Gartenplanung 2026: Gemüse

Gartenplanung 2026: Gemüse

Im Januar , besonders wenn einen Schnee und Frost vom Gärtnern abhalten, träumt und plant man ja schon, was man im kommenden Jahr gerne anbauen und pflanzen möchte. Bei mir sind die Wünsche immer größer als der Platz in meinem Garten! Deshalb muss ich mich total beschränken, und bei den Gemüsen befolge ich definitiv den guten Rat, nur das anzubauen, was man auch gerne/viel isst. Deshalb werde ich dieses Jahr wahrscheinlich wieder keine Kürbisse anbauen, denn sie brauchen extrem viel Platz. Dafür, dass wir vielleicht 1-3 Kürbisse pro Jahr essen, lohnt sich das nicht. Dafür möchte ich mich gerne an Ingwer und Kartoffeln probieren. Die Kartoffeln baue ich wahrscheinlich in einem Kübel an, dann komme ich auch nicht mit den Tomaten auf den Beeten in Konflikt (beides Nachtschattengewächse, und nah beieinander könnten sich Krankheiten verstärken). Stangensellerie wäre evtl. auch ein Kandidat – aber habe ich schon meine Platzproblematik erwähnt?!? Fenchel mag ich ja auch gerne – aber der schießt bei mir immer sofort. Ich probiere es evtl. trotzdem, das Saatgut ist ja da.

Immerhin habe ich in 2025 – ohne die Riesenapfelernte – fast 70 kg aus meinem kleinen Gärtchen an Gemüse, Kräutern und Beeren geerntet. Angepeilt hatte ich 40 + kg, insofern war ich super zufrieden. Am meisten kg gaben die Tomaten, auf Platz 2 landeten die Zucchini und auf Platz 3 die Gurken. Salat war auch super, den habe ich jetzt quasi gemeistert. Was plane ich, anzubauen?

  • Zuckererbsen (hatte ich letztes Jahr nicht, aber ich mag sie so gerne)
  • Bohnen (Stangenbohnen Blauhilde, evtl. auch als Lückenfüller ein paar Buschbohnen)
  • Salat (Ganz viel, super waren Merveille des Quatres Saisons, Little Gem, Till)
  • Mangold (auch so ein Bringer)
  • Spinat (im Frühjahr sooo lecker mit Lachs)
  • Tomaten (Wie viele? Reichen 6 Pflanzen aus? Welche Sorten? Sungold, Black Cherry, Tigerella, Marmande sind gesetzt)
  • Zucchini (2 reichen wahrscheinlich wieder)
  • Auberginen (kann ich einfach)
  • Paprika (das dürfen gerne mehr sein, 3 Pflänzchen wären cool)
  • Chilis (hier bin ich seit Jahren komplett Selbstversorger)
  • Brokkoli (das gehe ich dieses Jahr an, ich esse ihn so gerne. Bisher hatte ich nur Sprossenbrokkoli)
  • Radieschen (Lückenfüller im Frühling)
  • Möhren (waren der Oberhammer, nur die Möhrenfliege hat genervt. Deshalb baue ich nächstes Jahr u.a. eine möhrenfliegenresistente Sorte an).
  • Zwiebeln (dieses Mal richtig ernten und trocknen…!!)
  • Knoblauch (stecken schon in den Beeten, 13 schauten vor unserer Schneeperiode schon ‚raus)
  • Lauch (habe ich auch im Moment auf den Beeten)
  • Kartoffeln (Neuland)
  • Ingwer (Neuland)

Wackelkandidaten:

  • Rote Bete
  • Sellerie
  • Fenchel
  • Grünkohl, Kohlrabi, Spitzkohl

Beim Kohl bin ich etwas zögerlich, weil da der Schädlingsdruck so groß ist. Letztes Jahr kamen zuerst die Schnecken, dann der Rapsglanzkäfer und die Raupen des Kohlweißlings….

Den Brokkoli will ich deshalb auch quasi im Frühjahr anbauen, und dann schon Richtung Mai ernten, bevor die ganzen Schädlinge so richtig in Schwung kommen. Mal sehen, ob das klappt. Für das Beet gibt es deshalb auch Folientunnel, mal sehen, ob das klappt.

Tomaten würde ich gerne wieder einwecken, das war super. Die Tomatensauce aus diesen eingweckten Tomatenstücken schmeckt wie Sommer pur. Essiggurken habe ich ja auch gemacht, die snacken wir gerade weg. Das kann nächstes Jahr gerne nochmal gehen. Von den Marmeladen und vom Apfelmus gar nicht zu reden. Warum koche ich überhaupt ein? Einfrieren ist natürlich am einfachsten, aber ehrlich gesagt hatte ich in meinem Gefrierschränkchen keinen Platz mehr letzten Sommer, da die Bohnen und Chilis schon viel Raum einnahmen.

Jedenfalls werde ich in den nächsten Tagen mit der Aussaat der Chilis und Auberginen beginnen…ich kann es kaum erwarten….

Gedanken zum Garten im Jahr 2025

Gedanken zum Garten im Jahr 2025

Es wird mal wieder Zeit für ein Lebenszeichen! Ja, ich gärtnere noch, backe auch noch – aber ich hatte in den letzten Wochen leider nicht genug Zeit und Muße für einen neuen Blogbeitrag. Aber nun bin ich wieder da.

Der Garten hat dieses Jahr „geliefert“ – die Umgestaltung hat sich wirklich gelohnt. So viel Gemüse habe ich noch nie geerntet! Ich habe deshalb auch zum ersten Mal Essiggurken und Tomaten eingemacht. Bis jetzt haben wir über 60 kg Gemüse geerntet. Sehr gut liefen dieses Jahr die Tomaten, Bohnen und Gurken. Zum ersten Mal gingen auch die Zucchini gut. Sie wurden im September zwar auch vom Mehltau niedergestreckt, aber sie haben ordentlich Ertrag geliefert. Im Mai und Juni konnten wir dauernd Salat essen, und der Mangold war im Frühjahr ebenfalls die Wucht. Unsere Möhren sind auch ordentlich – allerdings hat die Möhrenfliege zugeschlagen, und nun muss man jede Möhre auf auf schadhafte Stellen untersuchen. Wenn ich gewusst hätte, welchen Unterschied das macht, hätte ich die Tujenhecke schon früher platt gemacht. Die Wurzeln haben das Gemüsegärtnern einfach sehr erschwert.

Was mal wieder nicht gut geklappt hat, waren meine Kohle. Ich hatte im Juni/Juli Grünkohle vorgezogen, und diese vor unserem Urlaub im Juli in die Beete gesetzt. Tja, und dieses Mal waren es nicht die Schnecken oder die Raupen des Kohlweißlings, sondern der Rapsglanzkäfer, der die kleinen Kohlpflanzen ratzekahl abgefressen hat. Nun ja, ob es irgendwann mal klappt mit großen Kohlpflanzen im Beet?? Kleine habe ich ja schon oft gehabt…..

Nun habe ich wieder viele Salate für den Herbst und Winter in einem der Beete, und wenn die restlichen Tomaten und die Bohnen abgeräumt werden, kommen noch mehr Salate in die Beete (die habe ich schon in Modulen am Start) und Knoblauch muss bis Ende Oktober auch noch gesteckt werden.

Im Blumenbeet blüht es auch noch gut – wie ihr oben sieht, gibt die Fetthenne alles, aber auch Dahlien, Ziertabak, Storchenschnabel und die Safrankrokusse (9 Stück dieses Jahr- das ist Rekord) blühen noch sehr schön. Zum Trocknen hatte ich dieses Jahr wieder blauen Strandflieder, das mag ich ja auch gerne. Gefüllte Dahlien kann man übrigens auch gut trocknen.

Gedanklich bin ich schon im Winter und Frühling. Neulich habe ich nochmal ein paar Krokuszwiebeln in den Rasen versenkt. Ich bin auch am Überlegen, wohin mit meinen Tulpenzwiebeln. Hach, das Planen und Überlegen macht mir auch immer viel Spaß.

Die neuen Gemüsebeete

Die neuen Gemüsebeete

Wie ihr wisst, haben wir im Februar eine Tujahecke entfernt, stattdessen einen Holzzaun gesetzt und 2 Gemüsebeete angelegt. Das hat das Gemüsegärtnern wirklich auf ein total neues Level gehoben! Zum einen habe ich viel mehr Platz, und der ganze Wurzeldruck der Tujen ist weg.

Mit Hilfe einer Gartenplanungs-App habe ich meine Beete im Groben geplant, und bis jetzt wächst wirklich alles ziemlich fantastisch. Die erste Radieschen-Ernte ist schon durch, ich habe direkt nochmal welche nachgesät. Den ersten Salatkopf habe ich auch schon geerntet, und morgen ist wohl der zweite dran. Obwohl es mir immer ein bisschen leid tut, einen schönen großen Salatkopf zu ernten – er sieht ja soo schön aus im Gemüsebeet, und danach ist die Stelle im Beet einfach leer. Die Salate möchte ich- solange es geht – immer wieder nachpflanzen. Deshalb stehen schon ein paar neue ausgesäte auf meinem Saattisch.

Der Spinat und Mangold wird morgen auch beerntet. Der Spinat! So riesig war er auch noch nie.

Dann habe ich noch Möhren, Zwiebeln, Dill und Kamille (zum Trocknen für Tees) gepflanzt/ gesät. Seit kurzem stehen auch drei Tomaten im Beet, und gerade keimen die Stangenbohnen. In Töpfchen ziehe ich noch Zucchini und Gurken vor, die auch in eines der Beet kommen. Wird es dieses Jahr mal so richtig mit den Zucchini klappen?? Bisher hatte ich da nur so mäßig Erfolg. Sie haben nur mäßig getragen und bekamen superschnell Mehltau – egal ob im Topf oder Beet, ob ich eine oder bis zu drei Zucchini hatte. Also, ich bin gespannt. Die Gurken haben letztes Jahr ganz gut geklappt, deshalb bin ich da vorsichtig optimistisch.

Aber auch der Streifen vor dem Holzzaun ist super, da habe ich ja drei Johannisbeer- und zwei Heidelbeersträucher, sowie eine Himbeere und eine Traube. Dieses Jahr hat die Traube zum ersten Mal Blüten. Die Heidelbeeren sind in Töpfen, da diese saure Erde bevorzugen – meine Erde ist eher leicht alkalisch. Die Erdbeeren in ihrem kleinen Hochbeet tragen auch schon sensationell viele Früchte.

Außerdem wachsen meine Ranunkeln in den Töpfen so toll wie noch nie. Ich habe sie ja im Februar vorgekeimt lt. meiner Anleitung – und sie sind schön kräftig und haben schon etliche Blütenknospen. Ich bin sooo gespannt. Letztes Jahr habe ich sie zu spät und zu dicht ausgepflanzt, das habe ich dieses Jahr schon anders gemacht. Das erste Mal hatte ich sie zu früh vorgekeimt, und hatte dann Probleme, sie durch den Winter zu bringen. So scheint das der richtige Weg zu sein (in meinem Klima): Anfang Februar vorkeimen, und dann möglichst geschützt (ein paar Minusgrade vertragen sie schon) weiterwachsen lassen.

Blütenrausch im Frühlingsgarten

Blütenrausch im Frühlingsgarten

Im Moment blüht es an allen Ecken und Enden im Garten – und man sieht, dass es gerade so weitergehen wird! Deshalb gibt es heute mal viele Fotos als Impressionen aus dem Garten.

Die Tulpen und Narzissen sind gerade in Hochform, sowie die Anemonen.

Es ist auch schön zu sehen, wie sich das Blumenbeet verändert, weil die einen Tulpen zuerst blühen, und dann die nächsten nachrücken.

Die weißen Narzissen vor der dunkelgrünen Hecke sind auch jeden Frühling wieder wunderschön – die Sorte „Pink Charme“ gehört wirklich zu meinen Lieblingen.

Aber auch die hellgelben kleinen Narzissen um den Apfelbaum herum sind jedes Jahr richtig süß.

Vorher haben noch Krokus und Hundszahnlilie geblüht – aber auch die Vergissmeinnicht und der Apfelbaum sind jetzt am Start, und die Glyzinie hat viele Blütenrispen – hoffentlich sehe ich was davon, denn über Ostern sind wir im Urlaub. Es war auch sehr sehr warm und sonnig – ideal. Allerdings ist es viel zu trocken, weshalb ich meine Töpfe quasi jeden Tag gießen muss. Auch das überwinterte Gemüse in den Töpfen wie Salat, Möhren und Kohl wächst wie verrückt.

Hundszahnlilie

In meinen neuen Gemüsebeeten wachsen schon Mangold, Steckzwiebeln, Salate, Dill, Möhren, Spinat und Radieschen. Es ist echt irre, wie im Moment alles wächst. Es sind sogar ein paar freiwillige Tomaten im gemüsebeet aufgegangen – das waren wohl die Kerne von entsorgten Tomaten aus meinem Kompost. Ich werde es wohl nicht übers Herz bringen, sie zu entsorgen – aber ich werde sie wohl umsetzen.

Auch die Johannisbeeren blühen, und die Heidelbeeren folgen demnächst. Es ist wirklich eine große Freude, alles so sprießen zu sehen. Ich bin gespannt, wie der Garten nach unserem kleinen Osterurlaub aussieht – ich halte euch auf dem Laufenden.

Nach dem Urlaub wird auch noch mal eine Ladung ausgesät – Basilikum, Zucchini, Gurken und Bohnen. Die Beete werden voll!

Knackiger Kohlrabi

Knackiger Kohlrabi

Als Kind mochte ich Kohlrabi eigentlich gar nicht, und deshalb stand er auch im Erwachsenenalter zunächst nie ganz vorne auf der Liste meiner Lieblingsgemüse. Da mein Liebster jedoch sehr gerne Kohlrabi isst, habe ich irgendwann ein Samentütchen erstanden und säe seit ca. drei Jahren immer auch ein paar Kohlrabisamen im Frühling in meine Saatmodule.

Kohlrabi säe ich also wie eigentlich alles Gemüse in Saatschalen oder -modulen vor: am besten im April (eher drinnen, wenn es noch kalt ist) oder im Mai (schon draußen). Dann setze ich die Pflänzchen um, wenn sie genügend Wurzeln gebildet haben. So wachsen sie bei mir viel besser im Beet: denn sie sind viel kräftiger und widerstandsfähiger als kleine Keimlinge, die allen möglichen Gefahren wie Schnecken etc. ausgesetzt sind.

Dann lasse ich die Kohlrabis wachsen: manche kann ich im Sommer ernten, manche bilden erst mal gar keine Kugel, dann warte ich ab. Dann bilden sie im Herbst eine Kugel, die schön wächst (d.h. nicht holzig ist). Pro Quadratmeter Beet kann man 4 Kohlrabis setzen.

Auch meine Kohlrabis schütze ich inzwischen im Frühling und Sommer mit Netzen vor dem Kohlweißling und seinen gefräßigen Raupen. Denn ohne Blätter kann leider keien Photosynthese stattfinden, und ohne Photosynthese hat die Pflanze keine Energie. Das musste ich in meinem ersten Kohlrabijahr schmerzlich erfahren.

Meinen selbst gezogenen Kohlrabi esse ich natürlich sehr gerne, er schmeckt knackig-würzig zu einem leckeren Schinken- oder Käsebrot.

Steigende Lebenshaltungskosten: was lohnt den Anbau wirklich?

Steigende Lebenshaltungskosten: was lohnt den Anbau wirklich?

Die Inflation steigt und steigt, und mit ihr auch unsere Lebenshaltungskosten. Kann man durch den Anbau von Gemüse, Obst und Kräuter wirklich etwas sparen? Man muss ja auch bedenken, dass man mindestens Erde , Wasser und Dünger benötigt, damit die Pflänzchen wachsen.

Tatsächlich gibt es einige Pflanzen, die sich wirklich lohnen. Bei der folgenden Liste gehe ich von klein nach groß, d.h. die ersten Punkte auf der Liste eignen sich auch für Balkongärtner.

Frische Kräuter

Ihr kennt das bestimmt: für ein Rezept braucht man z.B. zwei Zweige Rosmarin. Im Supermarkt gibt es dann ganz oft so ein paar nicht ganz taufrische Zweige in einer Plastikverpackung, für die man ca. 1,50 Euro zahlt. Die restlichen Zweige, die man nicht direkt verbaucht, muss man dann meistens nach zwei Tagen wegwerfen. Man braucht zwar nicht viel von diesen Kräutern, aber sie sind im Verhältnis dann doch ziemlich teuer. Deshalb lohnt es sich auf alle Fälle, von ausdauernden Kräutern (die man nicht jedes Jahr neu aussäen muss und die mehrere Jahre überleben) ein paar Töpfe zu haben.

Besonders pflegeleicht sind Rosmarin, Thymian, Salbei, Minze oder Zitronenmelisse (Hinweise zur Pflege in meinem Blogbeitrag Unkomplizierte Kräuter für Garteneinsteiger). Wer es noch preiswerter möchte, kann von den o.g. Kräutern durch Stecklinge auch einfach neue Pflänzchen ziehen.

Schnell wachsende Blattgemüse

Ein paar frische Blätter zum Salat, ein paar Radieschen: das kann man innerhalb kurzer Zeit unkompliziert ernten, und diese Gemüse wachsen (wenn man sie regelmäßig gießt) wie von selbst, und selbst düngen braucht man sie innerhalb der kurzen Zeit eigentlich auch nicht. Je nach Platz kann man hier mehr oder weniger ernten; bei wenig Platz, also z.B. auf dem Balkon, gibt es keine Riesenernte.

Am besten eignen sich Rucola, Schnittsalat oder Baby Leaves. Wer mag, kann es auch mit Radieschen probieren, im Garten lohnt es sich auf alle Fälle.

Mehrfachtragende Gemüse

Wenn man sich im Sommer die Mühe macht, Gemüse anzubauen, dann lohnen sich gerade auf kleinem Platz nur die Gemüse, die mehrfach tragen (also mehrere/viele Früchte an einer Pflanze).

Die Klassiker sind Tomaten und Zucchini, aber auch Stangenbohnen sind super ertragreich (und lassen sich in einem großen Topf auch auf dem Balkon ziehen). In warmen Regionen gehen auch gut Auberginen, Paprika, Chilis oder Gurken, in kühleren Regionen sind auch Zuckererbsen eine gute Option. Wir sind bei Chilis echte Selbstversorger! Ich ernte jedes Jahr so viele, dass ich schon seit Jahren keine Chilis mehr kaufen muss. Die Ernte wird zum Teil getrocknet, der andere Teil wandert frisch in den Tiefkühler; dann kann man die Schoten das ganze Jahr über wie frische Chilis verwenden.

Zu vielen der erwähnten Gemüse habe ich schon Blogartikel geschrieben. Wenn das Gemüse in lila Schrift geschrieben steht, könnt ihr einfach auf das Wort klicken, und ihr kommt direkt zum passenden Blogbeitrag.

Die Gemüse, die sich nicht lohnen, sind Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren oder Kohl. Die gibt es kiloweise echt günstig im Supermarkt (je nach Angebotslage das Kilo zwischen 1-2 Euro); das bekommt man zu diesem Preis als Hobbygärtner nicht hin.

Beeren

Wenn man sich die Kilo-Preise für Beeren anschaut, stellt man fest, dass sie ziemlich teuer sind. Wenn man Glück hat, bekommt man Heidelbeeren mal für 6-8 Euro das Kilo, aber meist zahlt man das Doppelte. Natürlich kaufen wir Beeren nun auch nicht kiloweise, und essen davon nicht so große Mengen wie z.B. von Kartoffeln oder Möhren.

Warum dann Beeren anbauen? Bei vielen Beeren ist ein Pluspunkt, dass sie ohne viel Pflegeaufwand wachsen! Zwei Johannisbeer-Sträucher im Garten, und schon hat man eine fantastische Ernte, ohne viel machen zu müssen. Ähnlich pflegeleicht sind bei mir die Himbeeren.

Die Heidelbeere tut sich bei mir schon schwerer, da sie gerne sauren Boden mag, den wir leider nicht haben. Im Wald wachsen bei uns Unmengen, aber in heißen Jahren tragen sie nicht so gut.

Brombeeren sammle ich bei uns im Feld, da wachsen Unmengen wild. Und außer mir scheint sich keiner die Mühe zu machen, Brombeeren zu sammeln. Ich mache Marmelade draus, aber sie wandern auch in den ein oder anderen Kuchen.

Also, Beeren selbst anbauen oder sammeln ist ein echter „Money-saver“.

Äpfel /Birnen/Zwetschgen

…oder auch Kirschen, also alles Baumobst. Dafür braucht man nun allerdings einen Garten. Man kann auch Bäume in Kübeln auf dem Balkon halten (ich habe eine Mandel im Topf), aber Unmengen wird man hier nicht ernten.

Da ja auch Äpfel ziemlich preisgünstig im Supermarkt zu haben sind (1-1,50 Euro das Kilo), lohnt sich wirklich nur ein Baum im Garten. Das gleiche gilt für die anderen Baumobstarten.

Wir haben ja einen Apfelbaum in unserem Garten, und die Versorgung mit Äpfeln ist zwar nicht das ganze Jahr über gegeben (aber nur, weil ich sie nicht gut lagern kann). Ansonsten sind die Ernten fantastisch. Letztes Jahr waren es so viele Äpfel, dass ich total im Verwertungsstress war und wir uns einen Dampfentsafter für Saftzubereitung gekauft haben. Trotz Marmelade, Kuchen und Verschenken waren die Mengen kaum zu bewältigen. Trotzdem liebe ich diesen Baum, denn ein frischer Apfel vom Baum schmeckt einfach himmlisch!

Wichtig ist auf alle Fälle die richtig Sortenwahl, wobei man sich hier nicht von falschen Vorstellungen leiten lassen darf! Wir haben einen „Topaz“, und der kommt mit unserem heißen und trockenen Klima noch ganz gut zurecht. Viele der „alten“ Sorten, die gerade so beworben werden, gehen da schon in die Knie.

Insgesamt kann man durch clevere Wahl der Obst- und Gemüsesorten, die man anbaut, auf alle Fälle Geld sparen. Dafür muss man aber etwas anderes investieren: Zeit! Bei Johannisbeeren und Obstbäumen geht es wohl auch ohne großen Zeitaufwand, aber alles andere möchte doch gehegt und gepflegt werden. Das macht aber auch richtig Spaß, und wenn man sich die Zeit nimmt, ist es auch wirklich erholsam. Man tut sich also auch noch etwas Gutes!

Knoblauch aus eigener Ernte

Knoblauch aus eigener Ernte

Knoblauch ist denkbar einfach anzubauen. Im Wesentlichen steckt man die Zehen in die Erde und wartet ab, bis der Knoblauch erntereif ist. Knoblauch ist also ideal für „lazy gardening“!

Es gibt im Wesentlichen zwei Termine, an denen man die Knoblauchzehen in die Erde versenken kann: Im November / Dezember (wenn der Boden noch nicht gefroren ist), oder im März. Die Anzucht im Herbst hat den Vorteil, dass die Zehen mehr Zeit haben, Wurzeln zu bilden. Der Winter und Minusgrade macht ihnen gar nichts aus. Wer aber vergessen hat, im Herbst die Zehen zu stecken, kann dies auch noch im März tun.

Die Zehen in etwa doppelt so tief wie sie groß sind in die Erde stecken; dabei das flache Ende nach unten und das spitze Ende nach oben. Gebt den Zehen etwas Abstand (ca. 15 cm), denn sie haben gerne ein bisschen Platz. Sie mögen kein Unkraut um sich herum, sind aber prima Mischkulturpartner z.B. mit Erdbeeren.

Vor ein bis zwei Wochen gesteckter Knoblauch schiebt seine ersten Blätter aus der Erde

Nun muss man eigentlich nicht mehr viel tun, außer abwarten. Bekommen die Knoblauche schon im Frühling gelbe Blätter, dann düngt sie ruhig mal, oder wenn es gar zu trocken ist, gießt sie auch. Generell mögen sie es aber eher trocken, insbesondere im Juni/Juli, bevor sie erntereif werden.

Bilden sich Blüten, diese bitte ausbrechen, denn sonst steckt der Knoblauch alle Kraft in die Blüten, aber wir wollen ja große Knollen. Werden im Hochsommer dann die Blätter gelb, ist der Knoblauch erntereif. Dann einfach vorsichtig die Knollen ausgraben.

Welche Knoblauchzehen kann man verwenden?

Also am besten sind natürlich Zehen von Knoblauch, der auch hier gezogen wurde oder bei Gärtnereien angeboten wird. Man kann aber auch Zehen von im Supermarkt gekauften Knoblauch stecken, aber da weiß man nie so genau, was man bekommt. Das könne auch mal Knollen sein, die keine Zehen ausbilden und kleiner bleiben. Geschmacklich ist selbst gezogener Knoblauch aber einfach unschlagbar. Und so super einfach im Anbau.

Wer kein Gemüsebeet hat, kann ihn auch mal ins Blumenbeet stecken.

Man kann den Knoblauch frisch essen, dann ist er besonders lecker. Um ihn zu lagern, trocknet man ihn am besten an einem warmen, trockenen Ort.

Dünger – selbst gemacht

Dünger – selbst gemacht

Seit einigen Jahren stelle ich ja meinen eigenen Kompost her, den ich als Mulch und Bodenverbesserer benutze – und das war ein echter „Game-changer“ in meinem Garten. Das Gemüse wächst sensationell gut, weil der Boden viel nährstoffreicher geworden ist und besser Wasser speichert. Auch in den Gemüsetöpfen landet immer eine große Portion Kompost als Langzeitdünger – und die Tomaten, Auberginen und Paprika tragen Rekordmengen. Zum ersten Mal wachsen und liefern große Fleischtomaten in meinem Gemüsebeet gute Erträge. Das kann nur am Kompost liegen.

Deshalb ist es nur logisch, dass ich jetzt auch versuche, meinen eigenen Dünger herzustellen mit Mitteln aus der Natur. Neu ist das Ganze ja nun wirklich nicht – von Brennesseljauche haben bestimmt schon viele gehört. Was mich bei der ganzen Kompost /Jauchen-Geschichte auch fasziniert, ist der Kreislauf-Gedanke: du wirfst das Schnittgut und die Unkräuter nicht weg und gibst sie in die Biotonne zur Müllabfuhr, sondern belässt alles im Garten, lässt die Natur es umwandeln und benutzt es, um deinen Pflanzen Gutes zu tun. Ansonsten würdest du deinen Garten“abfall“ wegtransportieren, um dann wiederum Dünger etc. aus dem Gartencenter zu kaufen (eigentlich ziemlich schwachsinnig). So bleibt alles im Garten (und du sparst Geld; aber das nur nebenbei).

Wie stelle ich nun meinen eigenen Dünger her?

Am besten eignen sich Brennesseln oder Beinwell, denn diese haben so ziemlich alle Nährstoffe, die insbesondere Gemüsepflanzen benötigen (Phosphor, Kalium, Stickstoff).

Du brauchst für einen Brennesseldünger:

  • 1 Eimer mit festschließendem Deckel
  • frische Brennesseln, fast den ganzen Eimer voll
  • wenn verfügbar: eine Handvoll verottetes Laub oder Laubkompost, das regt die Mikroorganismen noch ein bisschen schneller zum Arbeiten an (kann man aber auch weglassen!)
  • frisches Wasser, so viel, dass die Brennesseln gerade bedeckt sind.

Dann Deckel drauf, und nach ca. 4 Wochen ist dein Dünger einsatzbereit. Der Deckel ist wichtig, denn der Dünger entwickelt einen ziemlich üblen Geruch. Es ist auch nicht schlecht, während der 4 Wochen den Dünger ab und zu mal mit einem Stock umzurühren, um mehr Sauerstoff hineinzubringen.

Den Dünger wendest du wie Flüssigdünger an: du gibst ein bisschen was in dein Gießwasser, d.h. du verdünnst ihn mit Wasser.

Experimentiere ruhig herum, statt Brennesselblätter kann man wie gesagt auch Beinwell-Blätter nehmen, oder eine Kombi aus beidem.

Obst und Gemüse für „lazy gardening“

Obst und Gemüse für „lazy gardening“

Was tue ich, wenn ich gerne Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten ernten möchte, aber nicht viel Zeit in die Aufzucht und Pflege investieren kann oder möchte? Dann wähle ich am besten Sorten, die man nicht jedes Jahr neu aussäen muss, und die nicht viel Pflegeaufwand erfordern. Obwohl ich gerne viel im Garten werkele, habe ich ein bisschen in die „lazy gardening“-Richtung aufgerüstet, denn es ist einfach genial, wenn man Obst bzw. Gemüse ernten kann, ohne es erst mühsam gesät und verpflanzt zu haben.

Rote Johannisbeeren

Das unkomplizierte Beerenobst schlechthin! Ich habe vor 15 Jahren einen Strauch gepflanzt, und er trägt jedes Jahr! Einfach so. Ziemlich perfekt, oder? Man kann Johannisbeersträucher auch schneiden, aber man muss nicht. Wichtig ist der richtige Standort: Sonnig, ordentliche Erde – das war’s im Wesentlichen schon.

Äpfel

Der Apfelbaum ist der Mittelpunkt unseres Gartens – und er trägt Äpfel jedes Jahr zum Umfallen. Auch hier hält sich die Pflege sehr in Grenzen.

Das Wichtigste ist eigentlich die Wahl der geeigneten Apfelsorte: wir haben die Sorte ‚Topaz‘ gewählt, weil sie sehr schädlingsresistent ist und auch ganz gut mit unserem heiß-trockenen Klima zurechtkommt. Nachbarn wollten unbedingt eine tolle, alte Sorte – aber leider kommt ihr Bäumchen gar nicht gut in unserem Klima zurecht, und hat ständig Mehltau und kaum Äpfel.

Ansonsten lassen wir den Baum regelmäßig von einem Fachmann schneiden – jo, und das war’s dann. Das Anstrengendste im Herbst ist das Verarbeiten der reichen Ernte….

Rhabarber

Rhabarber pflanzt du auch nur einmal, und dann kommt er jedes Jahr wieder! Er mag es ganz gerne nährstoffreich, sonnig und nicht zu trocken. Beim Austrieb schütze ich meinen (den ich dieses Jahr erst gepflanzt habe) ein bisschen vor Schnecken. Die Stangen bricht man dann im Frühjahr heraus (nicht schneiden, durch die Schnittfläche können Krankheitserreger in die Pflanze eindringen), bis ca. 24. Juni. Danach nicht mehr ernten, denn der Oxalgehalt ist zu hoch.

Man sollte auch – insbesondere bei jungem Rhabarber – die Blütenknospen abschneiden. Das Blühen kostet zu viel Kraft, und dann würde es im Jahr darauf eine kleine Ernte werden!

So, das war’s auch hier wieder mit der Pflege.

Topinambur

Topinambur bildet unterirdische Knollen, die man für Suppen, Aufläufe etc. verwenden kann. Die Pflanze ist sehr robust, und wenn man nicht alle Knollen erntet, bleibt der Rest im Boden, überwintert problemlos und bildet im Folgejahr neue Knollen. Oft sagt man sogar, dass Topinambur ein bisschen zum Wuchern neigt – aber das finde ich nicht so schlimm.

Topinambur blüht im Sommer auch total schön – die Blüten ähneln ein bisschen denen der Sonnenblumen, sie sind nur kleiner. Man hat also zweimal was von dieser Pflanze.

Pflegetechnisch gibt es hier wirklich nichts zu tun – außer eben mal ein paar Knollen ausgraben, wenn es einem zu viel wird.

Ich habe dieses Jahr zum ersten Mal Topinambur in die Erde gesteckt und bin total gespannt, wie es läuft.

Gemüse in Töpfen – 5 Schlüssel zum Erfolg

Gemüse in Töpfen – 5 Schlüssel zum Erfolg

Eigentlich sollten mehr Leute Gemüse anbauen, finde ich. Zwischen den ganzen Töpfen mit Zierpflanzen könnte man doch mal eine Tomate oder Paprika schmuggeln – und ich bin sicher, dass im kommenden Jahr wieder etwas essbares im Topf dabei wäre.

Falls ihr euch zum ersten Mal an Gemüse in Töpfen oder Kübeln wagt, solltet ihr unbedingt die folgenden 5 Punkte beachten.

Größe der Töpfe

Es kommt natürlich ein bisschen darauf an, was man anbauen möchte. Generell gilt natürlich: Je größer, umso besser!

Salat als Flachwurzler kommt auch mit einem flacheren Gefäß zurecht, für Tomaten oder Zucchini sollte es schon ein großer, tiefer Kübel sein – mindestens 35 l Inhalt. Dann haben die Wurzeln einfach mehr Platz, sich auszubreiten. Außerdem trocknet die Erde im Kübel dann nicht so schnell aus wie in einem kleinen Gefäß.

Material der Töpfe

Unglasierte Terrakottatöpfe sehen schön aus, sind aber sehr durchlässig. D.h., auch das Wasser verdunstet über die Topfwände. Insofern sind unglasierte Terrakotta-Töpfe für durstige Pflanzen (und leider sind das quasi alle Gemüse) eigentlich nicht so geeignet.

Besser sind glasierte Terrakottatöpfe, denn hier wird die Verdunstung des Wassers gehemmt.Ein bisschen was geht trotzdem durch.

Am besten sind eigentlich Plastiktöpfe, denn sie lassen kein Wasser an den Wänden durch. Unter Umweltaspekten sind sie natürlich nicht ideal. Wenn Plastik, dann am besten langlebiges, stabiles Material – dann kann man den Topf wenigstens jahrelang benutzen.

Mit Holz habe ich noch keine Erfahrung gemacht, aber da gilt wahrscheinlich ähnliches wie bei Terrakotta. Bei Holzgefäßen bitte darauf achten, dass das Holz nicht chemisch vorbehandelt wurde.

Generell ist es wichtig, dass die Töpfe unten Abzugslöcher haben, denn auch wenn wir wenig Wasserverdunstung haben wollen, wollen wir auch keinen Sumpf im Topf. Dann faulen nämlich die Wurzeln und alles ist dahin (kann auch schon passieren, wenn mein Topf in einem Übertopf steht).

Erde

Bitte keine Gartenerde benutzen. Diese ist ungeeignet, da sie durch das Einfüllen in den Topf aus ihrem natürlichen Nährstoffkreislauf herausgenommen wird und sozusagen „tote“ Erde wird.

Am besten mischt man torffreie Blumen-/Gemüseerde aus dem Gartencenter mit eigenem Kompost und wertet das Ganze mit einem Langzeitdünger auf, ich nehme eine Handvoll Hornspäne. Wichtig ist nämlich, dass die Erde gut Wasser speichern kann und das Gießwasser nicht direkt durch den Topf durchläuft.

Die Erde sollte viele Nährstoffe enthalten, und durch den Kompost sowie den Langzeitdünger werden die Nährstoffe nach und nach freigegeben.

Bewässerung

Bei unseren klimatischen Verhältnissen muss ich leider so gut wie jeden Tag gießen. Regelmäßige Wasserzufuhr ist wichtig, damit Früchte wie z.B. Tomaten nicht platzen. Außerdem verhindert man so das komplette Austrocknen der Erde, denn dies führt dazu, dass ihre Speicherkapazität nachlässt.

Am besten mulcht man auch die Töpfe ein bisschen, ich nehme gerne Grasschnitt vom Rasenmähen. So hält man die Erde ein bisschen feuchter, und man führt noch ein paar Nährstoffe hinzu.

Dünger

Ja, auch sehr wichtig! Das vergisst man am Anfang ganz gerne, aber es ist wichtig, den Pflanzen regelmäßig von außen eine Ladung guter Nährstoffe mitzugeben.

Flüssige Dünger haben den Vorteil, dass man sie einfach ins Gießwasser dazu gibt und gut dosieren kann. Am besten einmal wöchentlich düngen. Man kann sich einen Wochentag aussuchen, an dem man das macht, z.B. „Dünger-Donnerstag.“

Düngestäbchen mag ich auch ganz gerne, denn da muss man nicht wöchentlich an das Düngen denken. Allerdings muss man auch hier in regelmäßigen Abständen nachlegen; die Dauer der Düngewirkung steht auf der Packung, es sind meist einige Wochen.

Es gibt natürlich auch Dünger in Pulverform; den streut man dann auf die Erde und arbeitet ihn ein bisschen ein; auch hier muss man regelmässig nachdüngen. Das finde ich für Töpfe am ungeeignetsten, denn das Einarbeiten ist ein bisschen schwierig; vor allem, wenn überall schon Wurzeln sind.