Eigentlich sollten mehr Leute Gemüse anbauen, finde ich. Zwischen den ganzen Töpfen mit Zierpflanzen könnte man doch mal eine Tomate oder Paprika schmuggeln – und ich bin sicher, dass im kommenden Jahr wieder etwas essbares im Topf dabei wäre.
Falls ihr euch zum ersten Mal an Gemüse in Töpfen oder Kübeln wagt, solltet ihr unbedingt die folgenden 5 Punkte beachten.
Größe der Töpfe

Es kommt natürlich ein bisschen darauf an, was man anbauen möchte. Generell gilt natürlich: Je größer, umso besser!
Salat als Flachwurzler kommt auch mit einem flacheren Gefäß zurecht, für Tomaten oder Zucchini sollte es schon ein großer, tiefer Kübel sein – mindestens 35 l Inhalt. Dann haben die Wurzeln einfach mehr Platz, sich auszubreiten. Außerdem trocknet die Erde im Kübel dann nicht so schnell aus wie in einem kleinen Gefäß.
Material der Töpfe

Unglasierte Terrakottatöpfe sehen schön aus, sind aber sehr durchlässig. D.h., auch das Wasser verdunstet über die Topfwände. Insofern sind unglasierte Terrakotta-Töpfe für durstige Pflanzen (und leider sind das quasi alle Gemüse) eigentlich nicht so geeignet.
Besser sind glasierte Terrakottatöpfe, denn hier wird die Verdunstung des Wassers gehemmt.Ein bisschen was geht trotzdem durch.
Am besten sind eigentlich Plastiktöpfe, denn sie lassen kein Wasser an den Wänden durch. Unter Umweltaspekten sind sie natürlich nicht ideal. Wenn Plastik, dann am besten langlebiges, stabiles Material – dann kann man den Topf wenigstens jahrelang benutzen.
Mit Holz habe ich noch keine Erfahrung gemacht, aber da gilt wahrscheinlich ähnliches wie bei Terrakotta. Bei Holzgefäßen bitte darauf achten, dass das Holz nicht chemisch vorbehandelt wurde.
Generell ist es wichtig, dass die Töpfe unten Abzugslöcher haben, denn auch wenn wir wenig Wasserverdunstung haben wollen, wollen wir auch keinen Sumpf im Topf. Dann faulen nämlich die Wurzeln und alles ist dahin (kann auch schon passieren, wenn mein Topf in einem Übertopf steht).
Erde

Bitte keine Gartenerde benutzen. Diese ist ungeeignet, da sie durch das Einfüllen in den Topf aus ihrem natürlichen Nährstoffkreislauf herausgenommen wird und sozusagen „tote“ Erde wird.
Am besten mischt man torffreie Blumen-/Gemüseerde aus dem Gartencenter mit eigenem Kompost und wertet das Ganze mit einem Langzeitdünger auf, ich nehme eine Handvoll Hornspäne. Wichtig ist nämlich, dass die Erde gut Wasser speichern kann und das Gießwasser nicht direkt durch den Topf durchläuft.
Die Erde sollte viele Nährstoffe enthalten, und durch den Kompost sowie den Langzeitdünger werden die Nährstoffe nach und nach freigegeben.
Bewässerung

Bei unseren klimatischen Verhältnissen muss ich leider so gut wie jeden Tag gießen. Regelmäßige Wasserzufuhr ist wichtig, damit Früchte wie z.B. Tomaten nicht platzen. Außerdem verhindert man so das komplette Austrocknen der Erde, denn dies führt dazu, dass ihre Speicherkapazität nachlässt.
Am besten mulcht man auch die Töpfe ein bisschen, ich nehme gerne Grasschnitt vom Rasenmähen. So hält man die Erde ein bisschen feuchter, und man führt noch ein paar Nährstoffe hinzu.
Dünger

Ja, auch sehr wichtig! Das vergisst man am Anfang ganz gerne, aber es ist wichtig, den Pflanzen regelmäßig von außen eine Ladung guter Nährstoffe mitzugeben.
Flüssige Dünger haben den Vorteil, dass man sie einfach ins Gießwasser dazu gibt und gut dosieren kann. Am besten einmal wöchentlich düngen. Man kann sich einen Wochentag aussuchen, an dem man das macht, z.B. „Dünger-Donnerstag.“
Düngestäbchen mag ich auch ganz gerne, denn da muss man nicht wöchentlich an das Düngen denken. Allerdings muss man auch hier in regelmäßigen Abständen nachlegen; die Dauer der Düngewirkung steht auf der Packung, es sind meist einige Wochen.
Es gibt natürlich auch Dünger in Pulverform; den streut man dann auf die Erde und arbeitet ihn ein bisschen ein; auch hier muss man regelmässig nachdüngen. Das finde ich für Töpfe am ungeeignetsten, denn das Einarbeiten ist ein bisschen schwierig; vor allem, wenn überall schon Wurzeln sind.



















































