Hallo meine Lieben, ab heute gibt es für diese Saison in loser Reihenfolge den Wildblumenstrauß der Woche.
Bevor ihr nun losspaziert und Sträuße pflückt, ein paar wichtige Tipps, wie der Strauß locker eine Woche in der Vase hält.
Blumenstängel pflücken, die noch keine verblühten Blüten haben, sondern mehr Knospen
Blumen möglichst schnell nach Hause bringen
Zu Hause beim Zurechtstutzen für die Vase: alle Blätter entfernen, die im Wasser stehen könnten (ca. vom unteren Drittel des Stängels)
Jetzt kommt der Geheimtipp: wenn alle Stängel zurechtgestutzt sind, die Stängelenden ein paar Sekunden in kochend heißes Wasser tauchen. Keine Angst! Das bewirkt, dass die Luft aus den Stängeln entweicht und sie das Wasser dann besser aufnehmen können. Man sieht direkt die Luftbläschen aufsteigen.
Und nun zum Strauß: die Hauptblume in diesem Strauß ist die hellgrüne Wolfsmilch, kombiniert mit lila Ackerwicke, wildem Storchschnabel und luftigen Gräsern.
Ich liebe Tulpen: von allen Frühlingszwiebelblumen sind sie mir die liebsten. Es gibt aber auch einfach viele tolle Sorten. Deshalb muss ich jedes Jahr ein paar neue Sorten pflanzen!
Dieses Jahr habe ich mir neben meinen Tulpentöpfen auch ein Tulpenschnittblumenbeet gegönnt; es war im Herbst eher eine spontane Idee, ein freies Gemüsebeet mit Tulpenzwiebeln zu bestücken. Dafür habe ich die letzten Sonderangebote vom Baumarkt genommen; und ich muss sagen: sensationell! Tulpen in kräftigen Farben, Tulpen mit Rüschen – es ist so schön, dass ich ein paar Tulpen auch im Beet stehen lasse. Außerdem geht es nicht frischer, wenn man einen Tulpenstrauß haben möchte. Im Herbst werde ich die Zwiebeln etwas enger setzen, um mehr Tulpen schneiden zu können.
Ganz romantisch……eher dramatisch
Aber auch die Tulpen in meinen Töpfen gefallen mir wieder gut; hier ging mehr Planung und Recherche voraus. Besonders gut gefallen mir dieses Jahr die ‚Black Parrot‘. Aber auch ‚Angelique‘ ist sehr hübsch.
Zum ersten Mal habe ich Tulpenzwiebeln im Keller überwintert; die dicksten habe ich dann im Herbst in die Töpfe gesetzt, und ich bin erstaunt, dass doch etliche wieder blühen – sogar eine rote ‚Rococo‘. Das werde ich also wieder machen. Mit den Blättern habe ich sie in Papiertüten gelagert.
Also, geht los im Herbst und besorgt euch ein paar Tulpenzwiebeln! Und gerne ein paar ausgefallene Sorten. Am besten in Gruppen oder in Töpfe setzen; dann wirken sie nochmal besser.
Der deutsche Name für Lunaria annua ist Silberblatt – den Mond im lateinischen Namen finde ich aber viel romantischer.
Lunaria Annua ist eine zweijährige Blume, d.h. sie wird im Frühsommer ausgesät und blüht im Frühjahr des nächsten Jahres. Sie ist ziemlich anspruchslos: sie verträgt neben Vollsonne auch leichten Schatten, und sie gedeiht auch gut in nährstoffarmer Erde.
Blüte im April
Es gibt sie in zwei Farben: in lila (wie hier bei mir), oder in weiß. Die Blüten sind schon ganz schön, vor allem die lila Blüten, insbesondere wenn man sie mit rosa und orangefarbenen Tulpen kombiniert.
Die Samenstände im Spätfrühling
Seinen Namen hat die Pflanze aber von seinen Samenständen, die ausgereift wie kleine Monde aussehen. Es sind runde, dünne Scheiben, die zuerst grün-lila sind, und im Herbst trocknen. Sie sehen dann aus wie Pergamentpapier, in dem sich die Samen befinden. Besonders im Gegenlicht der Sonne sehen sie dann wirklich wie kleine Monde aus.
Die Samenstände, die wie kleine Monde aussehen
Man kann diese Samenstände auch gut trocknen und für Sträuße verwenden.
Endlich Frühling! Die Sonne scheint, 18-20 Grad, die Zwiebelblumen geben alles….herrlich!
Wie man oben sieht, geben blühen die Tulpen ‚Toronto‘ wieder zahlreich. Dies ist eine wirklich zuverlässige Tulpensorte und gut geeignet für ‚faule‘ Gärtner, denn sie blüht jedes Jahr, ohne dass man viel tun muss. Einmal im Frühjahr düngen empfehle ich schon, das war’s aber schon.
Genauso zuverlässig blüht die Tulpe ‚Ice Stick‘ (unten); es ist die erste Tulpe, die bei mir blüht, und das schon seit ca. 10 Jahren. Das ist doch super, oder?
Trotzdem freue ich mich auch an den schwierigen Tulpen, die man fast jedes Jahr ersetzen muss. Das habe ich dieses Jahr allerdings nur in den Töpfen gemacht, umso mehr freue ich mich über zwei rosa Tulpen, die im Beet wieder gekommen sind. Die Tulpe unten links ist wohl eine ‚Ollioules‘, die Tulpe unten rechts eine ‚Flaming Purissima‘.
Auch die blühenden Töpfe sind am Start; bei den blauen Töpfen haben schon die Krokusse geblüht wie verrückt, nun sind es die Hyazinthen, und so langsam kommen die Vergißmeinnicht.
Außerdem kommt der rosa Goldlack so langsam (rechts unten).
Dann blüht im Blumenbeet eine Narzisse, die dort gar nicht hingehört. Ihre Schwestern blühen am Apfelbaum, aber ich lasse sie wachsen, denn ihr zartes Gelb gefällt mir.
Jeden Tag springt man morgens in den Garten, um zu schauen, welche Blüte sich über Nacht geöffnet hat. Es ist wirklich spannend. Wenn mehr Tulpen Narzissen und Anemonen und und und blühen, gibt es wieder ein Update. Ich habe in meinem Schnittblumenbeet auch Tulpen stehen, die ich für Sträuße schneiden will. Die sind aber noch nicht so weit.
Leider ist es viel zu trocken, man muss insbesondere die Töpfe ständig gießen.
Es hat lange gedauert, bis das patagonische Eisenkraut in deutschen Gärten angekommen ist. Noch wird es meist in öffentlichen Gärten oder von Stadtgärtnereien in Staudenbeeten verwendet, aber es findet immer häufiger Einzug auch in unsere Privatgärten. Das erste Mal ist mir diese Blume auch in England ins Auge gestochen, denn dort wird sie schon seit Jahren als luftiger Staudenbegleiter verwendet. Durch den schlanken, hohen Wuchs kann es prima zwischen niedrigeren, kompakten Stauden wachsen, so dass die Blüten gleichsam über den anderen Blumen schweben.
Hier sieht man, wie das Eisenkraut über den anderen Blumen schwebt
Das patagonische Eisenkraut ist im milden Klima eine Staude, d.h. es bleibt im Beet und kommt jedes Jahr wieder. Man kann es durch Aussaat im Frühjahr gewinnen, oder einfach ein paar Jungpflanzen im Gartencenter kaufen. Am schönsten ist es, wenn man es etwas weiter hinten im Blumenbeet pflanzt, zwischen niedriger blühenden Sorten. Dadurch ergibt sich eine schöne Höhenstruktur im Beet: quasi 2 Stockwerke – im ersten Stock die niedrigeren Blumen, im zweiten Stockwerk das patagonische Eisenkraut. Da es so schön schlank wächst, findet man auch in einem vollen Blumenbeet noch ein Plätzchen dafür.
Auf den Fotos seht ihr mögliche Farb-/Blumenkombinationen. Das zarte Violett passt zu so ziemlich allen Farben – es macht sich gut als Komplementärfarbe zu gelb/orange, aber auch die Kombination mit rosa/rot/weiß ist sehr empfehlenswert. Dazu kommt, dass es ab Juli unermüdlich bis in den Herbst hinein blüht.
Schmetterlinge lieben das patagonische Eisenkraut ebenfalls.
Letzten Sommer habe ich ja zum ersten Mal ein Schnittblumenbeet angelegt – klein, aber fein. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich jede Woche armdicke Sträuße schneiden konnte – aber immer ein paar Blümchen. Und das tatsächlich quasi durchgehend bis Mitte November. Heute möchte ich euch zeigen, dass es ist nicht notwendig ist, viele Blumen aus dem eigenen Garten zu pflücken. Oft ist es hübscher, mit weniger Blumen kleine Arrangements zu kreieren. Vielleicht wagt ihr es dann auch mal mit einer Schnittblumenecke im Garten. Am besten jetzt schon Ausschau nach Blumensamen von schönen Sorten halten.
Was sollte man aber nun dabei beachten, um hübsche Arrangements zu erstellen, die auch auffallen?
Pink, violett, orange – kräftige Töne mit den gleichen Vasen: Dahlien, wilde Möhre und Kosmos
Ein absolutes Muss dafür sind viele kleine Vasen – das können durchaus auch ausgediente Fläschchen sein, z.B. von Smoothies oder italienischen Aperitiven. Mindestens zwei kleine Vasen sollten es sein – je mehr, desto größer ist die Wirkung. Ich habe inzwischen eine kleine Sammlung von kleinen Vasen.
Die Farben der Vasen sollten entweder neutral sein (Glas, weiß) oder zumindest aus einer Farbfamilie stammen, damit das Arrangement nicht zu unruhig wirkt. Ich habe Grüntöne gewählt, und die kann ich alle untereinander kombinieren, aber auch mit Glas oder weiß.
Die Formen der Vasen dürfen gerne unterschiedlich sein, ebenso wie die Größe bzw. Höhe der Vasen. Dadurch entsteht Lebendigkeit, denn und macht das Arrangement weniger starr.
Unsere Sträußchen für die Nachttische
4. Was für die Vasen gilt, gilt im Wesentlichen auch für die Auswahl der Blumen: lieber in einem Farbschema bleiben, dafür aber unterschiedliche Blütenformen wählen.
5. Um die Einheit des Arrangements zu unterstreichen, sollte mindestens eine Blumensorte in allen Vasen oder zumindest in mehreren Vasen vertreten sein.
Hier sind es gleich fünf kleine Vasen, die die herbstliche Blumenpracht zur Schau stellen
Es ist jedes Mal wie ein kleines Wunder, wenn im Frühling die Blätter der Frühjahrs-Blumenzwiebeln erscheinen. Im Beet habe ich natürlich auch viele Blumenzwiebeln, trotzdem fülle ich im Herbst ein paar Töpfe auf Balkon und Terasse mit Tulpen und Konsorten, um die Blütenpracht noch mehr auszuweiten.
Heute zeige ich euch, wie ich zwei meiner Töpfe bestückt habe. Außerdem bekommt ihr Tipps, worauf ihr bei der Pflanzung achten solltet.
Stein auf dem AbzugslochMix aus Blumenerde und Splitt
Bevor ihr die Töpfe mit Erde füllt, solltet ihr prüfen, ob eure Töpfe unten Abzugslöcher für Wasser haben. Das ist echt wichtig, denn gerade Tulpenzwiebeln sollten nicht in zu feuchter Erde liegen, sonst faulen sie. Über dieses Abzugsloch legt ihr einen Stein oder eine Topfscherbe, damit die Blumenerde nicht herausfällt.
Damit die Erde nicht zu feucht und schwer wird, mixe ich meine ganz normale torffreie Blumenerde mit ein bisschen Splitt – das speichert nicht soviel Wasser.
Goldlack ‚Apricot Sunset‘Tulpe ‚Black Hero‘
Den ersten Topf habe ich mit zwei ganz dunklen Tulpensorten bestückt: „Black Hero“ und „Black Parrot“. Insgesamt 10 Zwiebeln habe ich in den Topf gelegt, dann etwas Erde darauf, und obendrüber 5 Goldlack „Apricot Sunset“ gesetzt und mit Erde aufgefüllt. Dann noch gut angießen – fertig! Der Goldlack ist winterhart und hat jetzt noch ein bisschen Zeit, Wurzeln zu bilden. Je mehr Wurzeln er hat, umso leichter wird er mit Minusgraden fertig. Die Idee ist, dass sich im Frühjahr die Tulpen zwischen dem Goldlack hervorschieben und das Apricot einen Kontrast zu dem Dunkelviolett der Tulpen bildet.
TulpenzwiebelnGoldlack
Der zweite Topf soll eine „Sinfonie in Blau“ werden: Blaue Hyazinthen (3 Stück), lila Krokus (10 Stück) und blaue Vergißmeinnicht (3 Stück).
Wieder einen Topf mit Abzugsloch nehmen, mit einem Stein abdecken, torffreie Blumenerde mit Splitt mischen und in den Topf füllen. Wenn ihr noch ca. 15-20 cm bis zum oberen Rand habt, die Hyazinthenzwiebeln hineinlegen. Danach mit etwas Erde auffülen, dann darauf die Krokuszwiebeln legen.
HyazinthenzwiebelnKrokuszwiebeln
Bei Blumenzwiebeln bitte immer das spitze Ende nach oben, da kommen die Blätter und Blüten heraus. Zwischen/auf die Krokusse die drei Vergißmeinnicht setzen, mit restlicher Erde auffüllen und wieder gut angießen. Auch das Vergißmeinnicht müsste als Zweijährige den Winter überstehen. Hierfür habe ich übrigens Pflanzen genommen, die sich selbst ausgesät hatten, ich an der Stelle im Garten (Gemüsebeet) aber nicht haben will.
Nun heißt es abwarten, und die Töpfe nicht zu viel gießen (nur dann, wenn der Goldlack oder die Vergißmeinnicht zu trocken sind).
Wie schade, wenn der Sommer vorbei ist und mit ihm die Blütenpracht! Doch im Spätsommer und Herbst eröffnen sich andere Möglichkeiten: dekorieren mit getrockneten Blüten/Samenständen/Gräsern.
Während des Gartenjahres lasse ich manche Blumen bewusst Samenstände bilden, die ich dann abschneide und trockne. So habe ich über den Winter einen hübschen Trockenstrauß, der mich an meinen Garten erinnert. Dieses Jahr waren das der Zierlauch, die Jungfer im Grünen und das Silberblatt, wie ihr auf dem nächsten Foto seht.
Wenn ihr keine Zeit dafür hattet, ist das auch nicht tragisch. Auf den Wiesen finden sich massenhaft trockene Gräser und sonstige getrocknete Samenstände. Man muss nur genau hinschauen und geschickt kombinieren. Bei meinem Strauß auf dem Foto unten habe ich die Samenstände vom Hasenklee mit vielen unterschiedlichen Gräsern zusammengepackt. Das Tolle ist, dass dieser Strauß nun etliche Wochen hält.
Blumen trocknen ist im übrigen gerade ein Mega-Trend, und auch ich möchte nächstes Jahr noch mehr in diese Richtung gehen: ich plane, Strohblumen anzupflanzen. Klingelt es da bei euch auch? Das war vor 30-40 Jahren schon mal ein Riesentrend! Ich kann mich noch genau an Kränze und kleine Sträußchen mit getrockneten Strohblumen erinnern, die man auf Bauernschränke gelegt hat. Dieses Mal passe ich aber auf, dass die Trockenblumen nur einen Winter liegen und nicht so fürchterlich zustauben wie damals!
Kennt ihr das auch: man schlendert im Herbst im Gartencenter an den Blumenzwiebeln vorbei, sieht zwischen den Tulpen- und Krokuszwiebeln ein paar Ranunkelknollen, denkt sich: das wäre doch auch mal was, nimmt sie mit, steckt sie in die Erde und im Frühling – nichts?
Packung Ranunkelknollen
Dann kommt hier eine Art Anleitung und Selbstversuch, wie man Erfolg auch mit „schwierigen“ Frühlingsblühern wie Ranunkeln haben kann.
Wie immer ist halt ein bisschen Zeit und Zuneigung notwendig – ob sich das lange Warten lohnt, müsst ihr selbst entscheiden.
Zuerst die Knollen 3-4 Stunden in Wasser einweichen, nicht länger, sonst fangen sie an, zu vermodern.
Knollen vor dem Einweichen
Knollen nach dem Einweichen
Die Knollen dann in einer Schale /einen Topf mit Blumenerde verteilen, mit den Zehen nach unten. Hier ist kein besonderer Abstand zu beachten. Dann mit etwas Blumenerde bedecken, leicht befeuchten.
Diese(n) Schale/Topf in einen dunklen, kühlen Raum für 10 Tage stellen. Ab und zu checken, dass die Erde nicht zu trocken ist (aber auch nicht zu feucht).
Knollen in der Schale
Nach 10 Tagen sind die Knollen aufgewacht
Nach 10 Tagen sollten die Knollen Wurzeln getrieben haben – manche haben auch schon Pflanzentriebe – und diese können nun an ihren endgültigen Platz, 8 cm tief mit ca. 5-6 cm Abstand gesetzt werden.
Wichtig: in Regionen mit harten Wintern sollten die Ranunkeln geschützt werden, denn sie vertragen keine tiefen Minustemperaturen. Man kann sie auch in Töpfe setzen, dann auch vor hartem Frost schützen. Deshalb sollte man nicht zu früh mit dem Antreiben anfangen, sonst muss man die Ranunkeln den ganzen Winter über schützen.
Knollen werden in den Topf gesetzt
Ranunkel am 3. Februar 2021
Sehr wichtig ist auch, dass die Ranunkeln im Winterquartier nicht austrocknen. Mich hat das etliche Pflänzchen gekostet. Geduld ist hier eindeutig gefragt! Ich habe mir auch ernsthaft überlegt, die Ranunkeln so wie die Kronenanemonen erst im Frühjahr zu treiben (die Anemonen waren eindeutig einfacher und schneller). Ich werde nächstes Jahr berichten.
Anfang Mai hat eine Ranunkel dann tatsächlich angefangen, eine Blütenknospe nach oben zu schieben, Ende Mai hat sie angefangen, zu blühen! Jippieh!
Im Frühjahr: nachdem die erste Blüte erschienen ist, nochmal düngen. Ansonsten: sich an den herrlichen Blüten erfreuen! Wer sie lieber für die Vase schneiden möchte, gern. Sie halten sich ca. 10 Tage, wenn man sie schneidet, solange die Blüte nicht mehr grün, aber wie ein kleines Bällchen aussieht. Viel Spaß mit euren Ranunkeln!
Fazit: Das Einweichen und Vortreiben macht Sinn, aber ich denke es reicht, wenn man das im zeitigen Frühjahr macht. Die Pflänzchen über den Winter zu retten ist eigentlich nur mit einem Gewächshaus gut machbar.
Letztes Jahr bin ich auf die Idee mit den Mehrzwecktöpfen gekommen. Im Herbst bestücke ich normalerweise etliche Töpfe mit Blumenzwiebeln, die im Frühling blühen – z.B. Tulpen und Narzissen. Im Winter stehen die Töpfe dann scheinbar unbepflanzt auf der Terrasse, und meistens habe ich ein paar Tujazweige hineingesteckt, damit sie nicht so kahl ausschauten.
Dann kam mir die Idee: weshalb die Töpfe im Winter nicht für kleines Winterblattgemüse nutzen, und wenn dieses dann quasi geerntet ist, blühen Tulpen und Narzissen in voller Pracht. So kann ich die Töpfe doppelt nutzen: im Winter zur Salatzucht, im Frühling als Blumenzierde.
2. Januar
21. April
Die Mehrzwecktöpfe eignen sich für alle, die nicht so viel Platz haben. Die Idee lässt sich auch wunderbar auf einem Balkon verwirklichen.
So habe ich es gemacht:
Im September Mizuna, Feldsalat und Winterpostelein in Saatschalen vorziehen.
Im Oktober die Blumenzwiebeln in die Töpfe versenken, danach oben drauf die kleinen Pflänzchen vereinzelt setzen. Beim Feldalat habe ich es z.T. aber auch so gemacht, dass ich erst im Oktober direkt in die Töpfe gesät habe. Das hängt aber vom Klima und den Temperaturen ab. In einen Topf habe ich erst im Dezember Feldsalat ausgesät, der hat tatsächlich gekeimt, weil es noch so mild war.
Töpfe am besten so stellen, dass sie Regen/Feuchtigkeit abbekommen, aber nicht zu viel. Sonst besteht die Gefahr, dass die Blumenzwiebeln verrotten. Die von mir vorgestellten Salate brauchen allerdings auch nicht massenhaft Wasser.
2. Januar
14. April
Und dann viel Spaß beim Ernten im Winter und an der Blüte im Frühling!