Heute teile ich meine Gedanken mit euch dazu. Ganz oft muss ich feststellen, dass andere Menschen den Überfluss in ihrem Garten gar nicht wahrnehmen und/oder entsprechend ernten und verwerten.
Das beste Beispiel sind Kräuter, insbesondere die super pflegeleichten wie Minze, Zitronenmelisse, Thymian, Salbei oder Rosmarin. Diese Kräuter wachsen in vielen Gärten, und ab und zu wird ein Zweiglein zum Kochen benutzt. Ich kenne aber kaum jemanden, der diese Kräuter in größerem Stil trocknet und dann auch verwendet. Dabei ist das sooo einfach, und die eigenen Kräuter schmecken selbst getrocknet so viel aromatischer als gekaufte! Ich trockne meine Kräuter ganz „generalstabsmäßig“, d.h. alle paar Wochen wird geerntet und getrocknet. Viele verwende ich für Kräutertee ( da habe ich inzwischen eine richtige Teebar), andere aber auch zum Kochen. Im Winter freue ich mich immer diebisch über das tolle Aroma!

Die Kräuter am besten in trockenen dunklen Räumen trocknen (ich mache das auf unserem Dachboden), entweder aufgehängt als Sträußchen, oder – so mache ich es – in Obstkisten. Wichtig ist, dass sie schön luftig trocknen können (s. auch meinen Blogbeitrag Kräuter und Blumen trocknen).
Wenn sie dann rascheltrocken sind, in Gläser umfüllen (manche Kräuter zerkleinere ich vorher noch). Und nun steht dem Genuss nichts im Weg!
Doch es gibt noch mehr im Garten, was verwertet werden kann. Gestern habe ich unserem Apfelbaum einen kleinen Sommerschnitt gegönnt. Viele der kleinen Äste kann ich gut gebrauchen – entweder als Stäbe für Pflanzen (Alternative zu den Bambusstäben aus dem Baumarkt). Aus ein paar Zweigen habe ich kleine Kreise (oder eiförmige Kreise) gebogen, um damit Stauden zusammenhalten zu können. Das seht ihr auf dem Bild rechts – das sieht dann einfach schön natürlich aus. Ich liebe ja diesen Kreislaufgedanken!


Wachsen bei euch Brennesseln im Garten? Prima! Die könnt ihr auch ernten – jung z.B. auch als Tee, aber sie eignen sich auch hervorragend als Düngermulch. Einfach kleingeschnitten um Pflänzchen herum schichten: schon haben die Pflanzen eine schützende Mulchschicht, die beim Verrotten noch viele Nährstoffe an an die Pflänzchen gibt. Das habe ich gerade bei meinen Zucchini gemacht.
Früher wusste ich auch nicht so recht, was ich mit „Mini“-Ernten anfangen soll. So trägt unser Mandelbaum jedes Jahr ca. 8-9 Mandeln, von denen ca. 5 brauchbar sind. Was macht man damit? Vor ein paar Jahren lagen die dann monatelang in den Schalen in der Küche, weil ich mich auch gar nicht richtig getraut habe, sie zu benutzen. Das ist auch so ein Thema: habt Zutrauen in eure Pflanzen – sie tun euch gut und schmecken meistens viel besser als die aus dem Laden. Einfach schon, weil ihr sie frisch erntet und frisch verarbeitet. Dieses Jahr habe ich einfach nochmal die leckeren Mandelkekse gebacken, und meine eigenen Mandeln mit den gekauften gemischt. Perfekt verwertet!


Gurken habe ich dieses Jahr viel zu viele, denn ich habe 4 Gurkenpflanzen gesetzt – ein bisschen überdimensioniert für uns. Also habe ich direkt ein paar Gläser Essiggurken gemacht. Die habe ich letztes Jahr zum ersten Mal gemacht, und wir haben alle aufgefuttert. Deshalb: traut euch auch an solche Methoden heran. Man braucht kein besonderes Equipment – ich benutze so einen Topf mit einem Einsatz, den ich sowieso schon habe. Tomaten will ich auch wieder einkochen. Wenn ihr eine große Tiefkühltruhe habt, ist Haltbarmachen von Ernteüberschüssen sowieso ein Kinderspiel – man kann ja fast alles einfrieren. Petersilie friere ich z.B. kleingehackt gerne ein – denn davon habe ich auch im Moment mehr, als wir brauchen. Und wie bei fast allen Kräutern gilt: je mehr man erntet, umso mehr wächst nach. Ein fantastische Prinzip.
Also – wagt euch ans Ernten und Verwerten! Fangt an, eure Kräuter zu trocknen, eure „Unkräuter“ als Mulch und oder Dünger zu benutzen und und und. Ihr werdet sehen, dass ihr mehr in eurem Garten habt, als ihr denkt. Außerdem wird es euch total Spaß machen, ich bin mir sicher.







































