Dieses Jahr habe ich es zum ersten Mal geschafft, eine größere Anzahl an Ranunkeln zu ziehen und zum Blühen zu bringen.
Ranunkeln finde ich einfach zauberhaft. Diese Unmenge an Schichten aus zarten Blütenblättern in dieser runden Form – sehr sehr hübsch.
Was habe ich dieses Jahr anders gemacht? Im Wesentlichen 2 Dinge.
Der erste Faktor war der richtige Zeitpunkt des Vorziehens. Ich habe die Ranunkelkrallen (Wurzeln) Anfang Februar lt. meiner Anleitung im Beitrag „Ranunkeln“ 3 Stunden in Wasser eingeweicht, und dann im dunklen Keller keimen lassen. Als die Blätter erschienen, habe ich sie raus in Töpfe gesetzt.
Der zweite Faktor war, dass ich sie nicht so eng gesetzt habe, sondern jeder Ranunkel mindestens 10 cm auf jeder Seite gegeben habe.
Und nun wuchsen sie vor sich hin, selbst leichte Nachtfröste machen ihnen nichts aus. Denn um wärmere Temperaturen wie jetzt auszuhalten, müssen sie schon richtig groß sein.
Ich habe übrigens keine neuen Ranunkelkrallen gekauft, sondern die wieder benutzt, die letztes Jahr nicht so geklappt haben. Das hat wunderbar funktioniert. Ihr müsst also nicht jedes Jahr neue kaufen. Im Übrigen vermehren sich die Ranunkeln auch. Nächstes Jahr werde ich wahrscheinlich noch mehr haben, ui, da brauche ich dann richtig viel Platz.
In Beete zu setzen habe ich mich noch nicht getraut wegen Schnecken etc. Aber vielleicht ist das für einen Teil der Ranunkeln nächstes Jahr eine Option.
Wie ihr wisst, haben wir im Februar eine Tujahecke entfernt, stattdessen einen Holzzaun gesetzt und 2 Gemüsebeete angelegt. Das hat das Gemüsegärtnern wirklich auf ein total neues Level gehoben! Zum einen habe ich viel mehr Platz, und der ganze Wurzeldruck der Tujen ist weg.
Mit Hilfe einer Gartenplanungs-App habe ich meine Beete im Groben geplant, und bis jetzt wächst wirklich alles ziemlich fantastisch. Die erste Radieschen-Ernte ist schon durch, ich habe direkt nochmal welche nachgesät. Den ersten Salatkopf habe ich auch schon geerntet, und morgen ist wohl der zweite dran. Obwohl es mir immer ein bisschen leid tut, einen schönen großen Salatkopf zu ernten – er sieht ja soo schön aus im Gemüsebeet, und danach ist die Stelle im Beet einfach leer. Die Salate möchte ich- solange es geht – immer wieder nachpflanzen. Deshalb stehen schon ein paar neue ausgesäte auf meinem Saattisch.
Der Spinat und Mangold wird morgen auch beerntet. Der Spinat! So riesig war er auch noch nie.
Dann habe ich noch Möhren, Zwiebeln, Dill und Kamille (zum Trocknen für Tees) gepflanzt/ gesät. Seit kurzem stehen auch drei Tomaten im Beet, und gerade keimen die Stangenbohnen. In Töpfchen ziehe ich noch Zucchini und Gurken vor, die auch in eines der Beet kommen. Wird es dieses Jahr mal so richtig mit den Zucchini klappen?? Bisher hatte ich da nur so mäßig Erfolg. Sie haben nur mäßig getragen und bekamen superschnell Mehltau – egal ob im Topf oder Beet, ob ich eine oder bis zu drei Zucchini hatte. Also, ich bin gespannt. Die Gurken haben letztes Jahr ganz gut geklappt, deshalb bin ich da vorsichtig optimistisch.
Aber auch der Streifen vor dem Holzzaun ist super, da habe ich ja drei Johannisbeer- und zwei Heidelbeersträucher, sowie eine Himbeere und eine Traube. Dieses Jahr hat die Traube zum ersten Mal Blüten. Die Heidelbeeren sind in Töpfen, da diese saure Erde bevorzugen – meine Erde ist eher leicht alkalisch. Die Erdbeeren in ihrem kleinen Hochbeet tragen auch schon sensationell viele Früchte.
Außerdem wachsen meine Ranunkeln in den Töpfen so toll wie noch nie. Ich habe sie ja im Februar vorgekeimt lt. meiner Anleitung – und sie sind schön kräftig und haben schon etliche Blütenknospen. Ich bin sooo gespannt. Letztes Jahr habe ich sie zu spät und zu dicht ausgepflanzt, das habe ich dieses Jahr schon anders gemacht. Das erste Mal hatte ich sie zu früh vorgekeimt, und hatte dann Probleme, sie durch den Winter zu bringen. So scheint das der richtige Weg zu sein (in meinem Klima): Anfang Februar vorkeimen, und dann möglichst geschützt (ein paar Minusgrade vertragen sie schon) weiterwachsen lassen.
Im Moment blüht es an allen Ecken und Enden im Garten – und man sieht, dass es gerade so weitergehen wird! Deshalb gibt es heute mal viele Fotos als Impressionen aus dem Garten.
Die Tulpen und Narzissen sind gerade in Hochform, sowie die Anemonen.
Es ist auch schön zu sehen, wie sich das Blumenbeet verändert, weil die einen Tulpen zuerst blühen, und dann die nächsten nachrücken.
So fängt es an……und dann geht es so weiter
Die weißen Narzissen vor der dunkelgrünen Hecke sind auch jeden Frühling wieder wunderschön – die Sorte „Pink Charme“ gehört wirklich zu meinen Lieblingen.
Aber auch die hellgelben kleinen Narzissen um den Apfelbaum herum sind jedes Jahr richtig süß.
Vorher haben noch Krokus und Hundszahnlilie geblüht – aber auch die Vergissmeinnicht und der Apfelbaum sind jetzt am Start, und die Glyzinie hat viele Blütenrispen – hoffentlich sehe ich was davon, denn über Ostern sind wir im Urlaub. Es war auch sehr sehr warm und sonnig – ideal. Allerdings ist es viel zu trocken, weshalb ich meine Töpfe quasi jeden Tag gießen muss. Auch das überwinterte Gemüse in den Töpfen wie Salat, Möhren und Kohl wächst wie verrückt.
Hundszahnlilie
In meinen neuen Gemüsebeeten wachsen schon Mangold, Steckzwiebeln, Salate, Dill, Möhren, Spinat und Radieschen. Es ist echt irre, wie im Moment alles wächst. Es sind sogar ein paar freiwillige Tomaten im gemüsebeet aufgegangen – das waren wohl die Kerne von entsorgten Tomaten aus meinem Kompost. Ich werde es wohl nicht übers Herz bringen, sie zu entsorgen – aber ich werde sie wohl umsetzen.
Auch die Johannisbeeren blühen, und die Heidelbeeren folgen demnächst. Es ist wirklich eine große Freude, alles so sprießen zu sehen. Ich bin gespannt, wie der Garten nach unserem kleinen Osterurlaub aussieht – ich halte euch auf dem Laufenden.
Nach dem Urlaub wird auch noch mal eine Ladung ausgesät – Basilikum, Zucchini, Gurken und Bohnen. Die Beete werden voll!
Dieses Jahr ist in meinem Garten definitiv ein Krokus-Jahr. Ich habe viele Krokusse „im Rasen“ – also eigentlich in dem Teil des Rasens, den wir nur 2x pro Jahr mähen und der eine Blumenwiese sein soll. Das ist auch extrem wichtig – die Blätter der Krokusse und anderer Zwiebelblüher dürfen nicht abgemäht werden, denn die Zwiebeln ziehen ihre Nährstoffe fürs Folgejahr aus den Blättern.
Krokusse im Tujenbeet….…und im Rasen, leicht angeschlagen durch die Gartenumgestaltung
Auch die Krokusse im Beet vor den Tujen blühen wunderschön und zahlreich. Allerdings waren auch die Märzenbecher und Schneeglöckchen sehr hübsch, ebenso wie die Zwergiris im Topf. Nun warte ich noch auf meine Hundszahn-Lilie, ein etwas ungewöhnlicherer Frühlingszwiebelblüher. Die habe ich auch in den Rasen gesetzt, und dort soll sie sich wie die Krokusse auch langsam und gemütlich vermehren. Ich träume von Blütenteppichen im Frühling, deshalb hoffe ich, dass sich die Krokusse, Schneeglöckchen usw. weiter ausbreiten. Die Blüten sind so früh im Jahr auch eine wichtige Nektarquelle für Bienen und Hummeln.
Nicht vergessen darf ich unsere „Dürkheimer Krachmandel“, die dieses Jahr offiziell so spät blüht wie noch nie! Dafür ist sie wieder wunderschön und ist ein Mega-Magnet für Bienen und Hummeln. Außerdem duften die Blüten ganz leicht nach Honig.
Da ich ja wusste, dass der Garten im Februar umgestaltet werden würde, habe ich dieses Jahr kein Schnitt-Tulpenbeeet angelegt, sondern ca. 10 Töpfe mit Tulpenzwiebeln bestückt! Ein paar davon habe ich im Herbst gekauft (ich kann einfach nicht widerstehen), und etliche sind wiederausgegrabene Tulpenzwiebeln. Ich versuche also Recycling! Außerdem habe ich einen Topf, der „Tulpenschule“ heißt, und da sind kleine Zwiebeln drin, die entweder nur Blätter oder kleine Blüten bringen. Dieses Jahr werden sie evtl. größer, und nächstes oder übernächstes Jahr dann blühen sie richtig. Mal schauen. Soweit die Theorie.
Tulpen….…und Ranunkeln
Auch die Ranunkeln wachsen prächtig – ich hoffe sooo sehr, dass es dieses Jahr mit den Blüten klappt. Im Februar hatten wir ja auch mal ganz leichten Frost, und den haben sie gut überstanden. Ach ja, und die Narzissen im Tujenbeet wachsen auch schön vor sich hin….also wenn alles in voller Blüte ist (und wir nicht im Urlaub), dann gibt es von der Blütenpracht ganz sicher Fotos.
Also, macht euch im Herbst/Frühwinter einen Kreuz in den Kalender, und versenkt ein paar Blumenzwiebeln. Ihr werdet es im Frühling genießen!
Schon länger habe ich mir größere Beete für Gemüse und Blumen gewünscht – ich hatte irgendwie nie richtig Platz und habe viel in Töpfen gegärtnert. Das lag nicht nur daran, dass unser Garten nicht soo groß ist, sondern auch an unseren Tujenhecken, die inzwischen einfach sehr sehr breit geworden waren, und außerdem durch ihre flachen Wurzeln dem Gemüse und den Blumen viel Platz und Wasser weggenommen haben. Deshalb musste jetzt die Tujenhecke auf der Ost-Seite unseres Grundstückes weichen. Stattdessen haben wir nun einen Sichtschutz aus Lärchenholz, davor einen 60 cm breiten Streifen zur Bepflanzung (da sollen Beerensträucher, Kräuter und Blumen rein), dann noch ein Weg von 60 cm Breite, und davor zwei Gemüsebeete à 2,20m auf 1,20m . Wow! So viel Platz! So viel vom Rasen mussten wir gar nicht aufgeben, und der Garten kommt uns nun viel größer und luftiger vor. Ich freue mich schon sehr, in den neuen Beeten viel anzubauen: meine Beet-Pläne stehen schon! In zwei Wochen werde ich die ersten Salate setzen, Möhren und Radieschen säen. Die Wege werde ich erst mal mit Holzhackschnitzeln bedecken.
Im Moment sieht alles um die Beete und den Sichtschutz ziemlich braun und zusammengetreten aus – aber das wird schon. Unbeeindruckt davon blühen Schneeglöckchen und Märzenbecher.
Meine Aussaaten im Haus habe ich auch schon getätigt – mit neuer Pflanzenlampe kann ich jetzt auf allen drei Etagen meines Servierwagens mit Licht arbeiten, sehr komfortabel. Tomaten, Paprika, Salate, ein paar Blumen und Spinat haben schon gekeimt. Ich freue mich so!
Die Ranunkeln habe ich dieses Jahr nach meiner Anleitung (s. Blogbeitrag Ranunkeln ziehen) Anfang Februar „aufgeweckt“, und jetzt stehen sie frostgeschützt in Töpfen draußen. Die ersten Blätter zeigen sich. Ranunkeln sind nämlich Kaltwetter-Blumen. Wird’s bei uns im Frühjahr zu heiß, hören sie auf zu wachsen, bekommen gelbe Blätter und fertig. Das hatte ich letztes Jahr, da habe ich sie erst im April aufgeweckt, und das war in unserem Klima einfach zu spät. Sie vertragen da eher noch ein bisschen Frost.
Drei Ranunkeltriebe – wer entdeckt alle?
Meine Tulpen in den ca. 12 Töpfen (diese habe ich in Erwartung der Gartenumgestaltung in die Töpfe gepackt) spitzeln auch schon hervor. Die kann ich dann schön im Garten verteilen.
Tulpen mit Jungfer im Grünen ‚African Bride‘ und Ammi Majus (Große Knorpelmöhre) dazwischen
Dann blüht auch schon wieder die Zitrone – es ist der Hammer! Zwei Zitronen hängen noch dran, und trotzdem blüht soe wieder. Der Duft der Blüten ist auch umwerfend. Ein Hauch von Sommer im Februar. Denn: unsere Mandel blüht noch nicht! So spät hat sie – glaube ich – noch nie geblüht. Das wird hoffentlich in den nächsten Tagen der Fall sein.
Wir ernten gerade die Zitronen von unserem Zitronenbäumchen – 10 Stück, echt genial! Die Zitrone ist die Sorte ‚Meyer‘, sie verträgt im Winter auch ein paar Minusgrade. Die Zitrone ist vom Geschmack her nicht so sauer, sondern hat einen leichten Orangengeschmack – echt außergewöhnlich.
Im Februar /März ist es ja wieder an der Zeit, die geliebten Tomaten auszusäen. Ein idealer Zeitpunkt, um euch mal meine momentanen Lieblingssorten vorzustellen.
Sungold
Geschmacklich ist diese Tomate eine absolute Wucht. Die kleinen sonnengelben-orangefarbenen Früchte haben ein unglaublich intensives Aroma. Es ist eine Stabtomate, die euch schnell über den Kopf wachsen kann. Sie trägt gut, ist aber eine Hybride. D.h., man kann keine eigenen Samen sammeln.
Marmande
Meine liebste Fleischtomate, da sie zuverlässig trägt. Aber auch geschmacklich ist sie für eine Fleischtomate sehr ordentlich.
Lime Green Salad
Wie der Name schon sagt: eine Salattomate, deren Fruchtfleisch quietschgrün ist. Wenn sie reif ist, verfärbt sich die Haut in Richtung hellbraun /curryfarben. Die Tomate schmeckt frisch am besten, sie hat einen angenehm säuerlich-fruchtigen Geschmack. Lime Green Sald ist eine Buschtomate, ihr solltet sie also nicht ausgeizen, und sie wächst euch auch nicht über den Kopf. Ideal für den Anbau in einem großen Kübel.
Balkonzauber
Diese Tomate kommt auf meine Liste, weil man sie gut im Kübel anbauen kann. Es ist eine Buschtomate, also bitte nicht ausgeizen. Sie bleibt kompakt und trägt unglaublich gut. Wer viel Tomate auf wenig Platz haben möchte, ist hier bestens bedient.
Black Cherry
Ich mag den Geschmack der Black Cherry, da sie sehr würzig daherkommt. Außerdem trägt sie sehr gut. Kleiner Wermutstropfen: sie neigt zum Aufplatzen, da ihr Haut sehr dünn ist.
Schwarze Königin
Vom Aussehen die Wucht, aber ebenso vom Geschmack. Die Schwarze Königin am besten frisch essen, sie ist sehr fruchtig-würzig. Sie trägt ganz ordentlich. Ihr seht die Schwarze Königin auch im Beitragsbild.
Selbstversorgung ist ja gerade voll im Trend, aber das ist ja nicht wirklich machbar. Es gibt zu viele Lebensmittel, die wir kaufen müssen – Öle, Getreide, exotische Gewürze, Tee, Kaffee…..und so weiter. Aber man kann sich ja auf ein Stückchen Selbstversorgung einlassen – und ich mache dies mit „Jeden Tag etwas aus dem eigenen Garten essen/trinken.“
Das wäre doch mal ein Vorsatz für’s nächste Jahr, oder? Klingt nicht machbar? Naja, das kommt drauf an. Ich schaffe das schon seit über drei Jahren (Urlaubsreisen ausgenommen), denn es müssen ja keine großen Mengen sein, gerade jetzt im Winter.
Voraussetzung ist allerdings, dass man ein bisschen vorplant. Man sollte also einen Teil seiner Ernte haltbar machen – und wie ich das mache, stelle ich gleich vor. Ich koche gar nicht mal viel ein – so viel gibt mein Garten nämlich gar nicht her. Außerdem habe ich kaum Erfahrung damit. Wie schaffe ich es aber, jeden Tag etwas aus dem eigenen Garten zu essen / trinken?
Kräuter trocknen
Dies ist ein Hauptbestandteil meines Mottos. Ich trockne im Laufe des Frühjahrs /Sommers sehr viele Kräuter, die ich dann im Blitzhacker zerkleinere. Viele davon benutze ich für eine Kräuterteemischung, von der ich fast jeden Tag im Winter trinke. Das Trocknen der Kräuter ist tatsächlich ein bisschen „aufwendiger“, denn für nennenswerte Mengen muss ich schon ein bisschen was trocknen. Das mache ich aber immer schubweise, nicht alles auf einmal.
Kräuter für Kräutertee: Minze, Salbei, Brombeer-/Erdbeer-/Himbeerblätter, Brennesseln, Löwenzahn, Zitronenmelisse, Zitronenverbene
Bei Chilis sind wir echte Selbstversorger – ich habe schon seit Jahren keine Chilis mehr gekauft. Chilis lassen sich ebenfalls prima trocknen. Da wir auch meist eine recht gute Apfelernte haben, habe ich dieses Jahr zum ersten Mal auch getrocknete Apfelringe gemacht – super lecker als Snack zwischendurch. Es gibt bestimmt noch mehr Obst /Gemüse aus dem Garten, das man trocknen kann – mir würden spontan Tomaten einfallen. Die essen wir aber immer komplett frisch auf!
Marmelade kochen
Marmelade kochen ist meine Art, einzumachen. Insbesondere unsere Äpfel werden so verarbeitet, aber auch die Johannisbeeren und Zitronen sowie andere Früchte, die ich sammle oder ernten darf. Ich esse nun mal gerne Marmeladentoast zum Frühstück, und da bietet sich die Marmelade an. Mein Rezept für Apfelmarmelade findet ihr in meinem Blogbeitrag „Rezept für Apfelmarmelade“. Dieses Jahr habe ich auch zum ersten Mal eine Runde Apfelmus gemacht – das kommt zum Einsatz, wenn ich zum Frühstück mal Overnight Oats esse, oder ich mische es auch gerne unter Naturjoghurt.
Gemüse / Chilis /Kräuter einfrieren
Der kleine Rest an Gemüse oder Kräutern, die wir nicht frisch essen oder die ich nicht getrocknet verwende, friere ich auch ein. Wenn z.B. die Petersilie überreich wächst, dann schneide ich eine Handvoll klein und friere die Petersilie ein. Einen großteil unserer Chilis friere ich auch ein, dann lassen sie sich wie frische Chilis verwenden. Ab und an friere ich eine kleine Portion Bohnen o.ä. ein, aber viel ist das i.d.R. nicht.
Etwas frisches Blattgrün auch im Winter ziehen
Sei es Kresse auf der Fensterbank oder ein paar Wintergemüse (Salate, Asiasalate) – ein paar Blättchen davon in den Salat oder aufs Brot, und schon hat man einen Frische-Booster.
So, und das war’s dann auch schon! Heute habe ich z.B. Marmelade zum Frühstück gegessen, und im Mittagessen steckten Chilis, getrockneter Thymian, Oregano und Basilikum. Morgen trinke ich vielleicht eine Kanne Kräutertee und nasche ein paar Apfelringe.
Für Gartenenthusiasten ist der Winter eine schwere Zeit: man hat das Gefühl, nicht viel im Garten tun zu können und vermisst das sehr. Allerdings gibt es neben den üblichen Tipps wie „in Saatgutkatalogen schmökern“ oder „Werkzeuge reinigen“ noch ein paar andere, ureigene gärtnerische Tätigkeiten, denen man auch im Winter nachgehen kann.
Der Herbst ist eine Zeit, in der ich ziemlich viel gärtnere. Deshalb dachte ich, ich muss euch unbedingt mal wieder etwas teilhaben lassen an meinen Gartentätigkeiten. Das Leben ist eben wieder viel „bunter“ geworden nach Corona, und deshalb schaffe ich es im Moment nicht mehr so häufig mit den Beiträgen. Aber nun mal wieder ein Update!
Heute bin ich damit fertig geworden, fast alle Dahlien auszugraben und wegzuräumen. Obwohl ich in einem milden Klima gärtnere, gibt es ab und zu im Winter ein paar Ausreißer, wo die Temperaturen schon mal unter -10 Grad fallen können. Einmal habe ich eine Dahlie im Garten gelassen – und sie hat es nicht geschafft.
Was ist aus meiner Dahlienzucht geworden ? Sie läuft noch. Das war noch nicht so vielversprechend, denn von den 5 Dahlien haben nur 2 geblüht. Die anderen haben erst ganz spät Blüten angesetzt, und die schafften es nicht mehr, sich zu öffnen. Ich versuche jetzt, die Dahlien über den Winter zu bringen und hoffe, dass sie nächstes Jahr blühen. Die zwei, die geblüht haben, waren in Ordnung, aber auch nicht anders wie die anderen „Bishop’s Children“. Langer Atem ist also gefragt!
In ein paar der Töpfe, in denen ich Dahlien, Tomaten und Auberginen hatte, sind jetzt Wintergemüse (Kohl, Salate, Mangold, Mizuna, Kerbel). Ich habe Anfang November auch ein paar Möhren in die Töpfe gesät, und sie haben tatsächlich gekeimt. Da kann ich natürlich im Winter noch keine Möhren ernten (dazu wachsen sie zu langsam), aber im nächsten Frühling ernte ich hoffentlich ziemlich früh welche.
In die anderen 12 Töpfe habe ich Tulpen gesteckt. Zum Tulpenstecken ist November der ideale Zeitpunkt – ebenso kann man noch ein paar Knoblauchzehen stecken. Das finde ich das Schöne im Herbst – man bereitet sozusagen den Garten im Frühling vor. Das ist so zukunftsgewandt und hoffnungsfroh! Ich bin ja ein absoluter Tulpenfan, deshalb bin ich schon total gespannt, wie die Töpfe aussehen. Dieses Jahr habe ich nicht nur gemischte Zwiebeln in die Töpfe, sondern auch viele Töpfe nur mit einer Sorte bestückt. Das hat den Vorteil, dass hoffentlich alle in einem Topf gleichzeitig blühen, und für die Aufbewahrung ist es auch einfacher. Ich bewahre ja viele Tulpenzwiebeln im Keller auf.
Dann mache ich gerade auch gaaanz viel Laubkompost von meinen Blättern vom Apfelbaum. Im Frühling kommt dann der Laubkompost von letztem Jahr zum Einsatz. Deshalb mein Appell an alle Gärtner: schmeißt euer Laub nicht in den Müll!! Es ist eine wertvolle Ressource – entweder als Mulch oder Kompost. Wir sind so sehr auf wegschmeißen und neu kaufen gepolt – man muss sich wirklich immer wieder daran erinnern, dass die Natur im Gegensatz dazu mit einem Kreislaufsystem arbeitet.
Noch verarbeite ich ein bisschen was – nämlich meine getrockneten Kräuter. Die habe ich kleingeschnitzelt und in hübsche Gläser – für Tees und/oder zum Würzen. Außerdem kommen jetzt meine getrockneten Blumen zum Einsatz – viel frische Blumen gibt es nämlich gerade nicht mehr. Von Trockenblumen hätte ich nächstes Jahr gerne noch mehr – ich habe es nicht geschafft, eine einzige Strohblume zu ziehen! Dafür hatte ich zwei blaue Strandflieder, die allerdings etwas spät angefangen haben, zu blühen. Aber immerhin konnte ich ein paar Stängel ernten. Nun habe ich also immer noch Blumen aus dem Garten, die unsere Wohnung schmücken. Das finde ich einfach total cool.
Von meinen Äpfeln habe ich auch schon viele verarbeitet – dieses Jahr habe ich neben meiner berühmten Apfelmarmelade auch Apfelmus und getrocknete Apfelringe gemacht. Die Apfelringe sind auch sehr lecker – durch das Trocknen konzentriert sich der apfelige Geschmack. Die Ringe sind ideal für einen kleinen Snack zwischendurch (statt Schokolade!).
Der Garten bereitet mir also immer noch sehr viel Freude – ein Leben ohne dieses aktive gärtnern kann ich mir gar nicht mehr vorstellen! Übrigens klappt es immer noch, das ich (außer im Urlaub) jeden Tag etwas aus meinem Garten esse/trinke. Das finde ich auch sehr cool. Und ich möchte alle da draußen aufrufen, es auch mal mit ein bisschen gärtnern zu probieren; und die Schätze aus dem Garten auch zu würdigen. Wenn ihr Kräuter im Garten habt, trocknet sie doch auch mal. Ihr werdet sehen, dass sie viel aromatischer schmecken, als die getrockneten Kräuter aus dem Supermarkt. Ich vermute, dass die zum Teil schon uralt sind. Klar macht das alles ein bisschen Arbeit, aber haben wir heutzutage ehrlicherweise nicht viel mehr Zeit als die Leute vor 100 Jahren? Wir verbringen nur so viele Stunden unnütz vor irgendeinem Bildschirm. Gärtnern ist kreativ, und ein Großteil findet auch noch an der frischen Luft statt.
Nun wünsche ich euch einen schönen November, und hoffe, dass ihr auch Lust bekommen habt, noch ein paar Tulpenzwiebeln und/oder Konoblauchzehen in die Erde zu stecken.