Gartentagebuch 2023: Anfang Mai

Gartentagebuch 2023: Anfang Mai

Die letzten Tulpen bei mir geben alles – insbesondere die Black Hero (s.o) und Black Parrot. Die anderen sind schon verblüht, und jetzt ist eine kleine Blühpause im Garten – allerdings gibt es ein paar Unermüdliche, die weiterblühen – die ersten meiner geliebten Zweijährigen Blumen – das Vergißmeinnicht und der Goldlack. Aber die nächsten Blüten (z.B. Akeleien, Camassia) stehen in den Startlöchern.

Allerdings haben meine ersten Cool Flowers, die Kornblumen, angefangen zu blühen. Und das ist echt viel früher, als sie normalerweise blühen. Die anderen sind noch nicht so weit. Allerdings habe ich viel zu eng gesät, und so haben sich hauptsächlich die Kornblumen durchgesetzt, neben zwei Mohn und einer Jungfer im Grünen. Lerne für nächstes Jahr: ausdünnen oder nicht so viele Körnchen säen. Aber das Säen im Herbst werde ich nächstes Jahr definitiv wieder machen.

Kornblume am 3. Mai

Was steht /stand alles in den letzten zwei Wochen an?

  • Säen von Zucchini, Gurken, Kürbissen etc.

Ich persönlich habe bis jetzt nur Zucchini gesät, aber jetzt kann man auch Gurke oder Kürbis säen. Diese Samen sind etwas größer, deshalb einzeln in kleine Töpfchen säen und warm stellen. Diese Pflanzen sind die absoluten Frostbeulen und vertragen keinen Frost und auch bei Temperaturen unter 12 Grad sind sie recht ungnädig. Was ich dieses Jahr aus dieser Pflanzenfamilie noch säen möchte, sind Luffas. Das sind diese Gurken, die man nicht isst, aus denen man aber Schwämme machen kann. Nachdem der Samen in Deutschland schwer zu erwerben ist, war ich ganz glücklich, als ich in unserem Osterurlaub in Italien auf einem Pflanzenmarkt Luffasamen erstehen konnte.

  • Kleine Pflänzchen hochpäppeln – evtl. pikieren, abhärten, pinzieren

Meine ganzen kleinen Pflänzchen, sei es Gemüse (s.oben) oder Blumen, die ich ab Februar gesät habe, müssen jetzt hochgepäppelt werden. Die meisten habe ich schon in kleine Einzeltöpfchen gesetzt, und jetzt müssen sie gut wurzeln. Gutes Wurzelwerk ist der Schlüssel zu einer gesunden Pflanze! Deshalb warte ich mit dem Umpflanzen, bis ich Wurzeln aus den Löchern am Boden der Töpfchen herauswachsen sehe. Dann weiß ich, dass sich die Pflanzen gut entwickelt haben und bald bereit sind, an ihren endgültigen Ort (Beet oder großer Topf) gepflanzt zu werden. Bei Tomaten auch immer beachten, dass man sie besser etwas tiefer setzt als im alten Topf, denn aus den Härchen an den Stielen entwickeln sich Wurzeln.

Bei den Löwenmäulchen und Cosmos muss ich die Pflänzchen pinzieren – wenn sich 3 Paare echte Blätter gebildet haben, wird der Trieb gekappt. Dadurch entwickeln sich Seitentriebe, die Pflanze wächst buschiger und hat (hoffentlich!) mehr Blüten.

  • Frische (Wild-)kräuter zum Trocknen sammeln

Jetzt ist die optimale Zeit, Kräuter zum Trocknen zu sammeln. Bei vielen Kräutern sind nämlich nur die frischen grünen Blätter lecker und gesund. Ich habe schon Brennesseln und Brombeerblätter gesammelt, die trocknen auf dem Dachboden. Viele andere Kräuter habe ich im Garteb, unter anderem auch Löwenzahn ;).

Meine Lieblingskräuter für einen Kräutertee, der gut für die Verdauung & gut gegen Erkältungen ist: Brennesseln, Brombeerblätter, Löwenzahnblätter, Erdbeerblätter, Minze, Salbei, Zitronenmelisse und/oder Zitronenverbene. Ein paar Kornblumen möchte ich auch trocknen, dann kommen die blauen Blütenblätter als optische Aufpepper in den Tee.

Außerdem kann man jetzt wieder wunderschöne Wildblumensträuße pflücken. Am Wochenende habe ich meinen ersten gepflückt – da der April bei uns (zum Glück!) ziemlich verregnet war, spießen die Wildblumen dieses Jahr wieder sehr schön. Mein erster Strauß besteht wieder aus Wolfmilch, wildem Storchschnabel und ein paar Gräsern. Denkt daran, die Stängel kurz in kochendes Wasser zu tauchen, damit die Luft aus den Stängeln entweicht. So halten sich die Sträuße ca. eine Woche.

  • Erbsengerüst

Meine Erbsen wachsen, und ich habe ihnen ein Erbsengerüst gebaut. Dieses Jahr ist es ein bisschen höher als sonst. Das Gerüst ist aus Bambusstäben (die senkrechten sind 1,50 m lang). Die Schnüre habe ich mit kleinen Erdspießen im Boden verankert, und jetzt können sich die Erbsen schön hochranken.

  • Selbst gemachten Dünger anwenden

Wie ihr seht, haben der Mangold und Fenchel gut überwintert. Die Zwiebeln und rote Bete habe ich ja auch schon im Gemüsebeet, und gestern habe ich ihnen eine kleine Düngung mit meinem Brennesseldünger gegönnt. Dazu habe ich ca. 2 Tassen Dünger in mein Gießwasser, und die Pflanzen gegossen. Aber Vorsicht, wenn ihr euren Eimer mit dem Dünger öffnet, stinkt es ziemlich. Das ist aber normal! Jetzt hoffe ich mal, dass er auch wirkt…

Zitronen-Joghurt-Kranz

Zitronen-Joghurt-Kranz

Das ist so ein Kuchen, den man mal eben im Vorbeigehen an einem Freitagnachmittag für’s Wochenende backen kann – er ist ratzfatz zusammengerührt, und während er im Ofen backt, kann man andere Dinge im Haus oder Garten erledigen. Die Grundidee für das Rezept stammt von Donna Hay.

Zutaten (für eine Kranzform von 26 cm Durchmesser):

  • 180 ml Pflanzenöl
  • 2 Eier
  • 1 Esslöffel abgeriebene Zitronenschale
  • 4 Esslöffel Zitronensaft
  • 280 gr Naturjoghurt
  • 350 gr Zucker
  • 300 gr Mehl
  • 2 Teelöffel Backpulver

Für die Glasur:

  • 150 gr Puderzucker
  • 1-2 Esslöffel Zitronensaft
  • 2 Esslöffel Thymianblätter zum Bestreuen

Zubereitung:

  1. Den Ofen vorheizen und die Kranzform fetten.
  2. In einer Schüssel Öl, Eier, Zitronenabrieb und -saft, Joghurt und Zucker mit einem Schneebesen glatt verrühren.
  3. Mehl und Backpulver dazugeben, ebenfalls mit dem Schneebesen glatt rühren.
  4. Teig in die Kranzform füllen und 50-55 Minuten im Ofen backen (Stäbchenprobe).
  5. Für die Glasur Puderzucker und Zitronensaft glattrühren (auch am besten mit einem Schneebesen).
  6. Den Kuchen nach dem Backen in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf ein Kuchengitter setzen.
  7. Den noch warmen Kuchen mit der Glasur überziehen und mit den Thymianblättern bestreuen.
  8. Kuchen dann abkühlen lassen, dann wird auch die Glasur fest.

Gartentagebuch 2023: April

Gartentagebuch 2023: April

Das Wetter ist immer noch eher kühl als warm, auch wenn es inzwischen schöne sonnige Tage gibt. Die Tulpen- und Narzissen geben im April alles; und insbesondere als Tulpenfan freue ich mich immer auf diese Jahreszeit.

Im Blumenbeet habe ich letzten Herbst gar keine neuen Tulpenzwiebeln gesetzt, trotzdem bin ich sehr zufrieden mit der Anzahl der Tulpen, die blühen. Meine Töpfe habe ich wieder in barocken Farben bestückt und sie blühen auch sehr schön. Kombiniert habe ich: Black Hero, Black Parrot, Apricot Beauty, Orange Emperor und Salmon Prince.

Was erstaunlich gut geklappt hat, war das Herausnehmen der Tulpenzwiebeln letztes Jahr und wiedereinpflanzen im Herbst, z.B. in Töpfen oder in meinem Tulpenschnittbeet. Es war allerdings ziemlich aufwendig und in einem kleinen Garten wie meinem hat man dann ein ‚häßliches Eck‘, wo die Tulpenzwiebeln mit Blättern lagern, bis sie alles Nährstoffe aus den Blättern gezogen haben (Blätter sind dann welk). Noch weiß ich nicht, ob ich das nochmal mache. Es spart jedenfalls ein paar Euro.

Tulpe Green Star

Die Pflanzenaufzucht:

Ich habe alle meine Sommerblumen in kleine Töpfchen gesät – solange es aber noch so kühl ist, bleiben diese bis zum Keimen auf alle Fälle drinnen.

Dann habe ich noch ein paar Gemüse gesät: Lauch, lila Stangenbrokkoli, toskanischen Palmkohl.

Mit dem Umtopfen der kleinen Tomaten, Auberginen und Chilis warte ich auch, bis es draußen wärmer wird. Drinnen habe ich gar nicht so viel Platz.

Ach ja – und die Löwenmäulchen! Die haben so gut gekeimt, dass ich sage und schreibe 35 kleine Löwenmäulchen habe, die ich schon alle pikiert und einzeln in kleine Töpfchen gesetzt habe. Keine Ahnung, was ich mit so vielen mache. Wahrscheinlich verschenke ich ein paar.

Ja, das kühle Wetter bremst ein bisschen aus – auch beim Gemüse. Meine Zwiebeln habe ich ins Beet gepackt, und immerhin haben die Möhren gekeimt. Da will ich auch demnächst noch eine zweite Reihe aussäen. Auch der Salat und die rote Bete sind noch mini und wachsen nur im Schneckentempo. Jetzt soll es ja wärmer werden – und dann geht es hoffentlich alles ein bisschen schneller!

Dreifach-Schokokekse

Dreifach-Schokokekse

Nun bin ich selbst über mich erstaunt: wenn mich jemand gefragt hätte, was meine Lieblingskekse sind, hätte ich wohl geantwortet „Peanutbutter-Cookies“ oder Nusskekse. Aber wenn ich mir so meinen Blog anschaue, muss ich gestehen, es sind wohl eher Schokokekse. Das ist jetzt das vierte Rezept für Schokokekse! Die schnellen Schokokekse mit Nuss, die Schokokekse mit Fleur de Sel oder die ganz einfachen Schokokekse nach Großmutters Art – sie schmecken einfach bombe zu einer Tasse Tee und ich backe sie immer wieder.

Diese hier haben den dreifachen Schoko-Effekt, außerdem sind sie glutenfrei, denn ich hatte noch Buchweizenmehl vom Heidekuchen übrig. Da kam mir dieses Rezept gerade recht! Ursprünglich stammt es – soll ich es überhaupt noch schreiben – von Nigella Lawson. Wie immer sind die Kekse superschnell und easy gebacken. Herrlich.

Zutaten (für ca. 35 Stück)

  • 150 gr dunkle Schokotropfen
  • 125 gr Bitterschokolade (mind. 705 Kakaoanteil)
  • 125 gr Buchweizenmehl
  • 25 gr Kakaopulver
  • 1/2 Teelöffel Speisenatron (ersatzweise Backpulver)
  • 1/2 Teelöffel Meersalz
  • 60 gr weiche Butter
  • 125 gr brauner Zucker
  • Mark von 1 Vanilleschote
  • 2 große Eier, frisch aus dem Kühlschrank

Zubereitung:

  1. Schokotropfen in den Kühlschrank packen (damit sie beim Backen nicht so schnell schmelzen).
  2. Backofen auf 160 Grad Umluft oder 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
  3. Schokolade grob hacken und schmelzen (Wasserbad oder Mikrowelle).
  4. In einer zweiten Schüssel das Buchweizenmehl, Kakao, Speisenatron und Salz vermischen.
  5. In einer weiteren Schüssel mit dem Handrührgerät die Butter mit dem Zucker und der Vanille schaumig schlagen, danach die geschmolzene Schokolade unterrühren, danach die zwei Eier.
  6. Nun die Mehlmischung unterrühren, und zum Schluss die Schokotropfen unterheben.
  7. Den Teig mit ca. 5 cm Abstand (ich habe 16 Kekse auf ein Blech gepackt) in kleinen Häufchen (etwas größer als eine Walnuss) mit Hilfe eines Teelöffels auf die Bleche geben.
  8. Bei Umluft kann man nun zwei Bleche gleichzeitig ca. 10 Minuten backen; die Kekse sehen noch etwas roh aus, sind aber am Rand fest (bei Ober-/Unterhitze nur 1 Blech).
  9. Nun die Kekse 10 Minuten auf den Blechen abkühlen lassen, bevor man sie auf ein Gitter zum endgültigen Abkühlen legt.
  10. Falls noch Teig übrig ist (das war bei mir so), einfach noch mal ein Blech backen.

Knackiger Kohlrabi

Knackiger Kohlrabi

Als Kind mochte ich Kohlrabi eigentlich gar nicht, und deshalb stand er auch im Erwachsenenalter zunächst nie ganz vorne auf der Liste meiner Lieblingsgemüse. Da mein Liebster jedoch sehr gerne Kohlrabi isst, habe ich irgendwann ein Samentütchen erstanden und säe seit ca. drei Jahren immer auch ein paar Kohlrabisamen im Frühling in meine Saatmodule.

Kohlrabi säe ich also wie eigentlich alles Gemüse in Saatschalen oder -modulen vor: am besten im April (eher drinnen, wenn es noch kalt ist) oder im Mai (schon draußen). Dann setze ich die Pflänzchen um, wenn sie genügend Wurzeln gebildet haben. So wachsen sie bei mir viel besser im Beet: denn sie sind viel kräftiger und widerstandsfähiger als kleine Keimlinge, die allen möglichen Gefahren wie Schnecken etc. ausgesetzt sind.

Dann lasse ich die Kohlrabis wachsen: manche kann ich im Sommer ernten, manche bilden erst mal gar keine Kugel, dann warte ich ab. Dann bilden sie im Herbst eine Kugel, die schön wächst (d.h. nicht holzig ist). Pro Quadratmeter Beet kann man 4 Kohlrabis setzen.

Auch meine Kohlrabis schütze ich inzwischen im Frühling und Sommer mit Netzen vor dem Kohlweißling und seinen gefräßigen Raupen. Denn ohne Blätter kann leider keien Photosynthese stattfinden, und ohne Photosynthese hat die Pflanze keine Energie. Das musste ich in meinem ersten Kohlrabijahr schmerzlich erfahren.

Meinen selbst gezogenen Kohlrabi esse ich natürlich sehr gerne, er schmeckt knackig-würzig zu einem leckeren Schinken- oder Käsebrot.

Limetten-Cheesecake

Limetten-Cheesecake

Dieses Rezept hat mich angelacht, weil es so frisch daher kommt. Außerdem finde ich es prima, dass es ein Cheesecake-Rezept ohnes lästiges Wasserbad ist. Zudem mag ich, dass es ein süßer kleiner Kuchen ist, der an einem Nachmittag aufgefuttert ist. Die Idee zu dem Rezept kommt von Virginia Horstmann, ich habe es nur leicht abgewandelt. Ich habe nur 6 Sahnetupfen auf den Kuchen gemacht, aber 8 wären – glaube ich – noch besser. Der Kuchen schmeckt toll zitronig-cremig, und eignet sich auch gut als Dessert.

Zutaten für eine Springform mit 20 cm Durchmesser:

Für den Boden:

  • 55 gr Butter
  • 125 gr Butterkekse

Für die Creme:

  • 1 Ei
  • 500 gr Frischkäse, Doppelrahmstufe
  • 100 gr feiner Zucker
  • 1/2 Biolimette: abgeriebene Schale und Saft

Für das Topping:

  • 1 Biolimette
  • 1/2 Biolimette: abgeriebene Schale
  • 100 gr Schlagsahne
  • 2 Esslöffel Puderzucker

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 155 Grad Ober-/Unterhitze (135 Grad Umluft) vorheizen. Springform ausfetten.
  2. Für den Boden die Butter in einem kleinen Topf schmelzen.
  3. Kekse in einen Gefrierbeutel geben, diesen verschließen und die Kekse mit dem Nudelholz zerkrümeln (oder man kann die Kekse auch in einen Zerkleinerer geben).
  4. Die Kekskrümel in einer Schüssel mit der Butter mischen.
  5. Die Keks-Butter-Masse in die Springform geben und mit einem Esslöffel fest drücken, so dass sich ein Kuchenboden ergibt.
  6. Auf der mittleren Schiene 15-20 Minuten backen, dann herausnehmen.
  7. Backofentemperatur um 5 Grad reduzieren. Inzwischen Frischkäse und Zucker in einer Schüssel mit dem Handrüherer verrühren, dann Limettenschale und -saft hinzugeben, unterrühren, und zum Schluss das Ei untermischen.
  8. Frischkäsecreme in die Springform auf den Kuchenboden geben und glatt streichen.
  9. Auf der mittleren Schiene 35-40 Minuten backen.
  10. Dann im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Ofentür (einen Kochlöffel zwischen Tür und Ofen stecken) 1 Stunde abkühlen lassen.
  11. Den ausgekühlten Kuchen noch 3-4 Stunden im Kühlschrank, am besten aber über Nacht fest werden lassen.
  12. Zum Servieren die Limette in dünne Scheiben schneiden, dann vierteln.
  13. Die Sahne mit dem Puderzucker schlagen.
  14. Eine dünne Schicht Sahne auf dem Kuchen verteilen und mit Limettenschale bestreuen. Die restliche Sahne in einen Spritzbeutel geben, den Kuchen mit Tupfen verzieren, und die Limettenviertel auf die Tupfen setzen.

Gartentagebuch 2023: Ende März

Gartentagebuch 2023: Ende März

Nun ist es endlich ein wenig milder geworden, und so habe ich in den letzten zwei Wochen hauptsächlich verschiedene Aussaaten getätigt; das meiste säe ich zuerst in kleine Saatschalen oder Module, damit die Pflänzchen groß und stark sind, bevor ich sie ins Beet verfrachte. Sie widerstehen dann hoffentlich etwas besser den Schnecken und allem anderen Unbill. Jetzt ist eine gute Zeit, Kräuter und Salate zu säen. Wer mag, kann im Haus oder Frühbeet auch die ersten einjährigen Sommerblumen aussäen.

In Saatschalen gesät habe ich:

  • Salat (Römersalat Forellenschuss, Kopfsalat Maikönig, Pflücksalat Amerikanischer Brauner),
  • rote Bete (Tonda di Chiogga)
  • Kohlrabi,
  • Cosmos (Daydream und Apricot Lemonade)
  • Skabiose (Salmon Queen) und
  • Sommeraster (King Size Blue).

Der Römersalat und die rote Bete sowie ein Kohlrabi haben schon gekeimt. Bei den anderen Salaten ist vielleicht das Saatgut schon zu alt, mal sehen.

Ins Beet direkt habe ich Karotten gesät. Karotten sind ja oft tricky mit der Keimung, deshalb habe ich mir einen kleinen Trick abgeschaut: nachdem ich die Samen in eine Reihe gesät, abgedeckt und gewässert habe, lege ich eine Holzlatte über die Reihe. Dann bleibt alles schön feucht, und das garantiert eine gute Keimung. Nach 1-2 Wochen immer mal wieder die Holzlatte umdrehen und nachschauen, ob die Samen gekeimt haben. Wenn ja, dann einfach die Latte wegnehmen. So haben bei mir letztes Jahr die Karotten zum ersten Malgut gekeimt (ich wohne ja auch in einer ziemlich regenarmen Gegend).

Außerdem habe ich zwei Reihen Zuckererbsen gesät (Ambrosia und Shiraz). Evtl. muss ich nochmal nachsäen, denn auch die Samen von Ambrosia sind schon etwas älter.

Die älteren Aussaten haben sich wieder erholt; sie stehen ganz gut da. Bei warmen Wetter dürfen sie nach draußen auf den Tisch auf der Terasse, sich an Sonne und Wind gewöhnen. Nachts bekommen sie eine Haube, wenn es zu kalt wird, müssen sie nochmal ‚rein. Denn die Chilis und Auberginen betrafen Temperaturen unter 12 Grad mit Wachstumsstockungen. Die Löwenmäulchen „Twinny Appleblossom“ habe ich pikiert und in einzelne Töpfchen gesetzt, denn jetzt bekommen sie echte Blätter.

Im Garten geht es endlich los in den Blumenbeeten. Im großen Blumenbeet blühen die Traubenhyazinthen und die ersten Tulpen (Ice Stick und Toronto).

Im Beet an der Hecke blühen die Hyazinthen und die Narzissen Pink Charme. Am Fuß des Apfelbaums geben die Narzissen Sun Disc alles. Es ist jedes Mal eine Freude, wenn man sieht, wie die Beete im Frühling wieder schön aussehen, denn im Winter sehen sie doch oft ein wenig trostlos aus.

Die Krokusse sind schon durch. Im Gemüsegarten ernte ich den letzten Feldsalat, der sich schon zum Schießen bereit macht, Grünkohl und die letzten Karotten.

Meine Cool Flowers im Topf auf dem Balkon sind schon riesig. Ich bin wirklich begeistert, wie gut das geklappt hat, und werde es nächstes Jahr wieder probieren.

Nicht gut geklappt haben dieses Jahr die Krokusse und Iris im Topf; sie haben keine Blüten gebildet. Hmmm! Dafür sehen wenigstens die Tulpen in den Töpfen gut aus.

Anemone zwischen Traubenhyazinthen

Heidekuchen

Heidekuchen

Schon lange wollte ich mal einen Kuchen aus Buchweizenmehl machen – voilà mein erster Versuch.

Der Kuchen heißt Heidekuchen, da der Buchweizenanbau in der Lüneburger Heide eine lange Tradition hat – ich vermute, dass der Boden dort dem Buchweizen gut taugt. Durch den Buchweizen eignet sich der Kuchen für alle, die glutenfrei essen.

Der Kuchen sieht zwar unscheinbar aus, aber er schmeckt super. Durch den Buchweizen und den Amaretto schmeckt er wie ein Nusskuchen, außerdem ist er locker-fluffig. Die Preiselbeermarmelade gibt einen schönen säuerlichen Kontrast.

Das Rezept habe ich in der „Servus“ 01/2023 gefunden.

Zutaten für eine Springform mit 24 cm Durchmesser:

  • 300 gr Buchweizenmehl
  • 2 Teelöffel Backpulver
  • 220 gr weiche Butter, plus zum Ausfetten der Form
  • 160 gr Zucker
  • 2 Teelöffel Vanillezucker
  • 3 Eier
  • Mandelaroma oder Amaretto
  • 300 gr Preiselbeermarmelade
  • Puderzucker zum Bestreuen

Zubereitung:

  1. Die Springform fetten und den Backofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Butter, Zucker und Vanillezucker in einer Schüsse mit dem Handrührgerät schaumig schlagen.
  3. Eier unterrühren.
  4. Mehl und Backpulver einrühren.
  5. Zum Schluss den Amaretto oder das Mandelaroma unterrühren.
  6. Die Hälfte des Teigs in die Springform füllen und mit einem feuchten Löffel glattstreichen.
  7. Dann den Teig mit der Marmelade bestreichen, mit dem restlichen Teig bedecken und wieder glattstreichen.
  8. Kuchen im Ofen auf der mittleren Schiene ca. 45 Minuten backen.
  9. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Dazu passt hervorragend ein Klacks Schlagsahne….

Gartentagebuch 2023: Mitte März

Gartentagebuch 2023: Mitte März

Nach dem schönen, überwiegend sonnigen Februar ist nun der März da. Der März ist bei uns ein wirklich schwieriger Monat – gartentechnisch gesehen – denn er ist oft kalt und grau. Dadurch kann man draußen nicht viel machen. Nun sind die nächsten Tage keine Nachtfröste und leicht steigende Temperaturen angesagt – und flugs habe ich mal eine Ladung Radieschen ins Beet gesät, und meine rote Bete nach draußen verpflanzt. Mal schauen, ob das nicht zu übermütig war.

Ein anderes Thema macht mir aber schon zu schaffen: die anhaltende Trockenheit. Trockenheit im Sommer kennt man ja (leider) inzwischen, aber es ist jetzt schon im Frühling so trocken, dass ich meine ganzen Töpfe mit den im Herbst gesetzten Blumenzwiebeln regelmäßig gießen muss, und auch mein Blumenbeet mit den Tulpen – sonst vertrocknen sie und kommen nicht zur Blüte. Und das ist schon ziemlich ungewöhnlich: so zeitig im Frühjahr schon regelmäßig die Gießkanne auspacken zu müssen, stimmt mich bedenklich. Soll ich in Zukunft auf Tulpen verzichten? Was geht überhaupt im Frühling ohne Wasser?

Es hat zwar vor ein paar Tagen ausgiebig geregnet, aber davor fast einen Monat lang gar nicht. Das ist einfach zu wenig! So stand das heute auch in unserer Zeitung. Außerdem war zu lesen, dass der Februar einer der trockensten Februare seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1781 war (in unserer Region, der Pfalz). Bei uns im Ort waren es im Februar nur 5 Liter. Ich überlege auch, wie ich im Sommer weniger Wasser aus der Wasserleitung brauche. Soll ich doch mal Regenauffangtonnen aufbauen? Die den (wenigen) Regen im Winter auffangen? Wahrscheinlich muss ich auch langsam über mehr trockenheitstolerante Pflanzen nachdenken. Dann fallen ja aber schon ganz viele Gemüse flach. Ich beobachte mal, wie der Sommer läuft.

Doch nun zum Aktuellen. Was machen meine Aussaaten?

Die Chilis haben ihre Keimblätter verloren, hoffentlich wachsen sie trotzdem weiter. Vielleicht ist die Pflanzenlampe zu intensiv – so richtig weiß ich nicht, woran es liegt. Die Auberginen und Löwenmäulchen leiden auch ein bisschen, sind aber noch standhaft. Die rote Bete habe ich komplett nach draußen verpflanzt, denn auch sie wuchsen nicht so richtig weiter. Die Tomaten haben überwiegend gekeimt, und die Steckzwiebeln treiben auch ganz ordentlich. Insgesamt bin ich zufrieden, auch wenn ich mir besseres /schnelleres Wachstum wünschen würde.

Da gestern wieder sehr schönes sonniges Wetter war, habe ich in zwei Schalen draußen noch weiteres gesät: in eine Schale Salate: Kopfsalat Maikönig, Romanasalat Forellenschuss und Pflücksalat Amerikanischer Brauner. Mit den beiden letzten Sorten habe ich schon gute Erfahrung gemacht (s. auch meinen Beitrag über den Salatanbau). In die zweite Schale habe ich noch mal rote Bete (Tonda die Chioggia), Kohlrabi und guten Heinrich gesät. Guter Heinrich ist eine Gemüseblattstaude, d.h. er kommt jedes Jahr wieder. Die Blätter sind wie Spinat essbar, und die Samen wie Quinoa zu verwenden. Mal schauen.

Blühtechnisch ist leider nicht so viel passiert seit letztem Mal, da das Wetter eben zu kalt ist. Ich hoffe wirklich, dass das Wetter bald besser wird und mehr Blümchen blühen! Auf den Bildern (oben und hier) seht ihr den Stand der Dinge.

Bananenmuffins mit weißer Schokolade und Berberitzen

Bananenmuffins mit weißer Schokolade und Berberitzen

Dies ist mal wieder ein so simples Rezept mit einem tollen Ergebnis. Die Idee lieferte einmal mehr wieder Nigella Lawson, die in ihrem Originalrezept statt getrockneter Berberitzen getrocknete Kirschen nimmt. Da ich aber noch ein Paket Berberitzen in der Speisekammer hatte, mussten es nun diese sein. Ehrlich gestanden habe ich aber auch schon gehackte getrocknete Aprikosen genommen, und auch bei der Schokolade kann man flexibel sein: es geht auch ganz normale Vollmilch- oder Zartbitterschokolade. Also, was hält euch noch ab? Und Bananen muss man doch immer verarbeiten!

Zutaten:

  • 125 gr geschmolzene Butter
  • 200 gr Zucker
  • 1 Teelöffel Vanilleextrakt
  • 2 große (oder drei kleine) reife Bananen
  • 4 Esslöffel saure Sahne
  • 2 große Eier
  • 1 Teelöffel Backnatron
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 300 gr Mehl
  • 40 gr getrocknete Berberitzen
  • 50 gr weiße Schokolade, gehackt

Zubereitung:

  1. Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und das Muffinblech mit Papierförmchen auslegen.
  2. Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken.
  3. In einer großen Schüssel die geschmolzene Butter mit dem Zucker, dem Vanilleextrakt und den zerdrückten Bananen verrühren – am besten mit einem Kochlöffel.
  4. Danach die saure Sahne und die Eier untermischen.
  5. Zum Schluss das Mehl, das Backnatron, das Backpulver, die Berberitzen und die gehackte Schokolade unterrühren. Nicht zu glatt rühren, der Teig darf gerne ein bisschen klumpig sein.
  6. Dann den Teig in die zwölf Mulden einfüllen und im Ofen 20 Minuten backen, bis die Muffins schön aufgegangen und goldbraun sind.
  7. Auf einem Gitter abkühlen lassen.