Gartentagebuch 2023: Ende Februar

Gartentagebuch 2023: Ende Februar

Letzte Woche war es ja bei uns schön mild, ca. 12-14 Grad. Das heißt, ich konnte mal wieder richtig was im Garten arbeiten! Und das heißt vor allem: Frischekur für die bepflanzten Töpfe! Alle Töpfe mit Pflanzen, die das ganze Jahr über draußen stehen, bekommen die oberste Schicht Erde samt eventuellem Unkraut entfernt und eine kleine Schicht neue Erde drauf. Das sieht nicht nur schön aus, sondern in der neuen Blumenerde sind auch wieder ein paar Nährstoffe. Außerdem habe ich meine Heidelbeere in einen größeren Topf umgepflanzt. Alle Pflanzen, die den Winter in den Töpfen nicht überlebt haben (z.B. zwei Fingerhüte, die schon im 3. Jahr waren), kommen auf den Kompost.

Wenn es trocken ist, muss man jetzt auch Töpfe gießen, in die man Tulpen gesteckt hat. Während die Zwiebeln ungesehen schlummern, mögen sie gar keine (Stau-)Nässe, aber wenn sich die ersten Blattspitzen zeigen, brauchen sie definitv Wasser. Natürlich auch hier Staunässe vermeiden, aber zum Blühen brauchen sie das Wasser. Ich habe meinen in der Vergangenheit oft zu wenig Wasser gegeben, und dann vertrocknen die Knospen.

Was habe ich noch gemacht? Meine Zwiebeln waren letztes Jahr nicht so der Hit (also ziemlich mini), aber mit denen kann ich jetzt was anfangen: ich benutze die größten von ihnen als Steckzwiebeln, um so schneller und leichter hoffentlich große Zwiebeln zu ernten. Außerdem kann ich die Abstände besser einhalten, wie wenn ich die Zwiebeln säe.

Aber nun zu meinem Lieblingsthema diese Woche: Meine Tomatenaussaaten! Endlich! Ich kann es kaum erwarten, meine Tomaten zu säen. Wie jedes Jahr mache ich mir eine Liste an Sorten, die ich unbedingt (wieder) haben möchte, weil sie entweder toll gewachsen sind und/oder super geschmeckt haben.

Auf alle Fälle säe ich:

  • Lime Green Salad (grüne Tomate, super gut roh/frisch, perfekte Balance von Säure und Süße)
  • Sizilianische Kirschtomate (voll fruchtig)
  • Schwarze Königin (schmeckt roh total würzig)
  • Marmande (ertragreiche Fleischtomate, Allrounder)
  • Black Cherry (schön würzig)

Welche Sorten könnte ich noch säen?

Bei der Tomatenaussaat
  • Fredi (orangefarbene Datteltomate – trägt super und schmeckt gut)
  • Cherokee Purple (dunkle Fleischtomate, alte Sorte aus den USA)
  • Kirschtomate Philomena (erster Versuch)
  • Tigerella (erster Versuch)

Eigentlich fehlt noch so eine ganz normale, runde, rote Tomate – aber die fand ich vom Geschmack meistens nicht so umwerfend. Ich glaube, die lasse ich dieses Jahr mal ganz elegant weg.

Wie sieht es aktuell im Garten aus? Durch die milden blüht der Mandelbaum auf meinem Balkon, und wenn man ganz nah dran steht, riecht man die Blüten – wie Honig! Immer wieder traumhaft.

Die Krokusse fangen jetzt auch an, zu blühen – genauso wie die kleinen gelben Narzissen. Weiterhin alles geben Schneeglöckchen und Märzenbecher. Es soll ja nun eine kurze Kaltfront kommen, aber bei uns wird das wohl nur halb so wild – ein paar Minusgrade nachts, aber das sollten die Pflänzchen wegstecken. Mein Gemüse decke ich wohl wieder etwas ab.

Tag-und-Nacht-Cupcakes

Tag-und-Nacht-Cupcakes

Irgendwie hatte ich mal wieder Lust auf Cupcakes, und da es bei mir immer schnell & unkompliziert gehen muss, habe ich mal wieder ein Rezept von Nigella Lawson als Grundlage genommen.

Die Cupcakes sind dunkel-schokoladig, dafür ist das Frosting hell-cremig-zitronig: ein herrlicher Kontrast, eben wie Tag und Nacht.

Lasst es euch schmecken!

Zutaten:

Für den Teig:

  • 2 gestrichene Esslöffel Kakao
  • 2 Esslöffel kochendes Wasser
  • 125 gr brauner Zucker
  • 125 gr Mehl
  • 2 große Eier
  • 125 gr weiche Butter
  • 3 gr Backpulver
  • 1 Teelöffel Vanilleextrakt
  • 1 Esslöffel Milch

Für das Frosting:

  • 155 gr Puderzucker
  • 80 gr Frischkäse
  • 1 Esslöffel Zitronensaft

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine 12er Muffinform mit Papierförmchen auslegen.
  2. Den Kakao mit dem kochenden Wasser in einer kleinen Schüssel zu einer Art Paste verrühren, beiseite stellen.
  3. In einer Schüssel den Zucker, das Mehl, Backpulver, die Eier und die Butter mit dem Handrührgerät zu einem Rührteig verrühren.
  4. Dann langsam die Kakaopaste, den Vanilleextrakt und die Milch unterrühren.
  5. Den Teig in die Förmchen löffeln und ca. 20 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!).
  6. 5 Minuten abkühlen lassen, dann die Muffins aus der Form holen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
  7. Für das Frosting den Puderzucker, Frischkäse und Zitronensaft verrühren.
  8. Wenn die Cupcakes abgekühlt sind, das Frosting auf die Cupcakes geben (bei mir wird das immer ziemlich rustikal, ich bin nicht so der Held beim Verzieren;).

Am besten zu einer heißen Tasse Assam-Tee mit wenig Milch genießen!

Gartentagebuch 2023: Mitte Februar

Gartentagebuch 2023: Mitte Februar

Während draußen die Mandel langsam ihre Blüten öffnet, mache ich mir Gedanken darüber, welche Blumen ich dieses Jahr säen möchte. Das ist zwar immer ein ziemlicher Aufwand, aber da ich einen irren Spaß daran habe, Pflänzchen beim Wachsen zuzusehen, kann ich mir gar nicht vorstellen, alle Blumen fix und fertig im Gartencenter zu kaufen. Das wäre nur der halbe Spaß. Natürlich sieht mein Garten dann nicht immer total durchgestylt aus – aber wenn ich dann Blumen habe, die ich für die Vase schneiden kann, freue ich mich wie ein kleines Kind.

Also bin ich mal meine Saatguttütchen durchgegangen und habe mir überlegt, was ich mit den Blumen anstellen will. Natürlich möchte ich wieder viele Schnittblumen, aber auch welche, die ich trocknen kann und so für Trockensträuße und Kränze verwenden kann.

Diese Blumen möchte ich als Schnittblumen:

  • Sommeraster „King Size Blue“; Skabiosen „Salmon Queen“ und „Black Knight“; Kornblumen (sind ja schon welche als Cool Flowers gesät); Zinnien „Purple Prince“, „Red Lime“ und „Green Lime“; Ziertabak; rosa Schleifenblumen, Cosmos „Apricot Lemonade“ und „Daydream“

Diese Blumem möchte ich zum Trocknen:

  • Strohblumen „Silvery White“ und „Purple Red“, Ringelblumen aller Arten

Diese Blumen säe ich, weil ich sie einfach gerne mag:

  • Löwenmäulchen in allen möglichen Variationen (sie haben die Hitze letztes Jahr ziemlich gut überstanden); Sonnenblume „Red Velvet“, Leinkraut „Azure“ (war auch gut hitzerestistent), Bergminze Marvelette

Natürlich hätte ich gerne noch mehr, aber mein Garten ist nicht so groß. Dieses Jahr kaufe ich auch keine neuen Samen; ich habe noch genug von letztem Jahr (auch wenn es mir echt schwerfällt).

Doch nun zu einem anderen Thema: wie sieht es momentan draußen bei mir aus?

Neben der Mandel bereiten mir meine beiden großen Töpfe auf dem Balkon viel Freude, da wächst in jedem ein Grünkohl: im linken Topf ein „Halbhoher grüner Krauser“ und im rechten Topf ein „Scarlet“. Ab und zu ernte ich da ein paar Blätter, besonders geeignet für asiatische Gemüsepfannen.

Unter den Grünkohlen wächst es auch: links Kerbel, den ich bis ins Frühjahr, wenn er blüht, ernten kann. Im rechten Topf wachsen meine Cool Flowers (über die habe ich auch einen Beitrag), und sie sind schon echt groß. Insbesondere die Kornblumen, der Mohn und die Jungfern im Grünen haben sich durchgesetzt. Ich bin echt gespannt, wann und wie sie blühen!

Nusskuchen

Nusskuchen

So ein klassischer Nusskuchen zur kalten Jahreszeit hat doch auch was! Außerdem kann ich meine ganzen Nusspakete aufbrauchen. Bestimmt kann man auch einen Teil der Haselnüsse durch gemahlene Mandeln ersetzen.

Zutaten:

  • 250 gr weiche Butter
  • 200 gr Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 250 gr Mehl
  • 3 Teelöffel Backpulver
  • 250 gr gemahlene Haselnüsse
  • 1 Schnapsglas Weinbrand oder Nusslikör
  • 1/2 Tasse Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

  1. Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Kastenform ausfetten oder mit Backpapier auslegen.
  2. Butter mit dem Zucker und Vanillezucker mit dem Handrührgerät schaumig schlagen.
  3. Nacheinander die Eier unterrühren, dann die Haselnüsse.
  4. Mehl und Backpulver nach und nach unter den Teig rühren, und zuletzt den Weinbrand unterziehen.
  5. Teig in die Form streichen und auf unterster Schiene ca. 70 Minuten backen (Stäbchenprobe).
  6. Abkühlen lassen und mit Puderzucker besieben.

Gartentagebuch 2023: Ende Januar/Anfang Februar

Gartentagebuch 2023: Ende Januar/Anfang Februar

Letztes Wochenende hat es tatsächlich auch bei uns geschneit – aber nach einer Woche sind nur noch hartnäckige Reste Schnee da. Auf meiner Liste stehen dieses Wochenende die ersten Aussaaten im Haus! Es sind Auberginen und Chilis, denn sie brauchen sehr lange, um zu wachsen.

Wichtig ist, dass die Samen es schön warm zum keimen haben, deshalb stelle ich meine Töpfchen an die Heizung.

Wenn die Pflänzchen dann gekeimt haben, brauchen sie neben der Wärme auch Licht. Letztes Jahr habe ich mir eine kleine Pflanzenlampe gekauft, die meinem Pflänzchen von morgens 7 bis abends um 10 Licht gibt (das Ganze regelt die Zeitschaltuhr). Bei uns ist es im Januar im Haus einfach zu dunkel.

Wer keine Pflanzenlampe hat, wartet besser noch 1 bis 2 Wochen….und ich weiß, das ist schwer!!

Bei den Auberginen säe ich die bewährte Sorte „Violetta Lunga“, die auch im Topf hervorragend trägt. Vielleicht probiere ich auch noch „Patio Baby“, extra für den Anbau im Kübel gedacht.

Bei den Chilis probiere ich eine neue Sorte: „Roter langer Westländer“. Die letzten Jahre hatten wir immer die Sibirischen Hauschili (von denen gerade auch zwei an einem Nordfenster über der Heizung gemütlich überwintern), aber da sind die Schoten sehr klein. Dieses Jahr möchte ich gerne mal wieder längere Schoten – das gibt dann optisch mehr her auf dem Teller.

Sibirischer Hauschili auf der Fensterbank

Die Samen säe ich in Saatschalen mit kleinen Vertiefungen als Töpfchen. Als Erde nehme ich meistens normale Blumenerde, am besten eine, die sehr fein ist (d.h. kein/wenig grobes Material hat). Das ist bei troffreier Erde manhcmal schwierig, dann könnte man die Erde vorher auch sieben.

Pro Töpfchen säe ich einen Samen; manche Leute empfehlen auch zwei pro Töpfchen; keimen beide Samen, muss man den schwächeren Keimling irgendwann herausreißen, denn für zwei ist nicht genug Platz.

Dann stelle ich die Saatschale in ein „Minigewächshaus“, und gieße Wasser in den Boden. Das ist besser, als von oben zu gießen. Dann kommt die Haube drauf, das Gewächshaus stelle ich auf meinen Servierwagen und der kommt dann ab an die Heizung.

Dann installiere ich noch meine Pflanzenlampe mit Zeitschaltuhr. Da ich spontan noch ein paar Löwenmäulchen gesät habe, kommt die Lampe auch gleich zum Einsatz, denn Löwenmäulchen sind ja Lichtkeimer (d.h. sie benötigen Licht zum Keimen und die Samen werden nur hauchdünn mit Erde bedeckt).

Außerdem habe ich noch einen etwas traurigen Korb aufgepeppt: Den Fingerhut, der sich selbst neben der Skabiose ausgesät hat, habe ich mittig gesetzt, die erfrorenen Pflanzenreste ‚rausgenommen und wieder im Garten gestöbert, wo eigentlich schöne Frühlingsblüher am falschen Platz sitzen. Also habe ich zwei Vergissmeinnicht, zwei Traubenhyazinthen und ein paar Blausternchen (die sieht man noch nicht) ausgegraben und ebenfalls in den Korb gesetzt. Dann alles mit ein bisschen frischer Blumenerde getoppt, angegossen – und nun heißt es warten.

Fröhliches Gärtnern euch allen!

Schokokekse nach Großmutters Art

Schokokekse nach Großmutters Art

Superschnell gemacht, schokoladig aber nicht zu süß – die perfekten Kekse zu einer (oder zwei) Tasse(n) Tee. Außerdem sind sie richtig knusprig-leicht. Ich backe die Kekse am Wochenende, und dann sind wir die Woche über versorgt. Eigentlich könnten sie auch „Superschnelle Schokokekse“ heißen. Die Zutaten sind auch so schön unspektakulär – so mag ich das! Ist das nicht schon „clean eating“?

Zutaten (für ca. 40-45 Stück):

  • 290 gr Mehl
  • 9 gr Backpulver
  • 30 gr Kakao
  • 250 gr weiche Butter
  • 125 gr Zucker

Zubereitung:

  1. Ofen auf 150 Grad Umluft vorheizen (dann kann man zwei Bleche gleichzeitig backen) und Bleche mit Backpapier belegen.
  2. Butter und Zucker mit dem Handrührer cremig aufschlagen, dann das Mehl, Backpulver und Kakao unterrühren, bis der Teig schön geschmeidig ist.
  3. Walnussgroße Teigstücke abnehmen und zu Kugeln formen, diese auf die Bleche legen. Ein bisschen Abstand lassen, denn die Kekse gehen ein bisschen auf.
  4. Dann mit dem Gabelrücken die Kugeln flachdrücken (so kommen auch die Rillen in die Kekse).
  5. Nun 5 Minuten bei 150 Grad Umluft backen, dann die Temperatur auf 130 Grad Umluft herunterstellen und ca. 15 Minuten weiterbacken. Die Kekse sind fertig, wenn die Oberfläche fest ist. Sie backen auch noch ein wenig nach, wenn sie aus dem Ofen kommen.
  6. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

….und jetzt mit einer Tasse Tee und den Schokokeksen die neuen Saatgutkataloge durchschauen…

Gartentagebuch 2023: Mitte Januar

Gartentagebuch 2023: Mitte Januar

Im Januar kann man erstaunlich viel im Garten werkeln, wenn er schnee- und/oder frostfrei ist – und das ist er bisher auf jeden Fall! Alle „Draußen“-Tätigkeiten sind also nur möglich, wenn es keinen Frost gibt. Aber man kann ja auch im Haus „gärtnern“. Was habe ich bis jetzt diesen Monat gemacht?

Hier nun meine Liste der Januar-Gartentätigkeiten:

  • Töpfe für die Frühlingsblüte bepflanzen. Bei mir im Garten säen sich z.B. Vergissmeinnicht an allen möglichen und unmöglichen Stellen aus. Ebenso breiten sich Traubenhyazinthen und Blausterne an den merkwürdigsten Stellen aus. Deshalb grabe ich die Pflänzchen an den Stellen aus, wo ich sie nicht unbedingt haben möchte, und bepflanze kleine Töpfchen damit. Diese kann ich dann, wenn die Pflänzchen blühen, dorthin arrangieren, wo ich sie haben möchte.

  • Stecklingsvermehrung durch Steckhölzer. Ich liebe es ja, Pflanzen beim Wachsen zuzuschauen, und deshalb vermehre ich Pflanzen auch wahnsinnig gerne. Im Januar kann man sehr gut Gehölze aus Stecklingen vermehren. Dieses Jahr möchte ich mir durch einen Winterschneeball durch ein Steckholz ziehen. Das geht so:
  • Von einem Baum oder Strauch ein ca. 30 cm langes Stück Zweig abschneiden. Der Zweig sollte ungefähr die Dicke eines Bleistifts haben, und wenn sich keine Blütenknospen am Ende befinden, noch besser.
  • Schneide einmal direkt unterhalb eines Triebansatzes den Zweig mit einem geraden Schnitt durch (das ist dann die Unterseite, die in die Erde gesteckt wird), und ca. 20 cm oberhalb kürzt du den Zweig ebenfalls ein – am besten mit einem schrägen Schnitt oberhalb eines Triebansatzes. Das hat zwei Vorteile: so weißt du, welche Seite des Zweiges oben ist, und zum anderen kann Regenwasser besser ablaufen.
  • In einen mind. 30 cm breiten und vor allem auch tiefen Topf (mind. 50 cm), gefüllt mit torffreier Blumenerde, steckst du nun dein Steckholz hinein, und zwar so tief wie möglich. Es ist völlig okay, wenn nur noch 1-3 Triebspitzen herausschauen.
  • Topf gut wässern und an einen geschützten Ort im Garten oder auf der Terasse aufstellen.
  • Und nun heißt es warten! Wenn alles gut läuft, hat das Steckholz über den Sommer gewurzelt und ist im Herbst (oder nächsten Frühjahr) zum Umsetzen bereit.

  • Beobachten, was im Garten wächst oder sogar blüht. Ich mache fast jeden Tage einen kleinen Gartenrundgang, um zu sehen, wie sich alles entwickelt – insbesondere die Frühlingsblüher aus Zwiebeln, wie Schneeglöckchen, Krokusse, Tulpen, Hyazinthen, Narzissen etc. Da wir ziemlich warmes Wetter haben (so um die 10 Grad), stecken schon ganz viele dieser Blümchen ihr spitzes Näschen aus der Erde. Ich knie mich wirklich hin, um jede Schneeglöckchenknospe von nahem zu begutachten! Das macht mir so viel Spaß, dass es mir egal ist, ob es kauzig erscheint. Außerdem blühen die Christrosen, auch wenn sie etwas angefressen aussehen…Ich finde es immer faszinierend, dass selbst jetzt, wo alles ein wenig trist und leblos aussieht, unter der Erde ein irres Wachstum stattfindet!

  • Gemüse ernten bzw. pflegen. Den Feldsalat, Grünkohl und meine Mini-Karotten kann ich momentan ernten, beim Lauch warte ich noch ab. Da bei dem warmen Wetter auch das Unkraut keimt bzw. wächst, jäte ich ab und zu mal, bevor die Unkräuter größer werden. Ist zwischendurch mal doch länger / strengerer Frost angesagt (so wie letzten Dezember), werfe ich ein Gartenvlies über meine Gemüsepflänzchen.
  • Kresse auf der Fensterbank ziehen. Das geht auch, wenn es Frost und Schnee gibt. Dazu einfach ein feuchtes Küchentuch in eine kleine Schale legen, Samen daraufstreuen. Abdecken und warten, bis sich die Pflänzchen mit ihren Blättern zeigen. Dann den Deckel abnehmen und 4-5 Tage weiterwachsen lassen. Wichtig: nie austrocknen lassen.

Zitronenküchlein mit Joghurt, Chia und weißer Schokolade

Zitronenküchlein mit Joghurt, Chia und weißer Schokolade

Zitrusfrüchte sind ja am besten im Winter. Da ich gerade auf Zitronen abfahre, habe ich heute ein Rezept mit Zitrone für euch, das euch sicher genussvoll durch die dunklen Tage begleitet. Zitronen mit Chiasamen wollte ich schon immer mal ausprobieren, da ich dies schon einmal bei einem Rezept von Donna Hay gesehen hatte.

Wem Chiasamen zu abgedreht ist, kann auch Mohn nehmen. Außerdem schmecken die Küchlein auch sehr gut ohne die Glasur – und dann sind sie im Handumdrehen gemacht. Wie ihr seht, habe ich ein paar Küchlein nicht glasiert.

Wer keine Mini-Gugelhupf-Form hat, nimmt einfach eine Muffin-Form.

Am besten schmecken die Küchlein frisch, also am Backtag. Für späteren Genuss wie immer einfrieren.

Zutaten:

Für den Teig:

  • 140 gr weiche Butter
  • 120 gr Zucker
  • 2 Eier
  • 100 gr Joghurt
  • 170 gr Mehl
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 1 Esslöffel dunkle Chiasamen
  • 1 Bio-Zitrone (Schale und Saft)

Für die Glasur:

  • 100 gr weiße Schokolade
  • 30 gr ungesalzene Pistazienkerne

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Mulden einer Muffin- oder Minigugelhupfform ausfetten und mit Mehl bestäuben.
  2. Butter und Zucker mit dem Handrührgerät schaumig rühren.
  3. Danach die Eier nacheinander hineinschlagen, unterrühren und schließlich den Joghurt dazurühren.
  4. Mehl, Backpulver, Chiasamen und die Zitronenschale und -saft unterrühren.
  5. Den Teig in die Mulden geben und ca. 25-30 Minuten im Ofen backen. Unbedingt Stäbchenprobe machen!
  6. Aus dem Ofen nehmen, nach ein paar Minuten aus den Formen lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
  7. Die weiße Schokolade im Wasserbad schmelzen und die Pistazien grob hacken.
  8. Die geschmolzene Schokolode über die Küchlein gießen und mit den Pistazien bestreuen.

Genießen!!

Winterliches Tischarrangement

Winterliches Tischarrangement

Im Januar ist im Garten wirklich Saure-Gurken-Zeit! Also gehen wir mal wieder raus in Feld und Wald (oder in den eigenen Garten), und holen uns ein paar Zweige und Zapfen für eine schöne Tisch-Deko. Im Gartencenter besorgen wir uns den Rest.

Du brauchst:

  • einen weiten, flachen Topf
  • eine Sukkulente (meine heißt Crassula mesem ‚Tenelli‘)
  • zwei Kerzen
  • Zweige
  • Zapfen
  • Moos (bitte nicht aus dem Wald holen, Moose sind geschützt. Entweder auch kaufen, oder aus dem eigenen Garten)

So geht’s:

  • Wenn die Sukkulente zu groß ist (wie bei mir), dann in kleinere Stücke teilen. Ich habe nur die Hälfte gebraucht, und diese in zwei Stücke geteilt. Die restliche Pflanze habe ich mit aufgefüllter Erde wieder zurück in ihren Topf. Vielleicht mache ich ja nochmal ein Tischarrangement.
  • Erde in den Topf füllen.
  • Die zwei Pflanzen in den Zopf pflanzen.
  • Die Kerzen in die Erde stecken, sie können ruhig ein wenig länger sein. Meine sind eigentlich ein bisschen zu kurz.
  • Die Erdoberfläche mit dem Moos bedecken.
  • Zweige in den Topf stecken, immer in Gruppen.
  • Vier bis fünf Zapfen auf dem Moos verteilen.

Da die Sukkulenten nur alle vier Wochen gegossen werden muss, braucht man sich auch keine Gedanken wegen des Gießens zu machen.

Durch das Gartenjahr mit der Apfelblütengärtnerin

Durch das Gartenjahr mit der Apfelblütengärtnerin

Vielen Dank an euch alle, die ihr mir die Treue haltet, meine Beiträge lest und Likes verteilt. Über Feedback freue ich mich natürlich auch immer sehr: habt ihr also z.B. ein Rezept nachgebacken, gebt kurz bei den Kommentaren Bescheid, wie es geklappt hat.

Nach unserem wilden 2022 werdet ihr mich nächstes Jahr ein bisschen mehr durch mein Gartenjahr begleiten. Alle 2-3 Wochen möchte ich berichten, was ich im Garten gewerkelt habe – was ich wann säe, was ich (um-)setze, welche Pflanzen ich aus Stecklingen ziehe, wie sich die Pflanzen entwickeln, welche Samen ich sammle etc.

Aber auch weiterhin teile ich mit euch, welche Kekse und Kuchen ich gebacken habe oder welche Deko-Idee ich gerade umgesetzt habe. Ich freue mich schon riesig darauf, mein nächstes Jahr mit euch zu teilen!

Wenn ihr Wünsche zu bestimmten Themen habt, dann nutzt die Kontakt-Seite und schreibt mir eine Mail.

Liebe Grüße, eure Apfelblütengärtnerin