Vom Ernten und Verwerten

Vom Ernten und Verwerten

Heute teile ich meine Gedanken mit euch dazu. Ganz oft muss ich feststellen, dass andere Menschen den Überfluss in ihrem Garten gar nicht wahrnehmen und/oder entsprechend ernten und verwerten.

Das beste Beispiel sind Kräuter, insbesondere die super pflegeleichten wie Minze, Zitronenmelisse, Thymian, Salbei oder Rosmarin. Diese Kräuter wachsen in vielen Gärten, und ab und zu wird ein Zweiglein zum Kochen benutzt. Ich kenne aber kaum jemanden, der diese Kräuter in größerem Stil trocknet und dann auch verwendet. Dabei ist das sooo einfach, und die eigenen Kräuter schmecken selbst getrocknet so viel aromatischer als gekaufte! Ich trockne meine Kräuter ganz „generalstabsmäßig“, d.h. alle paar Wochen wird geerntet und getrocknet. Viele verwende ich für Kräutertee ( da habe ich inzwischen eine richtige Teebar), andere aber auch zum Kochen. Im Winter freue ich mich immer diebisch über das tolle Aroma!

Die Kräuter am besten in trockenen dunklen Räumen trocknen (ich mache das auf unserem Dachboden), entweder aufgehängt als Sträußchen, oder – so mache ich es – in Obstkisten. Wichtig ist, dass sie schön luftig trocknen können (s. auch meinen Blogbeitrag Kräuter und Blumen trocknen).

Wenn sie dann rascheltrocken sind, in Gläser umfüllen (manche Kräuter zerkleinere ich vorher noch). Und nun steht dem Genuss nichts im Weg!

Doch es gibt noch mehr im Garten, was verwertet werden kann. Gestern habe ich unserem Apfelbaum einen kleinen Sommerschnitt gegönnt. Viele der kleinen Äste kann ich gut gebrauchen – entweder als Stäbe für Pflanzen (Alternative zu den Bambusstäben aus dem Baumarkt). Aus ein paar Zweigen habe ich kleine Kreise (oder eiförmige Kreise) gebogen, um damit Stauden zusammenhalten zu können. Das seht ihr auf dem Bild rechts – das sieht dann einfach schön natürlich aus. Ich liebe ja diesen Kreislaufgedanken!

Wachsen bei euch Brennesseln im Garten? Prima! Die könnt ihr auch ernten – jung z.B. auch als Tee, aber sie eignen sich auch hervorragend als Düngermulch. Einfach kleingeschnitten um Pflänzchen herum schichten: schon haben die Pflanzen eine schützende Mulchschicht, die beim Verrotten noch viele Nährstoffe an an die Pflänzchen gibt. Das habe ich gerade bei meinen Zucchini gemacht.

Früher wusste ich auch nicht so recht, was ich mit „Mini“-Ernten anfangen soll. So trägt unser Mandelbaum jedes Jahr ca. 8-9 Mandeln, von denen ca. 5 brauchbar sind. Was macht man damit? Vor ein paar Jahren lagen die dann monatelang in den Schalen in der Küche, weil ich mich auch gar nicht richtig getraut habe, sie zu benutzen. Das ist auch so ein Thema: habt Zutrauen in eure Pflanzen – sie tun euch gut und schmecken meistens viel besser als die aus dem Laden. Einfach schon, weil ihr sie frisch erntet und frisch verarbeitet. Dieses Jahr habe ich einfach nochmal die leckeren Mandelkekse gebacken, und meine eigenen Mandeln mit den gekauften gemischt. Perfekt verwertet!

Gurken habe ich dieses Jahr viel zu viele, denn ich habe 4 Gurkenpflanzen gesetzt – ein bisschen überdimensioniert für uns. Also habe ich direkt ein paar Gläser Essiggurken gemacht. Die habe ich letztes Jahr zum ersten Mal gemacht, und wir haben alle aufgefuttert. Deshalb: traut euch auch an solche Methoden heran. Man braucht kein besonderes Equipment – ich benutze so einen Topf mit einem Einsatz, den ich sowieso schon habe. Tomaten will ich auch wieder einkochen. Wenn ihr eine große Tiefkühltruhe habt, ist Haltbarmachen von Ernteüberschüssen sowieso ein Kinderspiel – man kann ja fast alles einfrieren. Petersilie friere ich z.B. kleingehackt gerne ein – denn davon habe ich auch im Moment mehr, als wir brauchen. Und wie bei fast allen Kräutern gilt: je mehr man erntet, umso mehr wächst nach. Ein fantastische Prinzip.

Also – wagt euch ans Ernten und Verwerten! Fangt an, eure Kräuter zu trocknen, eure „Unkräuter“ als Mulch und oder Dünger zu benutzen und und und. Ihr werdet sehen, dass ihr mehr in eurem Garten habt, als ihr denkt. Außerdem wird es euch total Spaß machen, ich bin mir sicher.

Kräuter im Frühling: Petersilie und Koriander für die Vorratskammer

Kräuter im Frühling: Petersilie und Koriander für die Vorratskammer

Nun da die Tage länger und wärmer werden, wachsen meine Kräuter in den Beeten wie verrückt – insbesondere die überwinterte Petersilie und der Koriander. Beide werden aber demnächst schießen und in Blüte gehen – der Koriander schon ziemlich bald. Deshalb bin ich grade dabei, von beiden Kräutern ein bisschen was haltbar zu machen.

Petersilie ist ziemlich einach. Da nehme ich einfach die Zweige, und nachdem ich sie gewaschen und abgtrocknet habe, schneide ich sie klein und friere sie ein. Damit kann man perfekt Gerichte würzen. Zum ersten Mal habe ich auch ein Petersilie-Walnuss-Pesto gemacht, und das war auch die Wucht. Eventuell friere ich da auch eine Ladung ein. Man braucht:

  • 3 Handvoll Petersilie
  • 1 Handvoll Walnüsse
  • 1 Handvoll geriebenen Parmesan
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer

Die Walnüsse kurz in einer Pfanne ohne Öl rösten. Die Walnüsse und die Petersilie dann mit etwas Olivenöl in einem Zerkleinerer zu einer Art Paste mixen. Dies gebe ich dann in eine Schüssel, wo ich noch mehr Olivenöl, und den Parmsan dazugeben. Die Menge vom Olivenöl hängt davon ab, wie flüssig man das Pesto haben möchte. Dann noch mit Salz und Pfeffer würzen – fertig! Und wie gesagt, einfrieren lässt sich das Ganze auch.

Mit dem Koriander ist es schon etwas schwieriger. Ihn kleinzuschneiden und einzufrieren ist keine Option – er wird total matschig. Ein paar Zweige trockne ich gerade – aber da habe ich schon gehört, er würde viel Aroma verlieren. Naja, wir werden es sehen.

Eine ganze Ladung habe ich jetzt doch eingefroren – aber mit Öl. Ähnlich wie die Petersilie habe ich den Koriander mit etwas Olivenöl im Zerkleinerer zu einer Art Paste gemixt. Dann habe ich eine Teller mit Backpapier belegt und teelöffelweise kleine Bällchen auf das Backpapier gegeben. Der Teller kommt dann in den Tiefkühler. Sind die Bällchen gefroren, habe ich sie in einen Beutel verfrachtet und wieder in den Tiefkühler. So kann man die Bällchen auch zum Würzen von Gerichten benutzen.

Auf alle Fälle habe ich nun meine Kräuter ein bisschen haltbar gemacht, um sie auch genießen zu können, wenn sie nicht frisch aus dem Garten zu haben sind.

Im Übrigen kann man so auch Kräuter verwerten, die vom Supermaktkauf übrig bleiben,

Rosen & Salbei – Frühsommer im Garten

Rosen & Salbei –  Frühsommer im Garten

Die Apfelblütengärtnerin war im Urlaub – aber jetzt kann ich wieder vom Garten berichten. Natürlich war es gartentechnisch keine ideale Zeit für Urlaub, denn im Moment jagt ja eine Gartenaufgabe die nächste. Insbesondere musste ich viele Pflanzen in größere Töpfe setzen, aus denen ich vorher das restliche Wintergemüse oder die Tulpenzwiebeln herausholen musste.

Ich habe nun aber fast alles geschafft- und der Garten ist eine wahre Freude. Meine Rose ist gesund wie selten zuvor – ich schiebe es auf die Laubkompost-Düngegabe im Frühling und den vielen Regen. Der Salbei und die Glockenblumen sind auch die Wucht. Ich freue mich auch auf meine Phlox, denn die sind so groß wie noch nie zuvor.

Das Gemüse schaut auch ganz gut aus – insbesondere die Tomaten und Auberginen in den Töpfen. Eine Tomate trägt sogar schon, deshalb wäre viel Sonne jetzt ganz gut. Die Bohnen im Beet wachsen auch ganz gut, die Zucchini so làlà. Durch den Regen habe ich leider viel mehr Schnecken als normal – und die haben mir auch schon mühevoll aufgezogene Pflänzchen weggeschnitzelt: Gurke, Cucamelons und meine Zinnien. Eine Zinnie habe ich noch, die habe ich in einen Topf auf dem Balkon gesetzt!! Schneckenresistent erscheinen mir Cosmos und der kalifornische Mohn, den ich dieses Jahr zum ersten Mal im Programm habe: sehr empfehlenswert.

Was hat bis jetzt nicht so gut geklappt? Ganz klar – meine Beeren. Ich habe zwar wieder Johannisbeeren gehabt, aber letztes Jahr ist ja die Hälfte von meinem Johannisbeer-Strauch abgestorben, und so habe ich auch weniger Beeren geerntet. Die Erdbeeren habe ich in ein extra kleines Hochbeet umgesetzt – und die müssen sich erst mal etablieren, bevor sie Beeren tragen. Noch hoffe ich aber, denn ich habe die Sorte „Osara“, und die tragen eigentlich laufend. Die Heidelbeeren sind ganz enttäuschend – da gibt’s vielleicht 4 Beerchen von 2 Sträuchern. Die Himbeeren sind ok.

Aber so ist das – in einem Jahr läuft es super mit einer Pflanze, und im nächsten Jahr nicht. Deshalb freue ich mich immer über die Dinge, die gut laufen. So sieht es z.B. wieder nach einer ordentlichen Apfelernte aus, nachdem es letztes Jahr absolut enttäuschend war.

Deshalb liebe ich das Gärtern – es ist immer wieder überraschend, und insgesamt gesehen immer sehr erfüllend. Ich ernte momentan auch wieder viele Kräuter zum Trocknen – für Tees, aber auch zum Würzen. Das machen meiner Meinung nach viel zu wenig Menschen. Früher mochte ich z.B. keinen Kräutertee, aber der Kräutertee mit den Kräutern aus dem eigenen Garten schmeckt einfach frisch und lecker. Gekaufter schmeckt oft irgendwie „muffig“.

Was steht an Aufgaben an?

  • Pflanzen gießen und bei Bedarf düngen
  • Unkraut jäten
  • Zweijährige Blumen säen (ich werde Fingerhut, Goldlack, Bartnelken und Silberblatt säen)
  • Salatnachschub säen (ich probiere die schossfeste Sorte „Pirat“)
  • Tomaten ausgeizen
  • auf Schneckenjagd gehen
  • ….gaaanz wichtig: mit einem Tässchen Tee im Garten sitzen, den Vögeln lauschen und genießen

Gesundes aus der Natur – Foraging und Wild Crafting

Gesundes aus der Natur – Foraging und Wild Crafting

Letztes Jahr hatte ich ja das „Wilde 2022“ ausgerufen – und habe angefangen, mich mit der heilenden Wirkung von Pflanzen zu beschäftigen. Außerdem habe ich Beeren in freier Natur geerntet – z.B. Brombeeren von den unzähligen Sträuchern, die überall wild wachsen, oder Hagebutten für eine Marmelade. Ich habe aber auch junge Brennesseln und Brombeerblätter für Tee geerntet. Dieses Jahr habe ich damit ein bisschen weitergemacht und ein paar tolle Dinge fabriziert. Interessant ist in diesem Zusammenhang: wenn ich älteren Menschen davon erzähle, sagen sie meist: „Das kenne ich noch von früher, das hat meine Mutter auch immer gemacht“. Es gibt also so viel Heilkraft und verlorenes Wissen da draußen! Und das will ich mir ein bisschen zurückerobern.

Sehr hilfreich in diesem Zusammenhang ist ein Buch, das ich mir letztes Jahr in Glastonbury gekauft habe, es heißt „Wild Remedies“, und stellt viele (Wild-) pflanzen vor: deren Heilkraft, aber auch wie man diese nutzen kann mit relativ einfachen Rezepturen. Das Buch ist zwar auf Englisch, und manchmal muss man den deutschen Namen der Pflanzen übersetzen, aber es ist sehr informativ, und ich habe schon etliches daraus ausprobiert. Das Einzige, was aufwendig ist (gerade heutzutage): man muss Zeit mitbringen, um Heilsames herzustellen.

Dieses Herstellen von Tees, Ölen, Salben etc. mit Wildpflanzen nennt man übrigens „Wild Crafting“, und das reine Sammeln in der freien Natur „Foraging“.

Was habe ich dieses Jahr schon gemacht?

Natürlich im Frühjahr wieder Brennesseln und Brombeerblätter für Tee geerntet, aber auch Holunderblütensirup und Holunderblütengelee mussten es sein. Im Sommer habe ich dann 3 verschiedene Öle für Wundheilung hergestellt: das „berühmte“ Rotöl aus Johanniskrautblüten, aber auch Schafgarben- und Spitzwegerichöl. Aus diesen Ölen habe ich dann eine Heilsalbe hergestellt, die wirklich super hilft. Ich bin total aus dem Häuschen.

Im Spätsommer habe ich dann Holunderbeeren gesammelt (leider nicht so viele, wie ich gerne gehabt hätte, denn unser Urlaub fiel in die Hauptreifezeit), und habe daraus einen leckeren Holundersirup hergestellt. Der soll angeblich helfen, Erkältungen etc. vorzubeugen. Holunderbeeren sollen eine Art antivirale Wirkung haben. Davon brauche ich nächstes Jahr definitiv noch mehr!

Außerdem gärt gerade mein erster Apfelessig – ganz simpel aus Apfelschalen von meinen Äpfeln (viel ist es dieses Jahr nun nicht). Hier bin ich froh, dass ich weiß, dass meine Äpfel ungespritzt sind. Ich hoffe, dass ich in zwei bis drei Wochen von meinem eigenen Essig kosten kann.

Im Winter stehen auch ein paar Projekte mit Nadelbäumen und Weiden an – ich bin sooo gespannt.

Auf alle Fälle möchte ich euch ermuntern, auch mal loszuziehen und die Heilkraft der Natur zu nutzen. Es macht einen Heidenspaß, außerdem weiß man irgendwann, welche Pflanzen rund um das Zuhause wachsen. Wer am Anfang Schwierigkeiten mit der Bestimmung der Pflanzen hat, kann eine App benutzen – das funktioniert ganz gut, wie ich finde.

Steigende Lebenshaltungskosten: was lohnt den Anbau wirklich?

Steigende Lebenshaltungskosten: was lohnt den Anbau wirklich?

Die Inflation steigt und steigt, und mit ihr auch unsere Lebenshaltungskosten. Kann man durch den Anbau von Gemüse, Obst und Kräuter wirklich etwas sparen? Man muss ja auch bedenken, dass man mindestens Erde , Wasser und Dünger benötigt, damit die Pflänzchen wachsen.

Tatsächlich gibt es einige Pflanzen, die sich wirklich lohnen. Bei der folgenden Liste gehe ich von klein nach groß, d.h. die ersten Punkte auf der Liste eignen sich auch für Balkongärtner.

Frische Kräuter

Ihr kennt das bestimmt: für ein Rezept braucht man z.B. zwei Zweige Rosmarin. Im Supermarkt gibt es dann ganz oft so ein paar nicht ganz taufrische Zweige in einer Plastikverpackung, für die man ca. 1,50 Euro zahlt. Die restlichen Zweige, die man nicht direkt verbaucht, muss man dann meistens nach zwei Tagen wegwerfen. Man braucht zwar nicht viel von diesen Kräutern, aber sie sind im Verhältnis dann doch ziemlich teuer. Deshalb lohnt es sich auf alle Fälle, von ausdauernden Kräutern (die man nicht jedes Jahr neu aussäen muss und die mehrere Jahre überleben) ein paar Töpfe zu haben.

Besonders pflegeleicht sind Rosmarin, Thymian, Salbei, Minze oder Zitronenmelisse (Hinweise zur Pflege in meinem Blogbeitrag Unkomplizierte Kräuter für Garteneinsteiger). Wer es noch preiswerter möchte, kann von den o.g. Kräutern durch Stecklinge auch einfach neue Pflänzchen ziehen.

Schnell wachsende Blattgemüse

Ein paar frische Blätter zum Salat, ein paar Radieschen: das kann man innerhalb kurzer Zeit unkompliziert ernten, und diese Gemüse wachsen (wenn man sie regelmäßig gießt) wie von selbst, und selbst düngen braucht man sie innerhalb der kurzen Zeit eigentlich auch nicht. Je nach Platz kann man hier mehr oder weniger ernten; bei wenig Platz, also z.B. auf dem Balkon, gibt es keine Riesenernte.

Am besten eignen sich Rucola, Schnittsalat oder Baby Leaves. Wer mag, kann es auch mit Radieschen probieren, im Garten lohnt es sich auf alle Fälle.

Mehrfachtragende Gemüse

Wenn man sich im Sommer die Mühe macht, Gemüse anzubauen, dann lohnen sich gerade auf kleinem Platz nur die Gemüse, die mehrfach tragen (also mehrere/viele Früchte an einer Pflanze).

Die Klassiker sind Tomaten und Zucchini, aber auch Stangenbohnen sind super ertragreich (und lassen sich in einem großen Topf auch auf dem Balkon ziehen). In warmen Regionen gehen auch gut Auberginen, Paprika, Chilis oder Gurken, in kühleren Regionen sind auch Zuckererbsen eine gute Option. Wir sind bei Chilis echte Selbstversorger! Ich ernte jedes Jahr so viele, dass ich schon seit Jahren keine Chilis mehr kaufen muss. Die Ernte wird zum Teil getrocknet, der andere Teil wandert frisch in den Tiefkühler; dann kann man die Schoten das ganze Jahr über wie frische Chilis verwenden.

Zu vielen der erwähnten Gemüse habe ich schon Blogartikel geschrieben. Wenn das Gemüse in lila Schrift geschrieben steht, könnt ihr einfach auf das Wort klicken, und ihr kommt direkt zum passenden Blogbeitrag.

Die Gemüse, die sich nicht lohnen, sind Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren oder Kohl. Die gibt es kiloweise echt günstig im Supermarkt (je nach Angebotslage das Kilo zwischen 1-2 Euro); das bekommt man zu diesem Preis als Hobbygärtner nicht hin.

Beeren

Wenn man sich die Kilo-Preise für Beeren anschaut, stellt man fest, dass sie ziemlich teuer sind. Wenn man Glück hat, bekommt man Heidelbeeren mal für 6-8 Euro das Kilo, aber meist zahlt man das Doppelte. Natürlich kaufen wir Beeren nun auch nicht kiloweise, und essen davon nicht so große Mengen wie z.B. von Kartoffeln oder Möhren.

Warum dann Beeren anbauen? Bei vielen Beeren ist ein Pluspunkt, dass sie ohne viel Pflegeaufwand wachsen! Zwei Johannisbeer-Sträucher im Garten, und schon hat man eine fantastische Ernte, ohne viel machen zu müssen. Ähnlich pflegeleicht sind bei mir die Himbeeren.

Die Heidelbeere tut sich bei mir schon schwerer, da sie gerne sauren Boden mag, den wir leider nicht haben. Im Wald wachsen bei uns Unmengen, aber in heißen Jahren tragen sie nicht so gut.

Brombeeren sammle ich bei uns im Feld, da wachsen Unmengen wild. Und außer mir scheint sich keiner die Mühe zu machen, Brombeeren zu sammeln. Ich mache Marmelade draus, aber sie wandern auch in den ein oder anderen Kuchen.

Also, Beeren selbst anbauen oder sammeln ist ein echter „Money-saver“.

Äpfel /Birnen/Zwetschgen

…oder auch Kirschen, also alles Baumobst. Dafür braucht man nun allerdings einen Garten. Man kann auch Bäume in Kübeln auf dem Balkon halten (ich habe eine Mandel im Topf), aber Unmengen wird man hier nicht ernten.

Da ja auch Äpfel ziemlich preisgünstig im Supermarkt zu haben sind (1-1,50 Euro das Kilo), lohnt sich wirklich nur ein Baum im Garten. Das gleiche gilt für die anderen Baumobstarten.

Wir haben ja einen Apfelbaum in unserem Garten, und die Versorgung mit Äpfeln ist zwar nicht das ganze Jahr über gegeben (aber nur, weil ich sie nicht gut lagern kann). Ansonsten sind die Ernten fantastisch. Letztes Jahr waren es so viele Äpfel, dass ich total im Verwertungsstress war und wir uns einen Dampfentsafter für Saftzubereitung gekauft haben. Trotz Marmelade, Kuchen und Verschenken waren die Mengen kaum zu bewältigen. Trotzdem liebe ich diesen Baum, denn ein frischer Apfel vom Baum schmeckt einfach himmlisch!

Wichtig ist auf alle Fälle die richtig Sortenwahl, wobei man sich hier nicht von falschen Vorstellungen leiten lassen darf! Wir haben einen „Topaz“, und der kommt mit unserem heißen und trockenen Klima noch ganz gut zurecht. Viele der „alten“ Sorten, die gerade so beworben werden, gehen da schon in die Knie.

Insgesamt kann man durch clevere Wahl der Obst- und Gemüsesorten, die man anbaut, auf alle Fälle Geld sparen. Dafür muss man aber etwas anderes investieren: Zeit! Bei Johannisbeeren und Obstbäumen geht es wohl auch ohne großen Zeitaufwand, aber alles andere möchte doch gehegt und gepflegt werden. Das macht aber auch richtig Spaß, und wenn man sich die Zeit nimmt, ist es auch wirklich erholsam. Man tut sich also auch noch etwas Gutes!

Gemüse und Blumen zum Nulltarif

Gemüse und Blumen zum Nulltarif

Wenn du einen Garten hast (oder auch einen Balkon), kannst du von vielen Gemüsen und Blumen jedes Jahr neue Exemplare haben, ohne in Samen oder Jungpflanzen investieren zu müssen. Wie das?

Von vielen Gemüsen lässt sich ziemlich einfach (und ungefährlich) Saatgut sammeln – und manche säen sich sogar selbst aus!

Von welchen Gemüsen /Kräutern sammle ich regelmäßig Saatgut?

  • Tomaten
  • Paprika
  • Chili
  • Erbsen
  • Stangenbohnen
  • Basilikum
Eine meiner „Komposttomaten“

Bei Tomaten kann es sogar passieren, dass wenn du Tomaten irgendwo auf dem Beet liegengelassen hast, die Samen im Jahr drauf keimen. Bei mir ist das mit Tomaten im Kompost passiert! Ich habe meinen Kompost als Mulch auf Töpfen verteilt, und schwupps- hatte ich etliche kleine Tomatenpflanzen. Unglaublich!

Wenn dir das zu unsicher ist, schneidest du einfach eine reife Tomate auf, holst die Samen heraus, und wäschst die gallertartige Masse drumherum ab. Sie verhindert nämlich das Keimen. Dann lässt du die Samen trocknen und voilà hast du Saatgut für das nächste Jahr.

Bei Paprika und Chilis geht es noch einfacher – einfach reife Früchte öffnen, die Samen entnehmen und trocknen.

Bei Erbsen und Bohnen die Früchte am Strauch quasi vertrocknen lassen, dann ernten. Die Erbsen und Bohnen, die du dann aus den Hülsen nimmst, sind quasi schon getrocknet und fertiges Saatgut.

Auch mit Basilikum geht es ziemlich einfach: einen Stängel blühen lassen, dann warten, bis sich die Samen gebildet haben und diese aus den Hüllen puhlen. Das mache ich gerne bei Thaibasilikum, weil das Saatgut hierfür echt teuer ist.

Bei vielen Blumen ist es noch einfacher! Die säen sich nämlich von ganz allein im Garten aus, und wenn sie nicht dort wachsen, wo du sie haben willst, gräbst du die kleinen Pflänzchen einfach aus und setzt sie dahin, wo du sie haben willst. Wenn ich mir nicht sicher bin, packe ich sie manchmal auch erst in Töpfchen. Natürlich musst du wissen, wie die kleinen Pflänzchen aussehen, damit du sie nicht aus Versehen als Unkraut herausrupfst!

Blumen, die sich von ganz alleine vermehren, sind z.B.

  • Fingerhut
  • Kapuzinerkresse
  • Vergissmeinnicht
  • Ziertabak
  • Jungfer im Grünen

Im folgenden ein paar Bilder von kleinen Pflänzchen, die von den o.g. Blumen bei mir an den unmöglichsten Stellen auftauchen: Im Gemüsebeet, im Rasen, in Terassenfugen… So seht ihr, was zu hübschen Blümchen wächst und nicht unbedingt entsorgt werden muss.

Da werde ich definitiv ein paar umsetzen; die Fingerhüte im Gemüsebeet sind definitiv dort am falschen Platz.

Vielleicht habt ihr noch andere Blumen, Kräuter oder Gemüse, die ihr gratis immer wieder habt! Schreibt am besten in den Kommentaren, was sich noch selbst vermehrt oder wovon man superleicht Saatgut sammeln kann.

Unkomplizierte Kräuter für Garteneinsteiger

Unkomplizierte Kräuter für Garteneinsteiger

Alle Kräuter, die ich in diesem Beitrag vorstelle, sind mehrjährig. D.h., man setzt sie nur einmal, und erntet viele Jahre von ihnen. Das ist ziemlich praktisch, oder? Das einzige, was ihr vor dem Einpflanzen prüfen solltet, sind im Wesentlichen 2 Faktoren: bekommt die Pflanze an ihrem Standort viel oder wenig Sonne ab? Ist der Boden eher trocken oder feucht? Egal, ob Sonne oder mehr Schatten, ob trocken oder feucht, es gibt für jeden Standort ein Kräutlein!

Für sonnige Standorte mit eher magerer und trockener Erde:

  • Thymian
  • Oregano
  • Rosmarin
  • Salbei.

Diese vier Kräuter sind ursprünglich in heißen und trockenen Gegenden beheimatet, also lieben sie solche Bedingungen auch im Garten. Das kommt uns entgegen, denn sie brauchen auch in heißen Sommern eigentlich nicht gegossen zu werden. Sie lassen sich auch prima in Töpfen kultivieren. Dann musst du nur im Winter ein bisschen aufpassen, dass sie nicht zu viel Frost abbekommen. Am besten geschützt an der Hauswand überwintern.

Setze eine Jungpflanze im Frühjahr an ihren Standort und gieße sie dann gut an. Das war’s zunächst. Alle vier Kräuter profitieren davon, wenn du sie fleissig beerntest: sie bilden dann viele neue Triebe aus. Am besten immer die Spitzen abschneiden, evtl. bis zum nächsten Blattpaar oder zur nächsten Verzweigung, dann wachsen sie auch gut nach. Eher nicht einzelne Blätter abschneiden, aber das ginge bei Thymian und auch beim Oregano sowieso nicht. Alle vier Kräuter lassen sich auch super trocknen; wenn die Blätter dann trocken sind, einfach in einem Blitzhacker zerkleinern. Dann kann man damit das auch im Winter Tomatensaucen und ähnliches verfeinern!

Wenn du nicht ganz soviel erntest, so dass die Pflänzchen von unten her anfangen, zu verholzen, dann schneide sie im Frühling, am besten im April (wenn du siehst, dass sie neu austreiben) ein wenig herunter.

Diese Kräuter musst du im Beet auch nicht düngen. Falls du sie in einem Topf kultivierst, könnten sie 1x im Jahr ein wenig Dünger vertragen. Aber mehr sollte es auch nicht sein. Auch im Topf halten sie Trockenheit verdammt gut aus.

Insbesondere Thymian und Oregano blühen auch jedes Jahr super zuverlässig; das finden alle Bienen ein Fest.

Für halbschattige/ schattige Standorte, nicht zu trocken:

  • Minze
  • Schnittknoblauch
  • Schnittlauch
  • Zitronenmelisse

Auch diese vier Kräuter treiben jedes Jahr frisch aus. Im Gegensatz zu den vier obengenannten verwelken aber im Herbst die oberirdischen Pflanzenteile. Im Frühjahr treiben diese Kräuter von unten wieder frisch aus. Hier muss man sich um einen Rückschnitt keine Gedanken machen.

Im Frühjahr setzt ihr die Pflänzchen an ihren Standort (auch diese Kräuter sind prima für Töpfe; für die Minze sollten es ruhig größere Töpfe sein) und gießt sie gut an. Dann lasst ihr sie schön wachsen und erntet fleissig. Bei diesen Kräutern aber das Gießen bitte nicht vergessen; sie mögen es nicht gerne zu trocken. Dafür vertragen sie Schatten ganz gut. Minze breitet sich wahnsinnig schnell aus; deshalb lieber in einen Topf in den Garten vergraben um den Wurzeln ein bisschen Einhalt zu gebieten.

Minze lässt sich supereinfach vermehren: einfach einen Stängel abschneiden und in ein Wasserglas stellen, dann bilden sich relativ schnell Wurzeln. Schnittlauch kann man durch Teilung ganz gut vermehren, und der Schnittknoblauch vermehrt sich bei mir durch Aussaat.

Gedanken zur Selbstversorgung

Gedanken zur Selbstversorgung

Selbstversorgung ist schon seit einiger Zeit ein Thema, das die Garten-Community beschäftigt. Und jetzt in Krisenzeiten scheint es noch mehr an Bedeutung zu gewinnen. Auch ich finde den Gedanken charmant, mich selbst versorgen zu können. Aber: das ist für uns natürlich nur Wunschdenken, wenn wir ehrlich sind. Keiner von uns kann sich mit wirklich allem selbst versorgen! Es fängt an bei Getreide, geht weiter mit exotischen Früchten/Gemüsen/Gewürzen/Genussmitteln, wie z.B. Zitronen, Kaffee, Zimt. Mit Ölen wird es auch schon schwierig, und dann kommen die Milchprodukte (dafür bräuchten wir schon eine größere Ziegenherde), und auch viele Früchte- und Gemüsesorten schaffen wir nicht, in größerem Stil anzubauen. Es fehlt der Platz und/oder die Zeit.

Deshalb empfehle ich, sich da überhaupt keinen Druck zu machen! Wenn wir im Sommer 2 Monate lang eigene Tomaten essen können, den Rest des Jahres aber zukaufen müssen – dann ist es so. Im Übrigen kaufen wir im Winter eher wenige Tomaten, da sie keine Saison haben.

Was ich für mich entdeckt habe, ist die „Teil-Selbstversorgung“. Im Moment ist mein Motto: jeden Tag esse/trinke ich etwas aus dem eigenen Garten. Das geht natürlich nur, da ich Marmelade eingekocht und Kräuter für Kräutertee getrocknet habe. Aber auch die Kräuter oder Salate, die man jetzt frisch ernten kann, tragen dazu bei.

Nicht mal bei unseren Äpfeln sind wir Selbstversorger. Im Januar, spätestens Februar sind die frischen Äpfel weggefuttert oder haben nicht durchgehalten. Allerdings halten wir mit unserer Marmelade immer ein Jahr durch.

Es gibt aber tatsächlich ein Gemüse/Gewürz, bei dem wir komplett Selbstversorger sind: Chilis!! Ich baue ja eine ganz tolle Sorte an, den Sibirischen Hauschili, und der überwintert tatsächlich auf der Nordfensterbank bei uns im Esszimmer – und bringt dort auch Chilis hervor. Ich habe im Moment drei Pflanzen, habe aber wieder neuen Nachschub gesät. Das heißt, im Sommer ernte ich die Masse der Chilis, die eingefroren (und dann wie frische Chilis zu verwenden sind) oder getrocknet werden. Und im Winter bediene ich mich an den Vorräten, aber so ein paar frische Chilis direkt vom Strauch gibt es trotzdem. Irgendwie cool.

Also: probiert anzubauen, was geht, aber macht euch keine Illusionen, dass ihr von allem die Riesenmengen ernten werdet. Besser, ein bisschen was zu ernten, als nichts!

Die wichtigsten Punkte, um möglichst viel vom Essbaren im Garten zu haben sind also:

  • Gemüse/Kräuter/Obst anbauen, von dem man möglichst lange und oder viel ernten kann! Viele Kräuter sind dafür geeignet. Minze ist so ein Superkraut, oder Schnittknoblauch. Man schneidet etwas ab, und in der Folge treibt das Kraut wieder aus. Beim Gemüse sind Tomaten sicherlich eine gute Wahl, oder Zucchini. Auch viele Blattgemüse, z.B. Mangold oder Rucola garantieren gute Ernten.
  • Der zweite wichtige Baustein der Selbstversorgung ist auf jeden Fall das Haltbarmachen oder Konservieren der Ernte, sei es durch Trocknen, Einkochen oder Einfrieren. Trocknet eure Kräuter auch, z.B. Oregano. Dann habt ihr auch im Winter euren eigenen Oregano, um z.B. Tomatensaucen zu verfeinern. Oder Kräuter für Tees. Probiert es aus, es macht echt viel Spaß!

Kräuter als Heilpflanzen

Kräuter als Heilpflanzen

Mittlerweile wachsen in meinem Garten etliche Kräuter, und viele davon trockne ich inzwischen, um auch im Winter vom Geschmack und der Wirkung der eigenen Kräutlein zu profitieren. Aber abgesehen davon, dass ich den Geschmack vieler Kräuter gerne mag, kann man Kräuter auch als Heilpflanzen verwenden. Die Heilung ist zwar oft nicht unmittelbar spürbar, aber die Heilkraft überzeugt doch auf Dauer. Wenn ich jeden Tag meinen Kräutertee mit den Kräutern aus dem Garten trinke, geht es mir tatsächlich besser. Und da ist es doch schön, wenn man weiß, in welche Richtung man das Wohlbefinden mit Hilfe der richtigen Kräuterauswahl steuern kann.

Das Erfreuliche und Erstaunliche ist, dass hierzu auch Pflanzen zählen können, die man eher als lästiges Unkraut denn als Heilkraut empfindet. In meinem Garten ist das definitiv der Löwenzahn. Ich baue keinen Löwenzahn an, aber er ist trotzdem zahlreich in meinem Garten vertreten. Seit ich aber weiß, dass ich mir mit getrockneten Löwenzahnblüten in meinem Tee Gutes tun kann, will ich gar nicht mehr allen Löwenzahn herausreißen. Es gibt ja auch die Theorie (u.a. Paungger/Poppe vertreten diese Ansicht in „Der lebendige Garten“), dass das Unkraut, das im Garten wächst, wegen uns dort wächst. Das heißt, wir benötigen es zum Lindern eines Leidens. Interessant, oder? Auf einmal stehe ich meinem Löwenzahn gar nicht mehr so feindselig gegenüber.

Doch kommen wir jetzt mal zur Sache. Welches Kraut ist denn wofür gut? Dafür habe ich eine Übersicht, in der ich allerdings nur die Kräuter aufgenommen habe, die in meinem (kleinen) Garten wachsen.

PflanzeWirkung
Löwenzahn
galletreibend, gut für die Verdauung, blutzuckersenkend, blutreinigend, zusammenziehend (für die Hautpflege)
Pfefferminze
schmerz- und krampflindernd, galletreibend, gegen Blähungen, gut für die Verdauung, schleimlösend bei Erkältungen
Salbei
schmerz- und krampflindernd, gegen Blähungen, gut für die Lunge,gegen Halsschmerzen, gut für die Milz/Bauchspeicheldrüse/Niere/Magen, antibiotische Wirkung, bei Hautproblemen
!Vorsicht vor übermäßiger Verwendung
Brennessel
blutbildverbessernd, blutreinigend, blutzuckersenkend, gegen Blasenleiden, bei zu starker Menstruation, gut bei Rheuma/Gicht, gut für die Verdauung, gut für Knochen/Gelenke, gut für Leber/Galle/Niere
Zitronenmelisse
antivirale und antibakterielle Wirkung, fiebersenkend, verdauungsfördernd, mildes Antidepressivum, gegen Hautreizungen
Rosmarin
hilft gegen „Kater“, stärkt das Gedächtnis, unterstützt Erholung von lang andauerndem Stress oder chronischen Krankheiten
! Vorsicht vor übermäßiger Verwendung (krampfauslösend)
Thymian
verdauungssfördernd, fördert Abbau fetter Speisen, antiseptisch, gegen Halsschmerzen
! Vorsicht vor übermäßiger Verwendung während der Schwangerschaft
Oregano
stark antiseptisch, gegen Atemwegsbeschwerden
!Vorsicht vor übermäßiger Verwendung während der Schwangerschaft
Erdbeerblätter
wirken astringierend, gut gegen Halsschmerzen
Apfelschalenschmerz- und krampflindernd (als Tee)

Würziger Koriander

Würziger Koriander

Wir kochen sehr gerne asiatische Gerichte wie Currys. Dazu benötigen wir häufig auch frischen Koriander. Also kommt der Koriander neben den anderen Zutaten auf die Einkaufsliste, dann fährt man einkaufen, und bei den frischen Kräutern holt man sich seine Packung Koriander. Öffnet man die Packung zu Hause, stellt man fest, dass die Blätter, die nicht zu sehen waren, schon ziemlich gelb und vergammelt sind. Kennt ihr das auch? Ich finde das superärgerlich und deshalb versuche ich mich seit einigen Jahren im Korianderanbau. Ehrlich gesagt: das geht ziemlich easy.

Koriander sät man am besten im Frühjahr (ab ca. 12 Grad) aus, oder im Herbst. Er mag es gerne etwas kühler und vor allem schießt er nicht so schnell. Deshalb würde ich im Juni/Juli keinen Koriander säen.

Die Spätsommer-/Herbstaussaat ist fast am besten; er wächst gut und ist auch hart im Nehmen, was niedrige Temperaturen betrifft. Das Schöne ist, dass Koriander natürlich auch super im Kübel wächst. Wer also nur einen Balkon hat – auch kein Problem. Hier ist er im Winter sogar noch etwas geschützter als im freien Beet.

Falls man es doch nicht schafft, die grünen Blätter des Korianders zu ernten, bevor er schießt, macht das gar nichts. Der Koriander blüht dann eben, und entwickelt als Samen die Korianderkügelchen, die man trocknen kann und als Gewürz verwendet. Praktisch, was? Natürlich könnte man ein paar Samenkügelchen wieder aussäen, damit man wieder Nachschub hat….