Gemüse und Blumen zum Nulltarif

Gemüse und Blumen zum Nulltarif

Wenn du einen Garten hast (oder auch einen Balkon), kannst du von vielen Gemüsen und Blumen jedes Jahr neue Exemplare haben, ohne in Samen oder Jungpflanzen investieren zu müssen. Wie das?

Von vielen Gemüsen lässt sich ziemlich einfach (und ungefährlich) Saatgut sammeln – und manche säen sich sogar selbst aus!

Von welchen Gemüsen /Kräutern sammle ich regelmäßig Saatgut?

  • Tomaten
  • Paprika
  • Chili
  • Erbsen
  • Stangenbohnen
  • Basilikum
Eine meiner „Komposttomaten“

Bei Tomaten kann es sogar passieren, dass wenn du Tomaten irgendwo auf dem Beet liegengelassen hast, die Samen im Jahr drauf keimen. Bei mir ist das mit Tomaten im Kompost passiert! Ich habe meinen Kompost als Mulch auf Töpfen verteilt, und schwupps- hatte ich etliche kleine Tomatenpflanzen. Unglaublich!

Wenn dir das zu unsicher ist, schneidest du einfach eine reife Tomate auf, holst die Samen heraus, und wäschst die gallertartige Masse drumherum ab. Sie verhindert nämlich das Keimen. Dann lässt du die Samen trocknen und voilà hast du Saatgut für das nächste Jahr.

Bei Paprika und Chilis geht es noch einfacher – einfach reife Früchte öffnen, die Samen entnehmen und trocknen.

Bei Erbsen und Bohnen die Früchte am Strauch quasi vertrocknen lassen, dann ernten. Die Erbsen und Bohnen, die du dann aus den Hülsen nimmst, sind quasi schon getrocknet und fertiges Saatgut.

Auch mit Basilikum geht es ziemlich einfach: einen Stängel blühen lassen, dann warten, bis sich die Samen gebildet haben und diese aus den Hüllen puhlen. Das mache ich gerne bei Thaibasilikum, weil das Saatgut hierfür echt teuer ist.

Bei vielen Blumen ist es noch einfacher! Die säen sich nämlich von ganz allein im Garten aus, und wenn sie nicht dort wachsen, wo du sie haben willst, gräbst du die kleinen Pflänzchen einfach aus und setzt sie dahin, wo du sie haben willst. Wenn ich mir nicht sicher bin, packe ich sie manchmal auch erst in Töpfchen. Natürlich musst du wissen, wie die kleinen Pflänzchen aussehen, damit du sie nicht aus Versehen als Unkraut herausrupfst!

Blumen, die sich von ganz alleine vermehren, sind z.B.

  • Fingerhut
  • Kapuzinerkresse
  • Vergissmeinnicht
  • Ziertabak
  • Jungfer im Grünen

Im folgenden ein paar Bilder von kleinen Pflänzchen, die von den o.g. Blumen bei mir an den unmöglichsten Stellen auftauchen: Im Gemüsebeet, im Rasen, in Terassenfugen… So seht ihr, was zu hübschen Blümchen wächst und nicht unbedingt entsorgt werden muss.

Da werde ich definitiv ein paar umsetzen; die Fingerhüte im Gemüsebeet sind definitiv dort am falschen Platz.

Vielleicht habt ihr noch andere Blumen, Kräuter oder Gemüse, die ihr gratis immer wieder habt! Schreibt am besten in den Kommentaren, was sich noch selbst vermehrt oder wovon man superleicht Saatgut sammeln kann.

Gedanken zur Selbstversorgung

Gedanken zur Selbstversorgung

Selbstversorgung ist schon seit einiger Zeit ein Thema, das die Garten-Community beschäftigt. Und jetzt in Krisenzeiten scheint es noch mehr an Bedeutung zu gewinnen. Auch ich finde den Gedanken charmant, mich selbst versorgen zu können. Aber: das ist für uns natürlich nur Wunschdenken, wenn wir ehrlich sind. Keiner von uns kann sich mit wirklich allem selbst versorgen! Es fängt an bei Getreide, geht weiter mit exotischen Früchten/Gemüsen/Gewürzen/Genussmitteln, wie z.B. Zitronen, Kaffee, Zimt. Mit Ölen wird es auch schon schwierig, und dann kommen die Milchprodukte (dafür bräuchten wir schon eine größere Ziegenherde), und auch viele Früchte- und Gemüsesorten schaffen wir nicht, in größerem Stil anzubauen. Es fehlt der Platz und/oder die Zeit.

Deshalb empfehle ich, sich da überhaupt keinen Druck zu machen! Wenn wir im Sommer 2 Monate lang eigene Tomaten essen können, den Rest des Jahres aber zukaufen müssen – dann ist es so. Im Übrigen kaufen wir im Winter eher wenige Tomaten, da sie keine Saison haben.

Was ich für mich entdeckt habe, ist die „Teil-Selbstversorgung“. Im Moment ist mein Motto: jeden Tag esse/trinke ich etwas aus dem eigenen Garten. Das geht natürlich nur, da ich Marmelade eingekocht und Kräuter für Kräutertee getrocknet habe. Aber auch die Kräuter oder Salate, die man jetzt frisch ernten kann, tragen dazu bei.

Nicht mal bei unseren Äpfeln sind wir Selbstversorger. Im Januar, spätestens Februar sind die frischen Äpfel weggefuttert oder haben nicht durchgehalten. Allerdings halten wir mit unserer Marmelade immer ein Jahr durch.

Es gibt aber tatsächlich ein Gemüse/Gewürz, bei dem wir komplett Selbstversorger sind: Chilis!! Ich baue ja eine ganz tolle Sorte an, den Sibirischen Hauschili, und der überwintert tatsächlich auf der Nordfensterbank bei uns im Esszimmer – und bringt dort auch Chilis hervor. Ich habe im Moment drei Pflanzen, habe aber wieder neuen Nachschub gesät. Das heißt, im Sommer ernte ich die Masse der Chilis, die eingefroren (und dann wie frische Chilis zu verwenden sind) oder getrocknet werden. Und im Winter bediene ich mich an den Vorräten, aber so ein paar frische Chilis direkt vom Strauch gibt es trotzdem. Irgendwie cool.

Also: probiert anzubauen, was geht, aber macht euch keine Illusionen, dass ihr von allem die Riesenmengen ernten werdet. Besser, ein bisschen was zu ernten, als nichts!

Die wichtigsten Punkte, um möglichst viel vom Essbaren im Garten zu haben sind also:

  • Gemüse/Kräuter/Obst anbauen, von dem man möglichst lange und oder viel ernten kann! Viele Kräuter sind dafür geeignet. Minze ist so ein Superkraut, oder Schnittknoblauch. Man schneidet etwas ab, und in der Folge treibt das Kraut wieder aus. Beim Gemüse sind Tomaten sicherlich eine gute Wahl, oder Zucchini. Auch viele Blattgemüse, z.B. Mangold oder Rucola garantieren gute Ernten.
  • Der zweite wichtige Baustein der Selbstversorgung ist auf jeden Fall das Haltbarmachen oder Konservieren der Ernte, sei es durch Trocknen, Einkochen oder Einfrieren. Trocknet eure Kräuter auch, z.B. Oregano. Dann habt ihr auch im Winter euren eigenen Oregano, um z.B. Tomatensaucen zu verfeinern. Oder Kräuter für Tees. Probiert es aus, es macht echt viel Spaß!

So gelingt die Tomatenzucht garantiert – Tipps und Tricks

So gelingt die Tomatenzucht garantiert – Tipps und Tricks

Eigentlich wollte ich gar keinen Beitrag über Tomaten schreiben, aber gerade letztes Jahr haben mich unzählige Berichte über das Scheitern der Tomatenzucht und viele Fragen diesbezüglich erreicht. Da meine Tomaten letztes Jahr ziemlich gut getragen haben (trotz viel Regen, spätes Frühjahr), gebe ich einfach mal meine Tipps und Erfahrungen weiter.

  1. Tomaten nicht zu früh säen

Wenn ihr eure Tomaten selbst aus Samen zieht, dann fangt bitte nicht zu früh an! Im Internet überbieten sich ab Januar die Leute damit, wer seine Tomaten am frühesten ausgesät hat. Wenn ihr kein Gewächshaus habt, dann sät eure Tomaten bitte erst Anfang März aus! Auf dem Fensterbrett sind die Bedingungen nämlich nicht so ideal, und die Pflänzchen bekommen nicht genug Licht. Dadurch wachsen sie nicht so kräftig, sondern bekommen nur lange Stängel. Damit eure Tomaten später aber auch mal Regengüsse aushalten, ohne gleich Braunfäule zu bekommen, müssen sie gesund und stark sein.

2. Tomaten immer möglichst tief einpflanzen

Wenn eure Tomaten von der Fensterbank zu groß für ihre Saatschalen geworden sind, oder generell umgesetzt werden müssen, dann setzt sie so tief wie möglich. Bei den kleinen langen Pflänzchen aus Samen setzt ihr die Pflänzchen so tief, dass gerade die Keimblätter aus der Erde schauen. Dann ist der lange Stiel unter der Erde, und hieraus kann die Tomate neue Wurzeln bilden. Ein gesundes Wurzelsystem ist extrem wichtig für die Pflänzchen. Dieser Trick funktioniert übrigens bei allen Pflanzen. Ihr werdet sehen, eure Tomaten werden kräftig und buschiger.

3. Kenne deine Tomatensorte

Es gibt unterschiedliche Tomatensorten: im Wesentlichen Tomaten, die wie ein Busch wachsen (das sind viele Sorten für Kübel), und die Stabtomaten. Bei den Stabtomaten ist es sehr wichtig, die kleinen Seitentriebe, die aus den Blattachseln wachsen, regelmäßig herauszubrechen (kennt ihr auch als ausgeizen). Damit geht die Kraft der Tomate nicht in den Aufbau neuer Blätter, sondern in die Früchte. Bei Buschtomaten muss man dies nicht tun; aber hier muss man aufpassen, dass man sie extrem gut stützt. Hinweise auf die Wuchsform findet ihr in der Regel auf eurem Samentütchen.

Stabtomate ‚Schwarze Königin‘

4. Gib deinen Tomaten Luft und Raum

Bitte setze deine Tomaten nicht zu eng! Die Tomaten brauchen Luft, denn sonst bietest du ideale Bedingungen für Pilzkrankheiten, die sich besser ausbreiten können, weil die Pflanzen nach Regen nicht so gut abtrocknen können. Eine dieser Pilzkrankheiten ist die gefürchtete Braunfäule. Wenn die Braunfäule noch nicht alle Pflanzenteile befallen hat, schneide die befallenen Zweige großzügig ab. Alternativ kannst du auch einen gesunden Zweig abschneiden und als Ableger neu eintopfen – er wird schnell wurzeln, und wenn es noch früh im Sommer ist, hast du vielleicht noch die Chance, hiervon Tomaten ernten zu können! Weil Tomaten gerne trockene Blätter haben, rät man auch, die Tomaten zu überdachen. Ich habe tatsächlich nicht nur Tomaten im Beet, sondern auch immer welche in Kübeln auf unserer überdachten Terrasse, damit ich auf alle Fälle eine Ernte habe. Trotzdem muss ich sagen, dass ich auch im Beet sehr selten Braunfäule habe.

5. Gieße deine Tomaten regelmäßig und dünge sie

Tomaten sind Starkzehrer, brauchen also regelmäßig Nahrung; besonders wenn sie in Kübeln stehen. Dafür gibt es spezielle Tomatendünger. Tomaten mögen es auch, mit den eigenen Blättern gedüngt zu werden: wenn du kleine Triebe ausgeizt, kannst du sie einfach als Dünger unter der Pflanze liegen lassen. Sie benötigen auch Wasser, mögen aber keine nassen Füsse. Die Kübel sollten also immer Abzugslöcher für das Wasser haben, sonst faulen die Wurzeln. Im Beet hat es sich bewährt, neben den Tomaten einen Tontopf einzugraben, und dort hineinzugießen: dann geht das Wasser direkt zu den Wurzeln und breitet sich nicht fröhlich dort aus, wo keine Tomatenwurzeln sind.

Bitte nie über die Blätter gießen, das begünstigt ein feuchtes Mikroklima und die gefürchtete Braunfäule.

Mizuna – der scharfe Asiate

Mizuna – der scharfe Asiate

Wenn sich so langsam der Herbst heranschleicht, wird es immer leerer im Gemüsebeet – und auch mit den Nachsaaten wird es schwierig. Doch es gibt zum Glück den Mizuna, ein Blattgemüse aus Asien, das sich noch im Herbst säen lässt. Das ist sogar besser als im Frühjahr/Sommer, denn bei langen Tagen schießt Mizuna gerne. Wenn es nicht gerade schlimme Frostnächte gibt, hält Mizuna auch kalten Temperaturen stand. Allerdings muss man bedenken, dass ich in einem Weinbauklima gärtnere!

Mizuna wächst auch schnell; d.h. man hat innerhalb von 14 Tagen die ersten kleinen Blättchen. Man kann sie in den Salat werfen, ich mag sie auch gerne auf belegten Broten. Man könnte sie auch in asiatischen Gemüsepfannen mitbraten, dann verlieren sie aber wie Spinat viel Volumen – und auch von ihrem scharfen, würzigen Geschmack. Der deutsche Name „asiatischer Senfkohl“ verrät schon, dass Mizuna schön scharf ist.

Ich baue gerne zwei Sorten an – grünen und violetten Mizuna. Dieses leckere Asiagrün gibt es jeden Herbst/Winter, weil es einfach so zuverlässig keimt und wächst.

Mizuna gehört wie Rucola und Kohl zu den Kreuzblütlern – also im Beet aufpassen, wenn ihr die Fruchtfolge beachtet. Mizuna lässt sich aber auch prima in Kübeln kultivieren, ideal für Balkongärtner. Ich baue Mizuna auch am liebsten in Kübeln an (s. meinen Beitrag Mehrzwecktöpfe)

Wenn ihr also eure Salatsaison verlängern und mit etwas Außergewöhnlichem aufpeppen wollt, dann probiert es doch mal mit dem Mizuna-Anbau.

Mehrzwecktöpfe

Mehrzwecktöpfe

Letztes Jahr bin ich auf die Idee mit den Mehrzwecktöpfen gekommen. Im Herbst bestücke ich normalerweise etliche Töpfe mit Blumenzwiebeln, die im Frühling blühen – z.B. Tulpen und Narzissen. Im Winter stehen die Töpfe dann scheinbar unbepflanzt auf der Terrasse, und meistens habe ich ein paar Tujazweige hineingesteckt, damit sie nicht so kahl ausschauten.

Dann kam mir die Idee: weshalb die Töpfe im Winter nicht für kleines Winterblattgemüse nutzen, und wenn dieses dann quasi geerntet ist, blühen Tulpen und Narzissen in voller Pracht. So kann ich die Töpfe doppelt nutzen: im Winter zur Salatzucht, im Frühling als Blumenzierde.

Die Mehrzwecktöpfe eignen sich für alle, die nicht so viel Platz haben. Die Idee lässt sich auch wunderbar auf einem Balkon verwirklichen.

So habe ich es gemacht:

  • Im September Mizuna, Feldsalat und Winterpostelein in Saatschalen vorziehen.
  • Im Oktober die Blumenzwiebeln in die Töpfe versenken, danach oben drauf die kleinen Pflänzchen vereinzelt setzen. Beim Feldalat habe ich es z.T. aber auch so gemacht, dass ich erst im Oktober direkt in die Töpfe gesät habe. Das hängt aber vom Klima und den Temperaturen ab. In einen Topf habe ich erst im Dezember Feldsalat ausgesät, der hat tatsächlich gekeimt, weil es noch so mild war.
  • Töpfe am besten so stellen, dass sie Regen/Feuchtigkeit abbekommen, aber nicht zu viel. Sonst besteht die Gefahr, dass die Blumenzwiebeln verrotten. Die von mir vorgestellten Salate brauchen allerdings auch nicht massenhaft Wasser.

Und dann viel Spaß beim Ernten im Winter und an der Blüte im Frühling!

September-Garten

September-Garten

Dekoratives: Blumen

Die ersten Septembertage haben uns ja mit hohen Temperaturen und viel Sonnenschein verwöhnt. Dementsprechend geben die Blumen nochmal alles, hier der Ziertabak ‚Lime Green‘ (links oben), Dahlie ‚Bishop’s Childeren‘ (rechts oben). Ein treuer Begleiter sowohl in voller Sonne als auch im Komplettschatten (links unten) ist die japanische Herbstanemone, leider weiß ich die Sorte nicht mehr. Zwischen dem ’normalen‘ Salbei und dem Schnittknoblauch macht sich der blaue Schopfsalbei (rechts unten) auch ganz gut.

Essbares: Obst und Gemüse

Natürlich freuen sich Südländer wie die Paprika über Sonne und hohe Temperaturen, aber auch die Äpfel am Apfelbaum werden langsam reif und rot. Meine Nachbarin und ich können es kaum erwarten, bis die Äpfel reif sind. Es wird aber nicht mehr lange dauern. Das Blattgemüse wie Mangold und Spinat wächst auch ganz gut.

Für die Zukunft I: Aussaaten und Jungpflanzen

Rechts seht ihr meine Grünkohljungpflanzen. Einige wenige sind schon im Beet, der Rest wartet noch auf Verpflanzung (Nachfolge im Schnittblumenbeet und als Bepflanzung meiner Mehrzwecktöpfe). Links seht ihr meine Mizuna-Aussaaaten, auch die müssen noch vereinzelt werden. Mizuna ist ein Blattgemüse und schmeckt schön scharf, z.B. als Salat oder als würzige Zutat auf dem Pausenbrot.

Für die Zukunft II: Kräuter trocknen

Solange das Wetter hält und die Pflanzen junge, neue Blätter bilden, trockne ich noch viele Kräuter für Kräutertee im Winter. Meine Lieblingsmischung im Moment ist Minze, Löwenzahn und Erdbeerblätter. Trotzdem trockne ich so viel, wie geht, so wie den Salbei in der Kiste oben rechts. Wissenswertes zum Trocknen von Kräutern und Blumen findet ihr in meinem Beitrag ‚Kräuter und Blumen trocknen‘.

Der Garten im Juli

Der Garten im Juli

Wie sieht es bei mir im Juli aus? Dieses Jahr wesentlich grüner als sonst, denn es regnet dieses Jahr so viel wie noch nie zuvor. Der Rasen ist selbst im Juli grün, und wir bewässern ihn quasi nicht. Alles andere wächst wie verrückt. Was fehlt, ist mehr Sonne. Denn viele Tomaten hängen schon voll, sind aber noch grün. Außerdem haben einige Äpfelchen am Apfelbaum Hageldellen.

Auf dem Balkon wächst der Ziertabak wie verrückt, und unsere Chilis geben trotz Regenwetter alles. Bei Chilis sind wir übrigens komplett Selbstversorger!!

Die Blumen im Beet gedeihen, im Moment sehr hübsch die pinke Schafgarbe, der Salbei und der Lavendel. Die Rosenblüten haben nach den Sturzfluten vor zwei Wochen die Waffen gestreckt. Dafür blüht der echte Eibisch (Althea Marshmallow) zum ersten Mal.

Die Blumen im Schnittblumenbeet hingegen machen viel Freude (darüber gibt es noch einen gesonderten Beitrag), die Kosmeen schneide ich schon fleissig, aber nun fangen auch die Dahlien langsam an, zu blühen.

Die südländischen Gemüsepflanzen wie Tomaten und Paprika hängen schon voll, sind aber noch grün.

Im Gemüsebeet schießen der Fenchel und Salat, die Zwiebeln werden langsam reif, und der Kohl wächst gemütlich unter seinem Netz heran.

Tagebuch meines Salat-Anbaus

Tagebuch meines Salat-Anbaus

Wir essen sehr gerne Salat, aber bisher hatte ich nicht genug Platz dafür. Mit einer Salatpflanze kommt man halt nicht weit. In meinem neuen Beet habe ich endlich Platz und deshalb habe ich es mit dem Salatanbau gewagt.

Anfang März:

Drei verschiedene Salatsorten (Kopfsalat Maikönig, Romanasalat Forellenschuss, Pflücksalat Amerikanischer Brauner) werden in eine Saatschale in jeweils einer Reihe ausgesät.

Mitte März:

Die Samen keimen, unterschiedlich schnell und in unterschiedlicher Menge. Am besten kommt der Romanasalat, am schlechtesten der Kopfsalat.

Anfang April:

Die ersten stärksten Pflänzchen werden in 15 einzelne Module einer Multitopfplatte umgesetzt. Dort sollen sie erst mal größer werden, um im Beet bessere Überlebenschancen (Schnecken etc.) zu haben. Auch hier schaffen es nicht alle Pflänzchen, aber der Großteil wächst und gedeiht.

Mitte / Ende April:

Mitte April setze ich die ersten vier Pflänzchen ins Beet, Ende April die nächsten vier. Sie wachsen echt gut – der viele Regen ist wirklich ein Segen, und die Schnecken sind dieses Jahr auch nicht so zahlreich unterwegs. Zwischendurch ernte ich immer mal ein paar Blättchen.

Mitte Mai:

Die nächsten vier Pflänzchen kommen ins Beet. Da ich meinen Salat nicht als Kopf ernte, sondern immer nur die äußeren Blätter, hoffe ich, noch lange von ihnen ernten zu können. Mitte Mai ernte ich die ersten 50 gr, das reicht für einen kleinen Beilagensalat. Da geht doch noch mehr, oder? Ich setze auch noch mal 4 weitere Pflänzchen ins Beet. Noch immer habe ich kleine Pflänzchen als Ersatz/Nachschub in meinen Modulen. Der Salat im neuen No-Dig-Beet wächst super.

Ende Mai/Anfang Juni:

Ende Mai habe ich nochmal 50 gr geerntet. Der Salat wächst ziemlich schnell. Dann zum ersten Mal 100 gr geerntet. Langsam habe ich das Gefühl es hat sich gelohnt, den Salat anzubauen. Anfang Juni gab es nochmal 100 gr.

Ende Juni:

Wir konnten noch drei große Salatschüsseln grünen Salat aus dem eigenen Garten essen. Vielleicht geht noch einmal bis zweimal…

Fazit: man muss schon etliche Salatpflanzen setzen, um selbst für zwei Personen nennenswerte Mengen ernten zu können. Platz, viel Wasser und Schutz vor Schnecken sind essentiell. Wenn das passt, ist es herrlich, eigenen Salat zu ernten.

Gemüsebeet im Mai

Gemüsebeet im Mai

Ende Dezember habe ich ja mein neues „No Dig“-Gemüsebeet angelegt, und es ist eine absolute Bereicherung! Inzwischen habe ich es auch mit einem niedrigen Zäunchen eingefriedet. Viele meiner Februar-Aussaaten wachsen und gedeihen prächtig darin: Zwiebeln, Frühlingszwiebeln, Fenchel. Aber auch die später ausgesäten Salate (Romanasalat „Forellenschuss“ und Pflücksalat „Amerikanischer Brauner“) sowie eine Reihe Radieschen gedeihen hervorragend.

In den „alten“ Beeten wachsen von meinen Februar-Aussaaten die Zuckererbsen („Ambrosia“ und „Shiraz“), der Spinat („Butterflay“)und auch Radieschen. Von Spinat und Radieschen konnte ich schon ernten.

In den anderen zwei Beeten wachsen meine im Herbst gesetzten Knoblauchzehen (hmm, da freue ich mich schon drauf). Frischer Knoblauch aus dem Beet schmeckt einfach himmlisch.

In vierten Beet, direkt an den Tujen, wachsen mediterrane Kräuter, da sie mit der Trockenheit gut zurechtkommen: ein Rosmarinableger und ein Salbei, sowie Schnittknoblauch en masse. Eine kleine Walderdbeere hat sich auch dorthin verirrt.

Was noch kommen wird: ausgesät habe ich noch Lauch, Kohlrabi, Grünkohl, Blumenkohl Romanesco, Buschbohnen sowie Dill und Petersilie. Meine ganzen Südländer, also Tomaten, Paprika, Zucchini und Aubergine, setze ich ungern in die Beet, da sie dort bisher nicht so gut gewachsen sind. Vielleicht setze ich 2-3 Tomaten in die Beete, der Rest wird in Töpfen gezogen.

Alles wird überzogen von einem Hauch von Apfelblütenblättern

Im Moment habe ich die Befürchtung, dass mein Platz für die ganzen Pflanzen nicht ausreichen wird….ein Beet soll ja auch ein Schnittblumenbeet werden. Und nicht, dass ich da noch keine Blumen gesät hätte….

Hoch hinaus mit Bohnen

Hoch hinaus mit Bohnen

Ich liebe Bohnen, und das bedeutet bei mir natürlich, dass ich sie auch selbst anbauen möchte. Da ich nicht so viel Platz habe, habe ich mich letztes Jahr entschlossen, Stangenbohnen in einem Topf auf dem Balkon anzubauen. Und so habe ich es gemacht:

Abwarten, bis es auch nachts zuverlässig nicht mehr gefriert und tagsüber im Schnitt mindestens 15 Grad oder noch wärmer ist. Dann habe ich mir drei verschiedene Sorten ausgesucht, eine Prunkbohne ‚Preisgewinner‘, und zwei Stangenbohnen: ‚Neckarkönigin‘ und ‚Blauhilde‘.

Dann Blumenerde (am liebsten torffrei) in den Topf, und als nächstes die drei Bohnenstangen, die ich oben zusammengebunden habe, so dass es aussieht wie ein Tipi.

Um jede Stange habe ich dann zwei Bohnen gelegt, mit Erde bedeckt, gegossen und gewartet.

Zuerst hat die Prunkbohne gekeimt, und danach die Stangenbohne ‚Neckarkönigin‘. Leider gar nicht gekeimt hat ‚Blauhilde‘, da waren die Samenbohnen wohl schon zu lange bei mir herumgelegen. Aber mir genügten dann vier Bohnenpflänzchen.

Die beiden Sorten wuchsen nun aber fleißig und rankten sich an den Bohnenstangen hoch, und stießen bald oben an die Balkondecke. Die Prunkbohne blühte auch als erste (siehe Foto ganz oben), und bald hingen die ersten kleinen Böhnchen dran. Yippieh! Es hatte geklappt! Und nun wünsche ich euch ebenso viel Freude und Erfolg mit euren Stangenbohnen.