist bei mir nicht der Fall! Liegt bestimmt auch an unserem sehr mediterranen Klima. Deshalb hier meine Top-Tipps zur Auberginen-Zucht.

  1. Früh im Haus aussäen, Ende Januar/Anfang Februar, an/auf einer Heizung, denn sie mögen schon eine Keimtemparatur über 20 Grad. Dann die Pflänzchen wachsen lassen.
  2. Auberginen erst ins Freie stellen, wenn die Temperaturen relativ stabil über 12 Grad sind. Im Zweifelsfall nachts wieder ins Haus stellen.
  3. Das ist wohl der wichtigste Tip: Auberginen am besten in großen Töpfen auf einer Terasse mit Südausrichtung (oder vieel Sonne) ziehen. Im Beet funktionieren sie bei mir auch nicht. Auf so einer Terasse bekommen sie viel Wärme, die Steine strahlen ja zusätzlich noch Hitze ab. Wenn die Terasse noch überdacht ist, wäre das noch besser.
  4. Regelmäßig gießen und düngen. Nur bitte keine Staunässe. Also Töpfe mit Löchern und Untersetzern benutzen, das funktioniert am besten.

Ich habe schon die ersten Auberginen geerntet, wohingegen die Tomaten jetzt erst langsam „erröten“!

Säen für Herbst und Winter

Die Aussaat geht weiter! Jetzt im Juli kann man noch gut Gemüse aussäen, um für Herbst und Winter gerüstet zu sein. Ich habe ausgesät:

  • Kohlrabi
  • Mangold
  • Im Beet: Winterheckenzwiebel. Das ist eine winterharte, mehrjährige Zwiebel, die so ähnlich wie Frühlingszwiebeln ist. Man kann das grüne Laub abschneiden, und wie bei Frühlingszwiebeln benutzen.

Man kann auch Spinat und Salate aussäen, ich warte damit aber, bis es bei uns ein bisschen kühler ist.

Kohlrabi und Mangold haben schon toll gekeimt; wenn sie die ersten echten Blätter haben, werden sie in kleine Module umgesetzt, und wenn Platz im Beet ist, setze ich sie hinein. Meine ca. 30 Lauchpflänzchen habe ich jetzt auch im Gemüsebeet untergebracht; hoffentlich wachsen sie auch. Es ist Winterlauch, d.h. der bleibt über den Winter stehen (ist frosthart).

Winterbeet

Mein Winterbeet steht auch; da waren vorher die Zuckererbsen, bei der Hitze machen die aber schnell schlapp. Im Winterbeet stehen im Moment ein Palmkohl zwei lila Sprossenbrokkolis sowie 5 Lauchpflänzchen. Dann werden noch ein paar Kohlrabis dazukommen. Im Moment habe ich den Kohl mit einem Netz vor dem Kohlweißling geschützt.

Langsam fangen auch die Dahlien an, zu blühen. Ach, wenn er nicht so heiß wäre, der Juli…

Dahlien ‚Geri Hoek‘ und ‚Bishop’s Children‘

Kirschmuffins

Kirschmuffins

Es ist Kirschenzeit! Meine Freundin hat mir mal wieder eine Ladung leckerer Süßkirschen von ihrem Baum vorbeigebracht, und das ist doch die beste Gelegenheit, ein paar davon in Muffins zu packen. Wer keine frischen Kirschen hat, kann auch Sauerkirschen aus dem Glas nehmen. So kann man die Muffins rund ums Jahr backen. Ich mag sie gerne, denn sie sind schön saftig und fluffig, haben aber eine echt knusprige Oberfläche. Die etwas ungewöhnliche Zutat hier sind die Haferflocken.

Zutaten:

  • 200 gr Mehl
  • 60 gr feine Haferflocken
  • 2 Teelöffel Backpulver
  • 1/2 Teelöffel Backnatron
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 220 gr Kirschen (ich habe Süßkirschen genommen, es gehen auch Sauerkirschen aus dem Glas)
  • 2 Eier
  • 150 gr Zucker
  • 150 gr flüssige Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 200 gr Joghurt (oder saure Sahne)
  • nach Belieben: Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und Papierförmchen in ein 12er Muffinblech setzen.
  2. Das Mehl in einer Schüssel mit den Haferflocken, dem Backpulver, Backnatron und Zimt mischen.
  3. Die Kirschen vorbereiten: frische Kirschen waschen und entkernen, Kirschen aus dem Glas in einem Sieb abtropfen lassen.
  4. Die Eier mit dem Schneebesen leicht verquirlen, dann Zucker, Butter und Vanillezucker dazugeben und alles gut verrühren.
  5. Joghurt unterrühren.
  6. Die Mehlmischung dazugeben und rühren, bis alles gerade feucht ist. Bei Muffins den Teig nie zu glatt rühren.
  7. Etwa ein Drittel des Teigs in die Vertiefungen geben und die Hälfte der Kirschen auf dem Teig verteilen.
  8. Mit dem restlichen Teig auffülen und die restlichen Kirschen auf dem Teig verteilen.
  9. Die Muffins auf mittlerer Schien in 20-25 Minuten goldgelb backen.
  10. Etwa 5 Minuten ruhen lassen, dann mit Puderzucker bestreuen und am besten noch warm genießen.

Wie immer friere ich ein paar Muffins ein, denn frisch schmecken sie am besten. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass man anstelle der Kirschen auch Beeren nehmen könnte, z.B. Heidelbeeren, Johannisbeeren oder Stachelbeeren.

Heidelbeer-Marmelade mit Lavendel und Rosmarin

Heidelbeer-Marmelade mit Lavendel und Rosmarin

Ich bin ja echt ein Fan von guter Marmelade auf einem leckeren Brot. Vor einem Monat waren alle unsere selbstgemachten Marmeladen aufgebraucht – und da erlebte ich mal wieder den „Schocker“ einer gekauften Marmelade. Viel zu viel Zucker im Verhältnis zu den Früchten. Jetzt haben wir wieder einen kleinen Vorrat selbstgemachter Marmelade – Holunderblütengelee, Johannisbeere mit Aprikose und eben diese leckere Heidelbeermarmelade. Nun kann ich wieder mit Genuss mein Marmeladenbrot zum Frühstück essen.

Zutaten:

  • 1 kg Heidelbeeren
  • 1-2 Lavendelzweige
  • 1 Rosmarinzweig
  • Saft von 1 Zitrone
  • 100 gr Zucker
  • 500 gr Gelierzucker 2:1

Zubereitung:

  1. Heidelbeeren waschen und gut abtropfen lassen.
  2. Lavendelblüten von den Stielen zupfen, ebenso die Rosmarinnadeln. Die Rosmarinnadeln klein hacken.
  3. Heidelbeeren, Zucker, Lavendelblüten, Rosmarin und Zitronensaft in einen Topf geben und 1 Stunde ziehen lassen. Ich habe den Rosmarin und Lavendel in einen Teefilter getan, um die Kräuter vor dem Abfüllen in die Gläser herauszunehmen (damit sie nicht zu intensiv hervorschmecken). Währenddessen kann man die Marmeladengläser und -deckel sterilisieren.
  4. Anschließend aufkochen, und dann den Gelierzucker einrühren und nach Packungsanweisung (meist 4 Minuten sprudelnd) kochen.
  5. Marmelade in sterilisierte Gläser füllen.

Lavendelsirup

Lavendelsirup

Nachdem ich letztes Jahr eine kleine „Lavendelpause“ eingelegt habe, gibt es dieses Jahr wieder eine kleine Lavendelreihe. Heute stelle ich euch Lavendelsirup vor. So ein Lavendelsirup schmeckt erfrischend als Schorle mit ein bisschen Zitronensaft, aber auch toll mit Weißwein oder Prosecco aufgegossen. Probiert’s mal aus! Übrigens könnt ihr auch leicht erst mal nur die halbe Menge herstellen, wenn ihr unsicher seid, ob ihr Lavendelsirup mögt.

Zutaten:

  • 1 kg Zucker
  • 1 Zitrone
  • 3 Handvoll Lavendelblüten

Zubereitung:

  1. Zucker in 1 Liter Wasser auflösen und den Saft der Zitrone dazugeben.
  2. Die Lavendelblüten in das Zuckerwasser geben und verrühren.
  3. Abdecken und 24 Stunden durchziehen lassen.
  4. Dann den Sirup durch ein Mulltuch abseihen, kurz aufkochen und in saubere (sterilisierte) Flaschen füllen.

Gartentagebuch 2023: Juni

Gartentagebuch 2023: Juni

Ach, der Juni! So sonnig und trocken wie im Hochsommer! Es hat bis auf drei Alibitropfen noch nicht geregnet, und die 30-Grad-Marke haben wir schon etliche Male überschritten. Deshalb ist gießen, gießen, gießen angesagt. Manche Pflanzen finden das Wetter natürlich fantastisch, so wie die Auberginen, Chilis und Tomaten. Die wachsen auch wirklich toll, und jedes Mal bin ich überrascht, wie aus so kleinen, „vergrutzten“ Sämlingen so große, gesunde Pflanzen werden.

Manche Pflanzen stresst das Wetter aber auch, und dann kommt mal ganz gerne der Mehltau um die Ecke. Meine Löwenmäulchen hatten Mehltau, aber ich bin ihm mit einem Hausmittel zu Leibe gerückt, und ich hoffe, dass die schlimmste Gefahr gebannt ist. Wie ihr auf dem Foto oben seht, blüht das erste Löwenmäulchen auch schon, es heißt „Twinny Appleblossom“. Hier nun mein Rezept gegen Mehltau:

Hausrezept gegen Mehltau

  • 1 Teil Frischmilch
  • 8 Teile Wasser

in einer Sprühflasche gut vermischen. Dann täglich, ca. eine Woche lang (im Zweifelsfall nochmal ansetzen), die befallenen Blätter besprühen. Angeblich mögen die Mehltaupilze die Milchsäurebakterien nicht. Deshalb bitte keine H-Milch verwenden, das klappt dann nicht so gut. Joghurt funktioniert auch.

Die Zuckerschoten wachsen (noch) sehr gut (die sind ja auch mehltauanfällig); jeden Tag ernte ich ein paar. Mein Trick: Ich packe die Schoten in eine Plastikdose im Kühlschrank, und fülle diese jeden Tag auf (ich ernte jeden Tag ca. 5-7 Schoten). Dann habe ich nach einer Woche eine Menge, mit der ich auch kochtechnisch was anfangen kann.

Morgens habe ich schon viele Kräuter zum Trocknen gesammelt – für Tee, aber auch für die Küche zum Würzen, z.B. Oregano oder Thymian. Wie geht’s?

Gewürz-Kräuter trocknen

  • Morgens Zweige von Oregano oder Thymian abschneiden. Nur die frischesten nehmen.
  • An einem trockenen, dunklen Ort trocknen (ich lege sie immer in Obstkisten, die ich mit Küchenpapier ausgelegt habe und packe diese dann auf unseren Dachboden).
  • Wenn die Kräuter komplett getrocknet sind (sie müssen so schön rascheln), dann von den Stielen abstreifen.
  • Kurz in einem Mixer oder Zerkleinerer etwas kleinhacken – und dann ab damit in hübsche Gläser.

Selbst die getrockneten Kräuter aus dem eigenen Garten sind geschmackvoller als die gekauften getrockneten Kräuter. Die sind auch oft schon bräunlich – ich vermute, dass die jahrelang irgendwo gelagert werden und deshalb schon viel Geschmack verloren haben.

Erste Marmelade kochen

Außerdem sind die Johannisbeeren reif – und ich habe schon meine Johannisbeermarmelade gekocht (Rezept hier). Ein paar Johannisbeeren hängen noch dran – dieses Jahr ist die Erntemenge dieses einen Strauches locker über 1kg. Denn Johannisbeercrumble muss ich auch unbedingt noch machen. Bei wem der Holunder noch blüht – unbedingt empfehlenswert ist auch Holunderblütengelee (Rezept hier). Das ist wie Frühling auf dem Brot.

Ansonsten topfe ich ein bisschen um; von kleinere in größere Töpfe, oder von Töpfen ins Beet (die Schnittblumen und den Lauch). Irgendwie habe ich auch zu viel Lauch. In meinem kleinen Gemüsebeet stehen schon 17 Lauchstängelchen, und mindestens so viel stehen noch in der Anzuchtschale.

Zweijährige Blumen säen

Dann habe ich noch Fingerhut und Goldlack gesät. Das sind sogenannte zweijährige Blumen. Man sät sie im Frühsommer, damit sie bis zum Winter Blätter und Wurzeln entwickeln können. So überstehen sie den Winter, und blühen dann im nächsten Frühling (mehr dazu hier).

Zitronenkekse

Zitronenkekse

Frisch, schnell, einfach – was kann man daran nicht mögen? Die Zubereitung ähnelt sehr der Zubereitung von Vanillekipferl, nur dass man diese Kekse hier in Kugelform belässt. Von der Konstistenz erinnern sie aber eher an Snickerdoodles – außen knusprig und innen eher kuchig-weich. Sehr lecker!

Die Kekse halten sich in einer Keksdose ca. 1 Woche, und statt mit Zitrone könnte man sie natürlich auch mal mit Orange oder Limette probieren.

Zutaten für ca. 35 -40 Stück:

  • 100 gr weiche Butter
  • 80 gr Zucker, plus 3-4 Esslöffel zum Wälzen
  • 1 Ei
  • Abrieb und Saft einer Bio-Zitrone
  • 2 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 300 gr Mehl
  • 3-4 Esslöffel Puderzucker

Zubereitung:

  1. Butter und Zucker schaumig schlagen.
  2. Das Ei unterrühren, danach den Abrieb und den Zitronensaft.
  3. Das Mehl mit dem Backpulver unterrühren, zum Schluss mit den Händen eine Kugel Mürbteig kneten.
  4. Die Kugel in Folie gewickelt eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  5. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/unterhitze oder 160 Grad Umluft vorheizen (bei Umluft kann man beide Bleche gleichzeitig backen; Stromspartipp).
  6. Zwei Bleche mit Backpapier auslegen.
  7. Den normalen Zucker in eine tiefe Schale und den Puderzucker in eine weitere tiefe Schale geben.
  8. Den Teig aus dem Kühlschrank holen und walnussgroße Kugeln formen. Diese dann zuerst im normalen Zucker, dann im Puderzucker wälzen.
  9. Die Kugeln mit etwas Abstand auf die Bleche legen und ca. 12 Minuten hellgolden backen, bis sich Risse in der Oberfläche bilden.
  10. Herausnehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

Genießt man am besten mit einem Tässchen Tee im Garten und genießt die Blütenpracht.

Fünf Tipps zum Gärtnern mit kleinem Budget

Fünf Tipps zum Gärtnern mit kleinem Budget

Für einen Garten kann man wahnsinnig viel Geld ausgeben – vor allem dann, wenn man eben sofort alle Pflanzen in einer entsprechenden Größe haben möchte. Ich bin ja kein Anhänger von einem „fertigen“ Garten (mein Garten ist hoffentlich nier fertig), und mit ein bisschen Geduld und Zeit kann man tatsächlich viel Geld sparen – und natürlicher und besser für den Garten ist es auch noch.

Eigenen Dünger herstellen

Mann kann ja alle möglichen Dünger im Gartencenter oder Baumarkt kaufen – oder man verzichtet auf einen Teil (oder komplett) und stellt selbst Flüssigdünger her. Am besten eignen sich Brennesseln oder Beinwellblätter – diese in einem (verschließbaren) Eimer mit Wasser ansetzen, ein paar Wochen stehen lassen – und schon hat man einen Flüssigdünger (der leider ein wenig muffelt, aber das gehört so). Für eine genaue Anleitung klicke hier.

Kompost machen

Obwohl ich einen kleinen Garten habe, stelle ich Kompost her. Dafür habe ich so einen kleinen Minikomposter aus Plastik – und auch wenn es eine kleine Menge ist, und dadurch der Kompost nicht warm genug wird und Unkrautsamen überleben – ich benutze den Kompost als Mulch und Düngung auf meinen Gemüsebeeten, und die Bodenqualität hat sich defiitiv verbessert. Auch beim Gemüseanbau im Topf mische ich meist ein paar Handvoll Kompost unter die Blumenerde – da hatte ich letztes Jahr bei meinen Tomaten den Eidnruck, sie haben länger ein paar Nährstoffe. Außerdem habe ich ein paar Säcke Blumenerde eingespart. Wer keinen Komposter im Garten mag, kann auch einfach Laubkompost herstellen. Dafür feuchtes Laub im Herbst in dunkle Plastiksäcke (in die man vorher ein paar kleine Löcher gepiekst hat) packen, diese verschließen und ein bis zwei Jahre vergessen – danach hat man den besten Laubkompost.

Samen sammeln

Das mache ich inzwischen bei vielen meiner Blumen, aber auch bei meinen Tomaten oder Basilikum: Saatgut selbst sammeln! Das geht eigentlich ganz einfach, da findet ihr auch im Netz viele Tipps, wie das funktioniert. Bei Blumen muss man imWesentlichen nur warten, bis sie verblüht sind und Samenstände gebildet haben. Und so bekommt man ganz einfach umsonst Nachschub! Mehr zu Saatgut von den eigenen Blumen sammeln findest du hier.

Sträucher und Stauden selbst ziehen

Mit Hilfe von Stecklingen oder Steckhölzern kann man von vielen Pflanzen Ableger ziehen – habe ich schon mit Johannisbeere, Hortensie, Lavendel gemacht. Mehr zur Vermehrung speziell durch Steckhölzer findest du hier.

Kostbares Wasser sammeln / sparen

Wasser wird immer knapper – jeder der gärtnert, weiß das. Deshalb ist es wichtig, das Nass, das vom Himmel kommt, effizient zu nutzen. Am besten geht das mit einer Regentonne, die vielleicht an ein Fallrohr von der Regenrinne angeschlossen ist. Beim Bewässern immer darauf achten, direkt den Boden zu bewässern, damit nicht zuviel Wasser“verloren“ geht. In Gegenden, wo es im Sommer schon mal knapp wird mit dem Wasser besser Pflanzen setzen, die mit wenig Wasser auskommen. Hortensien z.B. brauchen viel Wasser, mediterrane Pflanzen wie z.B. Lavendel eher weniger.

Gewürzter Rhabarber-Vanille-Kuchen

Gewürzter Rhabarber-Vanille-Kuchen

Rein optisch schaut der Kuchen fast wie mein Rhabarber-Rahm-Kuchen aus, aber erschmeckt doch einen Tick anders. Der Rhabarber wird mit Zimt, Sternanis und Zucker vorgegart, und der Rahm ist hier ein würziger Vanillepudding. Außerdem ist der Mürbteig mit Dinkelmehl und ohne Zucker. Probiert den Kuchen mal aus; er gibt dem Rhabarber mal einen ganz anderen Dreh!

Zutaten für eine Springform mit 24 cm Durchmesser:

Für den Teig:

  • 200 gr Dinkelmehl
  • 120 gr kalte Butter
  • Prise Salz
  • 2-3 Esslöffel Wasser

Für den Rhabarber:

  • 700 gr Rhabarber
  • 200 gr Zucker
  • 2 Sternanis
  • 1 Zimtstange

Für den Pudding:

  • 3 Eier
  • 3/4 Esslöffel Stärke
  • 200 gr Zucker
  • 190 gr Schlagsahne
  • 225 ml Milch
  • Mark von einer Vanilleschote
  • 1 Prise gemahlene Muskatnuss

Zubereitung:

  1. Für den Teig das Mehl, das Salz unddie Butter (in kleine Stücke geschnitten) verreiben. Nach und nach das Wasser dazugeben, und alles rasch mit den Händen zu einem Mürbteig verkneten. In Folie wickeln und eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  2. Den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Währenddessen den Rhabarber waschen, schälen und in ca. 5-8 cm lange Stücke schneiden.
  3. Die Rhabarberstücke mit dem Zucker, den Sternanis und der Zimtstange in einer ofenfesten Form vermischen, dabei den Anis und die Zimtstange etwas auseinanderbrechen.
  4. Im Ofen ca. 20 Minuten backen, dann herausnehmen und abkühlen lassen.
  5. Die Springform buttern oder mit Backpapier auslegen und die Form mit dem Teig auskleiden, dabei den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen.
  6. Teig im weiterhin 200 Grad heißen Ofen 15 Minuten backen.
  7. Währenddessen den Pudding zubereiten. Dazu werden die Eier, der Zucker und die Stärke in einer separaten Schüssel verrührt.
  8. Milch, Sahne, Vanillemark und Muskat in einen Topf geben und mit einem Schneebesen mischen. Diese Mischung dann erhitzen, bis sie kurz vor dem Kochen ist. Dann die Ei-Mischung hinzugeben und weiter leise köcheln lassen, dabei immer mit einem Schneebesen umrühren. Wenn die Masse dick wird, vom Herd ziehen.
  9. Wenn der Teig gebacken ist, die Rhabarberstücke (ohen Anis- und Zimtstangenstücke) auf dem Teigboden verteilen, und dann den Pudding darübergießen. Nun im Ofen ca. 25 Minuten fertigbacken.

Gartentagebuch: Mitte/Ende Mai

Gartentagebuch: Mitte/Ende Mai

Was blüht gerade?

Wie ihr oben seht, blühen meine Cool Flowers schon wie verrückt, vor allem die Kornblumen. Nun ist auch die erste Mohnblume aufgegangen – wunderschön! Ansonsten blühen die Camassias, die wilden Gladiolen (die sind toll und vermehren sich auch), und mein letzter Zierlauch. Langsam öffnet auch die Rose ihre Blüten, und Nelken sowie Lavendel stehen in den Startlöchern.

Wilde Gladiolen (pink), Camassias (weiß), und im Hintergrund blühender Thymian

Dann hat dieses Jahr zum ersten Mal meine Elfenblume geblüht – die wurde immer von Schnecken ziemlich weggeknabbert, aber seit letztem Jahr habe ich einen Schneckenschutz drumherum (aus einer Plastikflasche, s. meine Gartenhacks), und da konnte sie endlich mal mit ein paar unversehrten Blättern vernünftig Fotosysnthese betreiben. Und voilà – der Lohn dieses Jahr waren die winzigen Blüten.

Ein neuer Weg fürs Gemüsebeet

Schon lange habe ich Holzhackschnitzel gesucht, um einen „no-dig-konformen“ Weg in meinem Gemüsebeet zu haben. Bisher waren das ein paar Trittsteine – das sah nicht so hübsch aus, und dazwischen wuchs auch dauernd Unkraut. Nun gab es endlich Bio-Holzhackschnitzel im Gartencenter, und da habe ich doch zugeschlagen. Unten auf dem Foto seht ihr den Weg.

Warum ist ein Weg aus Holzhackschnitzeln so gut? Erstens verrottet das Holz von unten her langsam, und gibt so Nährstoffe an den Boden ab (und irgendwie gelangen die dann auch vom Weg ein bisschen in die Beete). Das heißt, dass man natürlich jedes Jahr wieder ein bisschen aufschütten muss – aber noch habe ich einen kleinen Vorrat. Zweitens wird der Boden komplett bedeckt, es wachsen keine Unkräuter, und es sammeln sich auch keine Schnecken darunter wie bei meinen Steinen. Außerdem finde ich, dass es auch ganz hübsch aussieht.

Die Jungpflanzenaufzucht

Die „Südländer“ (Auberginen, Tomaten, Chilis) sind zwar noch vergleichsweise klein, aber sie wachsen und sind gesund. Die ersten Pflänzchen setze ich nun nach und nach an ihre endgültige Position – in einen großen Topf oder ins Gemüsebeet. Der Rest wächst auch ganz brav vor sich hin – die Kohlsorten, der Lauch, die Zwiebeln und die Erbsen im Beet und die Blumen (Cosmos, Zinnie und natürlich meine vielen Löwenmäulchen).

Was nicht so toll läuft ist die rote Bete – die ist schon seit längerem im Beet, aber sie mickert vor sich hin. Und auch mit der Salataussaat habe ich kein Glück – nur eine Salatsorte (Romanasalat Forellenschuss) keimt zuverlässig, alles andere keimt nicht mal. Ich schiebe es jetzt mal auf die Qualität des Saatguts – und habe beschlossen, nächstes Jahr generalstabsmäßiger in die Salatzucht einzusteigen, denn wir essen gerne Salat, und da könnte noch ein bisschen was gehen. Was auch nicht gut klappt, sind Radieschen! Weder im Beet noch im Topf habe ich viel Glück damit. Falls ihr irgendwelche Tipps für mich habt – ich würde mich freuen!

Was säe ich noch?

Demnächst werde ich meine Bohnen aussäen, und evtl. ein paar Minigurken. Und vielleicht noch Nachschub für Kräuter (Basilikum), mal sehen. Bis September gibt es eigentlich immer etwas auszusäen!

Das Foto unten ist übrigens blühender Feldsalat. Ein paar Pflänzchen lasse ich blühen, um Samen zu ernten! Dann habe ich nämlich knackfrischen Samen, der bestens keimt! Und Feldsalat im Winter ist einfach toll, auch als Bodenbedeckung und Gründünger. Da habe ich dieses Jahr schon ganz gut geerntet, und das möchte ich nächsten Winter noch besser machen. Ich überlege mir immer mehr, wie mein Garten im Winter zum einen hübsch aussieht (Winterblüher, attraktive Gehölze), aber auch Gemüse zum Ernten bereithält. Der Winter dauert so lange, und da finde ich es schade, wenn der Garten so ganz unattraktiv aussieht. Wir haben halt auch nicht viel Schnee.

Aber nun kommt erst mal der Sommer, und über die nächsten Wochen gibt es genug zu tun – alle Jungpflanzen setzen, weiteres Gemüse säen, die Dahlien aus dem Keller räumen und einpflanzen (ja, da habe ich auch noch nicht alle draußen), Unkraut jäten, Kräuter sammeln und trocknen, Düngerjauchen ansetzen…..und zwischendurch mit einem Tässchen Tee im Garten sitzen, den Vögeln lauschen, den Bienen und Hummeln zusehen, wie sie von Blüte zu Blüte fliegen….herrlich!

Schnelle Rhabarber-Taschen

Schnelle Rhabarber-Taschen

Ein tolles Rezept, um kleine Rhabarber(rest-)mengen schnell zu verwerten.

Zutaten:

  • 200 gr Rhabarber, geputzt, in dünne Scheiben geschnitten
  • 100 gr Zucker
  • 1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal
  • 30 gr gemahlene Mandeln
  • 1 Ei, verquirlt
  • 20 gr gehobelte Mandeln

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Rhabarber und Zucker in einer Schüssel gründlich vermischen.
  3. Den Blätterteig auf ein Blch entrollen, und dann in 8 gleichgroße Rechtecke schneiden.
  4. Vier Teigrechtecke mit den gemahlenen Mandeln bestreuen, dabei einen Rand von ca. 1cm lassen.
  5. Die Rhabarbermischung darauf verteilen, die restlichen Teigrechtecke daraufsetzen und die Teigränder fest zusammendrücken.
  6. Die Teigoberfläche mit Ei bestreichen, mit den gehobelten Mandeln bestreuen und 15 Minuten goldbraun backen.
  7. Zum Servieren diagonal durchschneiden, und noch leicht warm genießen.