Zitronenkuchen mit Sirupglasur

Zitronenkuchen mit Sirupglasur

Dies ist mein Lieblingsrezept für Zitronenkuchen. Der Sirup macht ihn schön saftig und fruchtig. Ich backe ihn in einer „normalen“ Kastenform, eigentlich wäre eine kleinere Kastenform aber besser. Das tut dem Geschmack aber keinen Abbruch.

Der Kuchen ist ein idealer Alltagskuchen zu einer Tasse Tee, und in Folie eingepackt hält er auch gut ein paar Tage durch. Ihr wisst schon: und dann jeden Tag ein paar Scheibchen zur Teepause abschneiden. Das Rezept stammt mal wieder von Frau Lawson.

Zutaten:

  • 125 gr warme Butter
  • 175 gr Zucker
  • 2 große Eier
  • abgerieben Schale einer Bio-Zitrone
  • 175 gr Mehl
  • 1 gehäufter Teelöffel Backpulver
  • Prise Salz
  • 4 Esslöffel Milch

Für den Sirup:

  • Saft einer Zitrone (ca. 4 Esslöffel)
  • 100 gr Puderzucker

Zubereitung:

  1. Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform ausfetten oder besser mit Backpapier auslegen.
  2. Die Butter und den Zucker cremig aufschlagen, dann die Eier und die Zitronenschale gut unterrühren.
  3. Mehl, Backpulver und Salz hinzugeben und untermischen, und zum Schluss die Milch dazugeben und verrühren.
  4. Den Teig in die Form füllen und ca. 45 Minuten backen (Stäbchenprobe).
  5. Währenddessen den Zitronensaft und den Puderzucker in einen kleinen Topf geben und langsam erhitzen, bis sich der Puderzucker aufgelöst hat.
  6. Wenn der Kuchen fertig ist, aus dem Ofen nehmen und mit einem Holzstäbchen Löcher oben einstechen. Den Sirup über den Kuchen träufeln, damit er sich damit vollsaugt. Keine Angst, das tut er auch! Deshalb den Kuchen erst aus der Form nehmen, wenn er völlig erkaltet ist.

Patagonisches Eisenkraut

Patagonisches Eisenkraut

Es hat lange gedauert, bis das patagonische Eisenkraut in deutschen Gärten angekommen ist. Noch wird es meist in öffentlichen Gärten oder von Stadtgärtnereien in Staudenbeeten verwendet, aber es findet immer häufiger Einzug auch in unsere Privatgärten. Das erste Mal ist mir diese Blume auch in England ins Auge gestochen, denn dort wird sie schon seit Jahren als luftiger Staudenbegleiter verwendet. Durch den schlanken, hohen Wuchs kann es prima zwischen niedrigeren, kompakten Stauden wachsen, so dass die Blüten gleichsam über den anderen Blumen schweben.

Hier sieht man, wie das Eisenkraut über den anderen Blumen schwebt

Das patagonische Eisenkraut ist im milden Klima eine Staude, d.h. es bleibt im Beet und kommt jedes Jahr wieder. Man kann es durch Aussaat im Frühjahr gewinnen, oder einfach ein paar Jungpflanzen im Gartencenter kaufen. Am schönsten ist es, wenn man es etwas weiter hinten im Blumenbeet pflanzt, zwischen niedriger blühenden Sorten. Dadurch ergibt sich eine schöne Höhenstruktur im Beet: quasi 2 Stockwerke – im ersten Stock die niedrigeren Blumen, im zweiten Stockwerk das patagonische Eisenkraut. Da es so schön schlank wächst, findet man auch in einem vollen Blumenbeet noch ein Plätzchen dafür.

Auf den Fotos seht ihr mögliche Farb-/Blumenkombinationen. Das zarte Violett passt zu so ziemlich allen Farben – es macht sich gut als Komplementärfarbe zu gelb/orange, aber auch die Kombination mit rosa/rot/weiß ist sehr empfehlenswert. Dazu kommt, dass es ab Juli unermüdlich bis in den Herbst hinein blüht.

Schmetterlinge lieben das patagonische Eisenkraut ebenfalls.

Weiße Walnuss-Schoko-Cookies mit Vanille

Weiße Walnuss-Schoko-Cookies mit Vanille

Diese leckeren Cookies sind mal wieder schnell gebacken. Sie enthalten auch wieder Lieblingszutaten meinerseits – Nüsse und Schokolade. Die weiße Schokolade kann man natürlich durch Vollmilch- oder Zartbitterschokolade ersetzen. Bei der weißen Schokolade ist es wichtig, eine gute Schoki zu wählen, sonst wird der Kakaobuttergeschmack zu dominant. Ich probiere mal eine weiße Schokolade mit Vanille. Aber genug geplaudert, los geht’s!

Zutaten (für ca. 50 Stück)

  • 100 gr weiche Butter
  • 90 gr Zucker (ich habe 80 gr weißen und 10 gr braunen genommen)
  • 1 Ei
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Teelöffel Backnatron
  • 200 gr Mehl
  • 80 gr weiße Schokolade
  • 30 gr Walnusskerne
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

  1. Backofen auf 180 Grad Umluft (oder 200 Grad Ober-/Unterhitze) vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier belegen.
  2. Schokolade und Walnüsse grob hacken (gerne auch im Blitzhacker).
  3. Butter und Zucker mit dem Handrührgerät cremig aufschlagen, dann das Ei unterrühren.
  4. Vanillezucker, Salz, Natron und Mehl mischen und zur Butter-Ei-Mischung geben. Alle Zutaten gerade eben vermischen, und nicht zu viel rühren.
  5. Schokolade und Walnüsse vorsichtig unter den Teig mischen.
  6. Den Teig mit 2 Teelöffeln als kleine Häufchen mit etwas Abstand voneinander auf die Backbleche setzen und leicht flach drücken – die Cookies laufen beim Backen auseinander.
  7. Auf der mittleren Schiene ca. 10 Minuten backen (bei Umluft gehen zwei Bleche gleichzeitig).
  8. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

PS Wer die Kombination Walnuss-Schoko mag, sollte auch mal die sehr leckeren Schokokekse mit Walnüssen und Fleur de Sel probieren.

Pflegender Lippenbalsam

Pflegender Lippenbalsam

Für diesen Lippenbalsam brauchst du nur 3 Zutaten und eines dieser kleinen Probier-Marmeladengläser. Er ist superschnell gemacht, und du kannst deine Kreativität voll austoben: du kannst ein Öl deiner Wahl und einen Duft deiner Wahl nehmen! Bei den Ölen fallen mir spontan ein: Olivenöl, Kokosöl, Mandelöl, Jojobaöl, Traubenkernöl, und dann kannst du auch Öle vorbereiten (so wie ich das gemacht habe), d.h. getrocknete Blumen/Kräuter 4 Wochen in einem Öl ziehen lassen, und dieses dann verwenden. Ich habe Rosmarin in einem Mandelöl ziehen lassen, denn Rosmarin hat gute hautpflegende Eigenschaften: unter anderem antibakteriell und entzündungshemmend. Man könnte aber auch mein geliebtes Ringelblumenöl nehmen. Egal, wonach dir der Sinn steht, hier kommt mein Rezeptvorschlag. Die Idee dazu lieferte ein Rezept von Primavera.

Zutaten:

  • 20 gr Sheabutter
  • 5 gr Rosmarinöl
  • 10 Tropfen gutes Bio-Duftöl, z.B. Orange oder Zitrone

Zubereitung:

  1. Sheabutter (im Wasserbad) langsam schmelzen.
  2. Das Marmeladengläschen mit kochendem Wasser sterilisieren.
  3. Das Rosmarinöl unter die flüssige Sheabutter rühren.
  4. Das Dutföl untermischen, und dann die Flüssigkeit in das trockene, sterilisierte Gläschen füllen.
  5. Bei geöffnetem Deckel einen Tag aushärten lassen.

Das war’s schon! Im Übrigen ist das Lippenbalsam auch eine hübsche Geschenkidee.

Kleine Blumensträuße – große Wirkung

Kleine Blumensträuße – große Wirkung

Letzten Sommer habe ich ja zum ersten Mal ein Schnittblumenbeet angelegt – klein, aber fein. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich jede Woche armdicke Sträuße schneiden konnte – aber immer ein paar Blümchen. Und das tatsächlich quasi durchgehend bis Mitte November. Heute möchte ich euch zeigen, dass es ist nicht notwendig ist, viele Blumen aus dem eigenen Garten zu pflücken. Oft ist es hübscher, mit weniger Blumen kleine Arrangements zu kreieren. Vielleicht wagt ihr es dann auch mal mit einer Schnittblumenecke im Garten. Am besten jetzt schon Ausschau nach Blumensamen von schönen Sorten halten.

Was sollte man aber nun dabei beachten, um hübsche Arrangements zu erstellen, die auch auffallen?

Pink, violett, orange – kräftige Töne mit den gleichen Vasen: Dahlien, wilde Möhre und Kosmos
  1. Ein absolutes Muss dafür sind viele kleine Vasen – das können durchaus auch ausgediente Fläschchen sein, z.B. von Smoothies oder italienischen Aperitiven. Mindestens zwei kleine Vasen sollten es sein – je mehr, desto größer ist die Wirkung. Ich habe inzwischen eine kleine Sammlung von kleinen Vasen.
  2. Die Farben der Vasen sollten entweder neutral sein (Glas, weiß) oder zumindest aus einer Farbfamilie stammen, damit das Arrangement nicht zu unruhig wirkt. Ich habe Grüntöne gewählt, und die kann ich alle untereinander kombinieren, aber auch mit Glas oder weiß.
  3. Die Formen der Vasen dürfen gerne unterschiedlich sein, ebenso wie die Größe bzw. Höhe der Vasen. Dadurch entsteht Lebendigkeit, denn und macht das Arrangement weniger starr.
Unsere Sträußchen für die Nachttische

4. Was für die Vasen gilt, gilt im Wesentlichen auch für die Auswahl der Blumen: lieber in einem Farbschema bleiben, dafür aber unterschiedliche Blütenformen wählen.

5. Um die Einheit des Arrangements zu unterstreichen, sollte mindestens eine Blumensorte in allen Vasen oder zumindest in mehreren Vasen vertreten sein.

Hier sind es gleich fünf kleine Vasen, die die herbstliche Blumenpracht zur Schau stellen

Pastinaken-Orangen-Nuss-Kuchen

Pastinaken-Orangen-Nuss-Kuchen

Irgendwie habe ich gerade einen Tick – wenn schon Kuchen, dann bitte mit Kräutern oder Gemüse! Gemüse im Kuchen – das kennt man allerdings schon mit Karotten oder Zucchini. Aber auch Pastinaken lassen sich für einen Kuchen verwerten, da sie gerade nach dem ersten Frost leicht süßlich schmecken. Der Kuchen wird durch die Pastinaken supersaftig, und das fruchtige Topping rundet den Kuchen geschmacklich bestens ab. Probiert ihn mal aus, ihr werdet überrascht sein!

Zutaten:

Für den Teig:

  • 50 gr Walnüsse, grob gehackt
  • 50 gr Mandeln, grob gehackt
  • 250 gr Pastinaken
  • 1 Bio-Zitrone
  • 180 gr Dinkelmehl
  • 2 Teelöffel Backpulver
  • 80 gr Zucker
  • 125 gr Butter
  • 2 Eier

Für das Topping:

  • 1 Bio-Orange
  • 175 gr Frischkäse
  • 75 gr Puderzucker
  • 60 gr Creme Fraiche
  • 1 Teelöffel gemahlenen Anis

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Springform (26 cm) fetten oder mit Backpapier auslegen.
  2. Pastinaken schälen und fein raspeln
  3. Die Zitrone heiß waschen, abtrocknen, Schale fein reiben, dann halbieren und den Saft auspressen.
  4. Mehl und Backpulver mischen.
  5. Zucker und Butter mit dem Handrührgerät cremig aufschlagen.
  6. Die Eier ebenfalls ca. 2 Minuten schlagen, dann langsam in die Butter-Zucker-Mischung rühren.
  7. Pastinaken, Walnüsse, Mandeln, Mehlmischung, Zitronenschale und -saft unterrühren.
  8. Teig in die Form füllen, glatt streichen und ca. 40 Minuten backen (Stäbchenprobe).
  9. Danach 5 Minuten im ausgeschalteten Ofen nachziehen lassen.
  10. Kuchen abkühlen lassen, aus der Form nehmen und auskühlen lassen.
  11. Für das Topping die Orange heiß waschen und die Schale abreiben.
  12. Frischkäse mit der Creme Fraiche und dem Puderzucker mit dem Schneebesen glatt rühren.
  13. Anis und 1 Teelöffel Orangenschale unterheben.
  14. Topping auf dem erkalteten Kuchen verstreichen und mit restlicher Orangenschale bestreuen.

So gelingt die Tomatenzucht garantiert – Tipps und Tricks

So gelingt die Tomatenzucht garantiert – Tipps und Tricks

Eigentlich wollte ich gar keinen Beitrag über Tomaten schreiben, aber gerade letztes Jahr haben mich unzählige Berichte über das Scheitern der Tomatenzucht und viele Fragen diesbezüglich erreicht. Da meine Tomaten letztes Jahr ziemlich gut getragen haben (trotz viel Regen, spätes Frühjahr), gebe ich einfach mal meine Tipps und Erfahrungen weiter.

  1. Tomaten nicht zu früh säen

Wenn ihr eure Tomaten selbst aus Samen zieht, dann fangt bitte nicht zu früh an! Im Internet überbieten sich ab Januar die Leute damit, wer seine Tomaten am frühesten ausgesät hat. Wenn ihr kein Gewächshaus habt, dann sät eure Tomaten bitte erst Anfang März aus! Auf dem Fensterbrett sind die Bedingungen nämlich nicht so ideal, und die Pflänzchen bekommen nicht genug Licht. Dadurch wachsen sie nicht so kräftig, sondern bekommen nur lange Stängel. Damit eure Tomaten später aber auch mal Regengüsse aushalten, ohne gleich Braunfäule zu bekommen, müssen sie gesund und stark sein.

2. Tomaten immer möglichst tief einpflanzen

Wenn eure Tomaten von der Fensterbank zu groß für ihre Saatschalen geworden sind, oder generell umgesetzt werden müssen, dann setzt sie so tief wie möglich. Bei den kleinen langen Pflänzchen aus Samen setzt ihr die Pflänzchen so tief, dass gerade die Keimblätter aus der Erde schauen. Dann ist der lange Stiel unter der Erde, und hieraus kann die Tomate neue Wurzeln bilden. Ein gesundes Wurzelsystem ist extrem wichtig für die Pflänzchen. Dieser Trick funktioniert übrigens bei allen Pflanzen. Ihr werdet sehen, eure Tomaten werden kräftig und buschiger.

3. Kenne deine Tomatensorte

Es gibt unterschiedliche Tomatensorten: im Wesentlichen Tomaten, die wie ein Busch wachsen (das sind viele Sorten für Kübel), und die Stabtomaten. Bei den Stabtomaten ist es sehr wichtig, die kleinen Seitentriebe, die aus den Blattachseln wachsen, regelmäßig herauszubrechen (kennt ihr auch als ausgeizen). Damit geht die Kraft der Tomate nicht in den Aufbau neuer Blätter, sondern in die Früchte. Bei Buschtomaten muss man dies nicht tun; aber hier muss man aufpassen, dass man sie extrem gut stützt. Hinweise auf die Wuchsform findet ihr in der Regel auf eurem Samentütchen.

Stabtomate ‚Schwarze Königin‘

4. Gib deinen Tomaten Luft und Raum

Bitte setze deine Tomaten nicht zu eng! Die Tomaten brauchen Luft, denn sonst bietest du ideale Bedingungen für Pilzkrankheiten, die sich besser ausbreiten können, weil die Pflanzen nach Regen nicht so gut abtrocknen können. Eine dieser Pilzkrankheiten ist die gefürchtete Braunfäule. Wenn die Braunfäule noch nicht alle Pflanzenteile befallen hat, schneide die befallenen Zweige großzügig ab. Alternativ kannst du auch einen gesunden Zweig abschneiden und als Ableger neu eintopfen – er wird schnell wurzeln, und wenn es noch früh im Sommer ist, hast du vielleicht noch die Chance, hiervon Tomaten ernten zu können! Weil Tomaten gerne trockene Blätter haben, rät man auch, die Tomaten zu überdachen. Ich habe tatsächlich nicht nur Tomaten im Beet, sondern auch immer welche in Kübeln auf unserer überdachten Terrasse, damit ich auf alle Fälle eine Ernte habe. Trotzdem muss ich sagen, dass ich auch im Beet sehr selten Braunfäule habe.

5. Gieße deine Tomaten regelmäßig und dünge sie

Tomaten sind Starkzehrer, brauchen also regelmäßig Nahrung; besonders wenn sie in Kübeln stehen. Dafür gibt es spezielle Tomatendünger. Tomaten mögen es auch, mit den eigenen Blättern gedüngt zu werden: wenn du kleine Triebe ausgeizt, kannst du sie einfach als Dünger unter der Pflanze liegen lassen. Sie benötigen auch Wasser, mögen aber keine nassen Füsse. Die Kübel sollten also immer Abzugslöcher für das Wasser haben, sonst faulen die Wurzeln. Im Beet hat es sich bewährt, neben den Tomaten einen Tontopf einzugraben, und dort hineinzugießen: dann geht das Wasser direkt zu den Wurzeln und breitet sich nicht fröhlich dort aus, wo keine Tomatenwurzeln sind.

Bitte nie über die Blätter gießen, das begünstigt ein feuchtes Mikroklima und die gefürchtete Braunfäule.

Garten-Hacks rund um die Anzucht

Garten-Hacks rund um die Anzucht

Es hat noch nie geschadet, ein paar Tricks auf Lager zu haben, die das Leben erleichtern. Die Garten-Hacks, die ich euch heute vorstelle, erleichtern euch hoffentlich auch an der einen oder anderen Stelle die Aufzucht eurer Pflänzchen. Da ja bald die Anzucht-Zeit wieder beginnt, könnt ihr euch ja schon einen Vorrat an den kleinen Helferlein anlegen. Das meiste sind recycelte Gegenstände aus dem Haushalt – die meisten Gärtner sind ja auch eifrige Wiederverwerter. Einige Hacks habe ich aus einem Video von Huw Richards, einige sind Eigenkreationen meinerseits.

#Hack 1: Kostenlose Pflanzenschilder aus Joghurt- oder Sahnebechern

Schneide aus den Wänden eines Joghurtbechers 1-1,5 cm dicke Streifen. Wer mag, schneidet unten noch eine Spitze, dann lassen sich die Schilder leichter stecken. Diese Pflanzenschilder kannst du auch für deine Aussaaten verwenden, um den Überblick zu behalten. So sparst du dir den Kauf von Pflanzenschildern.

# Hack 2: Fast unsichtbare Schneckenprotektoren für Jungpflänzchen aus Plastikflaschen

Wenn ich Jungpflanzen ins Beet setze, insbesondere junge Blumen, muss ich sie vor Schnecken schützen. Das klappt ganz gut mit diesen Umhüllungen, die oben Zacken haben. Der Vorteil dieser Hüllen ist außerdem, dass sie durchsichtig sind und nur von nahem erkennbar sind.

Dazu schneide eine durchsichtige Plastikflasche in zwei Teile. Aus dem unteren Teil schneidest du den Flaschenboden weg. Nun hast du einen an zwei Seiten offenen Zylinder. Auf der einen Seite schneidest du Zacken in die Hülle. Dann mit den Zacken nach oben um eine Jungpflanze ins Beet stecken. Der obere Flaschenteil kann übrigens als Minicloche für kleine junge Pflänzchen benutzt werden, mit oder ohne Deckel.

# Hack 3: Schneckenbarrieren für Direktsaaten im Beet aus stacheligen Brombeerzweigen

Draußen in Feld und Flur wachsen (zumindest bei uns) Unmengen von wilden Brombeeren. Sammle einfach ein paar Zweige davon und schneide sie zu ca. 30 cm langen Stäben (die du bei Bedarf noch zurechtschneidest). Dann lege diese Zweige als Schneckenbarriere um deine Direktaussaaten im Beet. Die Samen können gemütlich keimen, denn die Schnecken werden es nicht lieben, über die stacheligen Zweige zu rutschen.

# Hack 4: Anzuchttöpfchen aus Klopapier- oder Küchenrollen mit Boden

Klopapierrollen als Anzuchttöpfchen kannte ich schon, allerdings ohne den Trick mit dem Boden. Hier zeige ich euch, wie ihr ganz einfach ein Töpfchen mit Boden machen könnt. Das hat durchaus Vorteile: die Erde fällt nicht heraus…. Dazu einfach auf einer Seite vier vertikale Schnitte in die Rolle setzen, und die entstandenen Laschen zu einem Boden zusammenfalten.

Apfel-Rosmarin-Kuchen

Apfel-Rosmarin-Kuchen

Kräuter im Kuchen haben schon super beim Vanille-Mandel-Kuchen mit Estragon und Minze funktioniert. Da ich im Moment noch Äpfel gelagert und Rosmarin im Garten habe, fand ich diese Kombination für einen Kuchen extrem reizvoll. Außerdem kommt noch Zitrone in den Kuchen, und so ergibt sich ein vorfrühlingshaft-frischer Kuchen. Denn ab und zu hat man jetzt genug von Zimt und Vanille….

Zutaten:

Für die Apfelfüllung:

  • 3 mittelgroße Äpfel (ca. 450 gr gesamt)
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 1/2-1 Esslöffel kleingeschnittene Rosmarinnadeln
  • abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone

Für den Rührteig:

  • 160 gr sehr weiche Butter
  • 200 gr Zucker
  • 4 Eier
  • 250 gr Mehl
  • 1 Prise Salz

Zum Bestreuen:

  • 2 Esslöffel Mandelblättchen
Kuchen vor dem Backen; die Rosmarinzweigchen sind nur für’s Foto (die backe ich nicht mit)

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform ausfetten oder mit Backpapier auslegen.
  2. Die Äpfel schälen, entkernen und in nicht zu kleine Würfel schneiden. Mit dem kleingeschnittenen Rosamrin, der Zitronenschale und dem Zitronensaft mischen, dann ca. 20 Minuten beiseite stellen.
  3. Butter und Zucker mit dem Handrührgerät cremig rühren.
  4. Die Eier nach und nach hinzugeben. Das Mehl mit dem Salz vermengen und ebenfalls zum Teig geben.
  5. Die gewürfelten Äpfel mitsamt der leckeren entstandenen Rosmarin-Zitronenflüssigkeit gut unterheben und den Teig glatt in die vorbereitete Kastenform füllen.
  6. Den Kuchen mit den Mandelblättchen belegen.
  7. Den Kuchen ca. 80-90 Minuten lang backen, dann auskühlen lassen.

PS: Wer mag, kann noch etwas Puderzucker darübersieben oder die Mandelblättchen weglassen und stattdessen den Kuchen mit warmer Aprikosen-/Apfelmarmelade glasieren. Ich lasse ihn aber so, wie er ist. Noch leicht warm ein Gedicht zu einer kräftigen Tasse Tee.

Gedanken zu Kompost

Gedanken zu Kompost

Wie viele Hobbygärtner mit einem kleinen Garten habe ich auch lange Zeit ohne eigenen Kompost gegärtnert. Zu aufwendig, zu wenig Platz – so dachte ich, und letzteres stimmt immer noch. Da ich aber dauernd gelesen und gehört habe, wie wichtig eigener Kompost als Dünger für den Boden ist, habe ich vor drei Jahren doch mit dem Kompostieren angefangen. Da wir einen echt kleinen Garten haben, wurde es so ein kleiner Plastikkomposter aus dem Baumarkt. In den ich dann alle Gartenabfälle (Rasenschnitt, Laub etc.) und ab und zu grüne Küchenabfälle hineingetan habe. Und nach ca. 1 Jahr habe ich angefangen, unten aus der Luke meinen Kompost zu entnehmen und ihn auf meinen Gemüsebeeten als Mulch-/Dünger auszubringen. Allerdings voll unsicher, ob dieser Kompost schon „reif“ ist etc. Je mehr ich aber über das Kompost-Machen gelesen und gesehen habe, umso entspannter bin ich geworden. Zuerst war ich irritiert, dass mein Kompost gar nicht warm wird. Ja, das wird er in dem kleinen Komposter auch nicht, dafür ist die Menge zu klein (das weiß ich dank Charles Dowding). Das ist aber nicht schlimm, dann geht die Kompostierung einfach langsamer, und – ein weiterer Nachteil – enthaltene Unkrautsamen werden wohl nicht komplett abgetötet. Trotzdem habe ich am Ende brauchbaren Kompost!

Unser kleiner Komposter

Eine Sache hat sich auf alle Fälle bewahrheitet: durch die Düngung mit dem Kompost ist die Bodenqualität selbst nach so kurzer Zeit viel besser geworden! Vorher war der Boden komplett verdichtet und trocken, und jetzt habe ich schon viel lockereren Boden, der das Wasser schon ein bisschen besser speichert. Das hat mich echt überzeugt! Meine Gemüsebeet bekommen nun zweimal im Jahr eine kleine Düngergabe (für einmal im Jahr reicht die Menge nicht aus), einmal im Winter und einmal im Sommer.

Der Kompost ist bei mir natürlich noch sehr grob (Wurzeln, Eierschalen und kleinere Äste kompostieren auch nach ein bis zwei Jahren nicht zu feinkrümeliger Erde) – aber das nehme ich inzwischen hin. Wenn ich meine Beete schön haben will, siebe ich den Kompost, und packe das grobe Material wieder in den Komposter. Obwohl ich bestimmt nicht den besten Kompost herstelle, bin ich schon superzufrieden mit der Bodenverbesserung. Deshalb ermutige ich alle, es auch mit Kompostieren zu probieren! Es ist ganz einfach, und irgendwie versteht man das Kreislaufprinzip der Natur noch besser. Das Laub vom Apfelbaum im Herbst ist nicht „lästig“, sondern wir können es zu Kompost machen.

Tipps zum Kompost:

  • keine zu groben Äste etc. hineintun; sie kompostieren zu langsam
  • keine Essensreste von tierischen Produkten oder gekochtem Essen hineintun; bei Eierschalen scheiden sich schon die Geister: sie kompostieren auch extrem langsam
  • den Kompost nicht zu feucht oder zu trocken werden lassen (lieber zu trocken, dann kann man ihn etwas gießen)
  • immer schön braune Materialien (z.B. trockene Blätter) und grüne Materialien (z.B. Rasenschnitt) mixen

Wer keinen Komposter hat, kann auch mit großen dunklen Plastiksäcken (ich nehme immer leere Blumenerdesäcke) Laubkompost herstellen. Dazu einfach feuchtes Laub ganz dicht in einen Plastiksack packen, ein paar Löcher in den Sack pieksen, den Sack dann dicht verschließen und an einem trockenen Plätzchen, z.B. Keller oder Garage mal locker 1-2 Jahre vergessen. Wenn ihr dann den Sack öffnet, habt ihr besten Laubkompost zum Düngen oder Mulchen. Ziemlich lässig, oder?

Inzwischen überlegen wir sogar, den Plastikkomposter gegen eine offene Holzkonstruktion auszutauschen – auch in unserem kleinen Garten, wo der Komposter von überall aus zu sehen wäre.