Gemüse-Voranzucht im Februar: Mehrfachsaaten

Es ist Mitte Februar, die Tage werden länger, und ich starte endlich mit meiner Gemüse-Voranzucht im Haus.

Ich säe die Gemüsesamen in Multitopfplatten, die ich für meine Mini-Gewächshäuser zurechtgeschnitten habe. Insgesamt habe ich 80 kleine Töpfchen, in die ich säen kann. Ich werde viele Gemüse als Mehrfachsaaten säen. Das heißt, pro Töpfchen gebe ich mehr als ein Samenkorn hinein, lasse die Pflanzen so wachsen und verpflanze sie im März dann auch als Bündel ins Beet. Das beschert mir auf wenig Platz höhere Erträge. Zu viele Pflänzchen auf einmal dürfen es natürlich nicht sein, sonst werden die einzelnen Pflanzen zu klein.

Ich säe zwar auf der Terrasse, aber nach dem Säen kommen die Saatschalen ins Haus

Welche Gemüsesorten eignen sich für Mehrfachsaaten?

  • Radieschen: 4-5 Samenkörner pro Töpfchen
  • Spinat/Mangold: 3-4 Samenkörner pro Töpfchen
  • Zwiebeln: 5-6 Samenkörner pro Töpfchen
  • Frühlingszwiebeln: 7-8 Samenkörner pro Töpfchen
  • Erbsen: 2-3 Samenkörner pro Töpfchen
Radieschen-Samen

Je kleiner die Samen, umso mehr Samenkörner pro Töpfchen kann man säen. Außerdem ist es wichtig, viel Erde in die Töpfchen zu drücken (also nicht nur locker hineinschütten, sondern fest andrücken und nachlegen, damit für alle genug Erde da ist).

Die anderen Gemüse, die ich säe, eignen sich nicht für eine Mehrfachsaat, da die Pflanzen sich nicht gut entwickeln würden. In meinem Fall wäre das Fenchel, Aubergine, Paprika und Chili. Da wächst eine Pflanze pro Töpfchen und die wachsen dann auch einzeln im Freiland.

Mitte März plane ich, die Mehrfachsaaten ins Freiland zu setzen, geschützt mit einem Vlies.

Die Idee der Mehrfachsaat habe ich bei Charles Dowding, dem No-Dig-Papst aus England, abgeschaut. Ich hoffe mal, dass was bei ihm klappt, auch bei mir funktioniert.

In der ersten Woche, bis die Sämlinge keimen, brauchen sie kein Licht, sondern Wärme. Also ab an die Heizung mit den Saatschalen.

Wenn die Pflänzchen dann da sind, ist Licht das wichtigere Thema. Dann die kleinen Pflänzchen ans Fenster (z.B. auf eine Fensterbank) rücken. Da wir nicht so viele geeignete Fensterbänke haben, behelfe ich mir mit einem Servierwagen (z.B. IKEA). Da passen meine drei Mini-Gewächshäuser grade hinein. Zuerst stelle ich den Wagen an die Heizung, und wenn die Kleinen gekeimt sind, rolle ich den Wagen vor eine große Fenstertür. So sind sie auch aufgeräumt. Und wenn es draußen warm genug ist, kann ich den Wagen auch für eine Stunde oder so auf die Terrasse rollen. Also äußerst praktisch, das Ganze. Und jetzt heißt es warten….

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar Tipps rund um die Aussaat geben. Wenn ihr auch praktische Tipps habt, dann schreibt mir doch oder hinterlasst einen Kommentar. Als Gärtner ist man doch immer dankbar für gute Tipps. Aber jetzt: auf ins Saatabenteuer!

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